22. Eine utopische Heilungsreise: ZÄRTLICHKEIT    und    VERTRAUEN

Joel hatte sich für die Weihnachtszeit eine Fortsetzungsgeschichte von wohlwollenden außerirdischen Meistern zum Thema „Macht – Angst – Vertrauen – Hingabe“ für Mari ausgedacht, das er ihr in Form eines Adventskalenders geschenkt hatte.

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Heute war Mari besonders früh aufgewacht, machte sich Kaffee und ging nochmal mit der Kaffeetasse und dem heutigen Umschlag in ihr Bett. Sie öffnete ihn, fand ein Marzipanherz darin und las gespannt, wie die Geschichte weiter ging...

Das Vertrauen, das sie zu Ramon entwickelt hat, trägt Früchte. Sie empfindet Dankbarkeit für seine Einfühlungsgabe und Annahme. Immer wieder einmal durch fließt sie ein leises Gefühl von Hingezogenheit. Schließlich gehen auch erste zarte Regungen von Zärtlichkeit von ihr aus.

Als sie an diesem Abend entspannt nach einer wohltuenden Massage in seinen Armen liegt, fühlt sie eine so große Verbundenheit zu ihm, dass sie zum ersten Mal den Impuls spürt, ihr zärtliches Gefühl, das sie zu ihm gewonnen hat, selbst auszudrücken und nicht nur verborgen in sich zu halten. Ihre innere Freude sucht ein Ventil, und ganz sacht tut sie zum ersten Mal von sich aus einen kleinen Schritt ihm entgegen.

Am nächsten Morgen leuchtet wieder einmal ein Röllchen auf:

Geliebte Carina,
zärtlich berührte zum ersten Mal deine Hand mein Gesicht,
streichelte sanft mein Haar,
und d
u schmiegtest dich von dir aus an meinen Körper.
Dein Blick suchte den meinen, und ein entspanntes Lächeln
breitete sich aus auf deinem Gesicht.
Ich danke dir für dein Vertrauen!
In Liebe Ramon

Carina denkt: ‘Zum ersten Mal hatte ich in seiner direkten körperlichen Nähe keinerlei Angstgefühle. Das ist so schön!’

Sie weiß es nun nach all den Tagen ganz sicher: Er tut nichts, was ihr in irgend einer Weise unangenehm ist. Sie darf entspannt ihren Körper in seine liebenden Hände geben und seine wohltuenden Berührungen zulassen und kann es sogar genießen. Er erwartet von ihr nichts – gar nichts! Es sind nicht nur Worte, es ist seine Wahrheit. Er ist für sie da und nimmt sie so an, wie sie ist. Dieses befreiende Bewusstsein erlaubt es ihr, langsam auch in der intimen Nähe seines Körpers ihren Druck loszulassen und sich mehr und mehr zu entspannen.

Carina begreift, sie ist kein neuer Mensch geworden, ihre Ängstlichkeit ist immer noch ein Teil von ihr, aber sie hat eine neue Ebene gefunden, mit sich selbst umzugehen. Sie wird sich nach und nach selbst zur besten Freundin, sie lehnt sich nicht mehr ab für ihre Schwächen und Unsicherheiten, und sie sucht in allem, was ihr zunächst bedrohlich oder schwer erscheint, den verborgenen Segen. So vieles hat sie nun schon erlebt, was anfangs ganz anders erschien, als es sich schließlich entwickelt hat. So viel mehr Liebe ist da, als sie anfangs gedacht hätte. Alles kam immer wieder ganz anders, als sie es befürchtet hatte. Und auch der Schritt, vor dem sich noch etwas Angst hatte, könnte vielleiht… ganz vielleicht… ja auch ganz anders sein… sich vielleicht auch irgendwie… als schön erweisen…?

Morgen wird die Geschichte fortgesetzt und läuft voraussichtlich bis Weihnachten

Hier geht es zu allen bisher erschienenen Kapitel zu dieser Geschichte, die Joel Mari in der Advents- und Weihnachtszeit erzählt –> Eine utopische Heilungsreise (Märchen) 

21. Eine utopische Heilungsreise: ANSPANNUNG    und    ENTSPANNUNG

Joel hatte sich für die Weihnachtszeit eine Fortsetzungsgeschichte von wohlwollenden außerirdischen Meistern zum Thema „Macht – Angst – Vertrauen – Hingabe“ für Mari ausgedacht, das er ihr in Form eines Adventskalenders geschenkt hatte.

