Die Kraft in dir weiß genau, was du brauchst

Wenn du dich schlecht fühlst, richtig schlecht, nicht mehr an dich glaubst, meinst, du liegst am Boden, entdeckst du die Sehnsucht nach etwas Höherem.
Sie mag sich dadurch ausdrücken, dass du dich einfach nur gut fühlen willst und denkst, dass du dieses oder jenes brauchst, damit das so ist.

Aber je mehr du nachdenkst, je tiefer du gehst, desto schneller merkst du, dass es nichts Weltliches gibt, das dir diese Sehnsucht nimmt.

Dann findest du deinen Weg zu deinem Inneren, zu deiner Seele. Du beginnst ihn zu gehen und lässt immer mehr Dinge, die dich gebunden haben, los. Eins nach dem anderen. Vielleicht wirst du ungeduldig, weil du gerne alles auf einmal loswerden willst, aber das könntest du nicht verkraften – du würdest wahnsinnig werden.

Die Energie, die Kraft in dir, weiß genau, was du brauchst, was jetzt gut ist.



Diesem Prozess musst du vertrauen und auf deinem Weg bleiben, der Sehnsucht weiter zu folgen.

Aus dem Buch „Live chat – Sag mir, wer du bist“ von Subina Gioletti

91. Sehen und sich sehen lassen

Bei Mari

Joel, der inzwischen wieder in die Meisterrolle geschlüpft war, saß Mari in ihrer heutigen Session sehr nah gegenüber, hielt ihre Hände in seinen und hatte sie angewiesen, den Augenkontakt mit ihm so lange  wie möglich zu halten, egal was er fragen oder sagen würde.

Der Blickkontakt hatte begonnen und Mari fühlte sich damit etwas unbehaglich.
„Sprich alles aus, was du denkst und fühlst“, ermutigte sie Joel leise.  „Ich weiß, dass das hier keine rosa-Bonbon-Übung wird, aber sie wird dich dir selbst näher bringen. Und das ist doch das wertvollste Geschenk, das du dir machen kannst, oder?“
Mari nickte. „Ja, ich weiß auch nicht, warum ich es so schwierig finde, diesen Blickkontakt zu halten. Es ist so ein intensives Gefühl.“
„Ja, Mari, das ist es. Für mich auch. Sanft drückte er ihre Hände, um ihr zu signalisieren, dass alles, was auch immer sie empfand und empfinden würde, von ihm absolut angenommen werden würde. Und diese nonverbale Botschaft kam an… erreichte ihre aufgewühlte Gefühlswelt. Ein unwillkürlicher tiefer Atemzug von ihr zeigte ihm das.
„Guuut… Mari, gut so… Alles ist in Ordnung…. Alles darf sein.“
Sie nickte. Die Worte taten ihr spürbar gut.
„Alles ist willkommen, was auch immer du denkst, fühlst und sagst. Und auch das nicht Ausgesprochene. Du darfst alles sagen, aber du musst nicht alles sagen, verstehst du? Du bist frei. Ich sehe dich, und du siehst mich. Du siehst und wirst gesehen. Wie fühlt sich das an?“
„Es ist so ähnlich wie nackt sein“, antwortete Mari leise. „Nur in der Seele.“
„Ja, wir schauen uns durch die Augen direkt in die Seele.“ bestätigte Joel. „Und welche Art des Gesehen-werdens fällt dir leichter, Mari? Wenn wir uns in unsere Seele schauen oder wenn wir uns unsere Körper unverhüllt zeigen ?“
Mari überlegte… „Jetzt – das fühlt sich… intensiv an und irgendwie nicht leicht, aber nicht so peinlich wie die körperliche Nacktheit.“ Ihr Blick wurde unruhig, die Augen begannen zu wandern.
„Bleib, Mari… weich nicht aus. Bleib im Kontakt, auch wenn das Thema sich gerade etwas brisant anfühlt. Du schaffst das…“
Ihr Blick fokussierte sich wieder auf seine Augen.
„Gut so… Sag, was ist am körperlichen Nackt-sein so schwierig für dich?“
Sie zuckte mit den Schultern und schwieg.
„Oder anders herum gefragt: Was macht es dir leichter, in deiner Seele gesehen zu werden?“
„Das ist nicht so peinlich, so… verboten…“ flüsterte sie.
„Und wenn es nicht verboten wäre?“ fragte Joel ebenso leise.
„Dann wäre es trotzdem schwierig, weil alle Unzulänglichkeiten meines Körpers zu sehen wären.“Alles_was_echt_istl
„Na und…? Meine wären auch zu sehen. Unsere Körper sind genau so, wie unser Leben sie geformt hat. Ich würde jeden Centimeter willkommen heißen, meine Liebe!“
Immer noch den Blickkontakt haltend streichelte er zart ihre Wange und fuhr mit dem Zeigefinger ihren Hals hinunter. „Ich mag dich genau so wie du bist – deinen Körper und deine Seele. Da bin ich mir hundertprozentig sicher! Du bist so schön in deiner Echtheit! Alles was echt ist, ist schön!“

