52. Reicht das Vertrauen zum Fesselspiel? (2)

Bei Joel – eine Herausforderung und Chance für Maris Vertrauen

Mari hatte sich durchgerungen, sich von Joel im Rahmen ihrer Vertrauensspiele die Hände fesseln zu lassen, aber in dem Moment, wo sie auf dem Rücken liegend die Hände nach hinten ausgestreckt hatte und er sich mit dem Seil näherte, bekam sie ein so heftiges Angstgefühl, dass sie sich schnell wieder aufsetzte.  „Entschuldige bitte – bitte entschuldige! Ich kann nicht!“ rief sie aufgeregt.

„Was würde dir helfen, Mari?“ fragte er ruhig.
„Ich habe solch eine Angst“, antwortete sie, „ich weiß auch nicht! Ich war ja schon froh, dass ich bis hierhin gekommen bin, aber als ich dann das Seil in deiner Hand sah, ist mein Körper einfach zusammengezuckt.“
Er hielt ihr seine linke Hand hin. „Das macht gar nichts, Mari.“ sagt er ganz sanft. „Leg dich einfach wieder hin, und gib mir deine Hände.“ Seine warme Stimme verfehlte ihre Wirkung nicht. Sie schaute ihn an, legte sich wieder hin, und reichte ihm ihre Hände.
Er ergriff sie mit einer Hand und drückt sie, um ihr Halt zu geben und ihr zu zeigen, dass er verstand, was in ihr vorging.
Dieser Händedruck fühlte sich tröstlich an und trug dazu bei, den angstvollen Druck, unter dem sie stand, ein wenig zu mildern. Als sie langsam ausatmete griff er ihre Hände fester und sie sah, das Seil in seiner anderen Hand. Wie im Zeitlupentempo lief diese ganze Situation in ihrer Wahrnehmung ab.
So, jetzt ist es soweit, ich will jetzt nicht noch mal zurück zucken, sagte sie sich mit aller Entschlossenheit, die sie aufbieten konnte.

In dem Moment führte er die Hände über ihren Kopf. Sie atmete ganz schnell und nahm ihre ganze Kraft zusammen, um nicht aufzugeben.
„Ganz ruhig, Mari“, hörte sie seine Stimme wie aus weiter Ferne, „das machst du gut!“
Ihre Hände lagen nun fast über ihrem Kopf, was ein so intensives Gefühl von Wehrlosigkeit auslöste, dass sie wie automatisch die Arme doch wieder zurück zu ziehen versuchte. 
Ihr Meister hielt leicht dagegen.
„Vertrau mir, Mari“, sagte er leise. 
Und wieder war es sein Zuspruch, der ihr half, den Widerstand aufzugeben ihm ihre Arme zu überlassen.
„Ja“, sagte sie, ich will dir ja auch vertrauen…“
„Sehr gut Mari“, bekräftigte er und versicherte ihr nochmals: „Ich werde dir nichts tun! Du kannst mir ganz sicher vertrauen.“ Und sie spürte nun auch seine rechte Hand an ihren Händen. 
Mehrmals atmete sie schnell ein und aus und konzentrierte sich darauf, ihre Hände hinten zu lassen, obwohl etwas in ihr es anders wollte.“
„Tief und langsam atmen, Mari, ganz ruhig, du machst das toll!“ 
Sie atmete etwas langsamer und tiefer und schloss die Augen.
„Sehr gut Mari,“ sagte er wieder und wickelt das Seil um ihr linkes Handgelenk. 
Sie begann, etwas zu zittern, ließ die Hände aber nach hinten gestreckt. Dann wickelte er das Seil auch um das rechte Handgelenk. Jetzt war das Gefühl, gefesselt zu sein deutlich spürbar.

Mari redete sich in Gedanken gut zu: Er hat gesagt, er macht keinen Knoten. Er hat gesagt, wenn ich Stopp sage, löst er das Seil…
Sie nahm wahr, wie Joel es  ein zweites Mal um die Handgelenke wickelte, und tatsächlich keinen Knoten machte. Durch das zweimalige Umwickeln fühlt es sich allerdings schon ziemlich deutlich fixiert an.

„Ganz ruhig weiter atmen, Mari“, sagte er und zog seine Hände weg. „Da ist kein Knoten, wie versprochen!“
Es gelang Mari jetzt jedoch nicht, ruhig zu atmen. Sie fragte sich, ob sie sich wirklich daraus lösen könnte, denn es fühlt sich gar nicht so an, obwohl kein Knoten da war. Heftig kämpfte sie mit ihrer Angst. Aber sie wollte nicht aufgeben und von ihrem „Stopp“ Gebrauch machen.
Joel, der ihre innere Anspannung wahrnahm erklärte ihr mit ruhiger Stimme: 
„Das Seil ist nicht verknotet, es soll sich nur so wie gefesselt anfühlen, aber Mari, du hast die ganze Zeit die Kontrolle, und auf dein Zeichen hin könnte ich dich in einer Sekunde befreien.“
„Würdest du das auch tun?“
„Aber sicher“, entgegnete er gelassen, „jederzeit!“
„Gut! Das hilft ein bisschen, danke, dass du das so deutlich sagst.“ antwortete sie noch immer angespannt sehr nervös.