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Joel und Mari machten es sich auf der Couch gemütlich. Mari genoss es, in seinem Arm zu liegen und sich von ihm die Geschichte weiter erzählen zu lassen:

In der folgenden Nacht träumt Carina, dass Ramon sie nackt auszieht, sie auf seine Arme nimmt und zum Bett trägt. Dort liegt sie offen und entblößt, während auch er sich entkleidet. Mit großen Augen schaut sie Ramon an, der über ihr ist, und ihren Blick mit seinen Augen festhält…

An dieser Stelle erwacht sie. Heiße Wellen durchfluten ihren Körper, und sie begreift, dass es nun bald soweit sein wird, dass sie den Raum betritt, vor dem sie noch immer Angst hat. Aus ihrem Herzen vernimmt sie die Stimme ihres Meisters: “Du gehst nicht allein. Du tust diesen Schritt nicht allein, Carina. Gemeinsam werden wir auch diesen Raum betreten, und in meinen Armen wirst du lernen, dich darin zurechtzufinden und wohl zu fühlen.”

Als sie am Morgen Ramon begegnet, fühlt sie sich etwas scheu und befangen. “Carina, ich war mit dir in deinem Traum”, begrüßt er sie. “Wie fühlst du dich?”

Zögernd erzählt sie ihm, dass sie noch immer Angst habe, dass sie sich so unsicher fühle, dass sie doch völliges Neuland betreten müsse und gar nicht wisse, was sie tun, wie sie sich verhalten müsse. Sie fühlt sich in seiner Gegenwart wieder einmal sehr unsicher. Seine männliche Ausstrahlung, die sie heute besonders stark spürt, macht ihr Angst.

Verständnisvoll sieht er sie an: “Es ist nur natürlich, dass du noch Angst hast, Carina. Es ist menschlich, dass du dich bei allem Neuen, Unbekannten fürchtest und unsicher fühlst. Ganz verschwinden wird diese Angst erst nach und nach, wenn du auch in diesem Gebiet Erfahrungen mit mir gesammelt hast. Das ist genauso wie in allen anderen Aspekten unserer Beziehung auch. Und mein Versprechen gilt weiterhin: Ich werde niemals irgend etwas tun, was du nicht willst, und ganz gewiss werde ich dir niemals weh tun!”

Am Abend in ihrem Zimmer, als sie über all das wieder nachdenkt, leuchtet ein Röllchen auf. Sie liest:

Geliebte Carina,
Du musst nichts wissen, nichts tun, nichts können.
Sage “JA” und lass geschehen.
Lass dich befreien aus den Fesseln deiner Angst,
und lass dich fallen in meine Arme, ganz offen und frei.
In Liebe Ramon

In den nächsten Tagen geschieht entgegen Carinas Befürchtungen nichts Sensationelles. Ihr auf Hochtouren arbeitender Kopf beruhigt sich langsam wieder. Ihr wird klar, dass Ramon so lange warten wird, bis ihr innerer Druck gewichen ist. Viele Stunden seelischer, geistiger und körperlicher Nähe gibt es. Carina hat ihm gestattet, sie überall, auch an ihren intimsten Stellen zu berühren. Ramon macht von dieser Erlaubnis zunächst nur selten Gebrauch. Er spürt, wie sie in diesen Momenten vor Schreck und Anspannung die Luft anhält, und wie sie sich verkrampft. Nach und nach berührt er sie auch dort öfter und immer wieder macht sie dann die Erfahrung, dass nichts Bedrohliches geschieht.

Ganz sicher und ganz ruhig geht ihr Meister mit ihr in diesen Schreck-Momenten um. Und die bedrückenden Gedanken: ‘Jetzt ist es soweit, jetzt gleich wird es geschehen… Was soll ich tun? Was erwartet er von mir?” kann sie nach und nach loslassen.

Immer wieder sagt er ihr in diesen Momenten: “Carina, spür einfach nur, wie es sich anfühlt, wenn meine Hand dort liegt. Nichts weiter wird geschehen. Nur die Liebe und Wärme meiner Hand fließt in diese Stelle. Ich erwarte nichts von dir. Du musst gar nichts tun, nimm einfach nur wahr. Wir haben alle Zeit der Welt.”    Carina holt tief Luft und lässt ihre Anspannung langsam los.