Mari empfand die Wahrheit in seinen Worten wie eine wärmende Wolke, in die er sie beide einhüllte.
„Ich glaube, du hast recht, Joel. Ich fühle das gerade. Ich fühle die Tiefe und die Weisheit in deinen Worten…“
Er lächelte: „Das ist das schönste Geschenk, das gerade passieren kann“, gab er zurück.
Und wenn du von dieser Wahrheit ausgehst – was ist mit dem Gefühl des Verboten-seins sich zu zeigen? Wie weise ist diese Stimme in dir, die es verbietet, uns so echt, wie wir sind, zu zeigen? Ist es eine Stimme der Angst oder des Vertrauens?“
„Es ist eine von Angst geprägte Stimme.“
„Und meinst du, es ist sinnvoll  im Sinne von Kraft und Lebendigkeit, dieser Stimme zu gehorchen?“
Mari schüttelte den Kopf. „Sinnvoll ist es nicht, aber trotzdem nicht leicht, sich ihr zu widersetzen.“
Joel schaute sie verständnisvoll an. „Ja, das kann ich mir vorstellen. Wie lange ist sie schon in dir und bestimmt dein Verhalten?“
„Sehr lange… seit ich Kind bin und so viel Ärger und Scham vermittelt bekam zu dem Thema.“

„Meinst du, das war weise, was dir da als Mädchen vermittelt worden ist?“
Sie schüttelte den Kopf. Tränen traten ihr in die Augen. Joel beugte sich vor und nahm sie in die Arme. Nah an ihrem Ohr flüsterte er: „So lange richtest du dich nun nach diesen Verboten… Jahrzehnte… Willst du das immer weiter tun?“
Mari rückte etwas von ihm ab und sagte plötzlich klar und entschlossen: „Nein! Ich will der Stimme in mir folgen, die sich weit, aufgeschlossen und lebendig anfühlt.“
„Das ist ein kraftvoller Entschluss, Mari!“ bestätigte Joel. „Und damit ist unser Spiel für heute beendet. Lass uns einfach noch ein Weilchen ganz in Ruhe in der Umarmung verweilen…“

Zu allen Kapiteln der –> Geschichte von Mari und ihrem Meister in chronologischer Reihenfolge

90. Die Magie der Drucklosigkeit

Bei Joel: Eine entspannte Erfahrung

Joel, der im gemeinsamen Rollenspiel bereits seine Meisterrolle eingenommen hatte, saß hinter Mari auf der Couch, als sie sich vorsichtig nach hinten gleiten ließ. Sie spürte seine Hände erst an ihrem Rücken und dann anKissen ihrem Kopf. Sicher hatte er ihn in seine Hände genommen und dirigierte ihn behutsam so, dass sie auf einem weichen Kissen zu liegen kam, das sich in seinem Schoß befand. Mari lag nun auf dem Rücken  auf der Couch mit ihrem Kopf in seinen Händen.
Joel ermutigte sie:
„Schließe deine Augen und lass deinen Kopf ganz schwer werden, Mari, du brauchst jetzt keinen Muskel selbst zu halten. Ich halte deinen Kopf ganz sicher in meinen Händen.“ 

Mari folgte seinen Worten und gab Gewicht ab, ließ ihren Kopf tiefer in seine Hände hinein sinken. Ganz langsam drehte er ihn mal ein wenig nach links, mal ein wenig nach rechts – dann wieder in die Mittelposition. Ließ ihn tiefer in das Kissen hinein sinken, hob ihn wieder etwas höher.  

Mari begann die Situation zu genießen. Leise summte er Töne vor sich hin, die ihre Seele berührten…
Tiefer glitt sie in eine wundervolle Entspannung hinein. Leise drangen nun Worte an ihr Ohr…
„Alles ist gut, Mari…
alles in bester Ordnung…
du kannst einfach sein…
es gibt nichts zu tun…
nichts zu können…
nichts zu leisten…
nichts zu vollbringen…
nichts zu kontrollieren…
nichts zu wissen… 
nichts zu denken…
du kannst in aller Ruhe einfach sein…
Auch dein Atem fließt ganz von allein, so wie dein Körper es will…
Es atmet dich…
Das Leben trägt dich…
Meine Hände halten dich…
Du bist getragen… gehalten… vom Leben geliebt…
Du bist ganz sicher…
behütet…
geborgen…
beschützt…
gewollt…
genau so wie du bist…
Dessen kannst du dir ganz sicher sein…
Jetzt, hier und wo auch immer du bist.“

Mari atmete tief und nahm diese Worte in sich hinein.
Sie erinnerte sich nicht, sich jemals so geborgen gefühlt zu haben wie jetzt.

