Was möchtest du für den ersten Tag dieses Jahres zaubern?

Wie ein Buch mit unbeschriebenen Seiten…

buch_0006

liegt das neue Jahr noch vor uns.
Möge es ein wundervolles, zauberhaftes Buch werden, mit 365 Seiten mit lebendigen, berührenden und vertrauensstärkenden Eintragungen – und möge am Ende der jeweiligen Tages-Seite eine bunte Dankbarkeitsliste stehen.

Möge sich das, was auf den Seiten geschrieben steht, wie eine spannende, tolle Geschichte lesen, die an etlichen Stellen des Tages und vor allem am Ende immer wieder mit Liebe und Freude einhergeht.

Und mögen die Herausforderungen und Spannungsbögen, ohne die ja keine Geschichte auskommt, gut und am besten mit Lust, Freude und Erfolg zu bewältigen sein.

Na ja… und sollten manche Tage sich nicht ganz so von Freude erfüllt anfühlen, dann lasst uns auf diesen Seiten (und vielleicht nicht nur auf diesen Seiten 😉 ? ) Geschichten erfinden, die so toll sind, dass sie sich am liebsten verwirklichen möchten…

Denn unser Unterbewusstsein kennt ja nicht den Unterschied zwischen vorgestellten Erlebnissen und der Wirklichkeit und fühlt das, was wir uns „ausdenken“, als echtes Gefühl…

Und was wir denken und fühlen – strebt dazu, Realität zu werden…
Ups – könnte man das nicht zaubern nennen, wenn wir uns erlauben, ein bisschen märchenhaft zu denken?

Viel Spaß bei der „täglichen Magie“
und ein zauberhaftes, kraftvolles Jahr 2021 voll Freude, Wohlbefinden und Liebe
wünscht euch
eure Miriam
sowie die beiden „Märchenhelden“ dieses Blogs: Mari und Joel

25. Eine utopische Heilungsreise: Das Fest des Lichts und der Liebe

Joel hatte sich für die Weihnachtszeit eine Fortsetzungsgeschichte von wohlwollenden außerirdischen Meistern zum Thema „Macht – Angst – Vertrauen – Hingabe“ für Mari ausgedacht, das er ihr in Form eines Adventskalenders geschenkt hatte.

linie09

Heute zum ersten Weihnachtstag kam Joel nachmittags zu Mari, die bereits die Kerzen am  Weihnachtsbaum angezündet hatte. Nach dem Weihnachtskaffee mit Schokoladensterntorte wurde nun der letzte Umschlag geöffnet. Mari kuschelte sich in Joels Arm und hörte zu, während er den letzten Teil dieser Geschichte erzählte…

Am Morgen nach dieser wundervollen Nacht erwacht Carina glücklich in Ramons Armen,    öffnet ihre Augen und sieht sich von ihm mit einem Blick von Zärtlichkeit und Liebe umfangen. Lächelnd sagt er: “Frohe Weihnachten, Carina!” und gibt ihr einen Kuss.

Als sie dann mit Ramon beim Frühstück sitzt, entdeckt sie um sich herum nur strahlende Gesichter. In den Augen von allen spiegelt sich nicht nur der Kerzenschein des festlich geschmückten Raumes, sondern ein inneres Leuchten, das aus dem Zentrum der Herzen kommt.

Nach dem Frühstück erklärt René, dass sie nun das Fest des Lichts und der Liebe zusammen feiern würden.
Gemeinsam wird im Strahlen des ganz besonderen Lebensbaumes gesungen, gelacht, getanzt, gut gegessen und getrunken. Viele Umarmungen werden ausgetauscht und es gibt Geschenke, die mit viel Liebe gemacht und überreicht werden. Der Mittelpunkt des Festes ist eine zauberhafte Lichtmeditation, die René anleitet. Alle sind sich einig: Diese Reise hat sich zu einem wunderbaren Geschenk entwickelt. 

Am nächsten Morgen landen sie auf der Erde,  und Carina fährt mit Ramon zusammen nach Hause, wo eine neue Fortsetzung der Geschichte ihren Lauf nehmen wird. Denn die Geschichten im Jahr „Später-ist-heute-jetzt-und-eins“ gehen immer weiter und wirken vorwärts und zurück bis in den heutigen Tag hinein, wenn wir ihr Strahlen bei uns einlassen…

Versonnen blickte Mari auf den Weihnachtsbaum, der mit all dem strahlenden, bunten, vielfältigen Schmuck ein wenig an den Lebensbaum der Geschichte erinnerte.

„Was meinst du, Mari, wollen wir einige Strahlen der Geschichte bei uns einlassen?“
Sie nickt und antwortet leise: „Ja, das wollen wir! Mal sehen, was sie bewirken…  Ich danke dir für diese zauberhafte Geschichte, Joel. Du hast mir in diesem Jahr eine ganz besondere Weihnachtsstimmung gezaubert, voll Spannung, Licht, Wärme und Liebe. Diese magische Adventszeit mit deiner Geschichte werde ich immer in Erinnerung behalten!“

„Das freut mich sehr!“ antwortete Joel lächelnd und flüsterte ihr leise ins Ohr: „Frohe Weihnachten, Mari! Mögen sich all deine Wünsche und Träume, auch die  geheimen,  sich ganz leicht erfüllen. Was ich kann, will ich gerne dazu beitragen…“

Einen frohen, von Licht, Frieden und Freude erfüllten ersten Weihnachtsfeiertag, liebe Gäste hier bei Joel und Mari, und bei Carina und Ramon im Raumschiff  😉  ,
wünscht euch
eure Miriam

Hier geht es zu allen bisher erschienenen Kapitel zu dieser Geschichte, die Joel Mari in der Advents- und Weihnachtszeit erzählt –> Eine utopische Heilungsreise (Märchen) 

24. Eine utopische Heilungsreise: In der Weihnacht Neuland betreten

Joel hatte sich für die Weihnachtszeit eine Fortsetzungsgeschichte von wohlwollenden außerirdischen Meistern zum Thema „Macht – Angst – Vertrauen – Hingabe“ für Mari ausgedacht, das er ihr in Form eines Adventskalenders geschenkt hatte.

linie09

Am heiligen Abend kam Joel abends – etwas später als sonst – zu Mari. Sie wünschten sich mit einer innigen Umarmung frohe Weihnachten, kuschelten sich zusammen auf die Couch und freuten sich zum vorletzten Mal auf die Geschichte von Carina und Ramon…

Kurz nachdem der Gesang verstummt, kommt Ramon zu Carina. Er setzt sich an ihr Bett und schaut ihr zärtlich in die Augen. Carina nimmt seine Hand und fühlt eine große Sehnsucht, ihm ganz nah zu sein. Ramon antwortet auf diese Sehnsucht: “Carina, heute hat mich dein Herz gerufen. Heute gehen wir gemeinsam den Schritt, den du nun schon seit einigen Tagen erwartest.” Lächelnd reicht er ihr seine Hand und sagt: “Komm mit mir, Liebes …”

Mit klopfendem Herzen verlässt Carina ihr Bett und geht mit Ramon in sein Reich hinüber. Diesmal sieht sie dort eine bisher immer geschlossene Tür offen stehen und begreift, da gibt es noch ein Zimmer, das von seinem großen Raum abgeht. Es ist sein Schlafzimmer. Ihr Blick fällt auf ein großes, weiches Bett. Auf leuchtend blauem Stoff sind Rosen und Sterne gemalt. Alle Kissen und Decken tragen dieses Muster. Auf dem Tisch neben dem Bett steht ein Strauß dunkelroter Rosen.

Carina schluckt nervös… Noch stehen sie in dem großen, ihr nun schon seit langem vertrauten Raum. Ramon legt seine Hände auf ihre Schultern, schaut ihr tief in die Augen und fragt mit zärtlicher Stimme: “Bist du bereit, Carina?” Carina nickt. Da nimmt Ramon sie auf seine Arme und legt sie aufs Bett. Langsam und behutsam entkleidet er Carina und dann sich selbst. Ganz dicht kuschelt sich Carina in ihrer Aufregung an ihn, und er hält sie lange Zeit einfach nur in seinen Armen und flüstert ihr ab und zu beruhigende Worte in ihr Ohr. “Keine Angst, mein Liebes, es ist alles in Ordnung, wir haben alle Zeit der Welt. Vertraue mir, vertraue unserer Liebe…”

Nach und nach entspannt sich Carina in seinen Armen. Als ihr endlich wieder warm ist, sagt er: “Du brauchst jetzt gar nichts zu tun, Carina, lass einfach nur geschehen. Ich werde dir nicht wehtun, ganz sicher nicht!” Wieder überkommt Carina eine nervöse Spannung, und wieder streichelt er lange ihren Rücken, bis sie sich wieder beruhigt. Er dehnt sein Streicheln über den ganzen Körper aus, und sie spürt zunehmend eine lustvolle Erregung in sich aufsteigen. Pulsierende Wellen strömen durch ihren Körper. Als diese Empfindungen sich noch intensivieren, versucht Carina, sie abzubremsen, indem sie ihren ganzen Körper anspannt. Ramon schaut sie liebevoll an: “Es ist neu, Carina, ich weiß, aber du brauchst dich nicht vor deinen Empfindungen zu fürchten. Wenn du nicht gegen sie ankämpfst, tragen sie dich auf den Gipfel der Erfüllung. Ich erwecke dein inneres Feuer. Gib dich ihm hin, du wirst nicht verbrennen. Es wird dich durchströmen und jede deiner Zellen zum Leuchten bringen. Vertraue mir, vertraue deinem Körper und lass einfach nur geschehen.”

Sanft streichelt er ihren Kopf, und sie lässt langsam ihre Anspannung wieder los. Auf und ab gleitet sie auf den Wellen ihrer Lust. Sie lässt ihr Feuer in sich zu und bremst es wieder ab, wenn es ihr zu gewaltig erscheint – und wieder gibt sie sich ihm hin, um es bei zu starker Intensität wieder abflauen zu lassen. Ramon lässt dieses Wechselspiel ihrer Bereitschaft geduldig geschehen, geht auf ihre Anspannung ein, führt sie wieder in die Entspannung, und bringt ihr Feuer erneut zum Lodern, immer und immer wieder… Carina wird in seinen Armen lebendig, lässt die unwillkürlichen Bewegungen ihres Körpers zu, mehr und mehr. Dann schließlich, als ihr Körper immer lebendiger wird, lässt er sie nicht mehr zurück gleiten in eine wohlige Entspannung, sondern steigert ihre Lust noch mehr.

Sie spürt ihn, bekommt einen kleinen Schreck, hört wie von Ferne und doch ganz nah seine Worte: “Es ist soweit, Carina, öffne jetzt dein Tor für mich, sage “JA”, einfach nur “JA”, wobei er wieder ihre so empfindsamen Brüste küsst. Carina haucht “Ja”, flüstert “Ja”, immer wieder “JA”… – und sie spürt, wie er ganz langsam in sie hinein kommt – ganz behutsam. Solange hatte er das Tor ihrer Lust vorbereitet, dass es nun ganz offen ist und kein Schmerz entsteht. Als sie ihn ganz in sich aufgenommen hat, hält er sie einen Moment, der ihr wie eine Ewigkeit erscheint, ganz bewegungslos in seinen Armen, und sie spürt wieder diese quälende Sehnsucht. Verwirrt schaut sie ihn an. Er hält ihren Blick mit seinen warmen liebenden Augen und streichelt ihr Haar: “Jetzt vereint sich unser Feuer, und wir reiten gemeinsam auf den Wellen des Lebens. Nur Mut, ich halte dich.” Langsam bewegt er sich in ihr. Sanft pulsiert eine Woge nach der anderen durch ihren Körper, und sie verspürt schließlich das Bedürfnis nach mehr… mehr… und noch mehr… – versinken im Meer der Liebe… Sie liegt in seinen Armen, er streichelt ihr Haar und hält mit seinen Augen ihren Blick fest. Mit jeder neuen Welle der Lust weiten sich ihre Augen und lassen ihn an ihren inneren Bewegungen teilhaben. Die Fenster ihrer Seelen sind weit offen – seine und ihre – und sie schauen durch ihre eigenen Fenster hinaus tief in die offenen Fenster des anderen hinein.

Carina will wieder abbremsen, aber Ramon flüstert: “Hab keine Angst. Lass es einfach zu, mehr brauchst du nicht tun.”

Carina spürt die Wellen jetzt immer schneller und intensiver kommen, gibt sich ihnen ganz hin in der Geborgenheit seiner Arme gehalten, von seiner Liebe getragen, von ihrem inzwischen gewachsenen Vertrauen geführt. Wie von allein bewegt sich ihr Körper der Erfüllung entgegen… bis schließlich in ihr die Sterne explodieren. Ganz fest hält er sie, als ihr Körper sich schüttelt, zuckt und windet, wobei sie wie aus weiter Ferne  seine Stimme hört: “Wir sind eins, Carina, spür es – ja, wir sind eins – großartig, lass es zu… Es ist Liebe, die dich durchströmt, reine Liebe…”

Langsam ebbt das Feuerwerk ab… Die Wellen beruhigen sich nach und nach, und Carina verbirgt ihren Kopf in seinen Armen. “Was habe ich getan?” flüstert sie. Noch ehe die alten Schamgefühle von ihr Besitz ergreifen, sucht Ramon ihren Blick, lächelt und sagt: „Du hast die Liebe körperlich erlebt. Carina, du bist eine wundervolle Frau! Ich danke dir, dass du dein Feuer mit meinem vereint hast.”

Still liegt sie in seinen Armen, verwirrt, erschöpft und glücklich. Die Wärme seiner Haut, sein wohltuender Duft und sein liebevolles Streicheln geben ihr die Sicherheit zurück. So sehr geliebt und geborgen fühlt sie sich, dass sie sagt: “Am liebsten würde ich die ganze Nacht bei dir bleiben.”
Und er antwortet: “Das möchte ich auch gern, Carina.” Liebevoll und zärtlich sieht er sie an. “Morgen früh, ist das große Fest des Lichts und der Liebe. Da feiern wir alle hier an Bord Weihnachten, Und übermorgen landen wir auf der Erde. Dort ist dann der 25. Dezember und wir werden, so wie du es dir wünschst, auch auf deinem Heimatplaneten Weihnachten feiern.”

Carina schaut ihn nachdenklich an. “Hast du gewusst, dass es in dieser Nacht geschehen wird – die ganze Zeit schon?”
Ramon lächelt: “Dein Herz wollte es so… ja… aber wäre deine Persönlichkeit noch nicht bereit gewesen, wäre es auch in Ordnung. Ich wäre dann trotzdem mit dir gekommen – und irgendwann in unserem Miteinander auf der Erde wäre in dir die Bereitschaft erwacht.”

Fragend sieht sie ihn an: “Es bleibt doch dabei? Du kommst mit mir?”

“Ja, Carina, ich komme mit dir. Wir werden zusammen leben und wirken, weil du es so willst, und weil es seit Anbeginn aller Zeiten auch mein Wunsch ist.

Ramon spürt, wie Carina müde wird. Schläfrig und glücklich kuschelt sie sich in seine Arme, nimmt als letztes noch ganz intensiv den Duft der Rosen wahr, der sie heute Nacht in ihrer Liebe gestärkt hat, und gleitet in einen tiefen, erholsamen Schlaf hinein.