Entspannt lag ihr Meister ganz dicht neben ihr. Eine Hand hatte er ihr auf den Bauch gelegt.
Ihre Aufmerksamkeit richtete sich auf diese Hand.. Sie lag ganz ruhig dort, direkt auf der Mitte ihres Bauches. Das löste ein beunruhigendes Gefühl in ihr aus.
Warum er wohl seine Hand dorthin legt? fragte sie sich. Hoffentlich lässt er sie dort liegen…
Nun begann er auch noch, ihr T-Shirt leicht nach oben zu schieben.
„Nein! Bitte nicht! Ich will das nicht!“ rief sie laut.

Sofort zog er das Shirt wieder herunter und nahm die Hand weg.
Erleicht holte sie wieder Luft, und ein bisschen unangenehm war es ihr, dass sie fast ausgeflippt wäre.“
„Alles gut, Mari, wenn du Stopp sagst, ist sofort Stopp! Das hast du richtig gemacht, Mari!“ bestätigte er ganz ruhig und deutlich.
„Was wolltest du denn mit mir machen? fragte sie noch immer sehr aufgeregt. Sie fühlte sich halb wie in einem Film gefangen.
„Ich wollte nur deinen nackten Bauch streicheln, mehr nicht. Ich dachte, etwas Berührung, während du gefesselt bist, könnte vielleicht angenehm sein.“
„Ich dachte, du wolltest das T-Shirt ausziehen, entschuldige bitte“, erklärte Mari.
„Nein, so weit wollte ich nicht gehen“, antwortete Joel.

Er lächelte sie an und streichelte ganz sanft ihr Gesicht, fuhr zart über ihre Wange und legte dann seine Hand sanft darauf und ließ sie dort liegen.
Das fühlte sich gut an. Jetzt konnte sich Mari etwas beruhigen und ein paar tiefe Atemzüge nehmen
„Ja, so ist es gut, tief atmen, Mari.“ bestätigte er sie.
Sie gab ihre Wange ganz bewusst in seine Hand hinein, und es fühlte sich an, als würde sie darin Halt und ein Stück… Geborgenheit finden. Sie konzentrierte sich ganz auf diese Empfindung und blendete den Rest ihres Körpers fast aus dabei. Ganz ruhig hielt Joel seine Hand wie beschützend an ihre heiße Wange. 

Und wieder sagte er wie in einer sanften Hypnose zu ihr: „Das machst du sehr gut Mari, alles ist gut.“
„Jetzt bin ich bereit dafür, dass du meinen Bauch streichelst, aber bitte wirklich nur den Bauch, sagte sie mit neuem Mut.“
„Das verspreche ich dir“, sagte er und legte seine Hand wieder auf den Bauch – erstmal noch auf dem T-Shirt. 
Sie spürte, wie ihre Anspannung unwillkürlich wieder stieg und sie die Luft anhielt.
„Ruhig weiter atmen“, sagte er. Dabei hob und senkte er die auf dem Bauch liegende Hand im Rhythmus ihres Atems und wurde dann ganz allmählich, fast unmerklich, nach und nach langsamer.
Maris Atmung passte sich seiner Hand an und wurde dadurch ruhiger und langsamer.
„Sehr gut Mari“, sagte er leise.
Als sie sich mehr und mehr entspannte, begann er, ihr das T-Shirt ein wenig nach oben zu schieben.
Dabei wurde ihr bewusst, wie viel Widerstand diese kleine Handlung auslöste. Aber sie entschied  jetzt bewusst, sich diesem an getriggerten Abwehr-Automatismus nicht unterwerfen zu wollen
Ganz behutsam schob ihr Meister, der ihren inneren Kampf wohl bemerkte, das Shirt nur ein klein wenig höher… bis über den Bauchnabel.
Sie hielt die Luft an, und als sie merkte, dass er es nicht weiter zog, atmete sie langsam wieder aus.

Sanft legte er seine Hand auf ihren nackten Bauch. Ihre gesamte Aufmerksamkeit war nun auf dieser Gegend gerichtet und sie beobachtete gebannt, was geschah, um gegebenenfalls schnell reagieren zu können.
Aber… bisher ist alles in Ordnung, stellte sie fest.
Seine Hand blieb ganz ruhig und sanft auf ihrem nackten Bauch liegen.
Und wieder sprach er ihr beruhigend zu: „Sehr gut Mari, tief atmen…“
Langsam entspannte sie sich wieder.
„Das hast du gut gemacht, Mari“, flüsterte er, nahm die Hand weg und zog ihr das T-Shirt wieder herunter.