Alles Denken hörte auf, sie drehte sich zur Seite, und Joel nahm ihre Hand in seine.
„Was auch immer noch geschehen mag, Mari, denke daran, was du jetzt gerade fühlst:
Du bist in Ordnung und vom Leben gewollt, genau so wie du bist.“

Langsam strich er mit seiner anderen Hand über ihren Rücken, knete sanft ihren Nacken, strich ihr das Haar aus der Stirn und ließ seine Hand auf ihrem Kopf ein Weilchen ruhig liegen.

Nach einigen Minuten legte sie ihre Hand auf seine, nahm sie dann in ihre Hand und führte sie langsam zu ihrer Herzgegend, legte sie an den magischen Ort in der Mitte ihrer Brüste, während er sich langsam zu ihr hinab beugte, ihre Augen sich begegneten und ihre Blicke für einen Moment ineinander flossen in einem Gefühl grundloser, wortloser, Harmonie…

Mari legte ihre Arme um seinen Nacken, zog ihn langsam zu sich hinunter, bis ihre Lippen sich zart berührten. Joel veränderte seine Lage,  um sie fester in seine Arme ziehen zu können, und sie schmiegte sich an ihn. Beide schlossen ihre Augen und waren sich so nah wie noch nie bisher.
Ihr Atem, der an Tiefe gewann, fand in einen gemeinsamen Rhythmus. Für heute waren sie angekommen und ruhten sich miteinander aus.

„Immer mit der Ruhe“, flüsterte Joel, „für heute steigen wir aus unseren Rollen aus und bleiben miteinander noch in dieser schönen Energie. wir haben alle Zeit der Welt.“

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Zu allen Kapiteln der –> Geschichte von Mari und ihrem Meister in chronologischer Reihenfolge

Zum 3. Advent…

Drei Kerzen leuchten nun
lass alle Tätigkeiten jetzt mal ruhn.
Die Flammen flüstern leise:
„Es ist eine Wunder-Reise
jedes Jahr durch den Advent,
der die geheimen Wünsche kennt,
die selten wer beim Namen nennt.“



Doch wagst du es beim Licht der Kerzen
sie zu fühlen in deinem Herzen,
können sie eine Kraft entfalten,
die dich nicht mehr hält beim Alten,
sondern dir bunte Flügel schenkt
und den Kurs des Weges in neue Bahnen lenkt.

Eins, zwei, drei… die Seele singt
Licht und Zauber in unser Leben bringt…

Einen zauberhaften dritten Advent
wünscht dir
und allen Gästen
eure Miriam


01g Eine utopische Heilungsreise: NEUES UND UNGEWISSES

Bei Mari – der Meister erzählt Mari innerhalb ihres Rollenspiels ein utopisches Märchen, eine Fortsetzungsgeschichte von wohlwollenden außerirdischen Meistern zum Thema „Macht – Angst – Vertrauen – Hingabe“

Joel (der die Meisterrolle inne hatte innerhalb des gemeinsamen Rollenspiels mit Mari) hatte sich für die Vorweihnachtszeit eine Märchengeschichte ausgedacht, die in einer fiktiven Zukunft angesiedelt war und um eine Heilungsreise in einem Raumschiff mit außerirdischen Meistern geht. Nachdem Mari sich auf ihrer behaglichen Couch in seinen einladend geöffneten Arm gelehnt hatte, erzählte er das in den letzten Tagen bereits begonnene Märchen weiter:

„Als Carina am dritten Tag im Hause ihres Ausbilders Ramon morgens erwacht, entdeckt sie ein weiteres Briefchen vor ihrer Zimmertür. Gespannt liest sie die Botschaft ihres Meisters:

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Liebe Carina,

auch wenn morgen deine Ausbildungsreise beginnt, vor der du dich noch so fürchtest, brauchst du nicht zu verzweifeln. Ich gehe mit dir an Bord des Raumschiffes und auch durch alle deine Ängste. die jetzt noch zu dir gehören.

Dein Meister Ramon

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Jetzt ist es also soweit’, denkt Carina, und sie fühlt , wie ihr die Tränen in die Augen steigen. Es ist noch früh am Morgen, und sie beschließt, einen kurzen Spaziergang zu machen, um in der kalten Morgenluft ihren heißen Kopf abzukühlen. In der Haustür stehend hört sie hinter sich Ramons Stimme: ”Guten Morgen, Carina, na, schon so früh auf?”

Carina zuckt zusammen. Sie hat nicht erwartet, ihm jetzt schon zu begegnen. “Entschuldigung, ich wollte sie nicht aufwecken”, stammelt sie aufgeregt.

“Du hast mich nicht aufgeweckt“, sagt er freundlich zu ihr. „Ich möchte dir einfach nur sagen, dass du nicht allein bist, und wenn du willst, gehe ich gern mit dir.”

“Ich will Abschied nehmen…” Mit diesen Worten ist es um Carinas Fassung geschehen. Ein hemmungsloses Weinen bricht aus ihr heraus. Ramon legt seinen Arm um ihre Schultern.

Ich weiß, Carina, Abschied nehmen tut oftmals sehr weh”, tröstet er sie mitfühlend. Behutsam führt er sie ins Zimmer, setzt sich mit ihr auf die Couch. 