Morgen erscheint der letzte Teil der Geschichte

Hier geht es zu allen bisher erschienenen Kapitel zu dieser Geschichte, die Joel Mari in der Advents- und Weihnachtszeit erzählt –> Eine utopische Heilungsreise (Märchen) 

Ich wünsche euch allen einen von Freude und Liebe erfüllten heiligen Abend.
Von Herzen eure Miriam

23. Eine utopische Heilungsreise: LIEBEVOLLE GEMEINSCHAFT 

Joel hatte sich für die Weihnachtszeit eine Fortsetzungsgeschichte von wohlwollenden außerirdischen Meistern zum Thema „Macht – Angst – Vertrauen – Hingabe“ für Mari ausgedacht, das er ihr in Form eines Adventskalenders geschenkt hatte.

linie09

Nun näherte sich die Geschichte langsam ihrem Ende. Mari war gespannt darauf, denn was Carina mit ihrem Meister erlebte, bewegte sie selbst auch sehr. Was würde sie wohl heute in dem Umschlag finden… Sie packte ein mit kandierte Orangenstückchen versehenes Bitterschokoladetäfelchen aus, schob es sich genüsslich in den Mund und begann zu lesen:

Heute blinkt das vorletzte Röllchen in Carinas Adventskalenders auf, und sie liest die Worte ihres Meisters:   

Liebe Carina,
Jeder Gedanke, jedes Gefühl, jedes Wort,
alles von dir ist wertvoll und in Ordnung so wie es ist.
Was du tust und was du nicht tust – alles darf genau so sein.
Alles ist ein Ausdruck deines ureigenen wunderbaren Wesens.
Auch das, was kommt, wird genau so gut sein,
wie es auch immer sein wird.
Deine Angst darf sich ruhig schlafen legen.
In Liebe Ramon

Es ist die vorletzte Botschaft… Wann wohl die letzte aufleuchten wird?

Ramon hatte ihr damals zu Beginn dieser Ausbildungszeit gesagt, dass sie nach Ablauf dieses Adventskalenders wieder zur Erde zurückkehren würde und dass dort nur 24 Tage vergangen sein würden. ‘Wenn sich nun dieser Adventskalender dem Ende zuneigt, muss es bald Weihnachten werden’, überlegt Carina. Es kann sich nur noch um Tage handeln – und dann ist Weihnachten. Wo, wie und mit wem wird sie es erleben? Und wie geht es dann wohl weiter?

Als sie Ramon danach fragt, lächelt er geheimnisvoll: “Carina, jetzt kannst du Vertrauen üben! Was meinst du, kannst du mir soweit vertrauen, dass du guten Mutes alle Fragen fallen lässt und davon ausgehst, dass du in einigen Tagen ein sehr liebevolles Weihnachtsfest erleben wirst?” Carina nickt, wenn es ihr auch schwer fällt, so im Ungewissen zu bleiben – aber sie ist einverstanden.

In den nächsten Tagen nimmt die Stimmung im Raumschiff deutlich einen vor-weihnachtlichen Charakter an. Abends werden Adventslieder gesungen, die so wundervoll in den Herzen klingen, dass Carina manchmal die Tränen kommen. Auch die Sehnsucht nach der Erde, ihrer Heimat, spürt sie wieder. So lange Zeit war diese in den Hintergrund getreten, aber jetzt, durch die vertrauten Klänge ausgelöst, wird sie wieder spürbar. Ihr Meister nimmt sie dann in seine Arme und tröstet sie: “Es dauert nicht mehr lange, Carina… wir sind bereits auf der Rückreise und sind jetzt schon nicht mehr weit von der Erde entfernt. Sei guten Mutes, Weihnachten steht vor der Tür… und natürlich werden wir auch die Rückkehr zur Erde feiern. Ich habe dir versprochen, du wirst zurückkehren – das tust du – mit vielen neuen Erfahrungen. Und ich habe dir versprochen, ich werde bei dir bleiben – und so werden wir gemeinsam zurückkehren.”

Am nächsten Morgen steht ein großer, schöner, faszinierend aus sich selbst heraus leuchtender Baum – ähnlich einem Tannenbaum, nur mit weicheren dickeren “Nadeln” -  im Gemeinschaftsraum.

René erklärt, dass am nächsten Tag das Fest des Lichts und der Liebe gefeiert würde, dem ein großer Teil der Menschen den Namen “Weihnachten” gegeben haben, und lädt alle ein, nach dem Frühstück diesen Baum gemeinsam zu schmücken. Es ist eine fröhliche Atmosphäre. Freude und frohe Erwartungen erfüllen den Raum. Der Baum wird zu einem richtigen Lebensbaum. Die Frauen hängen persönliche Symbole ihrer Zeit hier an, die sie mit viel Spaß vorher gefertigt hatten – und auch die Meister tragen zum Schmuck bei, indem sie wunderschöne, fein ziselierte, glänzende Symbole der verschiedenen Ausdruckweisen der Liebe mitbringen. Kerzen sind nicht nötig, da dieser Wunderbaum aus sich heraus strahlt. Einige Stunden sind alle ganz eifrig damit beschäftigt, und es entsteht ein prächtiger Lebensbaum: Da gibt es Sonnen, Monde, Sterne, verschiedenste Früchte, kleine Geschenke, Blüten in allen Farben, und natürlich auch die heimischen traditionellen Weihnachtsfigürchen wie Nikoläuse, Weihnachtsmänner, Engel, aber auch Elfen, Gnome, und viel kleines Spielzeug schmücken den Baum. Alle sind sich einig – es ist der schönste Weihnachtsbaum, den sie je gesehen haben.

Der Tag vergeht mit weiteren weihnachtlichen Vorbereitungen. Die Frauen treffen sich, um kleine Geschenke für ihre Meister herzustellen, und abends lädt René zu einem gemütlichen vorweihnachtlichen Beisammensein ein. Es werden Geschichten erzählt,  lustige Rätselfragen gestellt und Lieder gesungen. Gefühle von weihnachtlicher Vorfreude tanzen im Raum…

Als die Frauen schließlich in ihren Betten liegen, singen die Meister gemeinsam für alle. Es ist ein so wunderschöner Klang der vertrauten und auch fremden Weihnachtsmelodien, dass die Herzen aller Frauen sich ganz weit öffnen. 

Morgen wird die Geschichte fortgesetzt und läuft voraussichtlich bis zum ersten Weihnachtsfeiertag

Hier geht es zu allen bisher erschienenen Kapitel zu dieser Geschichte, die Joel Mari in der Advents- und Weihnachtszeit erzählt –> Eine utopische Heilungsreise (Märchen) 

22. Eine utopische Heilungsreise: ZÄRTLICHKEIT    und    VERTRAUEN

Joel hatte sich für die Weihnachtszeit eine Fortsetzungsgeschichte von wohlwollenden außerirdischen Meistern zum Thema „Macht – Angst – Vertrauen – Hingabe“ für Mari ausgedacht, das er ihr in Form eines Adventskalenders geschenkt hatte.

linie09

Heute war Mari besonders früh aufgewacht, machte sich Kaffee und ging nochmal mit der Kaffeetasse und dem heutigen Umschlag in ihr Bett. Sie öffnete ihn, fand ein Marzipanherz darin und las gespannt, wie die Geschichte weiter ging...

Das Vertrauen, das sie zu Ramon entwickelt hat, trägt Früchte. Sie empfindet Dankbarkeit für seine Einfühlungsgabe und Annahme. Immer wieder einmal durch fließt sie ein leises Gefühl von Hingezogenheit. Schließlich gehen auch erste zarte Regungen von Zärtlichkeit von ihr aus.

Als sie an diesem Abend entspannt nach einer wohltuenden Massage in seinen Armen liegt, fühlt sie eine so große Verbundenheit zu ihm, dass sie zum ersten Mal den Impuls spürt, ihr zärtliches Gefühl, das sie zu ihm gewonnen hat, selbst auszudrücken und nicht nur verborgen in sich zu halten. Ihre innere Freude sucht ein Ventil, und ganz sacht tut sie zum ersten Mal von sich aus einen kleinen Schritt ihm entgegen.

Am nächsten Morgen leuchtet wieder einmal ein Röllchen auf:

Geliebte Carina,
zärtlich berührte zum ersten Mal deine Hand mein Gesicht,
streichelte sanft mein Haar,
und d
u schmiegtest dich von dir aus an meinen Körper.
Dein Blick suchte den meinen, und ein entspanntes Lächeln
breitete sich aus auf deinem Gesicht.
Ich danke dir für dein Vertrauen!
In Liebe Ramon

Carina denkt: ‘Zum ersten Mal hatte ich in seiner direkten körperlichen Nähe keinerlei Angstgefühle. Das ist so schön!’

Sie weiß es nun nach all den Tagen ganz sicher: Er tut nichts, was ihr in irgend einer Weise unangenehm ist. Sie darf entspannt ihren Körper in seine liebenden Hände geben und seine wohltuenden Berührungen zulassen und kann es sogar genießen. Er erwartet von ihr nichts – gar nichts! Es sind nicht nur Worte, es ist seine Wahrheit. Er ist für sie da und nimmt sie so an, wie sie ist. Dieses befreiende Bewusstsein erlaubt es ihr, langsam auch in der intimen Nähe seines Körpers ihren Druck loszulassen und sich mehr und mehr zu entspannen.

Carina begreift, sie ist kein neuer Mensch geworden, ihre Ängstlichkeit ist immer noch ein Teil von ihr, aber sie hat eine neue Ebene gefunden, mit sich selbst umzugehen. Sie wird sich nach und nach selbst zur besten Freundin, sie lehnt sich nicht mehr ab für ihre Schwächen und Unsicherheiten, und sie sucht in allem, was ihr zunächst bedrohlich oder schwer erscheint, den verborgenen Segen. So vieles hat sie nun schon erlebt, was anfangs ganz anders erschien, als es sich schließlich entwickelt hat. So viel mehr Liebe ist da, als sie anfangs gedacht hätte. Alles kam immer wieder ganz anders, als sie es befürchtet hatte. Und auch der Schritt, vor dem sich noch etwas Angst hatte, könnte vielleiht… ganz vielleicht… ja auch ganz anders sein… sich vielleicht auch irgendwie… als schön erweisen…?

Morgen wird die Geschichte fortgesetzt und läuft voraussichtlich bis Weihnachten

Hier geht es zu allen bisher erschienenen Kapitel zu dieser Geschichte, die Joel Mari in der Advents- und Weihnachtszeit erzählt –> Eine utopische Heilungsreise (Märchen) 

21. Eine utopische Heilungsreise: ANSPANNUNG    und    ENTSPANNUNG

Joel hatte sich für die Weihnachtszeit eine Fortsetzungsgeschichte von wohlwollenden außerirdischen Meistern zum Thema „Macht – Angst – Vertrauen – Hingabe“ für Mari ausgedacht, das er ihr in Form eines Adventskalenders geschenkt hatte.

linie09

Joel und Mari machten es sich auf der Couch gemütlich. Mari genoss es, in seinem Arm zu liegen und sich von ihm die Geschichte weiter erzählen zu lassen:

In der folgenden Nacht träumt Carina, dass Ramon sie nackt auszieht, sie auf seine Arme nimmt und zum Bett trägt. Dort liegt sie offen und entblößt, während auch er sich entkleidet. Mit großen Augen schaut sie Ramon an, der über ihr ist, und ihren Blick mit seinen Augen festhält…

An dieser Stelle erwacht sie. Heiße Wellen durchfluten ihren Körper, und sie begreift, dass es nun bald soweit sein wird, dass sie den Raum betritt, vor dem sie noch immer Angst hat. Aus ihrem Herzen vernimmt sie die Stimme ihres Meisters: “Du gehst nicht allein. Du tust diesen Schritt nicht allein, Carina. Gemeinsam werden wir auch diesen Raum betreten, und in meinen Armen wirst du lernen, dich darin zurechtzufinden und wohl zu fühlen.”

Als sie am Morgen Ramon begegnet, fühlt sie sich etwas scheu und befangen. “Carina, ich war mit dir in deinem Traum”, begrüßt er sie. “Wie fühlst du dich?”

Zögernd erzählt sie ihm, dass sie noch immer Angst habe, dass sie sich so unsicher fühle, dass sie doch völliges Neuland betreten müsse und gar nicht wisse, was sie tun, wie sie sich verhalten müsse. Sie fühlt sich in seiner Gegenwart wieder einmal sehr unsicher. Seine männliche Ausstrahlung, die sie heute besonders stark spürt, macht ihr Angst.

Verständnisvoll sieht er sie an: “Es ist nur natürlich, dass du noch Angst hast, Carina. Es ist menschlich, dass du dich bei allem Neuen, Unbekannten fürchtest und unsicher fühlst. Ganz verschwinden wird diese Angst erst nach und nach, wenn du auch in diesem Gebiet Erfahrungen mit mir gesammelt hast. Das ist genauso wie in allen anderen Aspekten unserer Beziehung auch. Und mein Versprechen gilt weiterhin: Ich werde niemals irgend etwas tun, was du nicht willst, und ganz gewiss werde ich dir niemals weh tun!”

Am Abend in ihrem Zimmer, als sie über all das wieder nachdenkt, leuchtet ein Röllchen auf. Sie liest:

Geliebte Carina,
Du musst nichts wissen, nichts tun, nichts können.
Sage “JA” und lass geschehen.
Lass dich befreien aus den Fesseln deiner Angst,
und lass dich fallen in meine Arme, ganz offen und frei.
In Liebe Ramon

In den nächsten Tagen geschieht entgegen Carinas Befürchtungen nichts Sensationelles. Ihr auf Hochtouren arbeitender Kopf beruhigt sich langsam wieder. Ihr wird klar, dass Ramon so lange warten wird, bis ihr innerer Druck gewichen ist. Viele Stunden seelischer, geistiger und körperlicher Nähe gibt es. Carina hat ihm gestattet, sie überall, auch an ihren intimsten Stellen zu berühren. Ramon macht von dieser Erlaubnis zunächst nur selten Gebrauch. Er spürt, wie sie in diesen Momenten vor Schreck und Anspannung die Luft anhält, und wie sie sich verkrampft. Nach und nach berührt er sie auch dort öfter und immer wieder macht sie dann die Erfahrung, dass nichts Bedrohliches geschieht.

Ganz sicher und ganz ruhig geht ihr Meister mit ihr in diesen Schreck-Momenten um. Und die bedrückenden Gedanken: ‘Jetzt ist es soweit, jetzt gleich wird es geschehen… Was soll ich tun? Was erwartet er von mir?” kann sie nach und nach loslassen.

Immer wieder sagt er ihr in diesen Momenten: “Carina, spür einfach nur, wie es sich anfühlt, wenn meine Hand dort liegt. Nichts weiter wird geschehen. Nur die Liebe und Wärme meiner Hand fließt in diese Stelle. Ich erwarte nichts von dir. Du musst gar nichts tun, nimm einfach nur wahr. Wir haben alle Zeit der Welt.”    Carina holt tief Luft und lässt ihre Anspannung langsam los.

