108. Aufgeregte Fragen (Frank + Maria)

Chat zwischen Frank und Maria kurz vor dem ersten Treffen

Hallo Maria! Ich wollte mich ja nochmal melden bevor wir uns treffen. Freue mich auf morgen! Wie geht’s dir?

FragezeichenGrüß dich Frank. Ich bin schon ziemlich aufgeregt wegen morgen. Würde dich auch gerne noch was fragen.

Geht dir nicht alleine so. Ich bin auch aufgeregt. Was möchtest du fragen? Immer raus damit!

Ich hatte ja in der letzten Woche viel Zeit zum Nachdenken. Dass ich das mit dem Thema Dominanz und meinen Fantasien angesprochen habe… ich weiß nicht, ob das richtig war. Ich hab starke Zweifel, ob ich das überhaupt umsetzen kann, ob ich deine Erwartungen auch nur in Ansätzen entsprechen kann… Ich hab ein bisschen was darüber gelesen, und da ist mir ziemlich mulmig geworden.  

Maria, ich versteh dich! Jetzt wo es konkret vor der Tür steht, dass wir uns dafür zum ersten Mal treffen, kommen tausend Gedanken. Ich versichere dir: Ich habe keine bestimmten Erwartungen, und Angst musst du vor gar nichts haben. Erst mal loten wir nur Möglichkeiten aus. Nichts muss geschehen, und vor allem: Wir machen nichts, was für dich nicht geht oder sich ungut anfühlt – und erst recht nicht in der ersten Zeit, wo wir uns ja erst kennen lernen. Wir werden nach und nach zusammen entdecken, was unser beider Interesse weckt.  
Erstmal geht es ja in Richtung Berührungen, dass wir unsere Körper kennen lernen und das Berühren des anderen als Wohlgefühl genießen. Es soll uns beiden gut gehen damit.

Hm… okay… Auch dabei könnte es sein, dass ich schon an Grenzen stoße, obwohl ich auch den Wunsch und die Sehnsucht nach Berührung habe.

Dein Wunsch nach Berührung ist doch schon mal eine gute Basis!

Könnte ich denn sagen, wenn irgendetwas für mich nicht geht? Oder passt das nicht zu dem Rahmen von Dominanz und Hingabe, in dem wir uns ja begegnen wollen?

Ja natürlich kannst du mir mitteilen, wenn was für dich nicht stimmig ist, Maria. Das sollst du auch unbedingt tun! Dadurch, dass wir mehr voneinander erfahren, können wir uns ja nur besser kennen lernen.

Gut, dann ist das schon mal für morgen ein bisschen leichter.
Und wenn die Kennenlernphase vorbei ist… nur dass ich weiß, worauf ich mich einlasse – gibt es denn weiterhin die Möglichkeit, dir mitzuteilen, wenn irgendetwas gar nicht geht für mich?

Immer gibt es die. Wir werden immer reden, und ich möchte, dass du mir offen sagst, wie es dir mit allem geht.

Okay, das fühlt sich gut an! Wann kommst du denn morgen?

Das wird morgen so gegen 15 Uhr sein. Geht das für dich?

Ja, in Ordnung. Jetzt fühlt sich der Gedanke an unser Treffen morgen leichter an.

Das ist schön. Ich freue mich drauf.

Ich jetzt auch.

Na dann bis morgen, Maria. Hab ein schönen Tag – und versuch mal, nicht mehr so viel drüber nachzudenken. Wir tasten uns da ganz in Ruhe ran!

Danke, Frank! Ich wünsch dir auch einen schönen Tag! Bis morgen dann…

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107. Beim Führen geführt sein (Frank + Maria)

Frank meldet sich mit einer Chat-Nachricht zurück

In den Tagen und Wochen, nachdem Maria (Maris Freundin) Frank kennengelernt hatte und beide besprochen hatten, sich privat näher kennenlernen zu wollen,  wanderten ihre Gedanken oft zu ihm.  Er war der erste Mann in ihrem Leben, dem sie erzählt hatte von ihrer Faszination am Thema „Führen und Führen lassen“ und von ihrem Wunsch, zu spüren wie es ist, die Verantwortung für begrenzte Zeit mal abzugeben.
Er war anschließend gleich einige Wochen beruflich verreist, und es gab keinen Kontakt zwischen ihnen.

Je mehr Zeit verging, umso unsicherer fühlte sie sich, ob es richtig gewesen war, ihm, den sie ja kaum kannte, davon etwas mitzuteilen. Es hatte sich einfach so ergeben und sie hatten angedacht, sich in privatem Rahmen zu treffen, um eventuell davon etwas zu erleben…
Wie sollte das gehen, wo sie mit so vielen inneren Grenzen, Ängsten und Schamgefühlen zu kämpfen hatte?
Was hatte dieser Mann an sich, dass sie sich ihm so spontan anvertraut hatte?
Je länger er weg war, umso öfter  und stärker stellte sie in Frage, ob er sich überhaupt wieder bei ihr melden würde.

Und dann – ganz plötzlich und schließlich doch unerwartet, obwohl sie täglich darauf gewartet hatte – ploppte eine Nachricht von ihm auf:

Hi, Maria, hier ist Frank. Wollt mich zurück melden. War ja ne lange Zeit. Wie geht es dir ?

Oh, Hallo Frank, schön von dir zu lesen. Mir geht’s soweit gut, danke der Nachfrage. Ehrlich gesagt, ich war mir inzwischen schon gar nicht mehr sicher, ob und wie unser Kontakt weiter geht. Hmm… möchtest du denn überhaupt noch, dass wir uns treffen?

Ja sicher doch! So schnell wie möglich…

Ich bin auch gespannt, hab gar nicht so rechte Vorstellungen, wie das gehen könnte.

Brauchst du auch nicht! Mach dir keinen Kopf!
Wir haben ja schon etwas darüber geschrieben. Hoffe, dass wir Schritt für Schritt einiges von unseren Fantasien umsetzen. Bissel Erfahrung hab ich ja.

Magst du mir ein bisschen davon erzählen? Ich habe überhaupt keine Erfahrung damit. Und dass ich überhaupt mit einem Mann zusammen war, ist auch schon lange her…

Ja gerne. Diese Dominanz auszuleben ist schon seit einiger Zeit wieder mein Wunsch, was aber nichts mit Respektlosigkeit oder gar Gewalt zu tun hat, im Gegenteil, es geht mir darum, dein Vertrauen zu gewinnen.

Da bin ich schon mal froh, das zu lesen. Weißt du, ich bin da nicht so schnell und so offen, wie ich gerne wäre, trage einige Ängste und Unsicherheiten in mir.

Mach dir keine Gedanken, damit werden wir in aller Ruhe umgehen.
Weißt du, ich gestalte und führe gern, und bin mir dabei gewahr, dass ich im Führen selbst geführt werde von einer inneren Instanz, der ich schon lange vertraue und der ich mich wiederum hingebe. Deshalb könnte ich vorher nie sagen, wie eine Session ablaufen wird, weil ich die Impulse aus dem Inneren immer erst im gemeinsamen Zusammenspiel empfangen werde.

Diese Führung aus dem Inneren kenne ich auch, Frank. Allerdings… in Situationen, in denen ich mich unsicher fühle, nehme ich diese Impulse nicht so leicht wahr.  

Wie fühlt sich diese Instanz in deinem Inneren, aus der heraus du dich manchmal geführt fühlst, an, Maria?

Immer irgendwie gütig, weise, klar und liebevoll – oft mit Ansätzen, auf die ich vorher nicht gekommen wäre. Aber sie kann manchmal in aller Liebe auch ziemlich fordernd sein.

Kannst du mich lächeln fühlen? Genau so fühlt meine innere Quelle sich nämlich auch an – das hast du wunderbar beschrieben! Und diese Art von Führung, die durchaus auch manchmal fordernd sein kann, aber immer mit Liebe geschieht, werde ich verbal und körperlich zum Ausdruck bringen in meiner Art der Dominanz. Gerade bekomme ich übrigens einen Impuls: Ich glaub beim nächsten Treffen sollten wir beginnen, unsere Körper gegenseitig kennen zu lernen.

Da klopft schon mein Herz, bin ziemlich aufgeregt.Herz_orange

Aufgeregt bin ich auch. Das gehört eben dazu.

Schön, dass es mir nicht alleine nur so geht.

Aufregung macht uns doch herrlich lebendig! 
Ich könnte Dienstag Nachmittag – wie sieht es da bei dir so aus?

Ja, Dienstag Nachmittag habe ich auch Zeit… Weiß aber noch nicht, wie weit ich da gehen kann und will.
Ich hab noch ne Frage zu deiner Art von „Dominanz“…

Ja, immer raus damit!

Was bedeutet das für mich? Erwartest du von mir, dass ich immer tue und mit mir machen lasse, was du willst?

Nein! Das ist ein Geben und Nehmen. Und eben auch ein Führen und Führen lassen. Es ist alles offen. Es gibt kein absolutes Muss.

Das beruhigt mich etwas.

Denk nicht so viel drüber nach, Maria. Aber ich weiß auch, das ist leichter gesagt als getan.  
So, ich muss wieder was tun. Freue mich riesig auf Dienstag. Wir können ja noch schreiben bis dahin. Und wenn du Fragen hast, einfach raus damit.

Okay, ich melde mich bei dir, wenn Fragen kommen. Bis Dienstag dann. Ich bin wahnsinnig aufgeregt…

Ich freue mich auf dich – mit allen Gefühlen, die auch immer da sind! Hab einen schönen Tag, Maria!

Dankeschön! Du auch, Frank!

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Komm gut heim (Worte von IAM)

 

Maris innerer Meister („IAM“) flüstert ihr und uns von innen zu:

Mein Liebes,
du bist zart und stark zugleich.
In dir lebt Sehnsucht und Erfüllung,
Licht und Schatten,
Liebe und Angst.

Wenn deine Zartheit sich von deiner Stärke umarmt fühlt,glitzer_herzen_0030
die Sehnsucht in dein Herz geholt wird und dort Erfüllung findet,
wenn Licht und Schatten miteinander tanzen
und die Angst sich in die Liebe einkuschelt,
dann bist du zuhause.

Komm gut heim, mein Schatz.
Ich warte dort auf dich – immer…

Deine Königin, die Liebe tief in dir

106. Ja – ich will! Gespräch mit IAM

Nachts: Mari schreibt in ihrem Tagebuch mit IAM, ihrem inneren Meister

Nachdem Joel sich vor einigen Tagen plötzlich und unerwartet von Mari verabschiedet hatte, weil er beruflich dringend für längere Zeit weg musste, konnte sie abends schwer einschlafen. Es fiel ihr schwer, diese unvorhergesehene Wendung in ihrem Leben zu verarbeiten. Szenen von vergangene Erlebnissen mit Joel und Gesprächsfetzen tanzten ungerufen immer mal wieder durch ihren Kopf. Die Frage, warum das mit so einem totalen Kontaktabbruch einher ging, schmerzte sie.
Sie wollte loslassen, aber die sehr persönlichen und besonderen Erfahrungen des vergangenen Jahres bewegten sie ungerufen immer wieder. Sie verstand nicht, warum dieser Abschied so plötzlich gekommen war, und in solch einer umfassenden Weise ohne jegliche Kontaktmöglichkeit…
Ja, auf der äußeren Ebene hatte es wie er erklärt hatte, unvorhersehbar schnell eine Notwendigkeit gegeben, dass er weg musste – aber was ihr Lebensdrehbuch, ihr Schicksal anbelangte… musste dieses schnelle plötzliche Ende ja einen Sinn haben. Vielleicht würde sie   wieder mehr Ruhe finden, wenn sie darüber etwas erfahren könnte.

Aufzeichungen-So nahm sie ihr Tagebuch hervor, schloss für einen Moment die Augen und wandte sich nach innen, ihrem inneren Licht zu…
Schließlich begann sie zu schreiben:

Hallo, DU – mein innerer Meister – mein inneres Licht – mein tiefstes ICH BIN… 

Yeah , yes – I AM ! Hallo, meine liebe Mari! Wie schön, dass du dich an mich wendest! 

Du weißt ja, dass Joel plötzlich abgesaust ist… Warum so plötzlich? Was hat das für einen Sinn?