  “Ja, Carina, lass deinen Tränen freien Lauf, sie lösen den Schmerz und befreien dich von dem Druck der letzten Tage und dem bevorstehenden Abschied.

Carina schluchzt: “Bitte, bitte, lassen sie mich gehen, oder lassen sie uns wenigstens hier bleiben! Ich will nicht fort! Ich mag diese Reise nicht machen! Ich will nicht ins Raumschiff! Ich will das alles nicht. Ich kann nicht…” Ihre Augen flehen ihn an.

“Carina, ich verstehe deine Gefühle, deine große Angst. Doch ich täte dir nicht wirklich einen Gefallen, ließe ich dich gehen, denn hier geht es um mehr, als dir jetzt bewusst ist. Dein Herz, deine Seele, dein göttlicher, wissender Teil von dir wünscht, diese Reise zu machen. Er ist es, der mich gerufen hat, dir dabei zu helfen, dich zu erinnern, wer du wirklich bist. Ich bin hier, um dich zu dir selbst – in dein wahres Zuhause zu bringen.”

Während Ramon in dieser Weise mit Carina spricht, bricht die Mauer, die sie um sich herum gebaut hat, zusammen, und sie beginnt, über ihre Angst-Geschichten zu sprechen. Ramon hört ihr aufmerksam zu und führt sie immer wieder in die Gegenwart zurück: “Schau einmal Carina, was jetzt ist: Heute ist der dritte Tag, an dem du mit mir, einem großen, starken Mann, allein bist in einem abgelegenen Haus, oben in den verschneiten Bergen. Ist dir irgend etwas geschehen, was dir geschadet hat? Ich sage dir immer wieder, sooft du es hören willst: Ich tue dir kein Leid an, weder jetzt, noch später, niemals!” Vorsichtig nimmt er ihre kalte bebende Hand in seine warmen Hände und lässt ihr Kraft, Trost, Geborgenheit, Stärke und Wärme zufließen. Schließlich beruhigt sie sich etwas. 

Beide decken zusammen den Frühstückstisch, stärken sich mit gutem leckeren Essen, und anschließend machen sie einen gemeinsamen  Spaziergang, der sie zur Mittagszeit in ein gemütliches Restaurant führt. Carinas Gedanken sind immer wieder mit dem Geschehenen und mit dem, was noch kommen wird, beschäftigt. Plötzlich fällt ihr ein: “Aber wir sind doch erst drei Tage hier, warum geht es denn jetzt schon ins Raumschiff?” Carina spürt einen leisen Hauch von Hoffnung, vielleicht muss sie morgen doch noch nicht fort? “Carina, du hast schneller einen Kontakt zugelassen, als ich dachte, dass es dir möglich ist“, erklärte Ramon lächelnd. „Es täte dir nur unnötig weh, wenn wir jetzt den Abschied noch hinaus schieben würden. So habe ich im Kontakt mit deiner Seele diese Entscheidung getroffen.”  Seine Stimme klang warm und freundlich wie immer, aber gleichzeitig auch so bestimmt und klar, dass sie spürte, dass alles Diskutieren zwecklos wäre.

Später am Nachmittag überrascht Ramon Carina mit einem Köfferchen voll Fensterfarben, um mit ihr zusammen herrlich leuchtende Folien mit Ornamenten, Symbolen und all den Bildern herzustellen, die Carina gern malen wollte. Die Farben waren zauberhaft und Carina malte eifrig und mit Freude verschiedenste Ornamente und auch Gegenständliches. Carina liebt alles, was mit malen und Farben zu tun hat. “Du kannst die    Farben und Folien mitnehmen, wenn wir morgen ins Raumschiff gehen, sowie auch deinen Adventskalender und das Gesteck, das ich dir geschenkt habe. Alles andere, was du sonst noch brauchst, wirst du an Bord vorfinden”, erklärt Ramon.

‘Na ja’ , denkt Carina, ´woher will er wissen, was ich brauche… Ich kann nur hoffen, dass ich dort einigermaßen versorgt werde!’ Sie malen gemeinsam mit angenehmer Musik im Hintergrund  bis in den späten Abend    hinein, und Carina ertappt sich dabei, dass ihre ganze Konzentration auf die Freude am Tun gerichtet ist, so dass dabei zeitweise ihr Abschiedsschmerz in den Hintergrund rückt. Ramon beobachtet Carina unauffällig – schmunzelnd, ihr eine Beschäftigung    gegeben zu haben, die ihre Aufmerksamkeit total beansprucht.

Müde und erschöpft sinkt sie an diesem letzten Abend sofort in einen tiefen Schlaf, aus dem sie erst spät am nächsten Morgen erwacht. Ramon hat sie ausschlafen lassen. Dann jedoch geht alles ganz schnell. Er lässt ihr wenig Zeit zum Denken. Nach einem kurzen Frühstück hilft Carina ihm, alle Sachen im Auto zu verstauen, und los geht die Fahrt Richtung Raumschiff.