Mari, die noch darauf gewartet hatte, dass er sie auf dem Bauch streicheln würde, war erleichtert, dass diese angespannte Situation sich nun auflöste.
In diesem Moment begann ihr Meister, das Seil zu lösen und es ganz zu entfernen. Als es weg war, legte er sich wieder neben sie und sagte er lächelnd: „Das hast du sehr, sehr gut gemacht Mari. Ich freue mich über dein Vertrauen, das dich so viel Kraft gekostet hat. Das Spiel ist vorbei.“

Erleichtert atmete sie tief auf, setzte sich hin, und würde Joel jetzt am liebsten umarmen.
Dieser lag noch und fragte: „Hey, bekomme ich jetzt eine Umarmung?“
Sie rutschte wieder ein bisschen tiefer und erwiderte: „So gerne, die hatte ich mir jetzt auch gewünscht!“
„Na dann…“ lachte er und breitete seine starken Arme aus.
Sie ließ sich hinein fallen in seine Arme, und er drückt sie fest an sich.

„Na das war doch sehr aufregend!“ begann er einen Austausch über das Erlebte.
Und wie das aufregend war“, bestätigte sie, und empfand es als sehr wohltuend,  jetzt von ihm so festgehalten zu werden, auch wenn sie beide auf dem Sofa lagen, was ihr bis vor kurzem noch ein wenig  unheimlich war.
„Ich bin ehrlich gesagt froh, dass es jetzt vorbei ist“, gab sie zu.
Joel hielt sie fest an sich gedrückt. „Du warst sehr mutig Mari. Wirklich, alle Achtung! Und dass du nun erstmal froh bist, dass es überstanden ist, das ist doch nur zu verständlich!“
„Na ja, mutig… findest du? Auch wenn ich zwischendurch wieder zusammengezuckt bin? Ich fand mich gar nicht mutig, ich musste manchmal richtig gegen meinen Körperangst-Automatismus kämpfen. Es war schon ziemlich herausfordernd und manchmal auch ein bisschen schlimm, z.B. als der Meister das T-Shirt begonnen hat hoch zu schieben.“
„Naja, es war ja schon auch eine sehr besondere Situation“, meinte Joel verständnisvoll, „so gefühlt hilflos zu sein… Da ist es schon auch ganz normal, dass man unsicher ist. Aber du hast dich darauf eingelassen, und du hast es zulassen können, dass er dein Shirt hochschieben konnte, etwas, das gerade dann, wenn man gefesselt ist, sich schon irgendwie gefährlich anfühlen kann.
Aber es war nicht gefährlich nicht wahr? Er hat genau das gemacht, was er angekündigt hatte. Er ist an keiner Stelle weiter gegangen, als er es dir zugesagt hatte, und er hat sofort gestoppt als du Nein! gesagt hast, richtig?“
Erleichtert antwortete Mari: „Danke, dass du mich so gut verstehst, Joel, und das nicht bagatellisierst. Es tut so gut, sich verstanden zu fühlen!“
„Ich verstehe dich. Er hat dich ganz bewusst gefordert in dieser Situation.“
„Ja, es stimmt, er hat sich an alles gehalten, nur dass er mein T-Shirt hoch geschoben hat, das war nicht ausgemacht, das hat mich einen Moment lang richtig in Panik versetzt, aber ich war froh, dass er auf mein Nein gleich reagiert hat.“
Nachdenklich antwortete Joel: „Nun, etwas musste er machen, damit du die Erfahrung machen konntest, dass dein „Nein“ sofort berücksichtigt wird. Und dazu musste er dir einen Anlass geben, damit du die Gelegenheit hattest, Nein zu sagen. Dabei hast du die Wehlosigkeit besonders deutlich gespürt und dass er es auch sofort berücksichtigt, wenn du etwas nicht willst. „
„Ach so, deshalb… Naja, und er hat ja auch nicht gesagt, dass er alles, was er tut, vorher ankündigen wird…“ fiel Mari ein, „aber ich habe mich in dem Moment wirklich sehr hilflos gefühlt!“
„Ja, die Wehrlosigkeit zeigt sich ja erst wirklich, wenn etwas passieren könnte. Also musste er zumindest etwas andeuten, wenn auch etwas eher Harmloses, welches durch die Situation aber deutlich ernster wirkte.“
„Stimmt“, bestätigte Mari, „in dieser Situation fühlt man sich gleich doppelt und dreifach verletzlich! Na ja es war ja auch nicht ausgemacht, das alles vorher angekündigt werden würde, aber das hochschieben des Tops hat in mir Alarmglocken schrillen lassen!“
„Du solltest die Wehrlosigkeit spüren – allerdings kombiniert mit dem Wissen und der Erfahrung, dass dir nichts passieren wird.“
„Dieses Wissen ist in solchen Momenten, wenn plötzlich so eine Angst losgeht, wie nicht mehr verfügbar“, erklärte Mari.
„Ja“, bestätigte Joel, „das sollte ja auch einen inneren Alarm auslösen. Du solltest für dich prüfen, wie sehr du ihm vertrauen kannst.“
„Und jetzt bin ich wohl durchgefallen? Weil ich gleich stopp gesagt habe…“