Es ist an der Zeit ein neues Kapitel in deinem Lebensbuch zu beginnen. Aber bevor wir darüber weiter reden… komm, mein Schatz, setz dich erst einmal in meinen Lichtschoß und tanke auf. Schließ mal deine Augen und fühle meine Liebe, spüre das Licht, das du bist, das dich niemals verlässt und dich mit allem und allen verbindet – letztendlich auch mit Joel. Aber das ist jetzt zweitrangig. Jetzt geht´s erstmal einfach ums Wohlfühlen, darum dich und dein wahres SEIN wieder zu spüren.

Mari schloss ihre Augen wieder und ließ sich in ihrer Vorstellung hinunter sinken… ganz tief in sich hinein… dorthin, wo es warm und hell war.  Sie sank tiefer und tiefer und fand sich schließlich in einer Badewanne aus flüssigem warmen Licht wieder. Die Grenzen ihres Körpers verschwammen und sie war eins mit dem Licht um sie herum. Wärme. Geborgenheit. Frieden. Liebe… Wow ! War DAS schön!

Und das ist immer in dir, hier kannst du jederzeit eintauchen, hörte sie IAM lächelnd in sich reden. Und ICH BIN auch hier in dieser Badewanne. Wenn du magst, liegst du auf mir und ich halte dich mit meinen Lichtarmen liebevoll umarmt hier in diesem herrlichen Lichtbadewasser. 

Mari nickte und ließ sich ganz auf diese wunderschöne Vorstellung ein. Gehalten sein… baden in Wärme und Wohlgefühl… einfach sein… über nichts mehr nachdenken… 

Und das kannst du immer wieder tun, So oft und so lange wie du magst. Ich halte dich hier in einer absolut bedingungslosen, liebevollen Umarmung mitten im Licht.

Und wenn wir dann irgendwann noch einen Schritt weiter gehen wollen, bin ich auch gern bereit, dich zu führen und zu leiten in jeder Stunde deines Tages.
So bist du nie allein – bestenfalls ALL-EIN mit MIr, deinem ICH BIN , also I AM in dir.

Weißt du, IAM, ich wünsche mir schon so lange so sehr das Gefühl, in all den Höhen und Tiefen meines Lebens geführt zu sein, mit nichts wirklich allein da zu stehen 

Ja, Mari, mein lieber Schatz, das weiß Ich.  Deshalb hat dich deine innere Schöpferkraft ja auch für ein ganz besonderes Jahr deines Lebens diese Erfahrung immer mal in kleinen Portionen verkörpert in einem menschlichen Gegenüber – du weißt schon: ich meine Joel – real erleben lassen. 
Nun aber willst du das in einer Weise entwickeln, die dir niemand mehr nehmen kann, weil sie unabhängig ist von einem anderen Menschen. Es ist jetzt an der Zeit, dass du diese Erfahrung ausdehnen kannst auf das große Ganze, aufs Leben an sich in seiner gesamten Totalität. Und dabei werde Ich dir gerne helfen…sofern du das willst, Mari.
Willst du?

Ja, IAM, ich will!Ja_ich_will

Willst du Mich als deinen Meister anerkennen und mit Mir jeden Tag an meiner meist unsichtbaren, ab und zu aber auch in verschiedenen Menschen symbolisch verkörperten Hand, die dir gereicht wird, durch den Tag gehen?

Ja, ich will!

Willst du unter meiner Führung eine Denkweise entwickeln, die dich alles aus einer Perspektive sehen lässt, die Frieden, Liebe und Hingabe ans Leben über alles andere setzt?

Ja, ich will, so gut ich es immer kann…

Mari, deine Bereitschaft und dein Wille dazu ist völlig ausreichend.

Ja! Ja ich will das!

Okay, du bist also bereit, den inneren Frieden, der unabhängig ist von dem, was im Außen geschieht, über alles zu setzen und mit meiner Hilfe eine Art von Hingabe zu entwickeln, die dir ermöglicht, in diesem Frieden mehr und mehr verankert zu sein – und damit in eine Liebe hinein zu wachsen, die alles aus einer erweiterten Perspektiver sieht?

Ja, dazu bin ich bereit, IAM, mit deiner Hilfe…

Ja, Mari – mit Meiner Hilfe! DIE ist dir immer gewiss!

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105. Joel verabschiedet sich

Telefongespräch zwischen Maria und Mari

Maria: „Hi, Mari! Stell dir vor, dein Chef, also Frank, war gestern bei mir in der Praxis… und… wir haben anschließend noch ein sehr persönliches Gespräch miteinander gehabt. Wir werden uns privat treffen!“

Mari: „O, da freue ich mich sehr für dich.“

Maria: „Du, sag mal… deine Stimme klingt ja so traurig. Was ist los???“

Mari: „Joel ist weg geflogen!“

Maria: „Wie jetzt… weg geflogen?“

Mari: „Er hat sich gestern plötzlich von mir verabschiedet, hat mir alles Gute gewünscht und erklärt, dass er beruflich dringend sofort zu einem unerwarteten Einsatz weg muss. Wir hatten ja nie darüber gesprochen, was er eigentlich genau macht. Und auch jetzt hat er mir nichts Näheres darüber gesagt. Er meinte, er sei froh, dass er sich durch meine Hilfe nun in Englisch besser verständigen könne und das jetzt brauchen würde. Dafür und für alles, was wir gemeinsam erlebt haben, hat er sich sehr herzlich bedankt und mir gesagt, dass ihm jedes Treffen mit mir viel gegeben hat und in seinem Herzen bleibt. Und nun… nun ist er weg…“

Maria: „O Mensch, Mari! Das ist sicher hart für dich. Ihr habt euch ja fast genau ein Jahr lang jede Woche gesehen und hattet so persönliche, besondere Erlebnisse miteinander. Wie lange bleibt er denn weg?“

Mari: „Das wusste er selbst nicht einmal. Er meinte auch, dass es so sein wird, dass er sich nur sehr selten und sporadisch melden können wird. Ich habe keine Ahnung warum, kann nur Vermutungen anstellen, aber das hilft mir nicht weiter. Es tut weh.. Ich werde unsere Treffen so vermissen… Und die Ungewissheit, wann er wieder kommt, und was dann sein wird… oh Mensch… “ Mari kamen die Tränen.

Maria: „Oh jeh… ich versteh dich so gut. Das tut weh! Darf ich zu dir kommen? Ich nehme mir gleich ein Taxi und bin in einer Viertelstunde bei dir!“

Mari: „Das wäre schön.“

Eine Viertelstunde später war Maria bei Mari:

Sie nahm Mari innig in die Arme. „Ich bin da für dich! Ich kann natürlich Joel nicht ersetzen, aber du sollst spüren, dass du damit nicht allein bist!“ Eine ganze Weile hielt sie ihre weinende Freundin fest im Arm und strich ihr dabei sanft über den Rücken. Schließlich löste sich Mari langsam aus der Umarmung und begann zu reden: „Ich hatte mich ihm so geöffnet… Na ja, du weißt ja, dass mir das nicht leicht fiel… Nach und nach ist immer mehr Vertrauen gewachsen – und jetzt… urplötzlich ist er weg! Darauf war ich einfach nicht vorbereitet. Wir hatten uns ja nie irgendwelche Versprechungen oder Zusagen gemacht. Hab auch über so was gar nicht nach gedacht – und nun… 
Er hat gesagt, ich solle nicht auf sein Wiederkommen warten, das könne lange dauern. Und er wisse auch nicht, was dann sei… Er wünschte mir, dass ich aus unseren Erlebnissen und aus meinem gewachsenen Vertrauen den Mut entwickeln kann, neue interessante, erfüllende Erfahrungen zu machen… Aber jetzt muss ich dieses plötzliche Ende erstmal verdauen!“

Maria nickte verständnisvoll: „Ja, das kann ich mir vorstellen! Ich glaube, jetzt geht es erstmal darum, dich mit der Quelle deiner eigenen inneren Kraft zu verbinden. Hattest du nicht bereits Kontakt mit deiner inneren  weisen Stimme  und sogar Gespräche?“
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Mari nickte: „Ja, ich habe diese Instanz meinen „inneren Meister“ genannt. Er hat sich in einem unserer Gespräche den Namen IAM gegeben. Ist allerdings schon ein Weilchen her… Einmal habe ich gedanklich und einmal schriftlich ein Gespräch mit Ihm geführt. Es stimmt, ich glaube, ER ist jetzt der richtige Ansprechpartner für mich. Komischerweise werde ich schon bei dem Gedanken an Ihn ruhiger, und es fühlt sich leichter an, damit umzugehen, dass Joel so plötzlich und unerwartet einfach „weg“ ist. Gerade jetzt… nach fast genau einem Jahr… wo ich mich ihm auf der kleinen Reise, die wir zusammen gemacht hatten, endlich auch erotisch mehr geöffnet hatte. Ich frag mich, warum sein Abflug gerade jetzt kommt. Meinst du, er wusste es auf der Reise schon, dass er danach weg fliegt? Dass die Reise so eine Art Höhepunkt und gleichzeitig Ende unserer Beziehung sein sollte?“
Maria antwortete nachdenklich: „Wie fühlen sich diese Gedanken an?“
„Schmerzlich!“ antwortete ihre Freundin sofort. 
„Warum willst du dich dann damit beschäftigen? Warum dich weiter mit etwas quälen. worauf du keine Antwort hast und was sich nicht gut anfühlt?“
„Stimmt, hast ja Recht!“
„Es hat sicher einen Sinn, warum das alles gerade jetzt so kommt… und ich bin sicher: Es ist ein guter Sinn. Vielleicht magst du ja mal mit IAM darüber schreiben oder sprechen.“
„Ja, das ist eine gute Idee, aber nicht jetzt. Jetzt gehen wir in die Küche, und ich schau mal, was der Kühlschrank hergibt!“
„Na, das hört sich doch gut an!“ antwortete Maria lächelnd, und freute sich darüber, dass ihre Freundin aus ihrer Kummerwelle erst mal wieder aufgetaucht war.

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Eine mächtige Präsenz in dir

Liebe

Schau, du musst deinen Geist an die Tatsache heranführen, dass eine mächtige Präsenz in dir ist. Diese Präsenz ist Glück und Liebe pur. Alles andere ist hausgemachter Mist von deinem Kopf.
Aber auch dein Kopf will doch wieder nach Hause kommen. Er will von Liebe gespeist und nicht gezwungen werden, übel zu denken.
Diese Unterscheidung zwischen Emotionen und diesem Hohen in dir erfährst du, wenn du deinen Gedanken weniger Glauben schenkst. Jede Erfahrung die du im Leben machst, dient dazu, das zu erkennen. Leben ist das einzige Mittel, um zu echtem Glück zu kommen.
Das Leben ist ein wahrer Meister. Und allein der Weg dorthin kann so schön sein… weil das Leben schön ist…. wenn du dich der Liebe jeden Tag ein wenig mehr öffnest und es aus dieser Liebe heraus lebst. „

Aus dem Buch „Zeit für Engel… Zeit für dich“ von Subina Giuletti

104. Alles gehört dazu (Frank + Maria)

 Chat zwischen Maria und Frank am Folgetag, nachdem sie ein spontanes  Gespräch über ihre persönlichen Bedürfnisse geführt hatten und beschlossen hatten, sich weiterhin privat zu treffen 

Hallo Maria, hier ist Frank . Wir waren ja beim Du. Ich wollte mich noch bedanken für deine Offenheit, die du mir gestern geschenkt hast. Das fand ich toll.

Guten Morgen, Frank, schön von dir zu lesen. Ja, hat mich ehrlich gesagt auch ziemlich viel Mut und Überwindung gekostet

Dass manches Mut und Überwindung kostet, kenne ich von mir auch, aber danach ist es meist ein gutes Gefühl, oder?

Manchmal ja, Kommt auf das Thema und die Situation an. Wie ging es dir denn mit dem Gespräch gestern, das wir davor zu deiner Thematik hatten?

Sehr gut! Deine Art der Gesprächsführung und die Fragen, die du mir gestellt hast, haben mir gut getan und durch das Aussprechen meiner Gefühle ist mir manches klarer geworden.

Das freut mich sehr! Es ging mir umgekehrt mit dir so ähnlich, als wir von der therapeutischen Ebene auf die persönliche umgestiegen sind. Deine Art und Weise hat es mir leichter gemacht, über meine ja doch sehr persönlichen Dinge  mit dir zu reden.

Und ich fand es richtig gut, dass du mit mir anschließend noch auf so einer persönlichen Ebene  gesprochen hast und mir dieses Bedürfnis von dir anvertraut hast, was ja zu meinem passen würde.