NeuesNach einer längeren Autofahrt endlich angekommen, staunt Carina doch. Vor ihr in geringer Entfernung steht ein gigantisch strahlendes Raumschiff. So leuchtend und schön hatte Carina sich das nicht vorgestellt, sie dachte eher an einen hässlichen “Metallkäfig”. Wieder entdeckte sie die Unwahrheit eine ihrer unangenehmen Vorstellungen…“

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Morgen wird die Geschichte fortgesetzt und läuft voraussichtlich bis Weihnachten Hier geht es zu allen bisher erschienenen Kapitel zu dieser Geschichte, die Joel Mari in der Advents- und Weihnachtszeit erzählt –> Eine utopische Heilungsreise (Märchen)

15. Schau mir in die Augen, Kleines…

Bei Joel – Du kannst nicht versagen 

Mari und Joel, der für sie in den Zeiträumen ihrer Spiele und Rituale die Rolle des „Meisters“ angenommen hat, saßen sich gegenüber.

Seine Hände lagen entspannt mit geöffneten Handflächen nach oben auf einem kleinen Kissen.

„So Mari, jetzt legst du deine Hände in meine, und wir schauen uns für eine gewisse Zeit in die Augen.“

„Für wie lange?“

„Nicht fragen, Mari! Nur dem folgen, was ich sage.“

„Oh Entschuldigung!“ Warum nur musste sie immer wieder den gleichen Fehler machen und Fragen stellen. Sie errötete.

„Entschuldigung angenommen.
Die Übung geht so lange, bis ich sie beende.“

„Ja, Meister.“

Gehorsam reichte sie ihm ihre Hände und versuchte, ihm in die Augen zu schauen. Es fiel ihr enorm schwer – so groß, so funkelnd, so machtvoll erschienen ihr seine Augen in diesem Moment.
Und es fiel ihr schwer, von diesen Augen so intensiv angeschaut zu werden.
Immer wieder musste sie den Blick senken und sich mit aller Willenskraft zwingen, ihn wieder anzuschauen.

Tränen traten ihr in die Augen und sie begann zu zittern.
Als er dies wahrnahm, beendete er die Übung und nahm sie in die Arme.
Erleichtert ließ sich Mari ein Weilchen von ihm halten.

Dann sagte sie verzweifelt: „Wenn ich schon bei einer so einfachen Anforderung versage, wie soll ich das andere, was noch vor mir liegt und sicher immer schwieriger wird, schaffen? Ich glaube, das mit unseren Vertrauens- und Macht-Spielen war ´ne Schnapsidee! Ich bringe das nicht!“

Ruhig antwortete Joel: „Erstens: Du hast nicht versagt, denn du hast mich immer wieder trotz aller Schwierigkeiten, die du hattest, angeschaut.
Zweitens: Unterschätze die Kraft und Intensität dieser Übung nicht. Es ist nicht ohne, sich wirklich darauf einzulassen, den Augenkontakt zu halten.
Und drittens ist die Annahme, dass du alles weitere nicht schaffen könntest, auch nicht wahr. Wenn wir ganz in Ruhe einen Schritt nach dem anderen tun, wird keine Anforderung so hoch sein, dass sie nicht zu bewältigen wäre. Und wenn etwas beim ersten Anlauf nicht klappt, dann gibt es einen zweiten oder dritten, vierten oder fünften Anlauf. Mach dir jetzt keine Sorgen, Mari, um etwas, das noch gar nicht dran ist.

Alles war und ist in Ordnung so wie es ist.
In Wahrheit gibt es gar nichts, was nicht in Ordnung sein könnte, denn jedes Gefühl darf gefühlt werden.

Du kannst also gar nicht versagen!

Und ich kann und werde dich immer unterstützen und wenn nötig auffangen, so lange du einfach nur da bleibst.
Und Mari… Du machst es dir und mir immer leichter, wenn du bereit bist, das auszusprechen, was in dir ist. Ich werde dich danach immer mal zwischendurch fragen.
Also: Was hast du vorhin beim Anschauen gefühlt, Mari?“

Sie dachte nach… Was war es eigentlich, was es ihr so schwer gemacht hatte, den Augenkontakt zu halten…
„Es war irgendwie unheimlich, dir so lange in die Augen zu schauen und von dir so gesehen zu werden…“
Sie stockte. Durfte sie das sagen? War er jetzt sauer?
Vorsichtig hob sie ihren Blick. Seine Augen schauten sie nach wie vor ruhig, gelassen und interessiert an und ermutigten sie, weiter zu reden.