Immer mal wieder, eingebettet in andere Erlebnisse der Nähe und Zärtlichkeit, macht sie diese Erfahrung, so dass sie schließlich nach und nach auch diese intimen Berührungen nicht mehr als bedrohlich empfindet. Lange Zeit hat sie sich nur passiv verhalten und mit äußerster Anspannung seine Zärtlichkeit empfangen. Als sich ihre innere Spannung schließlich langsam legt, beginnt sie, auch das Angenehme in diesen Berührungen zu spüren. Ganz langsam erwacht ihr Körper aus der anfänglichen Starre.“

Morgen wird die Geschichte fortgesetzt und läuft voraussichtlich bis Weihnachten

Hier geht es zu allen bisher erschienenen Kapitel zu dieser Geschichte, die Joel Mari in der Advents- und Weihnachtszeit erzählt –> Eine utopische Heilungsreise (Märchen) 

20. Eine utopische Heilungsreise: HEILENDE ENTWICKLUNGEN in GEBORGENHEIT

Joel hatte sich für die Weihnachtszeit eine Fortsetzungsgeschichte von wohlwollenden außerirdischen Meistern zum Thema „Macht – Angst – Vertrauen – Hingabe“ für Mari ausgedacht, das er ihr in Form eines Adventskalenders geschenkt hatte.

linie09

Bevor Mari ihren heutigen Umschlag öffnete, sah sie träumend aus dem Fenster und versuchte sich vorzustellen, wie sich Carina fühlte, der es zunehmend gelang, immer mehr vertrauen zu können. Dann las sie:

Nach und nach fühlt sich Carina in dem Raumschiff immer wohler. Sie hat gelernt, sich auch in der Gruppe in dem ihr möglichen Maß zu öffnen. Zu René, dessen Funktion als Kommandant und Gruppenleiter in ihr immer mal wieder ambivalente Gefühle hervorruft, hat sie auch ein gewisses Maß an Vertrauen entwickelt, und sie weiß es inzwischen, dass auch er es mit jeder Frau an Bord wirklich gut meint – auch mit ihr. Dennoch berührt er mit seiner originellen, total unberechenbaren Art und Weise, die Dinge auf den Punkt zu bringen, immer wieder ihre alten Autoritätsängste. Im Geheimen ist sie froh, dass er nicht ihr persönlicher Meister ist. René schmunzelt, wenn er zuweilen einen ihrer fragenden nachdenklichen Blicke auffängt, denn er denkt: So soll es ja auch sein! Die absolute Vertrauensperson ist der eigene Meister. Er darf ruhig ab und zu mal einen kleinen Gegensatz spiegeln, und eine etwas unbeliebte Rolle einnehmen, um manche Schattenseite ans Licht zu bringen. Aber es ist für alle Frauen erkennbar, dass René seine Aufgabe mit großer Liebe erfüllt. Er schafft durch den ihm eigenen freundlichen Humor und durch seine originellen spielerischen Ideen eine freundliche Atmosphäre, einen Schutzraum für die verletzten inneren Kinder der Frauen hier an Bord. Mit liebevollen, versöhnenden Gesten und kleinen Überraschungen gestaltet er das Leben der Gemeinschaft an Bord lebendig und behaglich, so dass sich alle grundsätzlich wohl und geborgen fühlen.

Neben der “Gefühlsgruppe”, wie die Frauen die Gruppe nennen, die er anfangs mit etwas Widerstand seitens mancher Teilnehmerinnen ins Leben gerufen hat, organisiert er viele Nachmittage und Abende mit kreativen, gestalterischen Schwerpunkten, was den meisten Frauen, und auch Carina, viel Freude macht. Auch regelmäßige Treffen, wo gemeinsam gesungen und musiziert wird, tragen zu der inzwischen fast familiär gewordenen Gemeinschaftsatmosphäre bei.

Carina liebt das gemeinsame Singen. Die Meister haben so wohlklingende Stimmen, dass die Luft vibriert und die Herzen sich weit öffnen. Zuweilen singen sie auch spät abends, wenn die Frauen schon im Bett liegen, für sie Lieder, die die Gemüter beruhigen und tiefen Frieden für die Nacht verbreiten. Immer wieder ist Carina beeindruckt von der Liebe, die sie inzwischen von jedem Meister hier spürt. Manchmal findet sie es seltsam, dass es Verhaltensweisen der Meister gibt, von denen sie bisher dachte, so würden sich Männer nur Kindern gegenüber verhalten. Hier aber steht die Äußerung von zärtlichen, liebevollen Gefühlen überhaupt nicht im Widerspruch zu der männlichen Stärke – entdeckt Carina. Tief in ihren Herzen sind alle Frauen davon so berührt und beglückt, dass Stärke und Sanftmut, Kraft und Zärtlichkeit, Männlichkeit und Behutsamkeit sich so wunderbar verbinden  können.

Nie hätte sich Carina vorher träumen lassen, dass sie in dieser von ihr zuvor so gefürchteten Ausbildungsreise so viele tiefe, liebevolle Gefühle in sich selbst und in den anderen erfahren würde. Ihr Herz ist inzwischen voll Dankbarkeit. Und etwas schüchtern bringt sie diese Gefühle sowohl ihrem Meister als auch René gegenüber zum Ausdruck. Sie hat das Bedürfnis, den beiden Männern, vor denen sie anfangs eine so gewaltige Angst hatte, von der Veränderung ihrer Sichtweise zu erzählen. Natürlich wissen sie das längst, das ist auch Carina bewusst, aber es ist für sie selbst wichtig, auch diese schwer errungenen positiven Gefühle zu äußern. Und die beiden Meister teilen die Freude gern mit Carina.

Ein angenehmes, friedvolles Gefühl erfüllt sie. Über das, was später kommt, will sie jetzt nicht nachdenken. Sie schmust und kuschelt inzwischen gern mit Ramon und erfährt von ihm viel Neues, Interessantes aus anderen Welten und Dimensionen.

Voll Freude liest sie das aktuelle Röllchen:

Geliebte Carina, lass dich fallen 
in die Geborgenheit meiner Liebe.
Mehr brauchst du nicht zu tun.
In Liebe Ramon

Das fühlt sich so gut an! Sie spürt ihre Sehnsucht nach Geborgenheit und wie gut es tut, einfach mal ohne viel Nachzudenken sich dem zu überlassen, was kommt…

Morgen wird die Geschichte fortgesetzt und läuft voraussichtlich bis Weihnachten

Hier geht es zu allen bisher erschienenen Kapitel zu dieser Geschichte, die Joel Mari in der Advents- und Weihnachtszeit erzählt –> Eine utopische Heilungsreise (Märchen) 

19. Eine utopische Heilungsreise: INNERES „JA“   und    HINGABE

Joel hatte sich für die Weihnachtszeit eine Fortsetzungsgeschichte von wohlwollenden außerirdischen Meistern zum Thema „Macht – Angst – Vertrauen – Hingabe“ für Mari ausgedacht, das er ihr in Form eines Adventskalenders geschenkt hatte.

linie09

Heute saßen Joel und Mari wieder einmal gemütlich zusammen auf der Couch. Mari hatte die Kerzen auf dem Adventskranz angezündet und goss Tee ein. Sie genoss es, ihrem Meister so nah zu sein und freute sich darauf, von ihm zu hören, wie es Carinas weiter erging im Raumschiff mit ihrem Meister. Er streichelte sanft ihre Schulter und begann vorzulesen:

Ramon begegnet Carina weiterhin sehr rücksichtsvoll und taktvoll . Zärtlich antwortet er auf ihre kleinen Schritte der Annäherung, während er auf ihre zunehmend wieder stärker aufflammende Ängstlichkeit und Nervosität einfühlsam und liebevoll eingeht. Immer wieder zerstreut er ihre nagenden Selbstzweifel mit großer Geduld. Er nutzt jede Gelegenheit, sie wissen und fühlen zu lassen, dass sie wirklich über alles mit ihm reden kann, ohne dass er sie je herabsetzen oder in irgendeiner Weise beschämen würde. Carina spürt seine unendliche Geduld und liebevolle Annahme voll Dankbarkeit. Aber ihre Angst vor all dem Neuen, vor ihren eigenen Gefühlen, vor dem Mann in ihm, den sie tief in sich immer noch etwas fürchtet, hindert sie noch, mit ihm über all das zu reden, was sie nun schon seit Tagen beschäftigt…

Da leuchtet wieder einmal ein Röllchen auf. Carina liest:

Geliebte Carina, 
nun warst du schon bereit, einiges geschehen zu lassen,
mal mit mehr, mal mit weniger Angst
und hast schon ein ganzes Stück Vertrauen und Hingabe entwickelt.
Nun geht es für dich darum, dein inneres “JA” 
zur Intimität zwischen Frau und Mann zu finden und zu leben.
Ich versichere dir, du brauchst dich nicht zu fürchten.
Alles wird ganz so sein, wie du es brauchst.
In Liebe Ramon

Diese Worte lassen ihre Angst wieder auf flackern. Sie fühlt sich verwirrt und bedrückt. Aber anders als bisher ist ihr sofort klar, dass es für sie der beste Weg ist, mit Ramon über all das zu reden, was sie beschäftigt.

Es fällt ihr nicht leicht, einen Anfang zu finden, als sie kurze Zeit später bei ihm sitzt. Er versucht, ihr eine Brücke zu bauen: “Carina, du weißt, du kannst mir alles sagen, mich alles fragen, und ich werde dir antworten, so gut wie ich es vermag. Fang einfach bei dem nächstliegenden Gedanken an, der dir auf der Seele liegt…”

Geduldig wartet er, und schließlich nach etlichen Ansätzen wagt Carina ihre Fragen auszusprechen: “Das mit dem inneren Ja zur Intimität – wie soll das gehen bei der Angst, die ich noch immer habe? Und dann das mit der Hingabe – ich kann mich nicht hingeben, jedenfalls so lange nicht, wie ich nicht weiß, wie es dann weitergeht – ich meine nach dieser Reise. Aber auch sonst… Ich habe einfach Angst… Vielleicht bin ich doch zu weit gegangen und habe durch all die Nähe, die zwischen uns entstanden ist, Hoffnungen und Bedürfnisse in dir geweckt, die ich nicht erfüllen kann…” Verzweifelt sieht Carina zu Ramon auf.

Der lächelt sie liebevoll an und antwortet auf ihre ausgesprochenen und unausgesprochenen Fragen: “ Carina, hast du wieder einmal vergessen, dass ich anders bin, als du es von Männern glaubst? Ich weiß, dass einzig und allein der Geist den Körper bestimmt und nicht umgekehrt. Ich erwarte keine Bedürfnis-Befriedigung von dir. Mein einziges “Bedürfnis” ist, dich zu lieben – so wie du bist, mit allem, was du fühlst. Damit bin ich in der Liebe und erfüllt von Frieden und Glück. Bald wirst du das verstehen. Ab einem gewissen Punkt gibt es nur noch Liebe, da hören alle persönlichen Bedürfnisse auf. Du kannst also ganz beruhigt deinen Gefühlen folgen, du bist willkommen in meinen Armen und in meinem Herzen. Ich will nichts anderes von dir, als du von dir selbst willst.”

Noch immer schaut Carina ihn etwas sorgenvoll an…

“Und was nun das “danach”, das “später” angeht: Es wird das geschehen, was du dir wünschst. Ich kann nach dieser Reise bei dir bleiben, ich kann wieder weg fliegen… Ich werde in meinem Herzen immer in Verbindung mit dir bleiben, so wie es bereits auch vorher schon gewesen ist. Seit du dein Abenteuer “Menschsein” mit all seinen Begrenzungen und Illusionen begonnen hast, bin ich in Liebe mit dir verbunden. Ich bin sozusagen dein energetischer Partner, der das Bewusstsein unseres Einsseins nie vergessen hat. Weil dein Herz es wollte, bin ich kommen, um dich an diese Einheit zu erinnern, um dich all dein vergessenes Wissen wieder erfahren zu lassen – so war es damals vor Urzeiten verabredet. Nun ist diese Zeit gekommen: Dein Innerstes hat mich gerufen, und ich bin deinem Ruf gefolgt, Carina.

Wenn du es willst, werde ich dich nun nie wieder verlassen. Wenn du es aber anders willst, gehe ich nach dieser Reise in der Form des menschlichen Körpers von dir weg – meine Energie wird aber immer mit dir vereint bleiben. So war es schon immer, und so wird es immer sein – nur dass du nun wieder darum weißt. Wir gehören zusammen. Du hast die Wahl: Soll ich als Mann bei dir bleiben, oder willst du mich nach der Reise nur noch energetisch bei dir wissen? Dieser Körper ist für mich lediglich eine Möglichkeit, mich in der Welt der Materie für dich erfahrbar zu machen. Ich bin nicht an ihn gebunden…”

Lächelnd schaut er Carina an. Die schluckt und fragt schließlich zögernd: “Das heißt, du würdest als Mann mit mir auf der Erde leben wollen?”

“Ja, Carina, wenn das dein Wunsch ist – ja!  Wir hätten viele Möglichkeiten, unsere Liebe zu leben, und mannigfaltige Aufgaben, die uns gemeinsam für die Menschheit von Nutzen sein lassen würden.”

Carinas Augen beginnen zu leuchten. “Das heißt, du wirst mich nicht wieder verlassen – ich meine in dieser menschlichen Form?”

“Nicht, wenn du es nicht willst.”

Ein plötzlicher Gedanke lässt wieder einen Schatten über ihre Augen huschen. “Du meinst, wir würden quasi als Mann und Frau zusammen leben? Dazu gehört dann sicher auch ein sexuelles Miteinander, nicht wahr? Ramon, ich weiß nicht, ob ich dazu bereit bin… Ich habe noch immer große Angst davor.”

Ramon schaut sie liebevoll an. “Carina, wir werden so zusammen leben, wie du es möchtest. Ich habe dir versprochen: Nichts geschieht gegen deinen Willen! Dieses Versprechen gilt auch weiterhin, auch wenn wir als Mann und Frau zusammen leben und wirken. Aber weißt du: irgendwann wird es nur noch Liebe geben, das heißt, da gibt es dann keine Angst mehr. Denn wo Liebe ist, verschwindet nach und nach alle Angst. Schau, wenn du fühlst, dass du ganz nah bei mir liegen möchtest, wenn du mein Streicheln genießt auf deinem Haar, wenn du dich in meinen Armen entspannst, dann gibst du dich deinen Gefühlen von Zärtlichkeit und deiner Sehnsucht nach Nähe und Berührung hin. Mehr brauchst du gar nicht zu tun. Sei einfach nur bereit, den Empfindungen deines Herzens zu vertrauen und deinen Gefühlen zu folgen.  Und wenn du dann irgendwann den Impuls in dir spürst, dein Feuer mit meinem Feuer zu verbinden, dann werden wir es wissen. Ich weiß, noch fällt es dir schwer, dir das vorzustellen, und erst recht, wenn es so wäre, es mir auch mitzuteilen. Noch erscheint es dir undenkbar, dir selbst dieses völlig neue Gefühl einzugestehen, und erst recht mir. Doch glaub mir, wenn es soweit ist, werde ich es wissen und dir auch hierbei ein behutsamer, einfühlsamer Lehrer, Freund und Partner sein. Dann wenn du die Bereitschaft in dir fühlst – und wirklich erst dann – werden wir uns auch körperlich vereinen. Und solltest du das nicht in dir fühlen – dann ist das auch in Ordnung, fügte er zu ihrer Beruhigung leise lächelnd hinzu.”

Diese Worte nehmen ihr den Druck und tun gut. Dann dämmert ihr eine Erkenntnis: “Das hast du doch sicher schon die ganze Zeit gewusst, nicht wahr? Und dabei wurdest du mir als mein Ausbilder vorgestellt – als mein Lehrer – aber eigentlich bist du als… mein Partner gekommen… War das nicht eine Lüge?”

Ramon lächelt: “Du hattest doch schon so große Mühe, mich als Ausbilder und Lehrer zu akzeptieren – übrigens keine Lüge, denn ich glaube, du hast viel von mir gelernt und wirst noch viel lernen… Wie meinst du, hättest du reagiert, wenn ich mich als dein Liebster oder dein Partner vorgestellt hätte? Ich schätze, deine Panik wäre noch viel größer gewesen, als sie ohnehin schon war. Es hätte dich noch wesentlich mehr Zeit und Energie gekostet,  aus deiner inneren Erstarrung aufzutauen, und es hätte eine noch größere Furcht und Qual bedeutet. Erst jetzt, wo du selbst das Bedürfnis spürst, mit mir zusammen sein zu wollen, wo du gelernt hast, mir zu vertrauen, ist es sinnvoll, dich diese Zusammenhänge wissen zu lassen. Siehst du das ein?”