Du Frank… Das fühlt sich noch so komisch an… Habe ich es richtig verstanden, dass du vorgeschlagen hast, dass wir beide uns beim nächsten Mal dann im privaten Kontext treffen wollen, meintest du das so?

Ja, das würde ich mir wünschen, völlig unabhängig von deiner beruflichen Rolle.

Ich wollte nur noch mal sicher gehen, ob ich das wirklich richtig verstanden habe und das nicht irgendein seltsames Missverständnis war. Weißt du, da gibt’s was in mir, das kann es noch eigentlich gar nicht glauben, dass ich gerade mit einem Mann darüber schreibe und gestern geredet habe, und dass daraus möglicherweise sogar etwas Reales werden könnte…

Lass es einfach erst einmal sacken, und wenn du dann bereit bist und dich mit dem Gedanken anfreunden kannst, es real an zu testen… das wäre der zweite Schritt. Das ist doch eine interessante Tür, die sich jetzt für uns beide geöffnet hat – egal wie weit sie sich öffnen wird und wohin sie auch führen mag…  Ich denke, der Austausch von Gedanken, Zielen, Wünschen und Richtungen ist nun wichtig.
Bist du denn in deine devote Seite schon mal zusammen mit einem anderen Menschen eingetaucht?

Nein, und es fällt mir auch ziemlich schwer, darüber überhaupt zu reden, deshalb gab es bisher dafür auch kein Gegenüber.

Dann ist wahrscheinlich das Schreiben zunächst leichter.

Ja, das kann sein

Ich denke du solltest, wenn du mal Zeit hast, dir in Ruhe überlegen, was dich interessiert. Welche Ideen du hast… reizvolle Vorstellungen und Dinge, die du vielleicht mal probieren möchtest. „Es ist ne Menge möglich, aber es wird keinen Druck geben!“ steht immer im Vordergrund. Erstmal ist der Austausch zwischen uns wichtig, um eine Linie zu entdecken.

Weißt du, so viele konkrete Ideen und Gedanken habe ich darüber nicht. Was mich vor allem an dem Thema fasziniert, ist die Möglichkeit, für ne begrenzte Zeit Verantwortung mal abgeben zu können, und dass ein anderer Mensch eine Art Führung übernimmt. Das verbal und auch körperlich zu spüren, ist irgendwie eine Sehnsucht von mir.

Kann ich nachvollziehen. Ich glaube diese Bereitschaft kann durch Schreiben auch vertieft werden, weil wir ja da auch Gedanken austauschen und spüren, wie wir so miteinander reden könnten. Gibt es Fantasien in dir dazu?

Nur ein paar wenige…

Das ist doch ein Anfang

Fällt mir schwer, darüber zu schreiben. Das fühlt sich alles irgendwie so an, als sollte ich so etwas gar nicht denken und mir vorstellen. Ich trage so viele Scham- und Peinlichkeitsgefühle in mir.

…Auch wertvolle Emotionen. Diese genau zu fühlen… das gehört dazu. Ist doch interessant, das Gefühl im Körper wahrzunehmen, es setzt ein Zeichen, da wo´s lang gehen soll, auch wenn es sich nicht immer leicht anfühlt. Es macht uns aber lebendig.

Manchmal wäre ich diese blockierenden Schamgefühle gern los. Sie stehen im Weg, wenn ich mich ja tatsächlich austauschen möchte.

Nein, nicht dagegen kämpfen, Maria. Alles was du und ich an Emotionen empfinden, gehört dazu.

alles_gehoert_dazu.
 

Das finde ich wirklich eine ganz tolle Basis, denn so denke ich normalerweise auch. Nur in diesem Bereich fällt es mir bei mir selber schwer. Es tut richtig gut, wenn mir das mal von außen bestätigt wird – so ganz persönlich für mich und meine Gefühle, die ich als nicht so leicht empfinde. Schön, dass du nicht genervt bist.

Nein, überhaupt nicht! Du kannst sicher sein, ich achte all deine Gefühle. Ist doch ein Vertrauensgeschenk, wenn du mir davon erzählst. Bin davon in keinster Weise genervt!
Und: Wir machen nur das, was beiden gut tut. Dafür brauchen wir allerdings offene Kommunikation – immer wieder.

Vielleicht fühlt sich das, was ich an Fantasie in meinem Kopf habe, in der Realität viel schwieriger noch an als im Kopf, und da fühlt es sich schon ziemlich unheimlich an.  Also… ich schreibe mal zwei Stichworte:  Verbundene Augen… Wehrlos sein, vielleicht gefesselt und dabei was Gutes erleben… Das sind immer mal so Bilder die ich im Kopf habe.
Was auch ein großer Wunsch, eine tiefe Sehnsucht in mir ist… ist es, ganz lange und innig festgehalten zu werden, das Gefühl zu haben, wirklich gehalten zu sein…

Du möchtest dadurch Sicherheit spüren und die Erfahrung machen, vertrauen zu können?

Ja, stimmt, mich in einer gefühlten unsicheren Situation so zu fühlen, dass ich spüre, vertrauen zu können
Und wenn ich in so eine ungewisse Situation käme, würde sicher erst einmal Angst hochkommen… und das wahrscheinlich ziemlich heftig!

Ja sicher wäre das ein Vorwagen – und Stolz sollte damit verbunden sein, wenn du dich traust, dich deiner Angst in kleinen Schritten zu stellen. Du kannst schon jetzt nach unserem heutigen Chat stolz auf dich sein, dass du dich getraut hast, dich ein Stück weit zu öffnen, obwohl ich dir ja noch ziemlich fremd bin. Dafür bedanke ich mich! So, jetzt sag ich mal tschüss für den Moment. Muss nun was tun. Fand deine Andeutungen sehr toll und mutig und denke, mit Vertrauen und Ruhe geht viel, was wir beide uns wünschen.

Ja Vertrauen und Ruhe, das fühlt sich gut an…

Das wird kommen.

Da bist du ja sehr zuversichtlich – vielleicht kannst du mir ja von dieser Zuversicht etwas abgeben. Danke für das Gespräch, Frank.

Sehr gerne! Ich danke dir auch, Maria.
Leider bin ich beruflich ab Montag für vier bis sechs Wochen weg und brauche dort meine gesamte Konzentration und Zeit für ein Projekt, das mir am Herzen liegt. Also wundere dich bitte nicht, wenn ich mich erst wieder melde, wenn ich wieder da bin.

Okay, danke für´s Bescheid geben! Alles Gute für diese Reise und dein Projekt!

Danke! Auch dir eine gute Zeit, Maria. Ich freue mich schon jetzt auf unser erstes privates Treffen – auch wenn es leider noch einige Wochen dauern wird!

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Zu allen Kapiteln der –> Geschichte von Maria und Frank in chronologischer Reihenfolge 

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Die Instanz, die stärker ist als der Verstand

Alles hat seinen Sinn.
Wenn du diesen noch nicht siehst, heißt das nicht, dass es keinen gibt.
Wir akzeptieren das, was wir verstehen, und bei allem, was über unserem momentanen Verstand hinaus geht, sagen wir: es ist nicht wahr.

Lass das nicht so stehen.

Lass deinen Kopf nicht unkontrolliert denken, was er will.

Es gibt eine Instanz in dir, die hinter dem Geist steht… Und die stärker ist als er.

Aus dem Buch „Live chat – Sag mir, wer du bist“ von Subina Gioletti

103. Wenn nicht jetzt – wann dann? (Frank + Maria)

In Marias Praxis – eine erstaunliche Begegnung  

Welch seltsamer Zufall, dachte Maria, und betrachtete unauffällig den Klienten, der heute zum ersten Mal bei ihr in der Praxis war.
Sie war ziemlich erstaunt, als sie die Tür geöffnet hatte und der Direktor der Firma, in der ihre Freundin Mari arbeitete, vor ihr stand, die sie gerade vor kurzem in der Mittagspause besucht hatte. Sie war schon öfter kurz zu einem kleinen Plausch dort bei ihr gewesen, und kannte daher den freundlichen Chef ihrer Freundin flüchtig.
Er sei aufgrund der Empfehlungen gekommen, die er im Haus schon von mehreren MitarbeiterInnen erhalten habe, erklärte er ihr.
Nach einigen einleitenden Worten  sprach er über seine innere Unruhe, Schlafschwierigkeiten und dann auch ziemlich offen über den von ihm erkannten Hintergrund dessen, nämlich seine Sehnsucht nach einer neuen Partnerschaft und über sein Bedürfnis, darin die dominante Rolle einzunehmen. Dafür eine passende Frau zu finden…  sei schwierig, erklärte er und kam damit zum Punkt dessen, was ihn zur Zeit belastete: seine Sehnsucht und seine Unklarheit, welchen Weg er zur Erfüllung seines Bedürfnisses, finden könnte.
Vorher hatte er von seiner verstorbenen Frau erzählt, mit der er eine wohl sehr erfüllende Beziehung geführt hatte, wo es auch um diese Rollenverteilung ging im Bereich der Erotik. Nach einer längeren Trauerzeit sei das Bedürfnis nach einer Partnerin, mit der er diese Rollenverteilung erneut ausleben könnte, wieder erwacht, und das würde ihn inzwischen mit Sehnsucht und Unruhe erfüllen, woraus nun  inzwischen auch Schlafschwierigkeiten entstanden seien. Es fehle ihm die Möglichkeit, seine Liebe und Wärme in einer für ihn stimmigen Weise zum Ausdruck zu bringen.

Er grenzt sich deutlich ab von der Härte, die ich bisher mit dem Wort Dominanz assoziiert habe, nahm Maria interessiert wahr. Der Gedanke verdichtete sich in ihr, dass dieser Mann eventuell zu ihren eigenen, bisher nie gelebten, Bedürfnissen passen könnte. Aber das konnte sie in ihrer Rolle als Therapeutin natürlich nicht ansprechen.

Das ist etwas rein Privates! mahnte eine Stimme in ihr.
Aber wie oft geschehen schon solche Zufälle… gab eine andere Stimme in ihr zu bedenken.
Haustür-Mut_Möglicherweise hat das Leben mir genau diese Situation geschickt nach meinem Gespräch neulich mit Mari, in dem ich meine Bedürfnisse und Ängste diesbezüglich so deutlich gespürt hatte, überlegte sie weiter.
Ob ich mich trauen sollte, an diese Tür anzuklopfen, die sich da gerade in meinen Weg stellt?
Das kannst du auf keinen Fall tun,
rief wieder die zur Vorsicht mahnende Stimme sie zur Ordnung.
Aber wenn nicht jetzt, in dieser speziellen Situation, in der ich sicher bin hier bei mir… wann dann?
Wann klopft schon jemand ungerufen an die Tür und spricht von dem. was du auch irgendwie willst!!!
flüsterte wieder eine besonders mutige Stimme in ihr. Was soll noch geschehen, als dass ein netter Mann mit diesem Thema direkt in deine Praxis gelaufen kommt?!