„Aber nein, du hast ihm ja sogar eine zweite Chance eingeräumt, dass er etwas nackte Haut auf deinem Bauch berühren konnte. Das war sehr mutig! Das wichtigste ist, dass du die Erfahrung gemacht hast, dass dir nichts Schlimmes passiert, selbst wenn du gefesselt bist.“
„Ja, das stimmt, ich habe es bewusst geschehen lassen, und in allem, was war, konnte ich die Erfahrung machen, dass er sich an die Absprachen hält. Er hat dann sogar die Situation mit der Hand auf dem Bauch nur sehr kurz gehalten, da war ich froh!“

„Ja“, lächelte Joel, „du sollst ja Vertrauen gewinnen, daher wollte er dich schon auch ziemlich herausfordern , aber dir gleichzeitig eben auch zeigen, dass er stets deine Gefühle berücksichtigt und dass dir nichts Schlimmes geschieht.“
„Das war schon eine ziemlich intensive Lektion!“
„Ja, und du hast sie gut gemeistert“, sagte er und drückte sie noch einmal fest an sich.

„Danke, Joel, dass ich mit dir darüber noch sprechen kann – jetzt hinterher – das hilft mir, das alles noch besser zu verarbeiten und einzuordnen… Hmm… Wollen wir jetzt unsere Sekt austrinken? Jetzt kann ich ihn, glaube ich, besser genießen als vorhin…“

„Ja gern“, sagte er, holte die Gläser und sie stießen noch einmal gemeinsam an.
„Auf diese ganz besondere Erfahrung“, sagt Mari.
„Auf deinen Mut!“ lächelte Joel.

Geschrieben von Rafael und Miriam

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51. Reicht das Vertrauen zum Fesselspiel? (1)

Bei Joel – eine Herausforderung und Chance für Maris Vertrauen

Das muss wohl irgendwie ein  besonderer Abend werden, dachte Mari, als Joel mit zwei Gläsern Sekt aus der Küche kam. 
„Oh, gibt es etwas zum Feiern?“ fragte sie.
„Nein, aber es könnte heute prickelnd werden“, sagte Joel – und dann: „Das Spiel beginnt.“
„Prost Mari,“ sagte er, nun bereits in seiner Meisterrolle, und stieß mit ihr vorsichtig an.
Auf dem Tisch stand eine Schachtel, die er nun an sich nahm. Mari hatte sich schon gefragt, was es damit wohl auf sich hatte, und was er damit gemeint hatte, dass es prickelnd werden könne.
Gespannt schaute sie ihn…
Er öffnete die Schachtel und zog langsam ein rotes Seil heraus.

Vertrauen1Mari bekam einen Verdacht…
Mit großen Augen schaute das Seil, als hätte er eine giftige Schlange hervor gezogen.
Ihr Meister nickte: „Ja heute wird es um dein ganzes Vertrauen zu mir gehen, Mari.“