Carina nickt. Ganz tief fühlt sie seine Liebe, seine Umsicht und sein großes Einfühlungsvermögen. Glücklich schaut sie ihn an. Sie weiß zwar noch nicht, wie das alles konkret weitergehen soll, aber das macht im Moment nichts. Sie weiß sich in seiner Liebe sicher. Sie weiß, er wird nichts fordern, nichts tun, was mit ihrem Herzen nicht im Einklang ist. Sie kann sich hinein fallen lassen in ihre Sehnsucht nach Geborgenheit, Zärtlichkeit und Nähe – ohne Angst, dass daraus etwas folgt, was sie fürchtet. Es tut so gut, von dem Druck erlöst zu sein, irgendwelchen Erwartungen zu entsprechen. Diese Haltung der Liebe von ihm lässt in ihr so freie zärtliche Gefühle entstehen, wie sie es sich vorher nie hätte vorstellen können. Und irgendwo ganz tief im hintersten Winkel ihres Herzens fühlt sie eine so innige Verbundenheit mit ihm, dass sie weiß, dass dieses Gefühl auch irgendwann seinen körperlichen Ausdruck finden wird.

Morgen wird die Geschichte fortgesetzt und läuft voraussichtlich bis Weihnachten

Hier geht es zu allen bisher erschienenen Kapitel zu dieser Geschichte, die Joel Mari in der Advents- und Weihnachtszeit erzählt –> Eine utopische Heilungsreise (Märchen) 

18. Eine utopische Heilungsreise: UNSICHERHEIT    und    GEDULD

Joel hatte sich für die Weihnachtszeit eine Fortsetzungsgeschichte von wohlwollenden außerirdischen Meistern zum Thema „Macht – Angst – Vertrauen – Hingabe“ für Mari ausgedacht, das er ihr in Form eines Adventskalenders geschenkt hatte.

linie09

Wieder öffnete Mari gleich am Morgen einen Umschlag aus ihrem Adventskalender und freute schon darauf zu lesen, wie es Carinas weiter erging im Raumschiff mit ihrem Meister…

„Immer deutlicher fühlt Carina die Einfühlungsgabe und Unterstützung ihres Meisters. Weiterhin respektiert er achtsam ihre Grenzen. Das ermöglicht ihr wiederum, diese Grenzen mehr auszudehnen, weil sie inzwischen oft die Erfahrung gemacht hat, dass sie ihm wirklich vertrauen kann. Diese Sicherheit des Vertrauens zu ihm lässt in ihr mehr und mehr das Gefühl von Zuneigung zu ihm aufkommen.

Sie liebt es, ganz dicht bei ihm zu liegen oder von seinen Armen gehalten zu werden. Sie mag seine Berührungen und manchmal schleichen sich Gedanken ein, wie es wohl wäre, wenn er auch auf Erden weiterhin bei ihr wäre. Diese Vorstellungen verbietet sie sich allerdings sofort, nachdem sie in ihrem Kopf aufgetaucht sind, ganz schnell wieder. Er ist ihr Lehrer, ihr Ausbilder! Sie will aufpassen, dass sie sich in keine enttäuschenden Illusionen verstrickt. In der Nacht träumt sie, dass sie mit ihm zusammen im Bett liegt und es genießt, überall von ihm berührt zu werden. Sie spürt dabei ein so intensives Gefühl von Zusammengehörigkeit und Anziehung, sowie auch Erregung, dass sie noch ganz verwirrt ist von dieser für sie so neuen Empfindung.

Da sieht sie wieder ein Röllchen aufleuchten. Sie liest:

Geliebte Carina, 
nun stehst du wieder vor einer Tür,
die dich in etwas Neues führt,
das sich für dich wie eine große Herausforderung anfühlt,
und noch fällt es dir schwer, sie anzunehmen.
Und doch ist es dein größter Wunsch, 
denn sonst wärst du nicht hier bei mir.
Ja, Carina, du hast mich genauso erwählt, wie ich dich!
Und wenn du es zulässt, nehme ich dich auf meine Arme,
trage dich über die scheinbar so steilen Klippen und tiefen Abgründe
hinein in die Freiheit der Liebe.
In Liebe Ramon

Was er wohl damit meint? Inwiefern und als was haben sie sich gewählt? Und warum leuchtet das Röllchen mit dieser Botschaft gerade nach dieser Nacht? Ist es eine Antwort auf ihre Frage von gestern Abend? Bezieht es sich auf ihre Traumerlebnisse? Kann es sein, dass Ramon für sie mehr ist, als ein liebevoller, weiser Lehrer? Und was meint er mit der Herausforderung, die sie noch nicht wagt anzunehmen? Meint er vielleicht tatsächlich das sexuelle Miteinander?

Aber sie kann sich doch nicht auf eine solch intime Beziehung mit einem Mann einlassen, den sie nach Ende dieser Ausbildung vielleicht nie wieder sehen wird… oder doch? Vielleicht will ihr Herz es so? Hat es ihn bestimmt, auch in dieser Beziehung ihr Lehrer zu sein?

Carina spürt heiße Wellen in sich aufsteigen. Sie kann sich keinen Mann vorstellen, zu dem sie größeres Vertrauen hätte als zu Ramon. Langsam steigt eine leise Ahnung in ihr auf, dass er  schon von Anfang an wusste, dass ihre Bereitschaft wachsen würde. Denn sie hatte den Adventskalender mit diesen Botschaften ja schon ganz am Anfang ihrer Begegnung bekommen – noch auf der Erde in seinem Haus… Wie lange war das schon her? Carina erscheint es wie eine Ewigkeit. Sie kann die Zeit nicht einordnen, wie lange sie schon hier ist, und wie lange ihre Ausbildungsreise noch dauern wird. Am Ende dieser Zeit wird das Weihnachtsfest stehen – so viel ist gewiss. Wird sie es noch hier an Bord feiern – oder wird sie dann schon wieder auf der Erde sein? Mit ihm oder ohne ihn? Bei diesem Gedanken fühlt sie Traurigkeit in sich aufsteigen.  ´Ich werde über all diese Fragen mit ihm reden müssen´, denkt sie. ‘Aber noch nicht gleich, dazu ist das Ganze noch zu heiß, zu gefährlich nah an völlig neuen Entscheidungen und Perspektiven.’

Auch wenn sie bereits großes Vertrauen zu ihm gewonnen hat, ist das Thema Sexualität nach wie vor sehr mit Angst verbunden… Sie möchte es lieber noch hinaus schieben. Vielleicht lösen sich ja ihre Gefühle auch von allein wieder auf…

Ramon lässt ihr Zeit und spricht sie nicht auf ihre Empfindungen, Konflikte und Fragen an. Er weiß, dass sie in absehbarer Zeit den Impuls nicht mehr ignorieren können wird, sich ihm zu offenbaren. Er hält Wort und drängt sie in keiner Weise. Er wird ihre Fragen dann beantworten, wenn sie sich damit an ihn wendet. Und er weiß, dass Carina zu diesem Schritt viel Mut braucht. Er weiß allerdings auch, dass sie diesen Schritt aus sich heraus tun muss, und dass ihr Mut schließlich belohnt werden wird. Denn seine Antworten werden ihr Sicherheit, Zuversicht, Vertrauen und inneren Frieden geben – und das sind die Voraussetzungen, die sie braucht, um sich auch der körperlichen Liebe hingeben zu können. Ja, sie soll sich seiner Liebe ganz sicher sein!“

Morgen wird die Geschichte fortgesetzt und läuft voraussichtlich bis Weihnachten

Hier geht es zu allen bisher erschienenen Kapitel zu dieser Geschichte, die Joel Mari in der Advents- und Weihnachtszeit erzählt –> Eine utopische Heilungsreise (Märchen) 

17. Eine utopische Heilungsreise: ZÖGERN    und   MUT, einen neuen Raum zu betreten

Joel hatte sich für die Weihnachtszeit eine Fortsetzungsgeschichte von wohlwollenden außerirdischen Meistern zum Thema „Macht – Angst – Vertrauen – Hingabe“ für Mari ausgedacht, das er ihr in Form eines Adventskalenders geschenkt hatte.

linie09

Mari freute sich morgens schon immer darauf, ihren nächsten Umschlag zu öffnen. Sie nahm einen Schluck aus ihrer Teetasse, wickelte das kleine Schokostückchen aus dem Umschlag ihres Adventskalenders aus und las gespannt wie es Carinas weiter erging im Raumschiff mit ihrem Meister…

Nach ihrem gemeinsamen Urlaubs-Aufenthalt auf dem Planeten Lux Natura, hat Carina zu ihrem Meister eine viel vertrautere Ebene gefunden, die es ihr erlaubt, mehr Nähe zuzulassen als vorher. Es ist für sie natürlich geworden, von ihm gesehen und berührt zu werden. Auch in der Wahrung ihrer körperlichen Grenzen ist sie etwas freizügiger geworden.

Eines Morgens blinkt wieder einmal ein Röllchen auf. Sie liest:

Liebe Carina,
bisher hast du dein Leben in einem Raum verbracht,
dessen Grenzen noch erweitert werden könnten.
Es gibt Türen, die hast du dir noch nicht erlaubt zu öffnen.
Du wirst staunen über die Größe deines wahren Reiches,
wenn wir erst alle Pforten durchschritten haben.
Ich gehe mit dir und helfe dir,
dich vertraut zu machen mit dem,
was du bisher noch vermieden hast. 
In Liebe Ramon

An diesem Morgen spricht René Carina nach all der Zeit, die inzwischen vergangen ist, auf das Thema “Gruppe” an: “Carina, heute möchte ich dich nun einladen, an meiner Gruppe teilzunehmen. Wie sieht es aus? Meinst du, du könntest es dir vorstellen, dabei zu sein?” Prüfend schaut er sie an. Carina senkt etwas verlegen ihren Blick.

Weißt du was, sag mir doch deine Bedenken, und lass uns ganz offen darüber reden. Komm mal mit in mein Zimmer – am besten sofort,  bevor es wieder zu Angst und Schmerz in dir kommt.”

Carina schaut René unsicher an. War das eine Kritik? Aber sein Blick ist freundlich und zugewandt. Mit klopfendem Herzen begleitet sie ihn in sein Zimmer. Er bietet ihr etwas zu trinken an, und sie nimmt es dankbar an. So hat sie etwas in der Hand, woran sie sich festhalten kann. ´Nun muss ich mich vor dem Kommandanten verantworten`, denkt sie beklommen und spürt wieder ihre alten Autoritätsängste.

So, Carina, frei von der Leber weg, was macht dir deinen Einstieg in die Gruppe so schwer?” Carina druckst herum – René wartet… Schließlich redet sie und erklärt ihre Angst und ihren Widerstand, sich vor mehreren Menschen, besonders Männern offenbaren zu müssen in ihren Gefühlen von Peinlichkeit, Scham und Selbstzweifel. Sie könne das einfach nicht. Sie hatte schon immer in Gruppen Schwierigkeiten.

René nickt verstehend. “Gerade deshalb ist eine neue, völlig anders geartete Gruppenerfahrung für dich wichtig und heilsam. Du bekommst dort einfach nur die Möglichkeit – nicht mehr und nicht weniger – über das, was dich bewegt, zu reden, aber du wirst ganz sicher nicht dazu gezwungen. Außerdem hast du Gelegenheit zu hören, wie es anderen geht, um vielleicht festzustellen, dass du gar nicht so allein bist in deinen Gefühlen von Scham und Selbstzweifel, wie du bisher glaubtest. Übrigens erhalten die Frauen auch Gelegenheit, sich ohne die Anwesenheit der Meister untereinander auszutauschen, alle zusammen oder auch in kleinen Gruppen. Wie wäre es, wenn du einfach dazu kommst und dir das Ganze einmal anschaust? Sei einfach nur dabei… Du hast mein Versprechen, dass du nichts sagen oder tun musst, wozu du keine Bereitschaft in dir fühlst.”

Carina hört sich sagen: “Okay, ich komme!” Freundlich lächelt ihr René zu: “Das freut mich, Carina, bis heute Nachmittag also!”

Carina wird ganz entgegen ihrer Erwartung von allen sehr freundlich angenommen, und ihr anfängliches Schweigen wird total respektiert. Da sie etwas später dazu kommt, weiß sie nicht, dass es anderen Frauen anfänglich ähnlich ging, aber das wird ihr dann bald erzählt. 

Zunehmend fühlt sie sich in dieser Gruppe wohl, hat manchmal sogar Freude an den Spielen und Übungen und beginnt, sich nach und nach mehr zu öffnen. Wieder hat sie sich einen neuen Raum eröffnet.

Morgen wird die Geschichte fortgesetzt und läuft voraussichtlich bis Weihnachten

Hier geht es zu allen bisher erschienenen Kapitel zu dieser Geschichte, die Joel Mari in der Advents- und Weihnachtszeit erzählt –> Eine utopische Heilungsreise (Märchen) 

16. Eine utopische Heilungsreise: RAUS AUS DEM RÜCKZUG und EINFACH-SEIN

Joel hatte sich für die Weihnachtszeit eine Fortsetzungsgeschichte von wohlwollenden außerirdischen Meistern zum Thema „Macht – Angst – Vertrauen – Hingabe“ für Mari ausgedacht, das er ihr in Form eines Adventskalenders geschenkt hatte.

linie09

Auch heute wieder freute sich Mari darauf, den Umschlag aus ihrem Adventskalender zu öffnen. Sie nahm einen Schluck Kaffee, steckte sich ein Mandarinenscheibchen in den Mund und las gespannt wie es Carinas weiter erging im Raumschiff mit ihrem Meister…

Zerschlagen und mit Kopfschmerzen wacht Carina am nächsten Morgen auf. Sie hat das Gefühl, gar nichts mehr zu wollen. Sie will von Ramon in Ruhe gelassen werden und sich nicht mehr all diesen verwirrenden, schwierigen Gefühlen aussetzen. Alles ist ihr zu viel, und sie bleibt einfach im Bett. Aber sie findet keinen Schlaf mehr.

In der Zeit, in der sie normalerweise bei ihrem Meister wäre, ist sie allein in ihrem Zimmer und fühlt sich  fast so verwirrt und verloren wie am Anfang ihrer Ausbildungszeit hier im Raumschiff.

Heute Nachmittag fängt diese Gruppe an’, denkt sie, ‘ich gehe da nicht hin! Keiner kann mich zwingen, einen Seelen-Striptease abzuziehen!’

Aber wie soll das alles nur weitergehen? Und was würde René dazu sagen, wenn sie einfach nicht erschiene? Würde er es akzeptieren? Und wenn nicht, was würde er tun? Ein bisschen unheimlich ist er Carina immer noch.

Wieder einmal fühlt sie sich in einer Sackgasse. Sie hat sich in ein Gefängnis hinein manövriert, aus dem sie schwer allein den Weg heraus findet. Ein Gefühlsgemisch aus Trotz, Angst, Scham und Verlorenheit macht es ihr unmöglich, einfach ihr Zimmer zu verlassen und mit Ramon oder René über ihre Gefühle zu sprechen.

Der Druck im Kopf verstärkt sich, und auch ihr Magen macht sich unangenehm bemerkbar. Sie hat heute noch gar nichts gegessen. Da nimmt sie wahr, dass plötzlich ein Röllchen aufleuchtet. Sie wundert sich, es ist doch noch gar nicht an der Zeit… Aber vielleicht sind es gar keine regelmäßigen Zeitabstände, vielleicht hat das Aufleuchten mit ihren aktuellen Gefühlszuständen zu tun? Dieser Kalender ist ohnehin in seinem System für sie ein Mysterium – irgendwie magisch und unverständlich in der Art und Weise wie er immer zu ihrer aktuellen Gefühlslage passt.