„Ich hatte das Gefühl, du würdest mir bis in meine Seele blicken – und das war schwer für mich zuzulassen und auszuhalten. Ich fühlte mich so nackt und schutzlos. Und du weißt ja… Ich habe mit dem Nackt-sein Probleme.“

Joel nickte: „Ja, durch die Augen berühren wir unsere Seelen und sehen uns unverhüllt so, wie wir in der Tiefe unseres Wesens wirklich sind, das spürte ich auch.  Aber es wird nicht immer so bleiben, dass du es als unangenehm empfindest, von mir gesehen zu werden. Mit wachsendem Vertrauen wird es leichter werden. Noch hast du nicht genügend Vertrauen zu mir und auch zu dir selbst.
Ich sage dir: Es gibt nichts, aber auch gar nichts an deiner Seele und deinem Körper, was nicht liebenswert und schön ist. Ich möchte dich gern darin unterstützen, das glauben und fühlen zu können. Dein Vertrauen wird wachsen im Laufe der Zeit. Da bin ich ganz zuversichtlich! Deshalb sind wir ja auf diesem interessanten, und wie ich hoffe, auch für dich irgendwie guten Weg. Oder?“

„Ja,“  sie nickte.

Dankbar für seine ermutigenden, Worte drückte sie seine Hand.

Zum nächsten Kapitel: –> 16.  Zeit im Dunkeln

buch_0035  Zu allen Kapiteln der –> „Geschichte von Mari und ihrem Meister“ in chronologischer Reihenfolge

8. Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne

Ein zweites Treffen: bei Mari, im Rollenspiel: Kann eine Hand eine Brücke sein?

Mari kam aus dem Bad und wollte sich gerade wieder auf die Couch setzen…

Doch die Stimmlage, in der Joel sie gerade ansprach, ließ sie in ihrer Bewegung sofort inne halten. Die bis eben recht entspannte Stimmung begann zu knistern.

„Mari, du wirst dich jetzt dorthin setzen und die Augen schließen.“

Hocker-1Ihr Blick folgte seiner Hand, die auf einen kleinen niedrigen Holzschemel wies, den sie sonst als Blumenbänkchen nutzte. Er hatte die Blumenvase, als sie vorhin in der Küche war, auf die Fensterbank gestellt. Ohne dass es ausgesprochen werden musste, war klar, dass das zweite Spiel begann.
Das erste war ja nur was Kurzes – sozusagen „zum Angewöhnen…“
Eine Adrenalinwelle schoss durch ihren Körper – ihr wurde heiß und sie fühlte, wie ihr Herz schneller schlug. Was würde jetzt kommen? 

Konnte sie sich wirklich darauf verlassen, dass er sich an die getroffenen Absprachen hielt?
Hatte er vielleicht doch eine Seite, die ihr gefährlich werden konnte… und wollte?

So gut kannte sie ihn doch noch gar nicht, um das abschätzen zu können, auch wenn sie sich schon mehrmals getroffen hatten und sie ihm viel erzählt hatte von ihren Bedürfnissen, Sehnsüchten und Grenzen.

Sie hatte nicht gedacht, dass schon der Beginn ihres neuen Weges, der sich in der Fantasie so viel schöner und leichter anfühlte, so angstbesetzt sein würde…
Wie von ferne hörte sie seine Stimme…

„Folge einfach nur dem, was ich sage! Setz dich dorthin und schließe die Augen, wenn du sitzt.“

Wie versteinert blieb sie stehen, während ihre Gedanken furchterregende Szenarien entwarfen. Konnte sie ihm wirklich vertrauen? Er war ja erst einmal hier gewesen… Er war ihr körperlich überlegen und könnte sie einfach…

Er stand aus seinem Sessel auf, kam langsam auf sie zu… Ihr Herz schlug noch schneller.
Da stand er auch schon vor ihr und… streckte ihr seine Hand entgegen.

Kann eine Hand eine Brücke sein?

Sie ergriff die angebotene Hand und stand direkt vor ihm.

Er nickte, schaute sie mitfühlend an, fragte: „So schlimm?“

Mari konnte nur leise flüstern: „Ja…“

Sacht zog er sie ganz an sich heran, nahm sie in die Arme und hielt sie – bis sich ihre Muskeln lockerten und sie die Umarmung auch mit ihrer Seele annehmen konnte.

In dem Moment flossen leise Tränen, sie schluchzte in sich hinein, verhalten, so wenig, dass sie hoffte, er würde es nicht wahrnehmen.

„Mari, du darfst weinen. Du darfst alles da sein lassen, was du fühlst. Es ist in Ordnung…“

„Da brach es aus ihr heraus: Ich kenne dich doch noch so wenig, ich bekam plötzlich Panik, es tut mir leid! Jetzt hab ich alles vermasselt…“

„Nichts hast du vermasselt! Ich verstehe dich, wir sind uns ja wirklich noch ziemlich fremd…
Und ich achte dich – besonders auch in deiner Angst. Welch großes Geschenk machst du mir und dir, dich trotz deiner Unsicherheit, mit all deiner alten Furcht vor Männern und körperlicher Nähe, auf diesen neuen Weg einzulassen.“

Dankbar nahm sie seine Worte auf, spürte die Wärme, die in seiner Stimme lag, und den Halt, den sein Arm ihr gab, den er um ihre Schultern gelegt hatte. Inzwischen hatte er sich mit ihr auf die Couch gesetzt. Langsam beruhigte sie sich.