Unruhig geworden erwiderte sie: „Sag mir bitte, dass ich jetzt eine falsche Assoziationen habe…“
Er schüttelte den Kopf: „Nein, dieses+ Mal hast du die richtige Assoziation, ich möchte dich fesseln, nur ein wenig, aber so, dass du deutlich spürst, dass du die Verantwortung abgeben musst.“
Mari stand auf und ging im Zimmer umher. „Was meinst du mit nur ein wenig?“
„Ich werde dir nur die Hände fesseln“, erklärte er, „und das auch nur leicht. Es geht mir heute mehr um das Gefühl des Gefesselt-seins, als darum, dich wirklich fest und unlöslich zu fesseln. Ich werde nicht einmal einen Knoten verwenden.“
„Ehrlich gesagt das macht mir Angst, ziemliche Angst sogar!“ gab sie zu.
„Mari, es wird dir nichts Schlimmes geschehen dabei, versicherte er ihr, als sah, wie ihr Gesicht hektische rote Flecken bekam. “ Was hältst du jetzt erst einmal von einer Umarmung, damit du dich ein wenig beruhigen kannst?“
Als sie seinen Vorschlag mit einem „Oh ja, bitte!“ annahm, ging er zu ihr und nahm sie fest in seine Arme. Dabei spürte er, wie sie am ganzen Körper bebte.
Lange und fest hielt er sie in seinen Armen, um ihr Halt und Sicherheit zu vermitteln.
Er wusste, dass allein schon das Wort Fesseln Angst in ihr auslöste, und wollte ihr durch die Umarmung Kraft geben. Ganz fest hielt sie sich an ihm.
„Alles gut“, versicherte er ihr. „Mari, du vertraust mir doch, oder? Du weißt, dass ich nichts tun würde, was du nicht willst, oder?“
„Ja, grundsätzlich glaube ich schon, dass ich dir vertraue, aber die Situation… Ich bin mit dir hier ganz alleine, und ach ich weiß auch nicht… Mensch, das fühlt sich einfach schlimm an!“
„Was fühlt sich denn so schlimm an, Mari?“ fragte er vorsichtig.
„Na, dann bin ich ja wirklich wehrlos!“
„Ja“, bestätigte er, „aber sowie du „Stopp“ sagst, würde ich sofort das Seil lösen. Das könnte dir sogar selbst gelingen, denn ich werde, wie gesagt, nicht mal einen Knoten machen.“
„Theoretisch könntest du aber dann plötzlich doch einen Knoten machen… Entschuldige bitte, ich weiß auch nicht warum ich das jetzt gesagt habe.“
„Ja, du müsstest dich auf mich verlassen… Zweifelst du an mir Mari?“ fragte er und schaute sie aufmerksam an.
„Der größte Teil von mir zweifelt nicht, aber einen kleinen Teil, einen kleinen Rest gibt es wohl schon, der zweifelt, sonst wäre mir wohl der Gedanke gerade nicht gekommen.“
Joel nickte. „Hm, ja, das kann ich mir gut vorstellen. Und ja – ich könnte dann durchaus einen Knoten machen, aber… glaubst du, dass ich das würde? Na all dem, was wir beide bereits miteinander erlebt haben?“
„Nein, das will ich nicht glauben!“
„Dann vertrau mir Mari, und ich werde dir zeigen, dass du mir zu Recht vertraust. Dies wäre eine Erfahrung, die dich in deinem Vertrauen sehr stärken würde. Möchtest du dich darauf einlassen? Ich tue es nur, wenn du dazu  bereit bist.“

Maris Herz klopfte heftig, Sie kämpfte einen inneren Kampf mit sich.
Joel ließ ihr Zeit. Es war wichtig, dass sie diese Entscheidung in Ruhe und ohne Druck treffen konnte. Schließlich hatte sie sich durchgerungen: „Okay, ich versuche es!“

„Prima Mari! Lass uns uns gemeinsam auf das Sofa setzen.“
Als sie sich gesetzt hatten, sagte er: Zieh bitte deine Strickjacke aus, es ist warm hier, und ich werde dicht bei dir liegen , damit du meine Nähe immer spürst.“
Beunruhigt frage Mari: „Bist du sauer auf mich oder enttäuscht, dass es diesen Restzweifel in mir gab? Entschuldige bitte die Frage, aber das muss ich wissen, bevor wir so etwas machen.“
„Aber nein“, beruhigte er sie, „ich möchte dir nur eine Gelegenheit geben, die dir hilft, dass dieser Restzweifel sich auch auflösen kann.“
„Gut okay“, antwortete Mari, „ich habe zwar noch Angst aber ich will mich darauf einlassen.“
Während sie ihre Jacke auszog sagte er: „Das freut mich, Mari, und ich hoffe sehr, dass ich dir zeigen kann, dass das Vertrauen, das du mir allein schon mit dieser Bereitschaft entgegenbringst, gerechtfertigt ist.“
Sie nickte und schluckte nervös. „Ich hoffe, es geht…“

„Nun leg dich auf den Rücken Mari“, sagt er mit ganz sanfter und ruhiger Stimme.
Oh je, das fühlte sich so schwer an… Sie sagte sich in Gedanken: Ich will jetzt vertrauen, ich will jetzt vertrauen…
Ganz dicht saß er  bei ihr, um ihr Geborgenheit zu vermitteln.
Sie nahm aufgeregt die Beine auf die Couch, streckte sie der Länge nach aus, und saß nun schon mal in der richtigen Richtung auf der Couch aber noch in aufrechter Position.
Joel setzt sich in der gleichen Position direkt neben sie, was sie irgendwie als hilfreich empfand.
Nach einem kleinen Weilchen ging sie tiefer und stützte sich auf die Unterarme. 
Interessiert nahm sie wahr, dass er es ihr gleich tat, als würde er sie spiegeln.
Nun fehlte bis zur Liegeposition nur noch ein kleines Stückchen, sie lag ja schon halb, aber die Überwindung, ihre Unterarme nun auszustrecken und sich ganz hinzulegen, fiel ihr jetzt ganz schwer.

Da legt Joel sich selbst komplett hin. Ganz dicht neben ihr lag er nun auf dem Rücken.
Sie nahm einen tiefen Atemzug und machte es ihm schließlich nach. In der Nähe lag ein Kissen, das sie sich unter den Kopf zog. Soweit – so gut… dachte sie und hielt die Luft an. Wie würde es jetzt weiter gehen?