So öffnet sie das leuchtende Röllchen und liest folgende Worte ihres Meisters:

Liebe Carina,
auch wenn du dich immer wieder versuchst
mir zu entziehen, bleiben meine Arme und mein Herz offen für dich.
Deine Angst, die hinter all dem steht, was du fühlst und tust,
will gesehen und angenommen werden.
Komm zu mir, ich werde dich halten und trösten
und dich ganz sicher zu nichts drängen.
In Liebe Ramon

Und Carina begreift: Wieder einmal weiß ihr Meister genau, wie sie sich fühlt, und will sie auf diese Weise unterstützen, diesmal selbst den Weg heraus aus dem selbst gebauten Gefängnis zu finden.

Es kostet sie zwar große Überwindung, aber sie schafft den Schritt hinaus aus ihrem Zimmer bis hin zu Ramons Tür. Dann zögert sie. Was soll sie sagen? Wie soll sie beginnen? Fast will sie wieder umkehren, als er von innen die Tür öffnet und zu ihr sagt: “Na, Carina, nun hast du den Weg bis hier her gefunden, da wirst du doch nicht wieder den Rückzug antreten? Komm `rein, Liebes, ich habe auf dich gewartet.”

Als sie sein Zimmer betritt, bemerkt sie René, der sich gerade aus seinem Sessel erhebt. Hätte sie gewusst, dass er hier ist, wäre sie sicher nicht gekommen! Während er auf Carina zu kommt, sagt er zu ihr: “Ich werde dich jetzt mit deinem Meister allein lassen. Nachher, wenn es dir wieder besser geht, reden wir zwei miteinander über deine Angst vor der neuen Gruppe. Nur schon mal vorab, Carina, mach dir keine Sorgen, ich werde dich zu nichts zwingen – und es wird auch keine schlimmen Folgen haben, dass du heute morgen nicht gekommen bist!”

Lächelnd verlässt René den Raum. Carina steht verlegen und unschlüssig da. Ramon zieht sie neben sich auf die Couch und streicht mit der ihm so eigenen typischen Geste über ihr Haar. “Es ist gut, Carina, dass du her gekommen bist. Du hast dir eine Falle gestellt, und du hast zum ersten Mal selbst den ersten Schritt heraus aus deiner Enge getan…“

Mitfühlend schaut er sie an. „Der Kopf tut dir weh, nicht wahr?“ Er nimmt ein Kissen und sagt:  „Komm, leg ihn auf das kühlende Kissen hier und dann sagst du mir alles, was dich bedrückt, ja?”

Carina zögert, aber als er ihr ermutigend zunickt, folgt sie seiner Einladung und legt sich auf die Couch dicht neben ihn. Er streicht ihr beruhigend übers Haar. Inzwischen weiß er ja, wie gut ihr das tut. Als sie seine sanften Berührungen spürt, ist es mit ihrer Fassung geschehen. Sie weint und redet sich ihren Kummer von der Seele: Ihr selbstgemachter Druck, ihre Versagensangst, ihr Minderwertigkeitsgefühl als Frau, ihre Scheu vor der Gruppe, speziell vor den anderen Meistern, ihre Schwächen offenbaren zu müssen, und schließlich die Abwehr, die sich auf das Thema Erotik bezieht… alles sprudelt heraus. Dann sieht sie ihn unsicher an. Hat sie zu viel gesagt? Ist er nun endlich in seiner Geduld erschöpft und ist nun doch beleidigt?

Er erwidert ihren Blick offen und mit freundlichem Lächeln und antwortet ihr auf ihre unausgesprochenen Gedanken: “Es ist gut, Carina, dass du das alles aussprichst. So ist es schon etwas leichter, nicht wahr? Da hast du dir ja mit deinem Anspruch an dich selbst, was das Thema Erotik anbelangt, einen richtigen Teufelskreis gebaut. Mit diesen Gedanken kann ja keine Freude oder Lust entstehen. Weißt du was, Carina, ich habe eine Idee: Wir beide machen ein paar Tage Urlaub! Wir sind in der Nähe eines wunderschönen Planeten namens Lux Natura, dorthin werden wir uns beide einige Tage absetzen und es uns gutgehen lassen, was hältst du davon?”

Carina ist erstaunt. Alle möglichen Hinweise, Erklärungen und Vorschläge hatte sie erwartet, aber nicht das. “Und was ist mit der Gruppe?” fragt sie vorsichtig.

“Die läuft uns nicht davon,” erwidert Ramon lächelnd. “Ich werde mit René darüber reden.”

Und tatsächlich besuchen sie noch am gleichen Tag diesen herrlich idyllischen Ort, an dem sie es  sich sieben Tage gut gehen lassen. Viele schöne Erlebnisse hat Carina dort mit ihrem Meister, und das Thema Erotik wird nicht berührt.

Die Nähe zu ihm wächst allerdings spürbar und auch ihr Vertrauen. Manchmal wird ihr bewusst, wie sehr sie sich zu ihm hingezogen fühlt. Sie teilen Erfahrungen, die auf dem Raumschiff nicht möglich wären. Zusammen wandern sie, schwimmen sie, ruhen sie, reden sie und schweigen sie. Auch schlafen, essen und meditieren können sie herrlich in der wunderschönen Natur dieses Planeten. Carina beginnt nach und nach diese Zeit der Erholung und des einfach Miteinander-Seins zu genießen…

Morgen wird die Geschichte fortgesetzt und läuft voraussichtlich bis Weihnachten

Hier geht es zu allen bisher erschienenen Kapitel zu dieser Geschichte, die Joel Mari in der Advents- und Weihnachtszeit erzählt –> Eine utopische Heilungsreise (Märchen) 

15. Eine utopische Heilungsreise: ABLEHNUNG    und    ERMUTIGUNG

Joel hatte sich für die Weihnachtszeit eine Fortsetzungsgeschichte von wohlwollenden außerirdischen Meistern zum Thema „Macht – Angst – Vertrauen – Hingabe“ für Mari ausgedacht, das er ihr in Form eines Adventskalenders geschenkt hatte.

linie09

Mari freute sich morgens schon immer darauf, ihren nächsten Umschlag zu öffnen. Sie nahm einen Schluck aus ihrer Teetasse, wickelte das kleine Schokostückchen aus dem Umschlag ihres Adventskalenders aus und las gespannt wie es Carinas weiter erging im Raumschiff mit ihrem Meister…

René hatte heute beim Frühstück erzählt, dass am nächsten Tag eine Gruppe beginnen würde, in der einige Frauen zusammen mit ihren Meistern teilnähmen. Dort ginge es um Erfahrungsaustausch, gegenseitige Unterstützung durch verbale, kreative, meditative und auch körperliche Übungen. Sie würden dort lernen, über ihre Gefühle, besonders auch ihre Ängste, zu reden und sich durch gegenseitige Annahme darin zu unterstützen, sich selbst stärker zu akzeptieren. Er würde die Gruppe leiten. Er habe schon viele interessante Ideen, fügt er verschmitzt lächelnd hinzu.

Als Carina erfährt, dass auch sie zu dieser Gruppe kommen soll, ist sie voller Abwehr. Sie kann sich nicht vorstellen, vor einer ganzen Gruppe von Frauen und Meistern über ihre Gefühle, vor allem die schwierigen, peinlichen, zu reden. Sie sagt zu Ramon, das würde total die Grenzen ihrer Kapazität übersteigen. Ramon erklärt ihr, dass auch René niemals irgend jemanden zu etwas zwingen würde, was ihm nicht entspricht, dass sie auch dort niemals überfordert werden würde. Aber Carina ist in ihrer Abwehr so gefangen und fühlt sich von dieser Vorstellung so überfordert, dass sie gar nicht offen ist für seine Worte und eine andere Art und Weise darüber zu denken und eine überhaupt in Erwägung zu ziehen, dass sie dieser Einladung zur Gruppe überhaupt eine Chance geben könnte. Dann überlegt sie: War es überhaupt eine Einladung? Oder war es eine Anordnung von René in seiner Funktion als Kommandant? Hat sie überhaupt die Möglichkeit, die Teilnahme in der Gruppe abzulehnen? 

Etwas später, als sie allein ist, leuchtet die nächste Botschaft ihres Adventskalenders auf, und sie liest:

Geliebte Carina, 
um ins Vertrauen zu kommen,
bedarf es von Zeit zu Zeit,
dass du deine Grenzen erweiterst.
Hab Mut, mein Liebes!
Ich unterstütze dich.
In Liebe Ramon

In dieser Nacht schläft Carina sehr schlecht und hat so angstvolle Träume, wie sie sie am Anfang ihrer Zeit an Bord des Raumschiffes hatte..

Morgen wird die Geschichte fortgesetzt und läuft voraussichtlich bis Weihnachten

Hier geht es zu allen bisher erschienenen Kapitel zu dieser Geschichte, die Joel Mari in der Advents- und Weihnachtszeit erzählt –> Eine utopische Heilungsreise (Märchen) 

14. Eine utopische Heilungsreise: UNGEDULD    und  die  Entwicklung von SELBSTANNAHME

Joel hatte sich für die Weihnachtszeit eine Fortsetzungsgeschichte von wohlwollenden außerirdischen Meistern zum Thema „Macht – Angst – Vertrauen – Hingabe“ für Mari ausgedacht, das er ihr in Form eines Adventskalenders geschenkt hatte.

linie09

Wie jeden Morgen in dieser Adventszeit war Mari gespannt darauf, ihren nächsten Umschlag zu öffnen. Sie nahm ein paar gebrannte Mandeln aus ihrem heutigen Umschlag , ruckelte sich gemütlich auf ihrer Couch zurecht und las gespannt, wie es Carinas weiter erging im Raumschiff mit ihrem Meister…

In aller Behutsamkeit tastet sich Ramon in den nächsten Tagen an Carinas Grenzen heran und wartet auf ihre Rückmeldung, auf die er dann jedes Mal sofort achtsam und liebevoll reagiert. Er nimmt Carina genauso an, wie sie ist, fordert niemals mehr, als sie freiwillig zulassen will, und drängt sie zu nichts. Ihr selbst fällt es schwer, sich zu akzeptieren. Immer wieder glaubt sie, dass er mehr von ihr erwartet und projiziert ihre eigene Verurteilung und Ungeduld in ihn hinein. Ramon sagt ihr immer wieder: „Setz dich nicht unter Druck, Carina, das tut dir nicht gut. Was kommen will, das kommt von ganz allein, wenn die Zeit reif ist“.
In der Absicht, sie auf andere Gedanken zu bringen, damit sie sich wieder mehr entspannen kann, bringt er viele kreative, musische und meditative Elemente in ihre Ausbildungsstunden, interessante und spannende Erfahrungen… Nur für sie steht ihre Angst vor allem, was noch kommen könnte im Mittelpunkt ihres Denkens.

Wieder einmal verstärkt sich ihr Gefühl, Opfer von Umständen zu sein, die sie nicht so haben will, als ein Röllchen aufleuchtet. Sie liest:

Liebe Carina,
alles was du erlebst,
ziehst du aus deinem Inneren
mit deinen Gedanken und Gefühlen selbst an.
Denn es ist deine tiefste Sehnsucht,
dich mit allem, was in dir ist, bewusst anzunehmen 
und Annahme auch von außen zu erfahren.
Die schenke ich dir gern!
In Liebe Ramon

Am nächsten Morgen stellt Carina ihrem Meister verzweifelt die Frage, die sie schon so lange beschäftigt: “Warum bin ich nur so, wie ich bin?! Warum habe ich diese unerklärliche Angst? Alles was mit Intimität, Körperlichkeit, Männern und Erotik zusammenhängt, war schon immer angstbesetzt. Und ich weiß nicht, warum das so ist. Weißt du einen Weg, wie ich das herausfinden kann? Kannst Du vielleicht mit mir eine Rückführung machen in die Situation, die dafür ursächlich war?” Carina kommen die Tränen. “Weißt du, Ramon, ich wäre so gern selbstbewusst, unverkrampft und locker – so wie andere Frauen auch. Ich hätte so gern mehr Vertrauen. Ich spüre ja inzwischen, dass du alles tust, um mir zu helfen. Du bist geduldig, verständnisvoll und gehst liebevoll mit meinen Ängsten und Unsicherheiten um. Trotzdem schaffe ich es nicht, mich zu entspannen. Was kann ich nur tun?”

Mit einer zärtlichen Geste wischt er ihr die Tränen vom Gesicht und schaut ihr tief in die Augen. “Carina, willst du das wirklich wissen?” Sie nickt. Lächelnd antwortet er ihr: “Das, was du als verständnisvolles, liebevolles Verhalten von mir erlebst, könntest du nicht erleben, wenn es nichts gäbe, was verständnisvoll anzunehmen wäre. Es gibt auf deine Frage zwei verschiedene Ebenen für Antworten.

Auf der einen Ebene könntest du natürlich Rückführungen machen, die dich auf die Spur von traumatischen Situationen bringen, die deine Ängste entstehen ließen. Dazu würde eine Rückführung sicher nicht reichen. Es schlummerte ja längere Zeit im Verborgenen. Inzwischen hast du auf der Seelenebene den Entschluss gefasst, deine Angst und wie du ja selbst merkst auch deine Sehnsucht, sie zu bewältigen, bewusst zu spüren, um sie durch liebevolles Annehmen heilen zu können. Dafür hat deine Seele mich gerufen.

Es gibt zwei Möglichkeiten der Heilung: Der kompliziertere und langwierigere Weg befasst sich mit Ursachenforschung, mit Sinnfindung und mit anschließender mentaler und emotionaler Umprogrammierung.

Es gibt aber auch noch die Möglichkeit, den direkten Weg der Liebe zu gehen, indem du die Erfahrung machst, dass du in all deiner Angst durch die Annahme und Wertschätzung deiner Gefühle, in dem Fall durch mich, lernst, dich selbst wertzuschätzen und anzunehmen so wie du bist. Und hier sind wir bei der zweiten Antworts-Ebene: Es ist eine ganz tiefe Sehnsucht in dir, die Erfahrung zu machen, in all dem, was du als unzulänglich, minderwertig und schwach erlebst, angenommen und geliebt zu sein. Liebe ist besonders spürbar, wenn es etwas gibt, was der liebevollen Annahme bedarf. Dieses Erleben berührt dein Herz und hilft dir, die erfahrene Akzeptanz zu verinnerlichen und dich selbst zu lieben, das heißt aufzuhören, gegen das was ist zu kämpfen und dich so anzunehmen, so dass du irgendwann sagen kannst: “Ja, so bin ich eben. Ich verstehe mich und hab mich lieb in all meiner Angst und Unsicherheit.

 Wenn dich diese Gedanken erfüllen, wirst du eine gewisse Druckfreiheit in deiner erstmal noch vorhandenen Unsicherheit spüren, kannst alles als eine Art Abenteuer empfinden und kannst auch deine Stärke fühlen, weil du dich deinen Ängsten stellst. Und dann geschieht Wandlung nahezu von allein.

Was du also erkennen und durchleben willst ist folgendes: Deine durch die Angst empfundene Schwäche ermöglicht dir, Selbstannahme und Annahme durch mich zu fühlen, was nichts anderes ist als Liebe. Und wenn du mich fragst, ist das der tiefste Weg der Heilung. Du bist liebenswert, so wie du bist, und in deiner scheinbaren Unvollkommenheit vollkommen. Willst du dich von mir an die Hand nehmen lassen und Schritt für Schritt hinein wachsen in die Haltung von liebevoller Annahme dir selbst  gegenüber?”