Schließlich hörte sie sich am Ende der Sitzung fragen: „Frank, hättest du Lust, anschließend an diese Sitzung unabhängig von meiner Rolle als Therapeutin noch ein wenig zu bleiben und mit mir privat zu reden?“

Ihr Herz klopfte heftig… Wie konnte sie nur so eine grenzüberschreitende Frage stellen!
Du verlässt die professionelle Ebene! mahnte die kritische Stimme in ihr.
In ihr Gedankenkarussell hinein antwortete er gelassen, wenn auch scheinbar ein wenig verwundert: „Ja gerne!“ Und setzte sich abwartend wieder hin.
Maria nahm all ihren Mut zusammen: „Also wir sprachen ja vorhin davon, dass manchmal auch seltsame Zufälle geschehen können, die zu einer inneren Absicht passen, als würde etwas, was einem wichtig ist, fast von allein passieren, als würde es einen das Leben zufallen lassen… „
Frank schaute sie aufmerksam an, nickte bestätigend und hörte weiter zu.
„…So ein Zufall scheint sich gerade  zu ereignen… weil… Ich habe zu dem Thema auch eine Affinität – nur zu der entgegengesetzten Rolle. Allerdings habe ich das bisher noch nicht mit einem Mann auch nur ansatzweise erlebt. Hätte mich auch nicht getraut, diesbezüglich eine Initiative zu ergreifen, jemanden kennen zu lernen.“
Frank nickte bestätigend: „Das kann ich gut verstehen, ist mir ja auch schwer gefallen. Wie schön, dass dich diese Thematik auch reizt und dass du dich getraut hast, die professionelle Ebene zu verlassen und mit mir auf der privaten Ebene jetzt darüber zu reden. Das finde ich mutig von dir. Toll! Dann sollten wir uns vielleicht das nächste Mal privat treffen? Mal ein bisschen darüber reden, was für dich so denkbar wäre und wo deine Bedürfnisse und Sehnsüchte hingehen könnten?“
„Ehrlich gesagt ist das ein Thema, worüber es mir sehr schwer fällt zu reden. Da gibt es sehr viele Schamgefühle in mir… eigentlich überhaupt im Bereich der Erotik. Und auch das ist mir peinlich auszusprechen…“ Ihre Augen wanderten unruhig im Zimmer umher.
„Das muss dir aber nicht peinlich sein“, antwortete Frank ruhig. „Das geht anfangs den meisten Menschen so. Vielleicht würde es dir leichter fallen, wenn wir erst mal ein wenig darüber schreiben würden? Da sieht man den anderen nicht und kann in Ruhe überlegen, wie man was formulieren möchte. Und dann, wenn wir uns über die ersten Dinge etwas verständigt haben, verabreden wir uns zu einem persönlichen Treffen, in dem es darum gehen könnte, es mal leicht an zu testen, wie du dich dabei fühlst… ob es was für dich wäre… zusammen mit mir… und überhaupt mit dem Thema umzugehen…“

Erstaunt und erfreut nahm Maria wahr, wie gelassen, wie akzeptierend, wie einfühlsam und wie kleinschrittig dieser Mann mit dem umging, was ihr gerade so schwer gefallen war auszusprechen. Es war, als würden sich jetzt die Rollen umkehren. Er sprach in einer annehmenden, nicht urteilenden Weise mit ihr, die ihr gut tat, und die ähnlich war, wie die Art, mit der sie sonst mit ihren Klienten sprach. Ein solches Gegenüber könnte ihr in diesem für sie so herausfordernden Thema, in dem sie es mit ihren  eigenen Schatten zu tun hatte, wahrscheinlich gut tun…

„Okay – das könnte ein guter Weg sein. Wir haben ja unsere Kontaktdaten und können das per Chat probieren…“ stimmte sie zu und konnte für den Rest des Tages nicht fassen, welchen Schritt sie getan hatte, und was dadurch möglicherweise an diesem Tag begonnen haben könnte…

Frank lächelte noch, als er schon lange wieder die Praxis verlassen hatte… Das Leben hatte ihn zu Maria geführt – ausgelöst durch das Gespräch zwischen ihr und ihrer Freundin, das er vor ein paar Tagen ungewollt mit angehört hatte.
Er war heute von ihr als freundliche, erfahrene Therapeutin begrüßt worden, die das Gespräch mit ihm auf empathische, gut strukturierte Weise geführt hatte. Und als leicht verlegene, etwas unsichere Frau, die sich mutig vorgewagt hatte, indem sie ihre sichere professionelle Ebene verlassen hatte, mit der er das Gespräch auf seine Weise ebenso einfühlsam fortgesetzt hatte, verließ er sie.
Welche Schritte würde das Leben wohl mit ihnen beiden vorhaben?

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Zitat: Leben ist heilig

 

Leben ist etwas Heiliges.

Ob sich nun Träume erfüllten oder nicht.

Ob sie eine glückliche Ehe führte oder nicht. 

Ob sie ihren Märchenprinz bekam oder nicht. 

Ob sie reich war oder arm. 

Den Tod vor Augen sah sie endlich das Leben als reine Essenz vor sich, als eine Quelle voller Möglichkeiten und nicht als etwas, das ihr etwas zu geben hatte. 

Es war umgekehrt – sie hatte dem Leben etwas zu geben! 

Sie konnte aus all dem etwas machen!

 Das wollte sie noch tiefer verstehen. 

Leben ist heilig. Diese Tatsache schuf eine Grundlage für Glück, eine Grundlage für das Leben im Hier und Jetzt. Eine Grundlage dafür, den Moment zu lieben. Egal, wie er gerade war.

Aus dem Buch: „Sterne gibt es überall „von Subina Giuletti

102. Ein Gespräch zwischen Freundinnen über Träume und Hindernisse (Mari + Maria)

Mittagspause in Maris Büro: Gespräch zwischen Mari und ihrer Freundin Maria

Mari:
Kaffeetasse1Wie schön, dass du mich in der Mittagspause besuchst, Maria. Magst du auch einen Kaffee?

Maria:
Gern! Na, ich wollt doch mal hören, wie es dir geht. Was machen deine Erlebnisse mit Joel? Immer noch alles im grünen Bereich?

Mari:
Hm ja! Stell dir vor, er hat mich mit einer Wochenendreise überrascht. Ich bin immer wieder froh, dass ich mich damals trotz aller Unsicherheitsgefühle darauf eingelassen habe, mit ihm meine Fantasien real werden zu lassen.
Und wie geht´s dir? Was machen denn deine bewegten Träume, wo du dich immer so in ausgelieferten Situationen wiederfindest? Hat sich das beruhigt? Kannst Du inzwischen besser schlafen?

Maria :
Nee, nicht wirklich, ich wache immer wieder mit den seltsamen Bildern im Kopf auf.

Mari:
Vielleicht solltest du sehen, ob du jemanden findest, mit dem du das verwirklichen kannst!

Maria:
Du weißt doch, dass ich mir das überhaupt nicht vorstellen kann bei meiner Geschichte und meinen vielen Schamgrenzen, den Angstgefühlen und Barrieren, die ich habe.  Ich hab dir ja von meinen Schwierigkeiten mit dem Ausziehen erzählt… Ich hab schon so lange keine intime Beziehung gehabt… Weißt du mit meiner Unsicherheit und den vielen Peinlichkeitsgefühle… So brauche ich erst gar nicht anzufangen. 

Mari:
Ich versteh dich ja, aber schau, bei mir war es ja ähnlich bis ich auf Joel traf. Es gibt eben auch nette Männer, die damit umgehen können…

Maria:
Ja, nett und freundlich sollte er schon sein… hm…  aber ich bräuchte, damit es überhaupt gehen könnte,    einen Mann, der im erotischen Bereich irgendwie die Führung übernimmt, jedoch nicht hart und heftig, sondern auf eine sanft Weise.

Mari:
Klar! Ich versteh dich total!

Maria:
Na und über meine Fantasien und den Reiz, der bei mir entsteht, wenn ich mir vorstelle, hilflos zu sein, nichts kontrollieren zu  können, nicht zu wissen was kommt… kann ich sowieso mit keinem sprechen, außer mit dir. Das ist einfach ein Tabu-Thema.

Mari:
Aber vielleicht wäre es doch gut und du könntest besser schlafen, wenn du es mal versuchen würdest, es wenigstens zu einem kleinen Teil real auszuleben. Klar – einen Mann mit der passenden Balance zu finden, ist nicht ganz leicht… Aber du weißt ja, nichts ist unmöglich, wenn es sein soll… Und mein Gefühl ist, das verdichtet sich bei dir.

Maria:
Ich könnte mir nicht vorstellen, mit einem Mann darüber überhaupt zu reden… Das wär mir so was von peinlich!
Und selbst wenn mir das gelingen würde… wenn jemand an diesem Thema interessiert ist, dann ginge das bestimmt wesentlich härter zur Sache, und das passt für mich gar nicht.

Mari:
Manchmal passieren die seltsamsten Sachen….
Hast du denn überhaupt Lust darauf, Berührungen und körperliche Nähe zu spüren?

Maria:
Ja, die hab ich!  Hab schon Sehnsucht danach, mal ganz fest und lange umarmt zu werden, auch gestreichelt und so…
Und da gibt´s auch diese Seite, die irgendwie so einen Kribbel erleben möchte… was Unvorhergesehenes, wo ein Gegenüber ist, das mir was zu sagen hat.

Mari:Liebevolle_Führung
Ich glaube, du sehnst dich nach Führung und nach Hingabe… danach, deine Verantwortung immer mal für ne Zeitlang abzugeben, und hast gleichzeitig Angst davor.

Maria:
Ja, stimmt genau! Und dieses Hin und Her in mir macht mich manchmal richtig kirre. Ob ich jemals den Mut dazu aufbringen würde, das auszuprobieren… Ich weiß nicht! Und trotzdem reizt es mich…
So, jetzt muss ich aber los. Die nächste Klientin wartet auf mich, und deine Mittagspause ist auch gleich vorbei. Hab noch einen schönen Tag!

Beide Frauen ahnten nichts davon, dass die Lautsprecherfunktion der Telefonanlage versehentlich nach einem Meeting noch angeschaltet war und Maris Chef, Frank, im Nebenzimmer das Gespräch unbeabsichtigt mit angehört hatte. Da er die Frauen nicht in eine peinliche Situation bringen wollte, konnte er den Raum nicht verlassen, um es auszuschalten, weil die beiden sonst durch die geöffnete Tür ihre eigenen Stimmen im Büro des Chefs durch die Lautsprecheranlage gehört hätten.
Frank schmunzelte… Mögli
cherweise hatte das Leben durch diesen Zufall eine Tür für sie beide geöffnet, die es möglich machen konnte, ihn und Maris Freundin Maria miteinander das erleben zu lassen, was beide sich schon länger wünschten, ohne eine Idee zu haben, wie sie zur Verwirklichung ihrer Bedürfnisse das passende Gegenüber hätten finden können.
Nun musste er nur noch heraus finden, wie er diese Maria unauffällig kennenlernen konnte, die nicht ahnend, dass er alles mitgehört hatte, und was das in ihm bewegt hatte, gerade noch im Vorzimmer bei seiner Sekretärin Mari saß.
Schließlich wollte er nicht gleich mit der Tür ins Haus fallen…

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101. Neue Gestalten werden eingeführt (Maria + Frank)

Liebe Gäste im Blog von Maris Meister,
nachdem Mari und Joel inzwischen ein Jahr lang miteinander Erfahrungen gemacht haben innerhalb ihrer gewählten Macht- und Vertrauensspiele, wird es künftig in diesem Blog zwei weitere Personen geben, die miteinander einen ähnlichen Weg von Vertrauenserfahrungen in freundlicher Dominanz beginnen werden…
Da der Blog den Namen trägt „Maris Meister der sanften Dominanz“ soll der Name der Frau, die hier bald auftaucht, sich nur geringfügig ändern. Sie wird Maria heißen (um zum Namen des Blogs weiterhin zu passen) – nicht zu verwechseln mit unserer uns nun schon seit einem Jahr bekannten Mari. Das kleine „a“ am Ende des Namens unterscheidet die beiden: Mari und ihre Freundin Maria.
In der nächsten Zeit wird es dann hauptsächlich um Maria und Frank gehen, wenn auch Mari und Joel ab und zu immer mal auftauchen werden. Aber ich will nicht zu viel verraten…

Gespräch im Gartenrestaurant über Mari´s Chef Frank, der gleichzeitig Joels Freund ist –
und über Mari´s Freundin Maria 