„Tief atmen,“ sagte ihr Meister, der immer noch neben ihr lag und atmete selbst ganz tief ein und aus. Nach und nach fiel sie in seinen Atemrhythmus mit ein, und langsam beruhigte sie sich etwas. Wie gut es doch tut, dass er neben mir liegt, dachte sie.
„Sehr gut, Mari,“ sagte er mit ruhiger Stimme. „Ich weiß, das ist eine Herausforderung für dich, aber du machst das sehr gut.“
„Danke, dass du mich so gut verstehst“, antwortete sie und fühlte sich etwas leichter.

Nun hob er seine Arme und streckte sie nach hinten über den Kopf aus.
Mari überlegte, ob das wohl eine unausgesprochene Aufforderung sei, das gleiche zu tun, wartete allerdings erstmal ab, ohne es zu nachzumachen. Aber sie hatte richtig vermutet…

„Mach es genau so wie ich, Mari“, wies er sie an, „streck deine Arme über deinen Kopf nach hinten aus.“
Sie zögerte… Und hob dann schließlich auch die Arme über den Kopf, obwohl ihr diese Position gar nicht behagte. Wie sie schon vermutet hatte, drehte sich Joel nun zu ihr, nahm das Seil, und gerade als er ihre Handgelenke berühren wollte, ging ein Zucken durch ihren Körper hindurch. Alles in ihr zog sich zusammen, und sie setzte sich wieder auf.
„Entschuldige bitte – bitte entschuldige! Ich kann nicht!“ rief sie aufgeregt.

Ob es ihr wohl doch noch gelingen wird, Joel so weit zu vertrauen, dass sie ihm die Hände zum Fesseln überlässt?

Geschrieben von Rafael und Miriam
Übermorgen wird das Kapitel fortgesetzt. 

 

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32. Eine heilende Übung (2) – Verletzung und Größe

Bei Joel: Mari spricht mit ihrer Sportlehrerin in ihrer inneren Welt

Maris Körper saß mit geschlossenen Augen entspannt, sicher und gemütlich in einem bequemen Sessel, während ihr Geist sich mit Joel, der wieder die Rolle des Meisters einnahm,  auf einer inneren Reise befand…
Nachdem sie sich mit der Kraft der Natur-Elemente gestärkt hatte und dadurch immens gewachsen war, begleitete ihr Meister sie durch eine Tür, die in eine Sporthalle hinein führte.
„Ich bleibe die ganze Zeit dicht an deiner Seite, versicherte er ihr. Du bist nicht allein bei allem, was du jetzt erlebst!“ Sanft legte er eine Hand auf ihre Hände, die beim Anblick der Turnhalle zu zittern begannen, damit sie seine Präsenz auch körperlich deutlich spüren konnte.

„Mari, du bist immer noch sehr groß – gestärkt durch die Natur-Elemente so groß, dass du fast an die Turnhallendecke stößt. Alles unter dir ist ganz klein, so wie aus Lego-Steinen erbaut.“

Marie roch diesen typischen Turnhallen Geruch, der sie sofort an all die schwierigen Situationen in der Turnhalle ihrer Vergangenheit erinnerte.

„Atme tief Mari. Atme die Kraft  der Sonne, des Waldes, des Windes und des Wassers“, flüsterte Joel ihr zu.

Mari versuchte den Turnhallen-Geruch durch den Duft des Waldes zu ersetzen und spürte ein Gefühl der Stärke aufgrund ihrer magischen Größe. Ihr Kopf befand sich unterhalb der Turnhallen-Decke. Sie schaute von dort oben hinab und alles sah wie eine Spielzeug-Landschaft aus – weit weniger bedrohlich als früher…

Plötzlich sah sie sich selbst , die Sportlehrerin und die Klasse von oben, wie sie da unten herumliefen:
„Heute hier in dieser Größe bist du ganz sicher“, erklärte ihr Joel. „Alles in dieser Halle sieht wie Spielzeug aus, weil du längst darüber hinausgewachsen bist. Ich stehe direkt neben dir, damit du noch mehr Kraft hast, und gebe dir Schutz und Sicherheit.“
Ihr Meister war in ihrer Vorstellung noch größer als sie selbst und sie nahm in Gedanken seine Hand, die er sofort sowohl im Geist als auch real fest umschloss.

Es fiel Mari nicht leicht, bei dieser Vorstellung ihrer Größe zu bleiben – ihre Gefühle sprangen hin und her.

„Atme in deinen Bauch hinein – tief und tiefer. Hier kann dir nichts und niemand mehr etwas tun. Ich stehe direkt neben dir, damit du noch mehr Kraft hast. Schau, wie klein sie sind… Die Lehrerin scheint irgend etwas zu rufen, doch du kannst nichts hören, sie ist einfach zu klein.“ Ganz sanft, aber deutlich fühlbar drückte der Meister Maris Hand.

