92. Die Kraft der Gewohnheit

Bei Mari: Neue Gewohnheitsstraßen wollen gebildet werden

Joel hielt Mari entspannt in seinen Armen, nachdem sie ein intensives Erlebnis längeren Augenkontaktes beendet hatten und Mari den Entschluss gefasst hatte, sich künftig nicht mehr nach alten verinnerlichten Verboten richten zu wollen, die ihre Lust und ihre innere Freiheit einschränkten, das zu tun, was sich locker und frei anfühlte Sie sprach ihre soeben getroffene Entscheidung aus: „Ich will der Stimme in mir folgen, die sich weit, aufgeschlossen und lebendig anfühlt.“
„Das ist ein kraftvoller Entschluss, Mari!“ hatte Joel ihr bestätigt.

Nachdem sie eine Weile entspannt die Umarmung genossen hatten, redete er weiter: „…Es kann allerdings geschehen, dass du trotz deines Beschlusses weiterhin immer wieder einmal mit den alten einengenden Verbotsgefühlen zu tun hast, weil sie über die vielen Jahre eine fest sitzende Gewohnheitsbahn in deinem Gehirn gebildet haben, die so breit ist wie eine Autobahn. Da hilft es nur, anhand neuer bewusst gewählter Entscheidungen und Erfahrungen neue Gewohnheitsstraßen in dir zu bilden – so wie wir es ja auch schon seit geraumer Zeit tun. Und jetzt, wo  du das so bewusst entschieden hast, wird es sich als Thema wahrscheinlich in der nächsten Zeit noch deutlicher  zeigen. Immer wenn du die alten automatisierten Verbotsgefühle in dir wahrnimmst hast du die Gelegenheit, das alte                       Muster durch neue Erlaubnis-Strategien zu zu entkräften. Gern werde ich dich darin unterstützen, deinem getroffenem Beschluss zu folgen und dir dazu Gelegenheiten geben.“

„Gelegenheiten?“ fragte Mari, löste sich aus seinen Armen und drehte sich etwas zur Seite, um ihm ins Gesicht schauen zu können.
Ernsthaft nickte er. „Ja – Gelegenheiten, anhand derer du mit den alten Verbotsgefühlen in Berührung kommen wirst und sie nach und nach entkräften kannst.“
Ohne dass sie es merkte rückte Mari ein wenig von ihm ab und errichtete dadurch eine kleine Distanz zwischen ihnen.

„Mari, merkst du , was du tust?“
Erstaunt schaute sie ihn an. „Was meinst du?“
„Du ziehst dich etwas zurück.“
„Nein, das habe ich nicht beabsichtigt und auch nicht bewusst getan.“
„Das vermute ich auch, aber dein Körper spricht eine eigene Sprache. Wenn du eine Herausforderung witterst, gehst du, ohne es zu merken, als erste Reaktion in Abstand von mir.“
„Tut mir leid, Joel!“
„Das braucht dir nicht leid zu tun. Ich wollte es dir nur bewusst machen. Dann hast du nämlich auch eine bewusste Wahl. Schau, Mari…“ liebevoll lächelnd schaute er sie an, „Dein Körper und dein Unterbewusstsein betrachtet mich immer noch manchmal als Feind, weil ich öfter mal etwas in deinem inneren alten Wertesystem durcheinander bringen will. Aber ich bin nicht dein Feind! Ich tue das, worum du mich einst gebeten hast…“  Sanft nahm er ihre Hand in seine und schaute sie ernst an.
Betroffen nickte Mari: „Hm, ich weiß ja, aber meine Körperzellen scheinen das nicht ganz zu kapieren oder es zumindest immer mal wieder zu vergessen.“
Geduld_Annahme_Ermutigung_Bestaetigung„Deshalb wollen wir sie ja viele neue Erfahrungen machen lassen – und dies immer und immer wieder, damit neue Gewohnheitsstraßen entstehen können. Einverstanden?“
Mari zögerte einen Moment lang; nickte dann und sagte: „Ja, ich bin einverstanden! Aber sei nicht enttäuscht, wenn sich nicht so schnell alles verändert!“
„Ich bitte dich nur um eines, Mari: Sei von dir selbst nicht enttäuscht! Denn die von dir so ersehnte tiefe Veränderung braucht unser beider Geduld, Annahme, Ermutigung und Bestätigung!“

Zu allen Kapiteln der –> Geschichte von Mari und ihrem Meister in chronologischer Reihenfolge

Was möchtest du für den ersten Tag dieses Jahres zaubern?

Wie ein Buch mit unbeschriebenen Seiten…

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liegt das neue Jahr noch vor uns.
Möge es ein wundervolles, zauberhaftes Buch werden, mit 365 Seiten mit lebendigen, berührenden und vertrauensstärkenden Eintragungen – und möge am Ende der jeweiligen Tages-Seite eine bunte Dankbarkeitsliste stehen.

Möge sich das, was auf den Seiten geschrieben steht, wie eine spannende, tolle Geschichte lesen, die an etlichen Stellen des Tages und vor allem am Ende immer wieder mit Liebe und Freude einhergeht.

Und mögen die Herausforderungen und Spannungsbögen, ohne die ja keine Geschichte auskommt, gut und am besten mit Lust, Freude und Erfolg zu bewältigen sein.

Na ja… und sollten manche Tage sich nicht ganz so von Freude erfüllt anfühlen, dann lasst uns auf diesen Seiten (und vielleicht nicht nur auf diesen Seiten 😉 ? ) Geschichten erfinden, die so toll sind, dass sie sich am liebsten verwirklichen möchten…

Denn unser Unterbewusstsein kennt ja nicht den Unterschied zwischen vorgestellten Erlebnissen und der Wirklichkeit und fühlt das, was wir uns „ausdenken“, als echtes Gefühl…

Und was wir denken und fühlen – strebt dazu, Realität zu werden…
Ups – könnte man das nicht zaubern nennen, wenn wir uns erlauben, ein bisschen märchenhaft zu denken?

Viel Spaß bei der „täglichen Magie“
und ein zauberhaftes, kraftvolles Jahr 2021 voll Freude, Wohlbefinden und Liebe
wünscht euch
eure Miriam
sowie die beiden „Märchenhelden“ dieses Blogs: Mari und Joel