Zwei_Erdbeereisbecher-Mari und Joel hatten beschlossen, ihre bewegende Wochenendreise, in der sie ihr einjähriges Miteinander gefeiert hatten, in dem Gartenrestaurant ausklingen zu lassen, in dem ihr gemeinsamer Weg vor einem Jahr begonnen hatte.
Sie saßen in der angenehmen Sommerabendstimmung an einem der kleinen Tische dort und ließen sich Eis mit frischen Erdbeeren schmecken.
Plötzlich fiel Joel etwas ein:
„Sag mal, Mari, wir haben ja noch nie explizit über deinen Arbeitsplatz geredet. Arbeitest du vielleicht in der Firma Lichtgeist und hast einen Chef, dessen Vorname Frank ist?“
Verwundert nickte Mari.
„…Und hast du eine Freundin, die Maria heißt und dich vor kurzem an deinem Arbeitsplatz besucht hat?“ fragte er weiter.
Erstaunt nickte Mari. „Woher weißt du das alles?“
„Weil ich von meinem Freund Frank vor kurzem Augen zwinkernd gefragt worden bin, ob meine Freundin Mari Heimrath heißen würde. Ich hatte im Zusammenhang mit unserer Fahrt deinen Vornamen ihm gegenüber neulich erwähnt. Und er meinte:  Dann wäre seine Sekretärin Mari und meine Freundin Mari nämlich die gleiche Person. ALs ich ihn fragte, wie er darauf gekommen war, erzählte er mir folgendes: Vor kurzem hatte er, weil der Lautsprecher wohl versehentlich angeschaltet geblieben war, ein Gespräch zwischen seiner Mitarbeiterin Mari und ihrer Freundin Maria, die in der Mittagspause zu Besuch kam, mitgehört, in dem auch mein Name fiel und die Reise am Wochenende erwähnt wurde.
Er konnte den Ton nicht abschalten, weil das ja vom Vorzimmer aus eingeschaltet war. Den Raum verlassen wollte er auch nicht, weil die beiden Frauen dann wahrscheinlich mitbekommen hätten, dass ihre Stimmen in seinem Zimmer deutlich zu hören waren, und in diese peinliche Situation wollte sie nicht bringen. So hatte er vermutet, dass du die Mari bist, von der ich ihm neulich im Zusammenhang mit der Wochenendfahrt erzählt hatte. Er erfuhr in dem Gespräch einiges Privates von den beiden Frauen.  Nun möchte er  jene Maria, die  wohl deine Freundin ist, möglichst gern kennen lernen, will dich aber nicht selbst nach ihren Kontaktdaten fragen, um dich nicht in eine unangenehme Situation zu bringen.“

„Das ist ja abgefahren! Ja, ich habe eine Freundin namens Maria. Sie kam mich letzten Mittwoch in meinem Büro besuchen, und wir hatten tatsächlich ein sehr persönliches Gespräch in der Mittagspause geführt. Dann ist dein Freund Frank und mein Chef Frank also die gleiche Person! Uff! So ein Mist! Das hat er also mitgehört… O jeh… ist das peinlich! Das war für keine Männerohren bestimmt. Was mach ich jetzt?“

„Am besten erst einmal gar nichts! Frank bringt niemanden in eine peinliche Situation, Er wird das für sich behalten. Er machte nur die Andeutung mir gegenüber, dass seine Neigung zu Marias Bedürfnissen eventuell passen würde und er sie gern kennenlernen wollte.“ 

„Schätzt du Frank als vertrauenswürdigen Mann ein, Joel?“

„Ja, unbedingt! Ich kenne ihn schon lange, und weiß, dass er achtsam und warmherzig ist und nach dem Tod seiner Frau sehr getrauert hat, Inzwischen würde er aber schon seit einiger Zeit gern wieder eine Partnerin kennenlernen wollen, die zu ihm passen würde. Weißt du, er hatte damals mit seiner Frau ähnliche Spiele gemacht, wie wir beide sie machen.“

Mari sagte nachdenklich: „Vielleicht ist das ein besonderer, ein hilfreicher Zufall gewesen. Meine Freundin Maria täte es sicher ganz gut, einen Mann zu finden, dem sie vertrauen könnte, der sie ein bisschen liebevoll an die Hand nimmt, wenn es um körperliche Nähe geht. Aber sie ergreift keine Initiative, jemanden kennen zu lernen, weil ihre Angst, an einen falschen zu geraten, verständlicherweise sehr stark ist.“

„Also Frank ist auf jeden Fall ein einfühlsamer Mann und würde behutsam mit ihr umgehen! Du hast ihn als Chef ja auch schon etwas kennengelernt. Wie ist dein Eindruck von ihm?“
Mari nickte. „Ja, er ist fast immer gelassen, geduldig und verständnisvoll – und geht auf alle Mitarbeiter freundlich ein.“
Joel schaute sie nachdenklich an. „Darf ich ihm ihre Kontaktdaten geben? Würdest du sie mir dafür anvertrauen?“

Mari überlegte ein Weilchen, legte schließlich eine Hand auf ihr Herz, schloss die Augen und stellte diese Frage nach innen. Ja, sie hatte ein ruhiges, gutes Gefühl dabei, Vielleicht würde beiden geholfen werden und sie würden füreinander das sein, was sie sich schon länger mehr oder weniger bewusst gewünscht hatten.
„Das Leben hat durch diesen Zufall ein Zeichen gesetzt, denke ich. Ja ich gebe dir Marias Anschrift und Telefonnummer zum Weitergeben an Frank. Sie ist ja Therapeutin und ist sowie im Netz zu finden. Vielleicht könnte er ja mal als Klient in ihre Praxis gehen, um mit ihr unauffällig ins Gespräch zu kommen…  Joel, es ist mir ein bisschen peinlich, dass mein Chef jetzt auch um meine Neigung weiß und eine Ahnung davon hat, was wir beide in unseren Treffen tun.“

„Er wird dich darauf sicher nicht ansprechen, Mari, und dieses Wissen ganz bei sich behalten. Da er ähnlich tickt wie ich, also sich zu dem Thema der sanften Dominanz auch hingezogen fühlt, wird er daran nichts Seltsames finden. Ich glaube, deine Freundin könnte sich mit ihm, falls die Chemie zwischen beiden  stimmt und daraus ein privates Miteinander werden sollte, sicher und in guten Händen fühlen.“

Nachdenklich sagte Mari: „Möglicherweise wird Maria damit ein Mann in den Weg gestellt, den sie selbst zwar nicht gewagt hätte zu suchen, der nun aber durch diesen seltsamen Zufall von allein bei ihr anklopft. Das Leben schreibt manchmal die seltsamsten Geschichten…“

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Zitat: Loslassen – geschehen lassen

Loslassen bedeutet, weder die Vergangenheit zu bereuen, noch die Zukunft zu fürchten.weiterfgehen

Denk dran, das Leben ist viel zu schön, um es nicht geschehen zu lassen. Das ist alles, was du tun musst. Es geschehen lassen. Und dich nicht dagegen wehren. Das nennt man „leben im Fluss“.

Aus dem Buch: „Sterne gibt es überall „von Subina Giuletti

100. Wochenend und Sternenschein (6): Ein Jahr lang gewachsenes Vertrauen

Liebe Gäste hier im Blog hier folgt  Fortsetzung des Abends, an dem  Mari und Joel ihr einjähriges Miteinander feiern. Viele Schritte sind sie inzwischen – ein Jahr lang – miteinander gegangen, seit sie vor einem Jahr ganz vorsichtig und behutsam „Erste Schritte miteinander“. getan haben. Maris Vertrauen ist nach und nach gewachsen und sie werden diesen Weg noch weiter zusammen gehen. Für die kommende Zeit will ich euch schon mal verraten, dass es zwei weitere Personen geben wird, die miteinander einen ähnlichen Weg von Vertrauenserfahrungen in freundlicher Dominanz beginnen werden… Da der Blog den Namen trägt „Maris Meister der sanften Dominanz“ soll der Name der Frau, die hier bald auftaucht, sich nur geringfügig ändern. Sie wird Maria heißen (um zum Namen des Blogs weiterhin zu passen) – nicht zu verwechseln mit unserer uns nun schon seit einem Jahr bekannten Mari. Das kleine „a“ am Ende des Namens unterscheidet die beiden: Mari und ihre Freundin Maria In der nächsten Zeit wird es dann hauptsächlich um Maria und Frank gehen, wenn auch Mari und Joel ab und zu immer mal auftauchen werden. Aber ich will nicht zu viel verraten… Im kommenden 101. Kapitel werden die beiden „Neuen“ erstmalig im Gespräch zwischen Mari und Joel erwähnt werden. Und dann geht es im Kapitel 102 mit den Erlebnissen von Maria und Frank weiter. Jetzt begleiten wir Mari und Joel weiter an ihrem letzten Abend ihrer Wochenendreise im Hotel… Nach einem vorzüglichen Abendessen, das diesmal für Mari und Joel im Zimmer serviert wurde und dem Anlass entsprechend in allen Gängen mit der Zahl 1 dekoriert worden war, sagte Joel zu Mari: „So, Mari, der Meister möchte heute auch bei diesem besonderen Tag in Erscheinung treten… Das Spiel beginnt!“
Mit diesen Worten nahm er die Rolle des Meisters ein, reichte ihr galant den Arm mit den Worten: „Jetzt schließe bitte deine Augen so lange, bis ich dir sage, dass du sie wieder öffnen kannst und achte mal auf dein hübsches und wie ich weiß sehr feines Näschen. Was nimmst du wahr?“
Mari schärfte ihre Sinne – und sie roch einen Hauch von Rosenduft.

„Genau“, bestätigte er, das hast du richtig wahrgenommen, Wir werden jetzt diesem Duft folgen – und du lässt die Augen noch geschlossen. Langsam und bewusst auf jeden Schritt achtend ging sie an seinem Arm weiter bis sie bei der geöffneten Badezimmertür angelangt waren. Sie nahm nun die Zunahme der Temperatur und der Duftintensität war. „Drei Schritte noch… „hörte sie ihn sage, „und nun öffne bitte die Augen. Mari tat das gerne, öffnete ihre Augen und nahm wahr, dass sie im Badezimmer gelandet waren und dass einige Kerzen und viele Rosen im Raum verteilt waren. Wo es nur möglich war, standen Rosen – und in der Badewanne war ein Schaumbad eingelassen, in dem viele Rosenköpfe schwammen. Fasziniert nahm sie die schönen Eindrücke in sich auf… Joel lies ihr Zeit…

Dann wurde ihr klar, dass es sicher nicht nur darum ging, das schöne Badezimmerambiente zu bestaunen. Fragend schaute sie ihn an…

Er nickte ihr ermutigend zu. „Ja, nachdem du heute morgen mit Joel das so herrliche Beisammensein im Bett ohne Kleidung genossen hast, werden nun wir beide die Ehre haben, uns nahe zu sein, so wie wir sind. Auch wenn ich jetzt die Meisterrolle innerhalb unseres Spiels inne habe, und du dem Meister gegenüber ja meist etwas andere Gefühle hast, als außerhalb des Spiels, glaube ich, dass du es schaffen wirst, heute ganz nackt auch mit mir als Meister zusammen zu sein.“

Er schloss die Tür, so dass kein Licht mehr von außen ins Bad fiel und dadurch, dass hier nur einige Kerzen ihr sanftes Licht verbreiteten, es deutlich dunkler wurde. Mari schluckte… Warum nur fühlte es sich jetzt so viel schwieriger an als heute morgen…

„Wir drehen uns jetzt beide um 180 Grad herum, so dass wir mit dem Rücken zueinander stehen und ziehen uns aus.“ fuhr er ruhig fort, ohne eine Antwort von ihr zu erwarten. „Dann setzt du dich zuerst in die Wanne. Wenn nötig, kannst du die Wasserstemperatur gern noch regulieren, damit sie dir absolut angenehm ist. Ich werde so lange mit dem Blick wie jetzt zur Wand hier so stehen bleiben. Wenn du dann in der Wanne sitzt, lasse bitte hinter dir etwas Platz. Ich werde mich dann hinter dich setzen. Okay?“