Die Sportlehrerin saß mit ihrer Trillerpfeife auf der Bank in ihrem blauen Trainingsanzug und pfiff. Das konnte Marie allerdings nur sehen und nicht hören.

„Ganz ruhig und tief atmen, Mari. Schau dir deine Lehrerin an, wie klein sie ist, wie winzig…“

„Wie sie da auf der Bank sitzt, wirkt sie richtig ein bisschen in sich zusammengesunken“, stellte Marie erstaunt fest.

Jetzt stand Frau Schmidt (Name wurde geändert aus Datenschutzgründen) von der Bank auf und reckte sich… Marie erschrak und drückte fest die Hand des Meisters.

Er drückte sie auch etwas stärker als davor, um ihr Halt und Kraft zu geben. „Komm, wir beugen uns ein bisschen zu ihr herunter“, schlug er vor. „Schau sie dir genau an. Sie kann dir nichts mehr tun, gar nichts!“

Der Schreck, den sie eben bekam, als Frau Schmidt aufstand, legte sich wieder etwas.

„Siehst du wie harmlos sie ist, du könntest sie geradezu aus der Halle pusten. Aber vorher… möchtest du ihr etwas sagen?“

„Ja, ich habe ihr etwas zu sagen,“ antwortete Mari. „Hallo Frau Schmidt, hier bin ich, Mari, und hier können Sie mir nichts tun! Und hier bin ich nicht allein, mein Meister ist bei mir… Ich habe ihnen viel zu sagen. Jetzt setzen Sie sich mal auf die Bank und hören mir zu!“

„Du siehst, wie sie erschrickt. Sie zuckt zusammen, und setzt sich zögerlich auf die Bank.“ Joel drückte wieder Maris Hand, und Mari ließ nun ihren Gefühlen freien Lauf:

„Es war so schlimm, es war so schlimm, es war so schlimm – der Sportunterricht bei ihnen in all den Jahren! Er hat mir die Freude am Sport genommen. Nein, Quatsch, er hat erst gar keine Freude aufkommen lassen! Sie haben mir jegliche Lust an Bewegung, an Neugier, an Spiel und sportlicher Gemeinschaft genommen. Sie haben mir mit ihren Beschimpfungen und mit ihrer lauten Trillerpfeife so oft furchtbar viel Schrecken verursacht! Sie haben mich beschämt und vor allen anderen lächerlich gemacht – nicht nur mich auch andere, aber mich ganz besonders, weil ich so zart und klein war… Ich habe ihre Verachtung gespürt mit ihren furchtbaren Bemerkungen. Und sie haben mir nicht nur die Lust am Sport unmöglich gemacht, sondern haben mit ihren Beschämungen meinen Körper und meine Gefühle übelst verletzt!“

„Das machst du gut Mari, lass es raus, lass raus, was du schon immer sagen wolltest“, ermutigte sie Joel.

„So sehr verletzt, so sehr gedemütigt haben sie mich immer, immer wieder… so sehr beschämt und immer wieder rauf auf´s Schlimme! Ich habe mich gefühlt wie ein Wurm, den sie zertreten wollten!“

„Frau Schmitt sieht dich zitternd und beschämt an, siehst du das Mari? Sag ihr alles, was du sagen möchtest.“

 

Mit Tränen in den Augen sprach Mari weiter: „Und was das Schlimmste ist, ich habe mir immer wieder Mühe gegeben. Ich habe mein Bestes getan, was ich tun konnte. Ich habe auch in meiner Freizeit geübt, aber es hatte gar keinen Sinn! Es war vergeblich! Sie haben mich immer wieder niedergemacht, und daraus entstand das Gefühl, ich kann mich anstrengen, soviel ich will, ich bin einfach nicht veränderungsfähig – ein Gefühl, was sich auch auf anderes übertragen hat und mich auch in anderen Zusammenhängen gebremst hatte.“

Marie sah auf die Sportlehrerin herab. Inzwischen tat sie ihr ein bisschen leid, aber es war noch nicht alles, was sie zu sagen hatte.

Ihr Meister ermunterte sie, weiter zu sprechen: „Mari, es ist wichtig, dass du alles ausdrückst, was dich belastet! Sag ihr alles, was noch in dir ist.“

„Vermutlich haben sie nicht gewusst, wie schlimm das alles ist, wie schlimm es war, und wie schlimm es immer noch ist, über so viele Jahre bis jetzt! Ich hatte dadurch so viel Scham und habe sie immer noch! Alles, was meinen Körper anbelangt, hat immer mit Peinlichkeit zu tun. Die natürlichsten Sachen fallen mir schwer, weil von ihnen so oft, wenn sie mich angesehen haben, ironische oder laute Beschimpfungen gekommen sind… Ich habe fast immer peinliche Gefühle, wenn mich jemand bei was auch immer beobachtet, weil… wenn wir Sport gemacht haben, haben wir ja nicht immer gesehen, wen sie wann beobachtet haben, und ganz plötzlich und oft unerwartet kamen dann die Verunglimpfungen. Da ist eine so riesige Angst und Scham in mir über all die Jahre in meinem Körper und in meinen Gefühlen gespeichert, dass ich mich so vieles nicht traue, es gar nicht erst wage, etwas auszuprobieren.