Erstaunt schaut Carina ihren Meister an und nickt. „Ja, das möchte ich! Und du meinst, dann löst sich die Angst mit der Zeit von allein und ich brauche gar keine Rückführungen?”

Lächelnd nickt Ramon. “Du kannst sie machen. Es wären weitere Abenteuer – Spielfilme in deinem aktuellen Lebensfilm. Um aber die Erfahrung zu machen, die sich dein Herz am meisten wünscht, ist das nicht notwendig. Deine Heilung besteht in dem Erleben und Entwickeln von Annahme, um immer tiefer in eine gesunde Selbstliebe hinein zu wachsen. Darin möchte ich dich so gern unterstützen, Carina. DAS ist der Inhalt dieser Ausbildungsreise hier mit uns. Um diesen Weg zu gehen, seid ihr alle hier, und wir Meister sind von euren Herzen gerufen, euch dabei zu helfen.”

Morgen wird die Geschichte fortgesetzt und läuft voraussichtlich bis Weihnachten

Hier geht es zu allen bisher erschienenen Kapitel zu dieser Geschichte, die Joel Mari in der Advents- und Weihnachtszeit erzählt –> Eine utopische Heilungsreise (Märchen) 

13. Eine utopische Heilungsreise: ABWEHR    und    ACHTSAMKEIT

Joel hatte sich für die Weihnachtszeit eine Fortsetzungsgeschichte von wohlwollenden außerirdischen Meistern zum Thema „Macht – Angst – Vertrauen – Hingabe“ für Mari ausgedacht, das er ihr in Form eines Adventskalenders geschenkt hatte.

linie09

An diesem Tag trafen sich Joel und Mari sich bei Joel. Er hatte Kerzen angezündet und einen Früchtekuchen auf den Tisch gestellt. Nachdem sie sich mit Kaffee und Kuchen gestärkt und ein wenig über ihre Erlebnisse während der letzten Tage geplaudert hatten, schlug Joel vor, dass sie es sich wieder gemeinsam auf der Couch gemütlich machten. Er legte seinen Arm um Mari, zog sie hinab, dass sie bei ihm lag und drehte sie so, dass sie die Kerzen auf dem Tisch sehen konnte. Sie lag vor ihm, so dass sie sich mit dem Rücken an ihn anlehnen konnte. Das löste ein angenehmes, geborgenes Gefühl in ihr aus. In dieser Position erzählte er die Geschichte weiter:

Viele Stunden der Nähe und der Entspannung erlebt Carina in der nächsten Zeit, ohne dass sie von Ramon in einer Weise berührt wird, die ihre Grenzen übersteigen würde.

Heute fragt er sie: „Wie wäre es heute mit einer kleinen neuen Herausforderung?“
Fragend schaut Carina ihn an. Er schaut sie offen und liebevoll an, sagt aber nichts weiter. Schließlich sagt sie: „Ja, ich will dir vertrauen.“

Er hält sie in seinem linken Arm und streicht einige Male entspannend mit der rechten Hand über ihre Arme und ihren Rücken, wandert dann über ihren Bauch, geht etwas tiefer und legt schließlich seine Hand ganz sanft auf ihre intimste Stelle. Bewegungslos lässt er sie dort liegen und betrachtet Carina freundlich und aufmerksam. Sie hält die Luft an, starr vor Schreck, ihre Gedanken wirbeln herum: ‘Jetzt ist es soweit, jetzt… jetzt… jetzt wird er sich nehmen, worauf er so lange gewartet hat! Das ist jetzt der Anfang, gleich… gleich… gleich wird er über mich herfallen…

Sie will schreien: ‘Nein!’, aber es ist nur ein Krächzen. Dennoch nimmt er es wahr und nimmt seine Hand sofort weg. Er kuschelt die zitternde Carina in die Decke ein, hält sie ganz fest in seinen Armen und streicht ihr mit einem sanften Druck über den Rücken. “Ganz ruhig, Carina. Es ist alles gut”, redet er ihr beruhigend zu. “Du hast ‘nein’ signalisiert, und ich habe mich danach gerichtet. Ganz ruhig, nichts geschieht dir.”

Lange Zeit redet er sanft und liebevoll mit ihr, und schließlich findet sie ihre Sprache wieder und redet sich ihre Angst von der Seele. 
Und wieder versichert er ihr verständnisvoll und geduldig, dass er nichts mit ihr tun wird, was für sie nicht stimmig ist, und nichts, rein gar nichts von ihr fordern würde. 

Als sie wieder in ihr Zimmer kommt, leuchtet ein Röllchen ihres Kalenders auf und sie liest:

Geliebte Carina,
nicht du bist für mich hier,
um meine Bedürfnisse zu befriedigen,
sondern ich bin für dich da,
um dir zu helfen,
deine tiefsten Bedürfnisse und Wünsche 
zu erkennen und sie leben zu lassen.
In Liebe Ramon

Wieder fühlt sie das neue, seltsame Gefühl, wirklich gut aufgehoben zu sein.

Mari drehte sich um zu Joel, schaute ihn an und meinte: „Die befinden sich ja auf einer ähnlichen Reise wie wir…“

„Ja, nur dass Carina nicht die Möglichkeit hat, einfach weg zu gehen, so wie du“, lächelte Joel, „sie ist wirklich ganz darauf angewiesen zu vertrauen, dass ihr Meister nichts mit ihr macht, was ihr widerstrebt.“

„Und ich glaube, das wird er auch nicht tun. Er war ja auch jetzt bei dieser neuen Herausforderung sehr achtsam und hat auf ihr Signal sofort reagiert“, antwortete Mari.

„Und…  was meinst du, Mari, wenn ich dich einmal in dieser Weise berühre wie es Ramon heute bei Carina tat, was meinst du… wie würdest du reagieren?“

Mari rückte ein kleines Stückchen ab von Joel.

„Keine Sorge, ich rede nicht von heute, und auch nicht von diesem Jahr“, beruhigte er sie.

„Na ja…“ Mari entspannte sich wieder, „Ich glaube, ich hätte nicht diese Panik, dass du über mich herfallen würdest und dir gewaltsam etwas nehmen würdest, was ich nicht wöllte, aber…“

Joel zog sie wieder in seine Arme. „Das ist doch schon mal wunderbar,“ flüsterte er ihr ins Ohr. „Aber…?“

„Es gibt da eine Blockade in mir, ganz nackt zu sein, und mich wirklich an allen Stellen berühren zu lassen“, erklärte Mari verlegen, „ich weiß nicht, wie…“

„Das musst du jetzt auch gar nicht wissen, Mari“, unterbrach er sie, „lass uns einfach in der Adventszeit ganz gemütlich und ohne weitere Herausforderungen für dich im Zauber der Geschichte bleiben. Was dann irgendwann kommt, das sehen wir, wenn es soweit ist, okay?“

Mari nickte. „Danke, Joel! Irgendwie… ist das ist eine ganz besondere Adventszeit in diesem Jahr…“

Morgen wird die Geschichte fortgesetzt und läuft voraussichtlich bis Weihnachten

Hier geht es zu allen bisher erschienenen Kapitel zu dieser Geschichte, die Joel Mari in der Advents- und Weihnachtszeit erzählt –> Eine utopische Heilungsreise (Märchen) 

12. Eine utopische Heilungsreise: SCHRECKEN    und    BEHUTSAMKEIT

Joel hatte sich für die Weihnachtszeit eine Fortsetzungsgeschichte von wohlwollenden außerirdischen Meistern zum Thema „Macht – Angst – Vertrauen – Hingabe“ für Mari ausgedacht, das er ihr in Form eines Adventskalenders geschenkt hatte.

linie09

Mari freute sich darauf, ihren nächsten Umschlag zu öffnen. Sie trank einen Schluck Kaffee, steckte sich eine Orangenscheibe in den Mund und las gespannt wie es Carinas weiter erging im Raumschiff mit ihrem Meister…

Inzwischen befindet sich das Raumschiff in einer anderen Raum-Zeit-Dimension. Die Tage wurden viel länger, bis schließlich der Sprung in diese Dimension erfolgte. Jetzt tritt das ein, was Ramon ihr zuvor schon erklärt hatte, dass in der Zeit, die einem Erdentag entspricht hier im Raumschiff mehrere Tage vergehen. So öffnet Carina ihren Adventskalender nicht mehr jeden Tag, sondern in bestimmten Abständen. Ramon erklärt ihr, dass immer in gewissen Zyklen ein Röllchen aufleuchten würde, woran sie erkennt, dass es jetzt an der Zeit sei, dieses zu öffnen. 13 Röllchen sind es noch. Carina überlegt, als sie sich abends ihren Adventskalender betrachtet: Was wohl geschieht, wenn alle 13 Röllchen geöffnet sind? Ob sie dann wieder auf die Erde zurückkommt? Wird sie danach ihr altes Leben wieder fortsetzen? Und sie spürt eine unbestimmten Sehnsucht in sich. Ihr wird zunehmend bewusst, dass Ramon in seiner liebevollen, fürsorglichen, oft aber auch sehr direkten Art für sie zu einem Teil ihres Lebens geworden ist. Würde sie ihn nach dieser Reise gar nicht mehr sehen?

Schließlich macht sie sich bewusst, dass bis dahin noch viel Zeit ist, und dass sie jetzt noch gar nicht abschätzen kann, was dann sein wird. Es hat jetzt keinen Sinn, darüber nachzudenken. Wie bisher über alles andere auch wird sie darüber mit ihm reden können, wenn es an der Zeit ist.

Ja, Carina hat schon eine gewisse Portion an Vertrauen, Gelassenheit und Zuversicht in sich entwickelt. Das braucht sie auch, als sie schließlich das nächste Röllchen öffnet und liest:

Geliebte Carina,
du hast nun viele Male erlebt,
dass ich dich nicht zwinge, etwas zu tun,
was dir nicht entspricht.
Und ebenso wird es sein, wenn wir uns ganz sacht
und behutsam den Gefühlen der Erotik zuwenden.
Carina, auch sie gehört zu dir und will gelebt werden.
Ich führe dich Schritt für Schritt,
dass du diese Lust als Kraftquelle entdecken kannst.
In Liebe Ramon

Carina zittert am ganzen Körper, als sie das liest. Nun kommt es also doch, das Thema, vor dem sie so große Angst hat. Was soll sie nur tun? Ein Gefühl von Panik und Überforderung steigt in ihr auf, wie sie es seit vielen Tagen hier nicht mehr hatte.

In diesem Moment klopft Ramon an ihre Tür. Sie öffnet, blass und verstört. Ramon setzt sich mit ihr auf die Couch, legt seinen Arm in einer beschützenden, tröstenden Geste um ihre Schultern und spricht zu ihr mit seiner warmen, tiefen Stimme: “Carina, Liebes, keine Sorge, nichts wird sich ändern. Mein Versprechen gilt, ich werde nichts tun, was dir nicht entspricht. Du merkst doch selbst, dass dir meine Berührungen nicht unangenehm sind, nicht wahr?”

Zögernd nickt Carina. „Aber ich habe Angst vor dem sexuellen Miteinander.

“Erotik ist viel mehr, als der direkte sexuelle Akt. Erotik bezieht sich auf das bewusste Wahrnehmen der Ganzheit von Körper, Seele und Geist bei Mann und Frau. So betrachtet war ganz viel von dem, was wir miteinander erlebt haben, schon sehr erotisch. Ich werde ganz sicher nicht über dich herfallen und dich zwingen, etwas zu tun, was du nicht willst. So weit kennst du mich doch schon, oder?” fragend schaut er sie an, und wieder nickt sie.

“Ich möchte nachher deinen ganzen Körper massieren, und du bleibst dabei ganz bewusst und sagst mir all deine Empfindungen. Sowie dir etwas unangenehm ist oder du eine Grenze spürst, lässt du es mich wissen, und ich werde es achten. Du probierst das aus, was dich schon einige Zeit beschäftigt, nämlich die Frage: ‘Wie ist es wohl, wenn er mich überall berührt?’ Das kannst du nur herausfinden, wenn du es erfährst. Du hast mein Ehrenwort, dass ich mich ganz auf deine Rückmeldungen einstelle. Sobald du mir sagst: ‘Das ist mir unangenehm, hier möchte ich nicht berührt werden’, nehme ich meine Hand dort weg. Aber erst dann, wenn du es probiert hast und es wirklich so empfindest. Nicht auf Grund einer Vorstellung, die du in deinem Kopf hast. Bist du bereit, dich darauf einzulassen?”

Carina schluckt. Dann fragt sie: “Müsste ich mich dazu nackt ausziehen?” Ramon ist einen Moment still. Es sieht aus, als würde er einer für Carina nicht hörbaren Stimme zuhören. Dann antwortet er: „“Ja, Carina, es wäre gut, wenn wir uns langsam erlauben, uns unsere Körper so zu zeigen, wie sie sind: offen und unverhüllt. Aber wir werden uns da langsam herantasten. Durch die Aufenthalte auf dem Parkdeck kennen wir uns ja schon in Badebekleidung, nicht wahr? Den BH hast du bei den Rückenmassagen auch schon abgelegt. Ich weiß, ich weiß, du hast immer dafür gesorgt, dass ich deine Brust nicht sehe, und ich habe das so respektiert. Wenn ich dich massiere, werde ich immer genauso viel ausziehen, wie du auch, damit du nicht das Gefühl von Ungleichgewicht hast. Du wirst nicht nackter und verletzlicher sein als ich. Vielleicht kannst du dich heute darauf einlassen, dass wir beide die Oberkörper ganz frei haben? Lass es uns versuchen. Wenn es nicht geht, auch in Ordnung, dann bekommst du deine Massage mit Bikini. Wir haben Zeit. Nichts soll  erzwungen werden.” Zögernd nickt Carina.

Ramon betrachtet sie einen Moment, nimmt wahr, wie aufgeregt sie ist und meint schließlich: “Weißt du was, komm doch gleich mit, wir wollen nicht bis nachher warten, das steigert deine Aufregung nur unnötig.”

Keine Antwort abwartend nimmt er sie bei der Hand und führt sie in sein Zimmer, das sie angenehm duftend und wohlig warm erwartet. Ramon zieht sich aus, und Carina tut es auch, bis auf Slip und BH. Sehr aufgeregt legt sie sich hin, voll Spannung im ganzen Körper. Ramon streicht ihren Rücken, massiert ihren Kopf, bis sie sich nach und nach etwas entspannen kann und wieder das Angenehme an den Berührungen empfindet. Schließlich ist sie auch bereit, ihren BH zu lösen. Arme und Beine, Rücken und Bauch, ihr ganzer Körper wird berührt. Dankbar nimmt sie wahr, dass er ihre intimsten Stellen unberührt lässt. Und so stellt sie fest, dass es keine unangenehmen, allzu peinlichen Berührungen gibt. Er kennt ihre Grenzen genau, schöpft sie aus, geht aber nicht darüber hinweg. Wieder einmal staunt Carina über seine Einfühlungsgabe. Wieder einmal macht sie die Erfahrung, ihm vertrauen zu können. Und wieder einmal löst sich eine große Angst in Erleichterung auf. Dankbar schaut sie ihn an, als sie wieder beide angezogen sind, auf der Couch sitzen und sich mit Plätzchen stärken. 