Uff! „Ja“, antwortete Mari leise und begann sich mit dem Blick zu der wunderschön gestalteten Wanne auszuziehen. Und tatsächlich… noch ganz im Eindruck dieser magischen Situation hier folgte seinen Anweisungen ohne allzu lange zu zögern und schlüpfte als sie ganz ausgezogen war in die Wanne.
Hmm war das ein wundervoller Duft. „Ich bin im Wasser“, erklärte sie ihm, worauf er sich umdrehte und auch in die Wanne stieg. Sie hielt die Luft an… Langsam ließ er sich hinter sie ins Wasser gleiten und legte seine Beine um sie herum nach vorn.
Sanft legte er seine Hände auf ihre Schultern. „Einfach weiter atmen…“ flüsterte er ihr ins Ohr, „Meine Hände auf deinen Schultern kennst du ja inzwischen schon ein ganzes Jahr lang.“ Langsam begann er, Schaum auf ihren Schultern zu verteilen und sie sanft zu massieren. Und wie immer konnte sich Mari durch die Wirkung seiner Schultermassage leichter entspannen. Tief atmete sie den wundervollen Duft ein und nahm die Massage dankbar an.
„Nun lehne dich einfach zurück, Mari, „mein Oberkörper freut sich darauf, gleich die Bekanntschaft mit deinem Rücken zu machen.“
Langsam ließ sich Mari zurück sinken. Er hatte seine Hände inzwischen bequem auf den Rändern der Wanne abgelegt. Und als sie an ihrem Rücken den Kontakt zu seinem Oberkörper bemerkte und etwa zusammenzuckt, legte er wieder seine Hände auf ihre Schultern und zog sie ganz sanft noch etwas dichter an sich heran. „Lehn dich einfach an, Mari, du bist angekommen. Das was du dir schon so lange gewünscht hast, ist nun eingetreten – du kannst dich einfach anlehnen und in Wärme und Geborgenheit baden.“
Diese herzlich gesprochenen Worte verfehlten ihre Wirkung nicht und Mari gab den letzten Rest an Widerstand auf und legte sich ganz zurück. Sanft umschloss er ihren Oberkörper mit seinen Armen und hielt sie für eine lange Zeit einfach nur fest… bis die restliche Anspannung von ihr wich und sie das Gefühl, sich ganz bei ihm anzulehnen von hinten von ihm gehalten zu werden genießen konnte… Beide atmeten im selben Rhythmus und eine Welle von Geborgenheit strömte durch Mari.
„Danke, Meister!“ sagte sie leise.
„Ich danke dir für dein Vertrauen, Mari – jetzt hier und das ganze Jahr über! Und wenn du dich ganz satt gefühlt hast an dieser Erfahrung, kannst du darauf vertrauen, dass ich, falls du das möchtest, die Augen geschlossen halten werde bis du ganz in Ruhe die Wanne wieder verlassen hast. Dann kannst du es dir im Bett gemütlich machen und dort auf Joel warten. Denn außerhalb des Badezimmers ist das heutige Spiel dann vorbei.“

Mari verweilte noch ein Weilchen nahezu bewegungslos in diesem herrlichen Gefühl des Gehalten-seins, was tiefe Geborgenheit in ihr auslöste. Sie fühlte, wie sie die Grenzen, wo ihr Körper aufhörte und wo das Wasser und Joels körper begann, nicht mehr wahrnahm, wo alles sich auflöste in einem Gefühl seligen Eins-seins – und als sie sich dann schließlich bewegte, um die Wanne zu verlassen, war in ihr ein solcher Frieden, dass sie leise zu ihm sagte: „Du musst die Augen nicht geschlossen halten…“

100. Wochenend und Sternenschein (6): Ein Jahr lang gewachsenes Vertrauen

Liebe Gäste hier im Blog,
in diesem Kapitel erscheint die Fortsetzung des Abends, an dem Mari und Joel ihr einjähriges Miteinander feiern. Viele Schritte sind sie inzwischen miteinander gegangen, seit sie vor einem Jahr ganz vorsichtig und behutsam „Erste Schritte miteinander“ getan haben.  

Jetzt begleiten wir Mari und Joel weiter durch den letzten Abend ihrer Wochenendreise im Hotel…

Nach einem ganz besonderen, vorzüglichen Abendessen, das diesmal Mari und Joel in ihrer Suite genossen haben, sagte Joel zu Mari: „So, Mari, der Meister möchte heute auch bei diesem besonderen Tag in Erscheinung treten… Das Spiel beginnt!“
834878gifmmueuatMit diesen Worten nahm er die Rolle des Meisters ein, reichte ihr galant den Arm mit den Worten: „Jetzt schließe bitte deine Augen so lange, bis ich dir sage, dass du sie wieder öffnen kannst, und achte mal auf dein hübsches und, wie ich weiß, sehr feines Näschen. Was nimmst du wahr?“
Mari schärfte ihre Sinne – und sie roch einen Hauch von Rosenduft.
„Genau“, bestätigte er, das hast du richtig wahrgenommen, Wir werden jetzt diesem Duft folgen – und du lässt die Augen noch geschlossen. Langsam und bewusst auf jeden Schritt achtend ging sie an seinem Arm weiter bis sie bei der geöffneten Badezimmertür angelangt waren, die sie ja nicht sehen konnte. Sie nahm lediglich die Zunahme der Temperatur und der Duftintensität wahr. „Drei Schritte noch…“ hörte sie ihn sagen, „und nun darfst du die Augen wieder auf machen.“
Mari tat das gerne, öffnete ihre Augen und nahm wahr, dass sie im Badezimmer gelandet waren und dass einige Kerzen und viele Rosen im Raum verteilt waren. Wo es nur möglich war, standen Rosen – und in der Badewanne war ein Schaumbad eingelassen, in dem viele Rosenköpfe schwammen. Fasziniert nahm sie die schönen Eindrücke in sich auf…
Joel lies ihr Zeit…

Dann wurde ihr klar, dass es sicher nicht nur darum gehen würde, das schöne Badezimmerambiente optisch zu bestaunen. Fragend schaute sie ihn an…

Er nickte ihr ermutigend zu. „Ja, nachdem du heute morgen mit Joel das so herrliche Beisammensein im Bett ohne Kleidung genossen hast, werden nun wir beide die Ehre haben, uns ganz unverhüllt nahe zu sein. Auch wenn ich jetzt die Meisterrolle innerhalb unseres Spiels inne habe, und du zu mir in dieser Rolle ja meist etwas andere Gefühle hast, als außerhalb des Spiels, glaube ich, dass du es schaffen wirst, heute ganz nackt auch mit mir als Meister zusammen zu sein.“

Er schloss die Tür, so dass kein Licht mehr von außen ins Bad fiel und dadurch, dass hier nur einige Kerzen ihr sanftes Licht verbreiteten, es deutlich dunkler wurde. Mari schluckte… Warum nur fühlte es sich jetzt so viel schwieriger an als heute morgen…

„Wir drehen uns jetzt beide um 180 Grad herum, so dass wir mit dem Rücken zueinander stehen und ziehen uns aus“, fuhr er ruhig fort, ohne eine Antwort von ihr zu erwarten. „Dann setzt du dich zuerst in die Wanne. Wenn nötig, kannst du die Wassertemperatur gern noch regulieren, damit sie dir absolut angenehm ist. Ich werde so lange mit dem Blick wie jetzt zur Wand hier so stehen bleiben bis du ganz in Ruhe in den herrlichen Schaum eingetaucht bist. Wenn du dann in der Wanne sitzt, lasse bitte hinter dir etwas Platz und gib mir Bescheid. Ich werde mich dann hinter dich setzen. Okay?“

Uff! „Ja“, antwortete Mari leise und begann sich mit dem Blick zu der wunderschön gestalteten Wanne auszuziehen. Und tatsächlich… noch ganz im Eindruck dieser magischen Situation folgte sie seinen Anweisungen ohne allzu lange zu zögern, und schlüpfte, als sie ganz ausgezogen war, in die Wanne.
Hmm war das ein wundervoller Duft.
„Ich bin im Wasser“, erklärte sie ihm, worauf er sich umdrehte und auch in die Wanne stieg. Sie hielt die Luft an… Langsam ließ er sich hinter sie ins Wasser gleiten und legte seine Beine um sie herum nach vorn.
„Einfach weiter atmen…“ flüsterte er ihr ins Ohr und legte sanft seine Hände auf ihre Schultern. „Meine Hände auf deinen Schultern kennst du ja inzwischen schon ein ganzes Jahr lang.“ Langsam begann er, etwas von dem feinporigen Schaum auf ihren Schultern zu verteilen und sie sanft zu massieren. Und wie schon so oft konnte sich Mari durch die Wirkung seiner Schultermassage leichter entspannen. Tief atmete sie den wundervollen Duft ein und nahm die Massage dankbar an.

„Nun lehne dich einfach zurück, Mari, mein Oberkörper freut sich darauf, gleich die Bekanntschaft mit deinem Rücken zu machen.“
Langsam ließ sich Mari zurück sinken. Er hatte seine Hände inzwischen bequem auf den Rändern der Wanne abgelegt. Und als sie an ihrem Rücken den Kontakt zu seinem Oberkörper bemerkte und etwas zusammenzuckte, legte er wieder seine Hände auf ihre Schultern und zog sie ganz sanft noch etwas dichter an sich heran. „Lehn dich einfach an, Mari, du bist angekommen. Das, was du dir schon so lange gewünscht hast, ist nun eingetreten – du kannst dich einfach anlehnen und in Wärme und Geborgenheit baden.“
Diese herzlich gesprochenen Worte verfehlten ihre Wirkung nicht, und Mari gab den letzten Rest an Widerstand auf und legte sich ganz zurück. Sanft umschloss er ihren Oberkörper mit seinen Armen und hielt sie für eine lange Zeit einfach nur fest… bis die restliche Anspannung von ihr wich und sie das Gefühl, sich ganz bei ihm anzulehnen und von hinten von ihm gehalten zu werden genießen konnte… Beide atmeten im selben Rhythmus und eine Welle von Geborgenheit strömte durch Mari.
„Danke, Meister!“ sagte sie leise.
„Ich danke dir für dein Vertrauen, Mari – jetzt hier und das ganze Jahr über! Und wenn du dich ganz satt gefühlt hast an dieser Erfahrung, kannst du darauf vertrauen, dass ich, falls du das möchtest, die Augen geschlossen halten werde, bis du ganz in Ruhe die Wanne wieder verlassen hast. Dann kannst du es dir im Bett gemütlich machen und dort auf Joel warten. Denn außerhalb des Badezimmers ist das heutige Spiel dann vorbei.“

Mari verweilte noch ein Weilchen nahezu bewegungslos in diesem herrlichen Gefühl des Gehalten-seins, was tiefe Geborgenheit in ihr auslöste. Sie fühlte, wie sie die Grenzen, wo ihr Körper aufhörte und wo das Wasser und Joels Körper begann, nicht mehr wahrnahm, wie alles sich auflöste in einem Gefühl seligen Eins-seins…
Und als sie sich dann schließlich bewegte, um die Wanne zu verlassen, war in ihr ein solcher Frieden, dass sie leise zu ihm sagte: „Du musst die Augen nicht geschlossen halten…“
Lächelnd stieg sie aus der Wanne, hüllte sich in ein flauschiges Badelaken, verließ das Badezimmer und kuschelte sich mit einem tiefen Glücksgefühl ins Bett, um dort auf Joel zu warten, der ihr in diesem Jahr so innig vertraut geworden war…

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99. Wochenend und Sternenschein (5) – Ein Jahr mit Mari und Joel

Liebe Gäste hier im Blog
genau vor einem Jahr am 17.8.2021 begegneten sich Mari und Joel zum ersten Mal in dem Kapitel „Erste Schritte miteinander“.
Viele Schritte sind sie inzwischen – genau ein Jahr lang – miteinander gegangen, und ihr habt sie unsichtbar begleitet. Dafür möchte ich mich als ihre „Gestalt-Erfinderin“ herzlich bedanken.


Heute begleiten wir Mari und Joel an ihrem letzten Abend ihrer Wochenendreise im Hotel…

„Für heute Abend brauchen wir uns zum Essen nicht umzuziehen, Mari“, erklärte Joel lächelnd.
Mari schaute ihn verwundert an.
„Ich habe uns ein Menü hier aufs Zimmer bestellt, es wird in Kürze serviert werden.“
In diesem Moment klopfte es bereits an der Tür und ein üppig beladener Servierwagen wurde hineingeschoben. Joel bedankte sich und gab dem Ober ein gutes Trinkgeld, Nachdem dieser das Zimmer verlassen hatte, hielt er Mari seinen Arm hin und geleitete sie galant zu ihrem Stuhl. Eine langstielige rote Rose stand in der Mitte und ihr fiel jetzt auf: Auf jedem Gericht, in jeder Schüssel war die Zahl 1 unübersehbar als Garnierung eingebettet.

„Was bedeutet das?!“ fragte sie Joel verwundert.
„Nun…“ Joel lächelte…“wir haben etwas zum Feiern. Wir kennen uns genau ein Jahr heute. Vor genau einem Jahr am 17.August sind wir uns das erste Mal im Gartenrestaurant begegnet.“
Nun lächelte auch Mari. „Wie schön, dass du dir das Datum gemerkt hast, mir war das gar nicht so bewusst.“
Sie tippte sich an den Kopf. „Ach deshalb hast du mich zu diesem schönen Wochenende hierher eingeladen… um unser einjähriges Miteinander zu feiern!“
„Die Kandidatin hat 100 Punkte!“ bestätigte er lachend. „Nun lassen wir es uns erst einmal schmecken!“
Mari fiel auf, wie er die Worte „erst einmal“ betonte…

Sie zelebrierten das wunderbare Essen in aller Ruhe und voller Genuss. Dabei erinnerten sie sich an verschiedene Situationen, die im zurückliegenden Jahr besonders intensiver Gefühle erzeugt hatten.

