Bei Joel: Mari fühlt sich entblößt

„Ich sprach letztens ein Gedankenspiel an, Mari.
Erinnerst du dich noch daran?“

Ja, wie könnte ich das vergessen… dachte sie.
„Ja, Meister, ich erinnere mich,“ brachte sie leise hervor

Nocheinmal die Frage von letztem Mal:
„Was würdest du sagen, wenn ich jetzt von dir verlangen würde, dich nackt auszuziehen?“

Wieder kroch die Angst in Mari hoch, aber sie sagte sich jetzt: Es ist nur eine Vorstellung, ich muss das jetzt nicht tun. Aber was würde ich sagen, wenn…

Ich könnte wohl nur ehrlich sagen: „Meister… ich weiß nicht weiter… Ich kann es einfach nicht…“

„Ja, genau so! Wenn du etwas nicht befolgen kannst, weil es dir gefühlsmäßig gar nicht möglich ist, dann ist Ehrlichkeit das einzig richtige, Mari! Es wird dir helfen, nicht zu verstummen und zu erstarren, wenn sich etwas gar so schwer anfühlt.
Du kannst mir das sagen, wenn es so ist – und dann bittest du um eine leichtere Variation der Anforderung.
Ich werde nicht gänzlich auf die Aufgabe verzichten, so lange wir auf der Spielebene bleiben, aber ich will sie immer für dich machbar gestalten.“

Mari nickte: „Okay! Danke, Meister!“

Joel schaute Mari einige Sekunden in die Augen…
„So, Mari, und jetzt ist es kein Gedankenspiel mehr.
Du, Mari, wirst nun das, was wir eben besprochen haben, gleich anwenden.
Halt dich einfach daran – es wird nichts Beängstigendes passieren. Das verspreche ich dir.
Die Anweisung lautet: Mari, ich möchte, dass du dich jetzt nackt ausziehst.“

Mari zuckte zusammen. Ich werde jetzt genau das tun, was er mir eben gesagt hat, dachte sie, mühsam um Beherrschung bemüht.
„Meister, ich schaffe das noch nicht. Ich bitte um eine Variation der Aufgabe.“

„Das hast du gut gemacht, Mari. Das war genau richtig. Du darfst und du sollst immer ehrlich sein zu mir“, bestätigte sie Joel.
In Ordnung, du bekommst nun eine leichtere Variante meiner Aufgabe:
Du ziehst jetzt deine Jacke aus und setzt dich auf den Schemel, den du schon kennst.“

Erleichtert zog Mari ihre Jacke aus und setzte sich auf das niedrige Höckerchen, das in geringem Abstand vor der Couch stand.

„Steh nochmal auf, Mari.“

Sie zuckte zusammen, stand auf und hätte fast gefragt: `Habe ich etwas falsch gemacht?` Konnte sich aber gerade noch rechtzeitig bremsen, die Frage auszusprechen.

Joel, der diese kleine Regung sofort wahrgenommen hatte, sagte freundlich zu ihr: „Alles ist gut, Mari, vertraue einfach auf meine Führung.“

„Ja, Meister.“

„Nun geh einen halben Kreis um den Hocker herum und setze dich mit dem Gesicht zur Couch wieder hin.“

Mari folgte seiner Anweisung und setzte sich in der beschriebenen Richtung wieder hin.

„Nun schließe deine Augen.“

Gehorsam, wenn auch nicht gerne, folgte sie seiner Anweisung. Es war plötzlich sehr still im Raum. Würde er ihr wieder die Augen verbinden?
Sie lauschte angespannt, wo er sich befand. Schon als sie glaubte, die Stille nicht mehr aushalten zu können, legte er seine Hände auf ihre Schultern und ließ sie einige Minuten dort liegen. Die Wärme, die sie ausströmten, floss durch ihren Körper und tat ihr gut.

Dann fragte er: „Trägst du noch ein anderes Kleidungsstück unter deinem T-Shirt?“

Die Entspannung war sofort wie weggeblasen. „Ja“, Meister. „antwortete sie leise.“

„Dann zieh jetzt auch das Shirt aus – lass die Augen dabei geschlossen. Lege das Shirt einfach neben dich.“

Sie zögerte… Er wartete…

„Du schaffst das, Mari! Was trägst du denn unter dem T-Shirt?

„Ein blaues ärmelloses Top.“

„Na damit könntest du ja sogar auf die Straße gehen,“ meinte er freundlich.

Okay, es war nicht allzu peinlich. Sie folgte seiner Anweisung.
Warum fühlte sie sich jetzt schon so entblößt, obwohl die wichtigsten Stellen ja angezogen waren? Sie spürte, wie sich ihr Rücken verkrampfte und ein Schmerz den Nacken hinauf zog in den Kopf hinein.

„Was sagt die Ampel, Mari?“

„Dunkel-Orange…“

„Okay, ich verstehe. Du kannst deine Augen öffnen. Jetzt leg mal deine Stirn an die Sitzfläche der Couch und konzentriere dich ganz auf meine Hände…“

Wieder einmal verzauberten seine wunderbaren Hände ihre Nacken-und Schultermuskulatur und die Verkrampfung löste sich langsam. Auch den Kopf massierte er mit sanftem wohltuenden Druck.
Diesmal dauerte seine Massage länger als die Male davor. Irgendwann konnte sie sich tiefer einlassen und vergaß, dass sie so spärlich bekleidet war.“

Schließlich sagte er zu ihr: „Mari, du kannst jetzt dein T-Shirt und deine Jacke wieder anziehen. Ich gehe in die Küche, und du setzt oder legst dich einfach auf die Couch und ruhst dich aus. Das Spiel ist jetzt beendet.“
Damit verließ er den Raum und ließ ihr Zeit, sich in Ruhe wieder anzuziehen und zu sammeln…

Zum nächsten Kapitel: –> 27. Fassungslos…

 Zu allen Kapiteln der –> Geschichte von Mari und ihrem Meister in chronologischer Reihenfolge






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