Und als sie mit mir Ball werfen trainiert haben, und immer wieder gebrüllt haben, dass ich so kraftlos werfe wie ihre sechsjährige Tochter, obwohl ich ja schon 13 Jahre alt war, habe ich mich so geschämt. Vor der ganzen Klasse haben sie mich da bloßgestellt!“

„Sehr gut Mari, lass es raus, lass deine Scham aus dir heraus, gib sie ihr zurück, gib ihr die Pein zurück!“ ermutigte sie Joel wieder.

„Ich sollte es schaffen, bis über die Linie zu werfen, und ich habe es nicht geschafft. Ich habe es immer wieder nicht geschafft! Und dann habe ich mir vorgestellt, hinter der Linie stehen sie, und ich könnte es mit meinem Ball erreichen, dass sie still sind, dass sie mal umkippen und endlich still sind und Ruhe geben!  Mit dieser Vorstellung ist es mir einmal gelungen, den Ball über die Linie zu befördern, aber ich will mir eigentlich gar nicht schlimme Sachen vorstellen, damit ich ein Ziel erreichen kann. Damit habe ich Gedanken gehabt, die gegen meine Werte waren – schon damals. Sie waren für mich die Schreckensperson der ganzen Schule, immer wenn ich in die Sporthalle hinein gegangen bin, stieg schon das Angstgefühl in mir auf!“ 
Erschöpft hielt sie inne.

„Aber nun hast du keine Angst mehr vor ihr, Mari! Sag es ihr.

„Heute habe ich keine Angst mehr vor ihnen, heute weiß ich, dass sie aus irgendeinem inneren Grund auch nicht anders konnten, als sie es konnten… Und ich wünsche mir, dass sie Frieden finden, denn sie müssen voller Aggressionen gewesen sein, oder vielleicht voller Schmerz. Ich weiß es nicht, es hat sicher einen Grund gegeben, und dieser Grund war nicht wirklich ich, aber ich habe es abbekommen! Und all der Not, die ich damals gespürt habe, habe ich etwas gemacht! Ich habe viel Einfühlungsvermögen für Kinder, besonders für die, die gemobbt werden, denen es schlecht geht, die Angst haben… und ich habe es mir zum Beruf gemacht, ihnen zu helfen und bin Lehrerin geworden.“

„Du bist sehr stark Mari, du willst ja keine Rache, du willst nur einen Ausgleich, indem du ihr nun all das sagst, was du nie hast sagen können – und sie muss es sich anhören.“

„Ich habe diesen Beruf gewählt und liebe ihn, weil ich auch dieses Vergeblichkeitsgefühl kenne, das manche Kinder haben:  dieses Gefühl: man kann sich noch so viel Mühe geben, und es scheint nicht zu klappen, dass man besser wird in den Leistungen, in denen man so gerne besser werden würde. Ich will besonders Kindern helfen und sie ermutigen, dieses Vergeblichkeitsgefühl aufzulösen. 
Und ich habe daraus gelernt, dass ich nicht im Sport besser werden muss, sondern dass es andere Dinge gibt, in denen ich gut sein kann!“

„Ja, Mari, du bist gut, du bist groß, du bist stark! Fühlst du es? Sag es ihr.“

„Es ist wichtig, dass sie wissen, wie schlimm das für mich und wahrscheinlich auch viele andere Schülerinnen und Schüler gewesen ist, damit diese Kette nicht fortgesetzt wird. Aber ich möchte, dass sie sich selbst auch verzeihen, und die Ursache finden, weshalb das so gekommen ist bei Ihnen. Ich bin nicht gut im Sport, aber ich habe andere Dinge, in denen ich gut bin! Eins davon ist: Ich kann vergeben. Frau Schmidt, ich vergebe ihnen, und ich bitte sie, vergeben auch sie sich selbst.“

„Deine Barmherzigkeit ihr gegenüber ist wahre Größe, Mari. Spüre die Kraft in dir!“

„Ja, diese Kraft spüre ich, Und die ist mir wertvoller als jede Sportübung!“

„Das ist eine gute Kraft Mari, eine edle Kraft! Du hast andere Übungen gemacht, und sie haben dir eine andere wertvollere Größe und Stärke verliehen.“

Geschrieben von Rafael und Miriam 

Weiter geht´s im nächsten Kapitel: –> 33. Eine heilende Übung (3) – Vergebung und Ausgleich

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