„Weißt du noch, wie ich im ersten Besuch bei dir Panik bekam und aus deiner Wohnung geflohen bin?“ erinnerte sich Mari.
„Ja“, ich musste all mein Einfühlungsvermögen anwenden, um dich wieder zurück zu holen und dir deine erste Angst zu nehmen“, lächelte Joel. „Es hat ein Weilchen gedauert, bis du dich bei mir einigermaßen wohl gefühlt hast und dein Vertrauen nach und nach gewachsen ist.“
„Du hast es mir in deiner Rolle als Meister ja manchmal auch nicht so leicht gemacht und mich mit meinen Ängsten und Grenzen oft in überraschender Weise konfrontiert“, gab Mari zu bedenken. „Aber der Meister in dir hat mir auch immer wieder die Hand gereicht und mir den nächsten Schritt machbar gestaltet und erleichtert. Oft habe ich gedacht: Jetzt werfe ich das Handtuch! Und dann ging es Dank deiner sanften Unterstützung und deines Einfühlungsvermögens doch immer wieder gut weiter. Herausforderung und Entgegenkommen waren immer in guter Balance… „
„Ja, genau so war und ist es ja gewollt von dir, nicht wahr? Oder hat sich da etwas verändert?“ fragte Joel, sie ernsthaft anschauend. „Sollen die Spiele mit dem Meister im nächsten Jahr mit neuen Herausforderungen an dein Vertrauen weiter gehen?“
Gedankenvoll schaute Mari ihm in die Augen… „Ja, Joel! Das ist eine ganz besondere Ebene, die wir mit den Spielen miteinander betreten, und ich möchte sie weiter mit dir erleben, auch wenn sich das oft nicht so behaglich anfühlt. Ich habe mit dir in der Meisterrolle so viele wunderbare, intensive Erfahrungen machen dürfen, die ich auf das ganze Leben übertragen konnte. Dafür danke ich dir von Herzen!“
„Und ich danke dir für deine Bereitschaft, mir diese Macht zu geben, über die der Meister in unseren Spielen verfügen darf. Und für dein Vertrauen danke ich dir, liebe Mari! Das ist sehr gewachsen in diesem Jahr. Bei deiner Vorgeschichte ist das etwas ganz besonderes! Aber nun lass uns erstmal noch den leckeren Nachtisch genießen…“

Ein zweites Mal an diesem Abend fiel Mari auf, wie er die Worte erstmal betonte.
Und sie lag gar nicht so falsch mit ihrer Aufmerksamkeit, denn nach diesem besonderen leckeren Abendessen, das auch ein herrlicher Augenschmaus war, meinte Joel: „So, Mari, der Meister möchte auch heute an diesem besonderen Tag in Erscheinung treten… Das Spiel beginnt!“

Und auch in dieser Funktion hatte er heute abend eine ganz besondere Erfahrung für sie vorbereitet…
Davon wird im folgenden Kapitel zu lesen sein…

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98. Wochenend und Sonnenschein (4) – „…Na und?!!“

Joel und Mari verbringen ein Wochenende im zauberhaften Ambiente eines schönen Hotels

Fenster_MorgensonneDurch das offene Fenster strahlte die frühe Morgensonne und herrlicher Vogelgesang weckte Mari.
Sie hatte wunderbar geschlafen und musste erst einmal in die Realität zurück finden, als sie sich angekuschelt an Joel in dem breiten Bett ihrer schönen Suite, die sie in diesen zwei besonderen Tagen ihrer Kurzreise bewohnten, wieder fand.
Ganz still lag sie, um dieses Gefühl von Nähe und Geborgenheit in sich bewusst wahrzunehmen und noch ein wenig auszudehnen. Sie wollte ihn nicht wecken, denn es gab auch andere Gefühle in ihr…

Sie konnte ihm zutiefst vertrauen – das spürte sie immer deutlicher und das wurde in ihr besonders nach dem letzten Abend und dieser Nacht besonders spürbar… Er überschritt keine Grenze, die für sie nicht stimmig war, gab ihr die Nähe, die sie zulassen konnte und forderte nie mehr. Und heute – gerade in diesem Moment spürte sie: Etwas in ihr wollte inzwischen weiter gehen, wollte sich ausdehnen, wollte irgendwie mehr… und gleichzeitig waren immer noch Barrieren und Ängste da. Doch der Wunsch nach Lebendigkeit, nach mehr Intensität in ihren Berührungen, nach zunehmender Intimität wurde stärker.
Sie würde dazu einen Schritt auf ihn zu machen müssen, damit Joel die Veränderung ihrer Bedürfnisse und ihrer Bereitschaft wahrnehmen konnte. Aber wie?

Sein Arm lag entspannt auf ihrer Hüfte, zwischen ihnen war immer noch etwas von der Bettdecke, wenn diese auch in der Nacht etwas verrutscht war, aber sie bot genug Wärme und „Schutz“.
Brauchte… ja wollte… sie diesen Schutz eigentlich? fragte sie sich gerade.
Sanft legte sie ihre Hand auf seine.
„Na, meine süße Träumerin?“ fragte er – und sie hörte sein Lächeln in der Stimme, die so gar nicht verschlafen klang.
„Bist du schon länger wach?“ fragte sie ihn erstaunt.
„Ja, lange genug.“
„Wofür?“
„Um unsere Nähe bewusst genießen zu können… um dich zu spüren… um mich daran zu freuen, wie entspannt du ganz nah bei mir liegst.“

Sie drehte sich um, schaute ihm in die Augen. Und wieder ging eine Welle von Vertrauen und von… einem neuen, kribbelnden, reizvollen Gefühl durch sie hindurch. Dann erst wurde ihr bewusst, dass sie ja nackt waren und nun die Decke nichts mehr verbarg.
Joel bemerkte ihren Blick und meinte lächelnd: „Na und?!“
Sie lachte etwas verlegen und gab zurück: „Hm ja, …na und!!“
„Komm her, mein zartes Rehlein, lass uns ganz fest umarmen. Im Liegen ist das noch inniger und entspannter.“

Diese liebevolle Einladung nahm Mari an und atmete ganz tief, als er sie in seinen Armen hielt und für eine ganze Weile die Zeit still stand. Tief nahmen beide das wunderbare Gefühl von Nähe und Wärme in sich auf, eine Wärme, die Körper und Seele wohlig durchströmte. Sie nahm seinen Körper wahr… überall… seine Wärme… und… seine Härte, die nicht zu auszublenden wahr. Dennoch lag er ganz still.
„Du musst gar nichts tun, Liebes. Fühle einfach nur.  Sei einfach nur da. Ich erwarte nichts von dir,“ antwortete Joel auf ihre unausgesprochene Frage, die sein Körper, der nicht lügen konnte und auch nicht wollte, in ihr ausgelöst hatte.

Langsam begann seine rechte Hand über ihre Haut zu wandern, während die linke fest an ihrem Rücken blieb und sie weiterhin hielt.
Sehr bewusst nahm sie seine gleitenden Berührungen wahr, spürte wie ihr Körper erst wohlig, dann nach und nach immer bewegter auf ihn reagierte. Seine Berührungen wurden immer zarter… nahezu elektrisierend…  Als unwillkürlich ein Zucken durch sie hindurch pulste, und sie einen erschrockenen, etwas peinlich berührten Laut von sich gab, strich er beruhigend mit der flachen Hand und etwas mehr Druck über ihren Rücken und flüsterte ihr ins Ohr: „Lass deinen Körper ruhig zucken und tun, was er will… ich finde das wundervoll…“
Kurz rückte sie etwas von ihm ab, damit sie ihm in die Augen sehen konnte. Und spürte, als sie in ihnen versank, nur Annahme und Freude.
Ganz offen begegnete er ihrem Blick und ließ sie erkunden, was immer sie sehen wollte in ihnen – bis an den Grund seiner Seele öffnete er sich ihr und genauso offen ließ sie ihn eintauchen mit seinem Blick in ihre Gefühlswelt. Sie brauchte nichts zu sagen, wurde ihr in diesem Moment klar. Er kannte sie mittlerweile so gut, dass er anhand ihrer Körpersprache spüren konnte und in ihrem Blick lesen konnte, was sie mit Worten nicht zu formulieren vermochte. Er sah und fühlte tief in sich: ihren Wunsch nach mehr… ihre noch vorhandene, immer kleiner werdende Angst… ihr Vertrauen zu ihm als Mann… ihre Unsicherheit, mit der sie sich ihm jetzt anvertraute… ihr noch zögerliches Begehren… Und er sagte mit seinem ganzen Sein „JA“ zu ihr. Auch er sprach es in diesem magischen Moment nicht mit Worten aus, sondern ließ seine Augen sprechen. Und sie verstand sein JA und antwortete mit einem ganz zarten Nicken. Daraufhin zog er sie wieder fest in seine Arme und ließ sie dort wieder ankommen, Halt finden, die Sicherheit seiner absoluten Annahme fühlen.
Und als er spürte, dass sie mit all ihren Gefühlen bei ihm angekommen war, begannen seine Hände erneut auf die Reise zu gehen… Lust zu wecken… Geborgenheit zu schenken… zu reizen und zu besänftigen… zu locken und Halt zu geben… Er wusste, sie brauchte immer wieder zwischendurch den ruhigen Hafen seiner festen Umarmung, um dann wieder neue bewegende Berührungswellen zulassen zu können.  Nach und nach wurde sie lebendiger in seinen Armen, berührte und streichelte auch ihn und genoss den Tanz der Berührungen, die sie miteinander teilten, zunehmend.
„Es ist wunderschön mit dir, Mari…“ sagte er leise, als sie wieder einmal inne hielten, bevor eine neue Welle von Empfindungen durch sie hindurch strömte…
Es war ein wie ein Tanz: ein Hin und Her im gemeinsamen Aufeinander-Eingehen im Auf- und Abschwellen der Intensität ihrer Lustempfindungen… Und als sich die Berührungen immer mehr intensivierten und Mari spürte, dass sie nun keine besänftigende Welle mehr haben wollte, im Gegenteil, dass sie nichts mehr abflauen lassen wollte… mehr wollte… die Intensität steigern… bewegte sich alles auf einen Höhepunkt zu, mit dem sie ihren ersten sinnlichen gemeinsamen Tanz vollendeten.

Diese Reise der Berührungen war für Mari eine so intensive Erfahrung, dass ihr bei den Nachbeben ihres Körpers die Tränen kamen. Es zuckte in ihr und sie brachte mit ihrem Weinen all die lange aufgestauten Gefühle aus sich heraus: die Erfüllung ihrer Sehnsucht, ihre Lust, ihre Angst, ihre Freude, die Auflösung ihrer Zerrissenheit, ihre Fassungslosigkeit, wie ungebremst sie sich schließlich in seinen Armen hatte fallen lassen…
„Entschuldige, Joel, mein Weinen ist….“
„…nichts wofür du dich entschuldigen müsstest, mein Schatz! Ich weiß doch, wie viele Gefühle sich da in dir bewegen. Die wollen raus… Und dafür hat der Mensch das Gefühlswasser, das sich „Tränen“ nennt. Lass sie einfach fließen, ich halte dich!“
Liebevoll gehalten in seinen Armen ließ sie ihren Tränenstrom frei fließen in der Sicherheit, dass sie angenommen wurden, dass all ihre Gefühle, alles was sie ausmachte, angenommen war.
Welch größere Erfüllung konnte es geben…

Sie fühlte , wie eine Welle von Geborgenheit und  Frieden durch sie hindurch floss, in der ihre Tränen   auch eingebettet waren. Langsam wurde sie ruhiger und genoss voll Dankbarkeit das warme Gefühl, in ihrem ganzen Sein angenommen und gehalten zu werden.

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„98. Wochenend und Sonnenschein (4) – „…Na und?!!““ weiterlesen

Zitat: Das Leben ist Musik… Und hey vergiss nicht zu tanzen!

Das Leben ist ein Tanz, ein Spiel, ein Lied, das du erfinden kannst.
Jeden Tag kannst du etwas Neues komponieren,
jeden Tag etwas Neues spielen – du solltest das genießen!
Denn das Leben bist du.
Das Leben lebt durch dich.
Und die Musik… Die Musik ist in dir.
Wenn du dich hinsetzt und still wirst, dann hörst du sie.