„Okay, wenn du nicht inzwischen die Nase voll hast von mir, dann…“
Er unterbrach sie:
„Bitte rede nicht so von dir! Deine Gefühle brauchen unseremeine und deine – Achtung, Geduld und Liebe!“

„Ja, Meister!“ sagte sie und stand auf, um sich auf den ihr zugewiesenen Schemel zu setzen und sich auf das Spiel einzulassen.

Dies war der Moment, in dem er wirklich zu ihrem Meister wurde – indem sie ihn nicht nur im Kopf, sondern auch in ihrem Herzen als Meister für diesen Weg der geplanten Macht-Spiele und Vertrauens-Übungen annahm. Auch wenn das Vertrauen immer mal wieder heftig wackeln würde – ein erstes Pflänzchen war gesät.

Als sie auf dem Schemel saß und die Augen schloss, sagte er nicht: „Na bitte – geht doch!“ sondern…

„Gut gemacht, Mari!
Ja… aller Anfang ist schwer – aber…

Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft zu leben.

Hermann Hesse wusste das – und auch wir werden es gemeinsam erleben…“

Zum nächsten Kapitel –> 9. „Leben – bitte, sei sanft mit mir!“

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6. Gedanken am Abend – und ein Gute-Nacht-Gruß

Am Abend nach dem ersten Spiel

Mari war im Begriff, schlafen zu gehen am Abend dieses ereignisreichen Samstags.  Sie sah von ihrem Bett aus durch´s Fenster und ließ ihre Gedanken wandern…
Zum ersten Mal hatte sie heute Besuch von Joel bekommen – und sie hatten ein erstes „Meister-Spiel“ gespielt, ein Rollenspiel in einer Atmosphäre von sanfter Dominanz, die sie prickelnd in der Seele berührte… die obwohl sie sanft war und ohne jede Spur von Schmerz, in ihr eine ganz seltsame Gefühlsmischung auslöste. Sie hatte sich klein und unsicher gefühlt, sobald Joel die Meisterrolle eingenommen hatte. Dabei hatte er es nicht einmal darauf angelegt, sie klein zu machen. Es geschah einfach… 

Sobald er in einem ganz bestimmten Tonfall mit ihr sprach, fiel sie in ein Gefühl, das sie an ihre Kindheit erinnerte. So oft hatte sie damals Angst gehabt, etwas falsch zu machen…
Dabei hatte sie sich immer so viel Mühe gegeben, alles „richtig“ zu machen, so wie die Großen es wollten und brauchten(!) – und doch passierten immer mal wieder Dinge, die ihre nervöse Großmutter, bei der sie einige Jahre lebte, schnell ärgerlich und ungehalten werden ließ.
Der Ausklopfer, der zwar nur ganz selten benutzt wurde, lag  immer sichtbar auf dem Schrank im Flur… 
Noch schlimmer war es allerdings, dass ihre Großmutter, wenn sie sich wegen Mari´s kleiner Missgeschicke aufregte, Herzattacken bekam und die Kleine sich dafür schuldig fühlte, wenn sie hörte: „Jetzt hast du mich wieder so aufgeregt, dass ich Herzschmerzen bekomme.“
Sie wollte doch alles möglichst gut machen für die Oma… Und so oft hatte es dann doch nicht funktioniert  Diese Angst, zu versagen war tief in ihr – und wie sie heute mal wieder deutlich spürte, führte sie immer noch eine Art Eigenleben.

Sie hatte Joel davon bisher nichts erzählt, dennoch hatte er ihr heute diese ganz besondere „Regel“ gegeben:
F E H L E R   D Ü R F E N   S E I N ! 
Sie hatte das Papier mit den groß geschriebenen drei Worten, das sie auf sein Geheiß hin erstellt hatte, auf ihre Kommode im Schafzimmer gestellt, damit sie es beim Einschlafen und Aufwachen sehen konnte.

Und obwohl  sich innerhalb des Spiels nicht so angenehme Emotionen in ihr bewegt und  sie sich überwiegend nervös und beklommen gefühlt hatte, dachte sie jetzt mit einem warmen Gefühl daran zurück. Es wirkte im nachhinein wohlig prickelnd und löste gleichzeitig eine Art von Geborgenheit aus, nach der sie sich tief im Inneren sehnte.

Als ihr Meister hatte er sie zwar korrigiert, wenn sie etwas anders machte, als es in die Situation passte oder von ihm gewollt wurde, aber er hatte sie dabei nicht beschimpft oder in irgend einer Weise nieder gemacht. Er war einfach nur klar und bestimmt in seiner Korrektur gewesen. Als er wahrgenommen hatte, dass es sie verunsicherte, hatte er freundlich mit ihr geredet oder ihr mit irgendeiner Geste gezeigt, dass alles in Ordnung war – jedes Mal ! Und er hatte ihr Regeln gegeben, an denen sie sich festhalten konnte. Diese Klarheit tat im Nachhinein gut, auch wenn seine bestimmende Art in der Spielsituation ihre Gefühle von Kleinheit und Unsicherheit erstmal verstärkt hatte.