Morgen wird die Geschichte fortgesetzt und läuft voraussichtlich bis Weihnachten

Hier geht es zu allen bisher erschienenen Kapitel zu dieser Geschichte, die Joel Mari in der Advents- und Weihnachtszeit erzählt –> Eine utopische Heilungsreise (Märchen) 

11. Eine utopische Heilungsreise: BEREITSCHAFT    und    ZUWENDUNG

Joel hatte sich für die Weihnachtszeit eine Fortsetzungsgeschichte von wohlwollenden außerirdischen Meistern zum Thema „Macht – Angst – Vertrauen – Hingabe“ für Mari ausgedacht, das er ihr in Form eines Adventskalenders geschenkt hatte.

linie09

Mari freute sich darauf, ihren nächsten Umschlag zu öffnen. Sie trank einen Schluck Kaffee, steckte sich eine Orangenscheibe in den Mund und las gespannt wie es Carinas weiter erging im Raumschiff mit ihrem Meister…

Am nächsten Morgen gleich nach dem Aufstehen findet Carina folgende Worte in ihrem Adventskalender:

Mein Liebes, 
Du musst nichts können!
Ich erwarte nichts von dir.
Sei einfach nur bereit…
bereit, da zu sein und da zu bleiben
und wahrzunehmen was du fühlst –
nicht mehr – und nicht weniger.

In Liebe Ramon

Diese Worte mildern etwas ihren inneren Druck. Und tatsächlich fühlt sie gerade in sich ein einigermaßen friedvolles Gefühl. Okay, sie will bereit sein, bereit zu vertrauen, bereit das anzunehmen, was ihr Meister ihr geben will. Denn sie hat jetzt schon so oft erlebt, dass er es gut mit ihr meint. Selbst die Situation mit dem unfreiwilligen Aufenthalt auf der Liege war irgendwie gut für sie, wie sie im Nachhinein erkennt. Denn am Tag danach war dadurch, dass sie ihre Angst durchlebt und ausgedrückt hat, ihr Kopfschmerz verschwunden.

So ist sie bereit, sich heute auf die Kopf- und Rückenmassage einzulassen – ein wenig nervös und aufgeregt, aber ohne Abwehr. 
Zu Beginn erklärt ihr Ramon: “Du musst dich nicht entspannen, Carina. So wie es ist, so ist es in Ordnung!”. Das tut ihr gut – und es geschieht das Wunder, dass sie seine Massage regelrecht genießen kann. Eigentlich ist es ganz angenehm, von ihm berührt zu werden. Seine Hände sind so sanft und auch sicher. Sie wissen genau, an welchen Stellen ein wenig mehr Druck wohltuend wirkt, und wo nur ganz zarte Berührungen angebracht sind.

Carina ertappt sich bei der gedanklichen Frage, wie es wohl wäre, am ganzen Körper von ihm berührt zu werden.

In den nächsten Tagen erhält Carina viele wohltuende Kopf- Rücken- und Fußmassagen von ihm und lernt, diese zu genießen. Ihre Angst vor der Liege schwindet.

Die Gemeinschaft mit den anderen Frauen empfindet sie als bereichernd. Es gibt Sing- und Spielabende, die von René organisiert und in der ihm eigenen Weise humorvoll geleitet werden.

Besonders gut versteht sie sich mit Jennifer, die ihr längst erklärt hat, dass sie René als ihren Ausbilder sehr schätzt und mag und keinesfalls von ihm gequält wird. Auch Carina entdeckt, dass sie ihren Meister richtig gern hat, wenn auch seine männliche Ausstrahlung sie immer wieder in Unruhe versetzt.

Sie führt viele Gespräche mit ihm, und er versteht es gut, eine Atmosphäre zu schaffen, in der es ihr möglich ist, Dinge auszusprechen, von denen sie bisher dachte, dass sie sie nie irgend jemandem, vor allem nicht einem Mann, erzählen könnte. Und immer fühlt sie sich verstanden und akzeptiert. Ihre Kopfschmerzen werden nach und nach weniger, und sie lernt mit der Zeit, den Druck der Selbstablehnung und -verurteilung langsam loszulassen.

Morgen wird die Geschichte fortgesetzt und läuft voraussichtlich bis Weihnachten

Hier geht es zu allen bisher erschienenen Kapitel zu dieser Geschichte, die Joel Mari in der Advents- und Weihnachtszeit erzählt –> Eine utopische Heilungsreise (Märchen) 

10. Eine utopische Heilungsreise: ÄNGSTLICHKEIT    und    LIEBEVOLLE FÜHRUNG

Joel hatte sich für die Weihnachtszeit eine Fortsetzungsgeschichte von wohlwollenden außerirdischen Meistern zum Thema „Macht – Angst – Vertrauen – Hingabe“ für Mari ausgedacht, das er ihr in Form eines Adventskalenders geschenkt hatte.

linie09

Mari freute sich darauf, ihren nächsten Umschlag zu öffnen. Sie trank einen Schluck Kaffee, steckte sich eine Orangenscheibe in den Mund und las gespannt wie es Carinas weiter erging im Raumschiff mit ihrem Meister…

An diesem Morgen denkt Carina beim Aufwachen sofort an die heftige Situation von gestern, in der sie sich für eine durchaus wohltuende Fußmassage auf die Liege legen musste, obwohl sie das erst nicht wollte. Seltsamerweise bewegen sich in ihr Gefühle, die sich gar nicht mal übel anfühlen. Sie hatte es bisher nicht erlebt, dass irgendwer sich in solcher Weise für ihr Wohlergehen interessiert hatte. Denn dass Ramon das alles nicht für sich selbst, sondern für sie tat, das ist ihr inzwischen klar. Seine körperliche und mentale Stärke ist zwar nach wie vor beängstigend für sie, aber es gibt inzwischen auch Momente, in denen sie zumindest im Nachhinein spürt, dass es ihr auf eine bisher nicht gekannte Weise gut tut, sich von der natürlichen, sanften und doch kraftvollen Autorität ihres Meisters führen zu lassen. Das fällt ihr allerdings schwer, allein schon nur sich selbst gegenüber einzugestehen.

Gespannt öffnet sie das nächste Röllchen ihres seltsamen Adventskalenders und liest:

Geliebte Carina,
auch wenn dir in sicherlich sehr seltenen Momenten 
meine Konsequenz
als Härte erscheinen mag,
wisse, dass ich mit dir fühle –
in jedem Augenblick.
Ich wäre grausam, ließe ich dich in deiner Angst stecken.
Carina, ich bin gerade auch in den schwierigen Momenten
mit meiner ganzen Herzenskraft für dich da.
Ich verstehe und tröste dich in deiner Angst,
ich führe dich in neuen Erfahrungen,
ich nehme dich an, in jedem deiner Vorwärts- und Rückwärtsschritte,
ich ermutige dich, wenn du zögest,
und ich feiere mit dir jeden kleinen Sieg!
In Liebe Ramon

Auch an diesem Tag bekommt sie wieder eine Fußmassage. Es fällt ihr noch nicht leicht, sich wieder auf die Liege zu legen, aber sie tut es schließlich. Für den nächsten Tag kündigt ihr Ramon eine Rücken- und Kopfmassage an, damit ihre angespannten Muskeln sich entspannen könnten und die häufigen Kopfschmerzen sich bessern könnten.
Carina denkt nun immer wieder über diese kommende Behandlung nach. Sie hat gar nicht das Gefühl, dadurch zu mehr Entspannung gelangen zu können, ganz im Gegenteil, sie merkt, wie sie in Stress gerät, ganz besonders dann, wenn sie daran denkt, sich auf diese Liege legen zu müssen. Sie würde sich ja gern besser entspannen können, aber aufgrund ihrer heftigen Angst kann sie es doch nicht. Dabei wird ihr inzwischen zumindest theoretisch klar, dass sie eigentlich vor Ramon keine Angst zu haben bräuchte, aber in ihre Gefühle. die von alten Angst-Mustern geprägt sind, hat dieses Wissen noch keinen Eingang gefunden.

Immerhin überwindet sie sich, am Abend mit ihrem Meister darüber zu sprechen und ihm davon zu erzählen. „Es tut mir so leid, dass ich noch nicht besser vertrauen kann, dass ich mich so schwer entspannen kann, dass ich nicht einfach locker und unverkrampft sein kann…“ sagt sie traurig zu ihrem Meister. „Ich möchte doch so gern alles richtig machen! Ich sehe ein, dass ich dir vertrauen könnte – und dennoch kann ich es so schwer, weil mir die Angst immer wieder im Weg steht. Und wenn ich mir wünsche, lockerer zu werden, wird es eher schlimmer als besser.“

„Carina, Liebes, Vertrauen lässt sich nicht erzwingen“, erklärt er ihr verständnisvoll, „das kann nur langsam wachsen. Gib dir Zeit. Das wird sich nach und nach mit jeder guten Erfahrung, die wir gemeinsam machen, entwickeln. Und wir werden noch viel Gutes miteinander erleben, lächelt er. „Dessen bin ich mir ganz sicher!“

Morgen wird die Geschichte fortgesetzt und läuft voraussichtlich bis Weihnachten

Hier geht es zu allen bisher erschienenen Kapitel zu dieser Geschichte, die Joel Mari in der Advents- und Weihnachtszeit erzählt –> Eine utopische Heilungsreise (Märchen) 

9. Eine utopische Heilungsreise: ANGST    und    STÄRKE

Joel hatte sich für die Weihnachtszeit eine Fortsetzungsgeschichte von wohlwollenden außerirdischen Meistern zum Thema „Macht – Angst – Vertrauen – Hingabe“ für Mari ausgedacht, das er ihr in Form eines Adventskalenders geschenkt hatte.

linie09

Mari freute sich morgens schon immer darauf, ihren nächsten Umschlag zu öffnen. Sie nahm einen Schluck aus ihrer Teetasse, wickelte das kleine Schokostückchen aus dem Umschlag ihres Adventskalenders aus und las gespannt wie es Carinas weiter erging im Raumschiff mit ihrem Meister…

Carina erwacht an diesem Tag mit einem unangenehmen Druck im Kopf. Hoffentlich würden sich daraus nicht wieder so heftige Kopfschmerzen wie gestern entwickeln. In ihrem Adventskalender findet sie folgende Botschaft:

Liebe Carina, 
erinnere dich immer wieder einmal zwischendurch
an die Leichtigkeit,
die du spürst, wenn ich dir helfe zu entspannen,
indem ich mit meinen Händen
deinen Kopf halte
und ganz sanft d
einen inneren Druck
und den damit verbundenen Schmerz weg streichele.
Diese entspannte Leichtigkeit ist auch ein Teil von dir hinter aller Angst.
Lass sie uns mehr und mehr hervor holen.
In Liebe Ramon

Oh, ja – dankbar liest sie diese Worte. Leichtigkeit würde sie gerne mehr und mehr in sich spüren – bisher fühlt sich aber vieles in ihr noch recht schwer an.

Beim Frühstück fragt Ramon, wie es ihr gehe. Sie erzählt von dem Kopfdruck, mit dem sie aufgewacht ist.

“Ich glaube, es ist wichtig, dass wir einen Teil der Zeit deinem Körper widmen, Carina. Wir werden heute etwas für deinen Körper tun”, erklärt er ihr.

Mit sehr gemischten Gefühlen betritt sie heute wieder einmal seinen Raum und wäre fast rückwärts wieder `rausgegangen, als sie in seinem großen, großzügig eingerichteten Raum heute in dem hinteren Bereich, der bisher optisch abgeteilt war, eine breite Liege stehen sieht. Was hat er wohl mit ihr vor? Was meinte er mit: “…dem Körper Aufmerksamkeit schenken?”

Mit starren Augen haftet ihr Blick an der Liege, und sie bleibt wie angewurzelt stehen. Ramon tritt auf sie zu und führt sie zu der Sitzecke, wo wie immer Tee und Plätzchen auf sie warten. Aber sie hat keinen Blick dafür.  “Was soll die Liege da?” fragt sie beklommen.

“Die ist für dich, Carina. Sieht sie nicht behaglich und einladend aus mit der blauen Sternendecke und den goldenen weichen Kissen? KissenSie haben übrigens eine leicht kühlende Wirkung für deinen Kopf. Am besten legst du dich gleich mal hin.”

Carina schüttelt heftig den Kopf. “Nein”, bringt sie heraus, “ich lege mich hier nicht hin.” Es kommt ihr vor, als würde sie sich ihm völlig ausliefern, wenn sie sich jetzt hier hinlegte.

Ihr Meister schaut sie einen Moment schweigend an, dann fragt er: “Wovor hast du Angst, Carina?”

Sie antwortet nur: “Ich will mich hier nicht hinlegen!” Auf ein weiteres Gespräch kann sie sich nicht einlassen. Der Gedanke ‘Ich will das nicht’ ist zu einer fixen Idee in ihrem Kopf geworden.

Nach einigen Gesprächsangeboten sagt Ramon: ”Doch, Carina, du wirst dich jetzt auf diese Liege legen, es ist sehr notwendig!” Carina springt auf, läuft zur Tür und stellt voll Entsetzen fest, dass diese verschlossen ist. Panisch schaut sie sich um, die Tür im Rücken. Als Ramon schließlich auf sie zukommt, springt sie mit ein paar Sätzen in die nächste Zimmerecke. Er ist im Nu bei ihr und nimmt sie einfach wie ein Kind auf seine Arme. Sie wehrt sich und schreit. Ramon hält sie ganz fest und trägt sie zur Liege. Seine Worte: “Carina, es geschieht dir nichts Schlimmes. Ich verspreche es dir!” nimmt sie gar nicht wahr.

Auf der Liege hält er die tobende, weinende Carina fest. Dabei redet er ihr gut zu: “Du brauchst keine Angst zu haben, Carina, aber es ist okay. Kämpfe, wehre dich, solange du es tun musst. Ich halte dich.”

Nach einer Weile erlahmen Carinas Kräfte. Sie spürt, sie kann gegen ihn nichts ausrichten, und so liegt sie endlich still. Immer noch hält er sie fest. “Carina, wenn ich dich jetzt loslasse, bleibe bitte liegen, sonst geht der ganze Kampf noch einmal los. Du wirst die Erfahrung, die ich heute für dich vorgesehen habe, machen, und wenn wir hier den ganzen Tag verbringen.”

Angstvoll schaut Carina ihn an. Was will er nur mit ihr machen? Warum ist er ihr heute so unheimlich? Was hat er mit ihr vor? Lässt er jetzt erst die Maske der Freundlichkeit fallen? Er schaut sie ruhig und freundlich an.

“Ich lasse jetzt los, Carina. Fühle deine Angst und deinen Widerstand, das ist völlig in Ordnung. Du kannst auch weinen und schreien, aber wenn du versuchst aufzuspringen, werde ich dich festhalten.”

Carina sieht an seinem Blick, dass es ihm ernst ist. Er lässt sie los, und sie bleibt zitternd liegen. Angstvoll erwartet sie nun, was kommen soll. Er setzt sich seitlich zu ihr auf die Liege, sieht sie sehr mitfühlend und freundlich an und beginnt eine Melodie zu summen. Bald erkennt sie, es ist das alte Schlaflied “Guten Abend, gute Nacht”, das ihre Mutter ihr oft vorgesungen hatte. Verwirrt schaut sie ihn an. Wie passt das alles zusammen? Mit einer sanften Bewegung streicht er ihr eine Haarsträhne aus der verschwitzten Stirn. Es dauert einige Zeit, bis sie sich langsam beruhigt.
Schließlich sagt er zu ihr sehr sanft: “Ganz ruhig, Carina, ich weiß, das war schlimm für dich, aber es musste sein. Es ist für dich wichtig, dass du deine Gefühle durchlebst und die Erfahrung machst, dass dir trotz aller Angst nichts Schlimmes widerfährt. Ich werde dir jetzt einfach nur deine Füße massieren, das wird deinem ganzen Körper, besonders aber deinem Kopf sehr gut tun. Und ich sage dir schon jetzt: das ist alles! Mehr geschieht nicht. Nach der Fußmassage bleibst du am besten noch einen Moment liegen und lässt sie ruhig nachwirken. Dann kannst du wieder aufstehen, und wenn du willst reden wir über alles.”