Aus dem Buch: „Sterne gibt es überall „von Subina Giuletti

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97. Wochenend und Sternenschein (3) – Nähe ist schön

Joel und Mari verbringen ein Wochenende im zauberhaften Ambiente eines schönen Hotel

Abends:
Nach einem delikaten 4-Gänge-Menü Joel unterschrieb Joel die Rechnung und gab der freundlichen Kellnerin ein großzügiges Trinkgeld. „Das Essen war wirklich hervorragend“, sagt er, und Mari nickte zustimmend. „Ja, das war etwas ganz besonderes! Ich habe es sehr genossen!“
Nachdem die Kellnerin weg gegangen war, fragte Joel: „Und? Bereit für die Nacht?“

Laterne_Tun.Mari schlug vor, noch einen kleinen Verdauungsspaziergang zu machen, bevor sie sich zur ersten gemeinsamen Nacht in ihr Hotelzimmer zurück zogen, was für sie eine gewisse Herausforderung darstellte.

„Gerne! Das ist eine gute Idee“ antwortete er und führt sie hinaus in den Garten.
Es war noch relativ warm, und der Garten war wunderschön beleuchtet. Sie gingen zunächst schweigend. Mari war in Gedanken versunken…
Schließlich fragte Joel: „Was ist denn, Mari, du wirkst so nachdenklich?“
Mari fühlte sich etwas unbehaglich. Es fiel ihr schwer, in Worte zu fassen, was sie bewegte. Sie schaute Joel kurz von der Seite an, und meinte dann: „Ist schon ein etwas seltsames Gefühl, die Nacht mit dir in einem Zimmer zu verbringen.“

Er versuchte mit einem scherzhafte Ton ihre angespannte Stimmung etwas aufzulockern: „Wie jetzt… wirke ich so gefährlich?“
Mari lachte, aber so richtig fröhlich klang das nicht. „Nein, Joel, und das weißt du auch. Und das weiß ich auch, dass mir von dir keine Gefahr droht. Ich habe nur schon ganz lange mein Zimmer nicht mit irgendeinem Menschen geteilt in der Nacht – erst recht nicht mit einem Mann.“
Er fragte weiter: „Okay, und was fühlt sich daran so seltsam an?“
Unschlüssig zuckte sie mit den Schultern: „Kann ich dir gar nicht so genau sagen, vielleicht weil… Ach ich weiß nicht!“ Verlegen wandte sie sich ab.
Joel wandte sich ihr im Gehen deutlich zu und drehte sie mit sanftem Druck mit dem Arm, den er ihr die ganze Zeit um die Schultern gelegt hatte, so  wieder so zu sich herum, dass sie sich beide anschauen konnten: „Hey, da muss dich doch gerade irgendetwas sehr beschäftigen. Magst du es mir nicht sagen?“ fragte er freundlich.
Sie fühlte sich so blockiert, dass ihr nichts einfiel, was sie hätte erklären können. Sie konnte ihre beklommenen Gefühle ja selbst nicht so richtig fassen. Hätte sie bloß nicht davon angefangen…

Er unterbrach die Stille: „Mari – hast du Angst?“
Sie versuchte das Thema zu wechseln und meinte: „Es ist auf jeden Fall schön, dass wir noch ein bisschen diesen lauen Sommerabend genießen.“  Und dann ganz unvermittelt sagte sie etwas heftig: „Ja, ich glaube, du hast recht. Es fühlt sich irgendwie wie Angst an, aber ich weiß nicht genau wovor , und ich weiß auch, dass das Quatsch ist, aber da ist irgendwie einfach ein unbehagliches, ängstliches Gefühl in mir!“
Joel nickte. „Und was kann ich tun, um dir die Angst zu nehmen? Was würde dir helfen?“ fragte er anteilnehmend.
„Kannst du mir sagen, dass du mich jetzt nicht blöd findest?!“
Erstaunt fragte er zurück: „Warum sollte ich das tun?! Ich finde dich nicht blöd. Ich versuche zu verstehen, was dich blockiert, damit wir es vielleicht gemeinsam auflösen können.“
Bei dem warmen, mitfühlenden Klang seiner Stimme gelang es ihr, sich zu öffnen: „Da ist die Sache mit dem Ausziehen… Du weißt ja, das fällt mir schwer. Dann ist die Frage, wie nah wir uns sein werden… Und das Schwierige dabei ist, da sind auch ganz unterschiedliche, sich widersprechende Teile in mir, die laut in meinem Kopf reden und alle was anderes wollen…“

Joel nickte und antwortete ruhig: „Naja, ich werde dir beim Ausziehen nicht zuschauen. Das kannst du ja im Bad tun. Und dann… genau genommen, hat ja jeder sein Bett –  nur dass sie  nebeneinander stehen.
„Hmm … ja…“  Mari fühlte ein seltsames Gemisch von Gefühlen: Einerseits fühlte sie sich entlastet durch Joels Worte, dass ja jeder sein Bett habe, aber es gab auch noch ein anderes diffuses Gefühl… Ja, es gab, wie sie zu ihrem eigenen Erstaunen feststellte in diesem Moment auch einen Gedanken, der mit der Frage spielte, wie es sich wohl anfühlen würde, sich an Joel an zu kuscheln in dem gemeinsamen Bett.
Mitten in dem Wust ihrer Gedanken nahm sie nun seine Worte wahr: „Ich werde den Abstand respektieren, den du brauchst, aber du darfst gern jederzeit die Distanz verändern.“
Das war ja fast, als hätte er ihre Gedanken gelesen, dachte sie verwundert. Inzwischen waren sie wieder im Hotel angelangt. Er redete weiter: „…von daher gibt es nichts zu befürchten. Wenn du es so willst, werde ich weder etwas sehen noch dir zu nahe sein. Es liegt bei dir, wie du es möchtest – so wird es sein.“
Mari nickte und sagte leise: „Danke!“

Inzwischen kam der Fahrstuhl und brachte sie in ihre Etage.
„Ach, es gibt noch eine Nachricht vom Meister“, sagte Joel an der Tür.
Mari schaute ihn erstaunt an. „Wie… Jetzt? Vorm schlafen gehen? Was meinst du denn für eine Nachricht?!“
„Naja, genau da gehört sie hin: Geschlafen wird nackt!“ sagte Joel und öffnete die Zimmertür.
Mari blieb unvermittelt stehen, ihr Herz klopfte, und im Magen setzte der Fahrstuhl seine Fahrt fort, obwohl sie ja bereits ausgestiegen waren.
Er drückte ihr kurz sanft die Hand: „Aber keine Sorge! Ich werde nicht hinsehen, wenn du dich ausziehst und ins Bett gehst.“
Das Gedankenkarussell in Mari ging wieder los: Worauf hatte sie sich mit dieser Reise bloß eingelassen… Wie sollte sie da ein Auge zu bekommen… Was, wenn Sie zwischendurch aufstehen musste um ins Bad zu gehen…
Eine andere Stimme in ihr flüsterte: Und was, wenn das alles gar nicht schlimm wäre?
Diese Stimme war aber viel leiser als ihre anderen Gedanken.

Joel führte sie mit sanftem Druck an den Schultern ins Zimmer und öffnete die Balkontür, um noch etwas Nachtluft herein zu lassen.
Mari ging ins Bad, machte sich für die Nacht fertig, zog sich ihren Bademantel an und ging schließlich zum Bett. Sie würde im Bademantel warten bis Joel ins Bad ging und sich dann ins Bett legen.
„Auf welcher Seite möchtest du schlafen?“ fragte er und stand auf, um ins Bad zu gehen.
„Hier an der Seite, die dem Badezimmer am nächsten ist“, antwortete Mari wohlüberlegt.
„Sehr gerne“, sagte er und verschwand im Bad.
Mari zog geschwind ihren Bademantel aus und legte sich, entsprechend der abendlichen Nachricht vom Meister (dessen Rolle Joel sonst innerhalb ihrer Rollenspiele einnnahm)  nackt ins Bett, und deckte sich zu.
Auch Joel kam im Bademantel zurück und ging zu seiner Bettseite. Aufgeregt lag sie auf dem Rücken und schaute zur Zimmerdecke. Er zog ganz in Ruhe den Bademantel aus, legt ihn über einen Stuhl und stieg ins Bett.
Mari hatte ihre Nachttischlampe schon ausgemacht, und wartete bis Joel sich zugedeckt hatte. Dann drehte sie sich um zu der Seite hin, wo er lag, und schaute ihn nachdenklich an.
Er löschte nun auch sein Licht. „So Mari, ich wünsche dir eine gute Nacht.“

Nun, wo die schützende Dunkelheit sie umgab, rang Mari mit sich, ob sie sich trauen sollte, ihren Wunsch auszusprechen. Sie nahm all ihren Mut zusammen:  „Joel….?“.
„Ja, Mari?“ fragte er ins Dunkel.
Dies ist eine ganz besondere Gelegenheit, meinte eine Stimme in ihr, um sie zu ermutigen.
Und Mari fasste sich ein Herz und sagte: „Meinst du… äh… ich würde so gerne… Könnten wir… uns vielleicht ein bisschen aneinander kuscheln? Einfach nur so…“
„Aber sicher!“ sagte er und drehte sich sofort zu ihr. Er rutschte bis ganz an den Rand der Matratze
Sie kam ihm entgegen und fragte. „Würdest du mich in deine Arme nehmen?“
Er legt seine Arme um sie – nur die Decke war noch zwischen ihnen. Maris Herz klopfte, aber es fühlte sich einfach nur gut an, ihm so nahe zu sein. Er drückte sie sanft an sich.
Zwar noch immer aufgeregt und aufgewühlt von ihrem eigenen Mut legte sie ihren Kopf an seine Schulter und spürte seine Arme um sie herum. Er atmete sehr langsam und tief – und hielt sie ganz ruhig fest in seinen Armen.
Es fühlte sich so gut an, seine Gelassenheit zu spüren, seine Arme um sie herum, seinen Atem, nur die Bettdecke war das einzige, was noch zwischen ihnen war. Eng aneinander gekuschelt lagen sie beieinander.
Nach und nach wurden Maris Atemzüge weniger aufgeregt, und sie sagte leise: „Das fühlt sich gut an, Joel!“
„Ja, ein schönes Gefühl“, sagte er leise und ganz ruhig.
Ihre Aufregung und Nervosität nahm ab, und sie begann, sich langsam zu entspannen. Dabei wurde ihr spürbar warm. Auch Joel entspannte sich noch mehr. Die Umarmung wurde etwas lockerer, aber die Nähe blieb.
„Eigentlich ist es gar nicht so schlimm, nein, falsch, eigentlich ist es sogar sehr schön“, flüsterte sie ins Dunkel. „Meinst du, ich kann noch ein bisschen hier in deinen Armen liegen bleiben?“ fragte sie vorsichtig
Joel lächelte, und das war sogar in seiner Stimme zu spüren: „Na sehr gerne!  Ja und siehst du… Überleg mal, wie es dir vorhin zumute war. Da hättest du alles am liebsten abbrechen wollen.“
„Das hast du gemerkt?“ fragte sie etwas erstaunt, aber nur etwas…“
„Ja sicher, dein Widerstand war sichtbar und spürbar.“
„Aber dass ich am liebsten die ganze Sache hingeschmissen hätte, und dein  Angebot erwogen habe anzunehmen, dass ich zur Not ein eigenes Zimmer bekommen könnte, habe ich dir nicht gesagt! Jetzt bin ich aber froh, dass ich es nicht getan habe.“
„Nein“, lächelte er. „gesagt nicht… aber das war deutlich in deinem Gesicht zu lesen.“
„Hm okay… Hatte ich dich damit genervt oder enttäuscht?“
„Weder noch, aber du hättest dich um diese schöne Erfahrung gebracht.“
„Wie gut, dass du mehrmals nachgefragt hast, bis ich es schließlich in Worte fassen konnte, was mich verunsichert hat, und du mir dann entgegenkommen und Lösungen finden konntest. Ich danke dir.“
Joel strich sanft über ihren Kopf. „Ich danke dir auch für diese schöne Erfahrung, Mari!“
Langsam wurden ihre Augen schwer und die Atemzüge ruhiger…
Wie gut dass ich mich getraut habe, dachte Mari noch, bevor ihre Augen ganz zu fielen.
Und so schliefen sie gemeinsam ein…

Dies Kapitel wurde gestaltet von Raffael und Miriam

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