War es so, dass sie deshalb „klein“ sein wollte,  um zu erleben, dass sie „klein“ sein durfte, ohne Angst, den „Großen“ zu belasten…? 

Fühlte sie sich deshalb so zu diesen seltsamen Machtspielen hingezogen…?

Ein Summton ihres Smartphones unterbrach ihre Überlegungen – eine Nachricht war gekommen:

Liebe Mari, ich wünsche dir eine gute Nacht.
Du hast alles ganz prima gemacht! 
Hast in deinen Gefühlen sicher viel erlebt –

manches Mal wohl auch „heimlich“ gebebt?
Und nun – lass alles jetzt ruhn, 
In diesem Moment gibt´s nichts mehr zu tun.
Träume schön,
bis wir uns nächste Woche wieder sehn.
Dein Meister

Wie schön war DAS denn!!!

Danach ploppte noch eine zweite Nachricht auf:

Und auch ich wünsche dir eine gute Nacht, liebe Mari.
Der Abend mit dir hat mir viel gegeben.
Good night…
Joel

Mari lächelte und tippte:

Good night also for you, Joel! Sleep well.
Auch dir eine gute Nacht, Joel! Schlaf gut.

Hab Dank für diesen besonderen Abend –
und grüße bitte auch den Meister von mir.
Ich habe mich sehr über seinen – und deinen – Gute-Nacht-Gruß gefreut.

 

Zum nächsten Kapitel: 7 – Machtabgabe – ein kostbares Geschenk

Zu allen Kapiteln der –> Geschichte von Mari und ihrem Meister in chronologischer Reihenfolge (leider umgekehrt, also das aktuellste ist vorn – um es von Anfang an zu lesen, bitte ganz zurück scrollen)

Tritt sanft auf meine Träume…

Willkommen, lieber Gast

Oft denke ich: Das, was ich fühle und mit Visionen fülle, passt einfach in kein Raster, in keine Kategorie, deren Namen ich bisher irgendwo gefunden habe. Deshalb war es gar nicht so leicht, für meinen Blog einen Titel zu finden.

Die Geschichten, Szenen, Dialoge, die mich bewegen, sind verbunden mit Energien von Führung und Hingabe, mit bewusst und wohlwollend eingesetzter Macht, aus der das Vertrauen wächst, dass mein Gegenüber, dem ich für den Zeit-Raum des Spiels die Führung überlasse, mir weder körperlich, noch seelisch weh tut – jedenfalls nicht absichtlich.

Dabei kann es allerdings auch geschehen, dass in diesen Rollenspielen und Ritualen auch schmerzhafte Gefühle berührt werden, da manche Erlebnisse möglicherweise alte Wunden triggern…
Diese Spiele und Rituale beinhalten den Wunsch, dass alte Ängste durch Vertrauenserfahrungen neue heilende Impulse bekommen.

Das Thema „Führen und Folgen“ ist ja eine Grundstimmung im BDSM.
– Die Art von Machtabgabe-Erlebnissen, die ich mir erträume, sind jedoch so sensibel, dass sie wahrscheinlich nicht in die oft sehr hart anmutende BDSM-Szene passen (jedenfalls von all dem, was ich bisher gelesen habe – korrigiert mich, falls ich mich irre).

Aber eine homöopathische Dosis von der Art des Tones und des Umgangs der Spielpartner (Mari und ihr Meister) sind in den Szenen und Dialogen enthalten…


– Sie sind so „etwas speziell“, dass ich sie mit nicht vielen Menschen meines persönlichen Umfeldes teilen kann, deshalb kam mir die Idee, ihnen hier Ausdruck zu verleihen und evtl. eine Kommunikationsmöglichkeit zu schaffen.


– Sie bewegen mich so tief, dass das Bedürfnis zunehmend gewachsen ist, sie irgendwie lebendig werden zu lassen – und sei es erstmal durch Worte und Bilder…


– Sie sind mit ganz verschiedenen, z.T. widersprüchlichen Gefühlen und Energien belegt wie Führen, Folgen, Macht, Hingabe, Lust, Angst, Vertrauen, Respekt, Sehnsucht, Offenheit, Scham, Gehorsam, Freiheit, Annahme und einer Form von Liebe, die sich auf das Leben selbst bezieht und Ausdruck finden möchte in mir und einem wohlwollenden Gegenüber. Vielleicht tritt dieses ja irgendwann mal in mein Leben…


Zur Zeit lebt es im Land meiner Fantasie, für das ich nun mit diesem Blog eine Tür öffne…

oeffnung

Ein Zitat möchte ich gern an die Tür von Mari´s Welt hängen:

„Meine Träume –
die legte ich zu deinen Füßen aus.
Tritt sanft, du trittst auf meine Träume.“

William Butler Yeats

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