Darauf zieht er ihr ihre Schuhe aus und gibt ihr eine sehr, sehr wohltuende Fußmassage, deren entspannender Wirkung sie sich nicht entziehen kann. Lange massiert er in gleichmäßigen, sanften, kreisenden und streichenden Bewegungen mit genau dem Druck, der ihr angenehm ist. Sie schließt irgendwann die Augen und hört seinem tiefen beruhigenden Summen zu.

Eigentlich fühlt sich das ganz gut an, was er da mit ihr macht. Langsam ergibt sie sich ihrer Erschöpfung, beginnt sich zu entspannen und fällt in manchen Momenten auch in einen leichten Schlaf. Als er die Massage schließlich beendet, döst sie noch eine Zeit weiter, bis sie erwacht und dann schnell die Liege verlässt.

Im Moment möchte sie gar nicht reden, soviel Verwirrung und Scham ist in ihr. Er akzeptiert das und empfiehlt ihr, sich in ihrem Zimmer noch ein wenig hinzulegen.

Den Nachmittag verbringt sie mit Jennifer auf dem Parkdeck, und zögernd beginnt sie mit ihrer neuen Freundin über ihre Erfahrung zu reden. Das Gespräch tut ihr gut.

Als sie am Abend im Bett liegt, stellt sie fest, dass sie keine Kopfschmerzen mehr hat. “Ja”, erklärt ihr Ramon, “du hast verdrängte Gefühle zugelassen und ausgelebt, so musstest du sie nicht mehr in den Kopf wegdrücken. Und du hast erlebt, dass du mit allem Kampf und Widerstand angenommen wurdest und dir bei aller Angst dennoch nichts Schlimmes geschehen ist. Nicht wahr?”

Carina nickte. „Ja, ich hatte einen ganz anderen, schlimmen Film im Kopf. Und… irgendwie muss ich jetzt zugeben, hat es mir sogar gut getan, dass ich meinen inneren Kampf auch mal körperlich ausdrücken konnte und du mich darin gehalten und nicht verurteilt hast oder sauer geworden bist.“ Etwas fragend und unsicher schaute sie ihn dennoch an…

„Aber nein, Carina, überhaupt nicht! Wie könnte ich?! Ich spüre doch, dass dein Widerstand durch Angst entsteht. Diese Angst ist alt und hat in Wahrheit nichts mit mir zu tun. Aber ich bin es, der damit umgeht – und das wird immer liebevoll sein! Darauf kannst du dich fest verlassen –  selbst dann, wenn ich mal etwas tue, was sich in diesem Moment nicht ganz so leicht anfühlt. Das wird allerdings nur sehr, sehr selten der Fall sein! Aber du kannst dir immer und ganz besonders in solchen Situationen ganz sicher sein:
Selbst wenn ich mal auf etwas bestehe – so wie heute, zum Beispiel, dass du dich einfach nur auf die Liege  legst – werde ich dir niemals irgendetwas Schlimmes dabei tun, nichts was dich verletzen oder in unangenehmer, unerwünschter Weise berühren würde. Das verspreche ich dir!“

Carina nickt. „Danke, Ramon! Es geschah ja auch heute eigentlich nichts Schlimmes, als ich dann auf der Liege lag. Aber die Ungewissheit vorher war schlimm.“

„Hättest du mit mir geredet, anstatt zu kämpfen, wäre es gar nicht so weit gekommen, Carina. Aber du warst in einem Zustand, in dem du mich gar nicht mehr gehört hast, geschweige denn mir glauben konntest. Heute hat mir meine Intuition gesagt, dass es wichtig war, nicht nachzugeben, dass du es brauchtest, diesen Kampf einmal körperlich so auszuleben. Sei aber versichert, dass so etwas eher eine Ausnahme ist. Ich will gern immer über alles mit dir reden und gemeinsam mit dir für dich machbare gute Wege finden.“

„Das fühlt dich gut an, danke Ramon!“ Carina reicht ihm ihre Hand und er hält sie ganz behutsam ein Weilchen fest. Dann streicht er ihr sanft über die Wange und wünscht ihr eine gute Nacht.
„Mögest du heute ganz entspannt schlafen können und es dir morgen richtig gut gehen, Carina!“

Morgen wird die Geschichte fortgesetzt und läuft voraussichtlich bis Weihnachten

Hier geht es zu allen bisher erschienenen Kapitel zu dieser Geschichte, die Joel Mari in der Advents- und Weihnachtszeit erzählt –> Eine utopische Heilungsreise (Märchen) 

8. Eine utopische Heilungsreise: SELBSTZWEIFEL    und    ANNAHME

Joel hatte sich für die Weihnachtszeit eine Fortsetzungsgeschichte von wohlwollenden außerirdischen Meistern zum Thema „Macht – Angst – Vertrauen – Hingabe“ für Mari ausgedacht, das er ihr in Form eines Adventskalenders geschenkt hatte.

linie09

Heute hatten sie sich wieder getroffen und es sich bei Mari auf der Couch gemütlich gemacht. Joel lud Mari ein, sich in seinen Arm zu kuscheln und zog sie erst einmal zu einer innigen Umarmung an sich. Erfreut spürte er, dass sie sich auf die Nähe mit ihm zunehmend leichter einlassen konnte. Dann las er ihr das achte Kapitel der Geschichte vor:

Am nächsten Morgen findet Carina folgende Botschaft in ihrem Adventskalender:

Liebe Carina,
du wirst mit mir erfahren,
dass du angenommen und geliebt wirst, genauso wie du bist –

auch mit den Teilen in dir, die dir selbst noch schwer fallen anzunehmen,
und mit manchen, die dir auch noch verborgen sind
und in dir ein unbewusstes Eigenleben führen.
Wir werden sie gemeinsam entdecken! Okay?
In Liebe Ramon

Was für Teile Ramon wohl damit meint? Eigentlich kennt sie sich doch… Oder kann es sein, dass er sie besser kennt, als sie sich selbst? Nach all dem, was sie bisher mit ihm erlebt hat, muss sie vor sich zugeben, dass es viele Fehleinschätzungen in ihr gab. Er muss ein tiefes Verständnis besitzen. Es gab noch nie einen Menschen, der in so einzigartiger Weise auf sie eingegangen war und so phantasievoll und liebevoll mit ihren Gefühlen von Angst, Abwehr, Schutzbedürfnis und all dem, was sonst noch in ihr ist, umgegangen ist.

‘Er scheint mich bis in all meine Tiefen hinein zu kennen und zu verstehen. Es kommt mir fast so vor, als würde ich langsam beginnen, ihm zu vertrauen … Was für Teile er wohl meint, die wir gemeinsam entdecken werden? Irgendwie ist es auch unheimlich, wenn jemand viel mehr über mich weiß, als ich selbst.’

Durch diesen Gedanken fühlt sich Carina ihrem Meister gegenüber wieder etwas befangen. Ständig denkt sie darüber nach, was er wohl jetzt gerade in ihr sieht, und beobachtet ihn und sich selbst unter der Fragestellung, ob sie wohl alles richtig macht.

Es dauert nicht lang und dieser innere Druck erzeugt in ihrem Kopf einen Druck, der sich schließlich zu heftigen Kopfschmerzen steigert.

Am Abend, als Ramon an ihrem Bett sitzt, schaut er ihr in die Augen und fragt: “Was ist los, Carina? Was quält dich?”

Für Carina stehen die Kopfschmerzen im Vordergrund, und sie erzählt ihm davon. Ramon nickt mitfühlend und sagt: “Es muss Gedanken oder Gefühle in dir geben, die dir Druck machen. Vielleicht fühlst du dich im Moment überhaupt nicht in der Lage, darüber weiter nachzuforschen, das ist okay. Ich will dir nur sagen, Carina, und das sage ich diesem Teil von dir, der den Schmerz produziert hat: Du bist vollkommen in Ordnung, so wie du bist. Versuche zu vertrauen… vertraue, dass alles gut ist. Vertraue dir, vertraue mir, vertraue dem Leben. Es trägt dich, es hält dich in seiner liebenden Hand. Hab dich lieb, Carina, mit all dem, was du bist, es gehört zu deinem Mensch-sein. Strebe nicht nach einer Perfektion, die nie ein Mensch erreichen kann, sei einfach du selbst und wisse: Du bist ein phantastisches, wundervolles göttliches Wesen. Alles in dir ist in Ordnung!”

Carina schaut ihn dankbar an. Seine warmherzigen, liebevollen Worte tun ihr gut. Dann streicht er ganz sanft über ihren Kopf, immer und immer wieder. Sie spürt, wie der Druck sich langsam löst, ein paar Tränen fließen, und schließlich wird sie sehr müde, entspannt sich und schläft ein.

Morgen wird die Geschichte fortgesetzt und läuft voraussichtlich bis Weihnachten

Hier geht es zu allen bisher erschienenen Kapitel zu dieser Geschichte, die Joel Mari in der Advents- und Weihnachtszeit erzählt –> Eine utopische Heilungsreise (Märchen) 

7. Eine utopische Heilungsreise: FURCHT UND Erleichterung

Joel hatte sich für die Weihnachtszeit eine Fortsetzungsgeschichte von wohlwollenden außerirdischen Meistern zum Thema „Macht – Angst – Vertrauen – Hingabe“ für Mari ausgedacht, das er ihr in Form eines Adventskalenders geschenkt hatte.

linie09

Mari freute sich morgens schon immer darauf, ihren nächsten Umschlag zu öffnen. Sie steckte sich das heutige Schokoladentäfelchen in den Mund, trank Tee dazu und las gespannt wie es Carina weiter erging im Raumschiff mit ihrem Meister…

Am Morgen nach dem überraschend schönen Nikolaustag wird Carina zu René, dem Kommandanten, bestellt. Nervös läuft sie in ihrem Zimmer auf und ab. Um 11 Uhr soll sie sich bei ihm melden, sie hat noch eine halbe Stunde Zeit. Bisher ist sie ihm möglichst aus dem Weg gegangen, nachdem sie von ihrer Zimmernachbarin schlimme Gerüchte über ihn gehört hatte. Natürlich dämmert es ihr   inzwischen, dass dieser Wahrheitsgehalt sehr fraglich ist, aber der Schreck, den ihr dieses Gespräch versetzt hatte, sitzt noch immer in ihr. Meister René ist ihr irgendwie unheimlich. Dazu kommt seine Autoritätsfunktion als Kommandant. Sie hatte schon immer Angst vor Autoritäten. Was wird er nur von ihr wollen? Hatte sie sich etwas zu Schulden kommen lassen? Ob es um ihre mangelnde Kooperationsbereitschaft in den ersten Tagen geht? Oder ob doch noch ihre Fluchtgeschichte geahndet werden soll? Ihr Gedankenkarussel dreht sich immer heftiger… Dann fällt ihr Blick auf ihren Adventskalender, und sie befördert folgende Botschaft zu Tage:

Liebe Carina,
Du brauchst dich vor nichts und niemanden zu fürchten.

Du bist hier ganz sicher und gut aufgehoben.
Und wenn du Sorgen hast: Ich bin immer für dich da.
In Liebe Ramon

Ramon würde es nicht zulassen, dass ihr etwas Schlimmes geschieht. Etwas getröstet macht sie sich auf den Weg zu René. Der empfängt sie mit den Worten: “Na, da kommt ja unsere kleine Ausreißerin.” Angstvoll schaut Carina ihn an. Also geht es doch noch einmal um ihren Fluchtversuch. Aber wie ist dann das Lächeln in seinen Augen zu verstehen?

“Carina, du bist nun eine Woche hier, und ich freue mich, dass ich gestern zum ersten Mal ein Lächeln in deinem Gesicht gesehen habe. Ich weiß, du hast es in den ersten Tagen recht schwer gehabt. Die erste Woche war dazu da, dass jede Schülerin erst einmal mit ihrem persönlichen Ausbilder etwas vertraut wird. Ich weiß, dass es unter den Frauen einige sehr beängstigende Gerüchte gibt, was die Meister und besonders mich anbelangt. Nachdem ihr nun alle Gelegenheit hattet, eure Meister etwas kennenzulernen, ist es an der Zeit, dass ihr auch mich, euren Kommandanten und Gruppenleiter ein wenig kennenlernt, um euch selbst ein Bild zu machen, ob ihr hier bei mir im Raumschiff gut aufgehoben seid oder nicht. Dazu werde ich jede einzelne Schülerin nach und nach zu einigen Gesprächen zu mir bitten, damit wir miteinander vertrauter werden. Wenn ich dich also bitte, zu mir zu kommen, Carina, hast du keinerlei Grund, irgend etwas Negatives zu befürchten.”

Verlegen schaut Carina ihn an. Steht ihr ihre Angst so deutlich im Gesicht geschrieben?

René bietet Carina einen Tee an und bittet sie, ihm etwas über sich, vielleicht auch über ihr bisheriges Leben auf der Erde, zu erzählen. Egal was… das, was ihr gerade einfällt.

Nach der ersten Beklommenheit und Unsicherheit erzählt Carina zögernd von ihrer Familie, ihrem Beruf, der ihr viel Freude gemacht hat, und von ihrer kleinen Wohnung, die sie allein bewohnt. Während sie erzählt, erwacht das Heimweh wieder in ihr.

René legt seine Hand auf ihre Schulter und sagt tröstend: “Du wirst das alles wieder bekommen, Carina, und dann wirst du es noch viel mehr genießen können. Wie gut, dass deine Flucht nicht geglückt ist, denn dann hättest du dich wohl für eine längere Zeit nicht nach hause zurück getraut. Die Zeit hier wird schnell vergehen und angefüllt sein mit vielen interessanten, erfüllenden Erfahrungen. Du wirst zunehmend mehr Sicherheit bekommen und diese dann in dir tragen, wenn du nach Hause zurückkommst. Ganz sicher bringe ich euch wieder heim zur Erde – darauf gebe ich dir mein Wort!”

Nach diesem Gespräch fühlt sich Carina etwas erleichtert. Sie spürt, an den Gerüchten ist keinerlei Wahrheit. Eine leise Stimme in ihr flüstert: ‘Jemand, der so liebevolle Nikolausbilder verschenkt und der jeder Frau eine Gelegenheit einräumt, ihn kennenzulernen und sein Interesse und Mitgefühl zeigt, kann wohl kaum ein Sadist sein.’
Die andere Stimme der Angst mahnt jedoch: ‘Sei auf der Hut, du hast gehört, erst tun sie freundlich, und dann lassen sie ihre Maske fallen.’
Welcher Stimme soll sie Glauben schenken?
Wieder erinnert sie sich an die Worte Ramons: ‘Du kannst nur glauben, was mit deinen Erfahrungen übereinstimmt. Die mit der Zeit gemachten Erfahrungen werden dir helfen, dich nach und nach sicherer zu fühlen.’

Hatte nicht René so etwas ähnliches gesagt?

Auch an diesem Tag macht Carina nur noch angenehme Erfahrungen. Das Schönste ist eine von Ramon angeleitete Meditation, in der sie sich im Licht und Schutz ihres eigenen Herzens wiederfindet und tiefen Frieden und Geborgenheit spürt.

Morgen wird die Geschichte fortgesetzt und läuft voraussichtlich bis Weihnachten

Hier geht es zu allen bisher erschienenen Kapitel zu dieser Geschichte, die Joel Mari in der Advents- und Weihnachtszeit erzählt –> Eine utopische Heilungsreise (Märchen)