Immer mal wieder, eingebettet in andere Erlebnisse der Nähe und Zärtlichkeit, macht sie diese Erfahrung, so dass sie schließlich nach und nach auch diese intimen Berührungen nicht mehr als bedrohlich empfindet. Lange Zeit hat sie sich nur passiv verhalten und mit äußerster Anspannung seine Zärtlichkeit empfangen. Als sich ihre innere Spannung schließlich langsam legt, beginnt sie, auch das Angenehme in diesen Berührungen zu spüren. Ganz langsam erwacht ihr Körper aus der anfänglichen Starre.“

Morgen wird die Geschichte fortgesetzt und läuft voraussichtlich bis Weihnachten

Hier geht es zu allen bisher erschienenen Kapitel zu dieser Geschichte, die Joel Mari in der Advents- und Weihnachtszeit erzählt –> Eine utopische Heilungsreise (Märchen) 

13. Eine utopische Heilungsreise: ABWEHR    und    ACHTSAMKEIT

Joel hatte sich für die Weihnachtszeit eine Fortsetzungsgeschichte von wohlwollenden außerirdischen Meistern zum Thema „Macht – Angst – Vertrauen – Hingabe“ für Mari ausgedacht, das er ihr in Form eines Adventskalenders geschenkt hatte.

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An diesem Tag trafen sich Joel und Mari sich bei Joel. Er hatte Kerzen angezündet und einen Früchtekuchen auf den Tisch gestellt. Nachdem sie sich mit Kaffee und Kuchen gestärkt und ein wenig über ihre Erlebnisse während der letzten Tage geplaudert hatten, schlug Joel vor, dass sie es sich wieder gemeinsam auf der Couch gemütlich machten. Er legte seinen Arm um Mari, zog sie hinab, dass sie bei ihm lag und drehte sie so, dass sie die Kerzen auf dem Tisch sehen konnte. Sie lag vor ihm, so dass sie sich mit dem Rücken an ihn anlehnen konnte. Das löste ein angenehmes, geborgenes Gefühl in ihr aus. In dieser Position erzählte er die Geschichte weiter:

Viele Stunden der Nähe und der Entspannung erlebt Carina in der nächsten Zeit, ohne dass sie von Ramon in einer Weise berührt wird, die ihre Grenzen übersteigen würde.

Heute fragt er sie: „Wie wäre es heute mit einer kleinen neuen Herausforderung?“
Fragend schaut Carina ihn an. Er schaut sie offen und liebevoll an, sagt aber nichts weiter. Schließlich sagt sie: „Ja, ich will dir vertrauen.“

Er hält sie in seinem linken Arm und streicht einige Male entspannend mit der rechten Hand über ihre Arme und ihren Rücken, wandert dann über ihren Bauch, geht etwas tiefer und legt schließlich seine Hand ganz sanft auf ihre intimste Stelle. Bewegungslos lässt er sie dort liegen und betrachtet Carina freundlich und aufmerksam. Sie hält die Luft an, starr vor Schreck, ihre Gedanken wirbeln herum: ‘Jetzt ist es soweit, jetzt… jetzt… jetzt wird er sich nehmen, worauf er so lange gewartet hat! Das ist jetzt der Anfang, gleich… gleich… gleich wird er über mich herfallen…

Sie will schreien: ‘Nein!’, aber es ist nur ein Krächzen. Dennoch nimmt er es wahr und nimmt seine Hand sofort weg. Er kuschelt die zitternde Carina in die Decke ein, hält sie ganz fest in seinen Armen und streicht ihr mit einem sanften Druck über den Rücken. “Ganz ruhig, Carina. Es ist alles gut”, redet er ihr beruhigend zu. “Du hast ‘nein’ signalisiert, und ich habe mich danach gerichtet. Ganz ruhig, nichts geschieht dir.”

Lange Zeit redet er sanft und liebevoll mit ihr, und schließlich findet sie ihre Sprache wieder und redet sich ihre Angst von der Seele. 
Und wieder versichert er ihr verständnisvoll und geduldig, dass er nichts mit ihr tun wird, was für sie nicht stimmig ist, und nichts, rein gar nichts von ihr fordern würde. 

Als sie wieder in ihr Zimmer kommt, leuchtet ein Röllchen ihres Kalenders auf und sie liest:

Geliebte Carina,
nicht du bist für mich hier,
um meine Bedürfnisse zu befriedigen,
sondern ich bin für dich da,
um dir zu helfen,
deine tiefsten Bedürfnisse und Wünsche 
zu erkennen und sie leben zu lassen.
In Liebe Ramon

Wieder fühlt sie das neue, seltsame Gefühl, wirklich gut aufgehoben zu sein.

Mari drehte sich um zu Joel, schaute ihn an und meinte: „Die befinden sich ja auf einer ähnlichen Reise wie wir…“

„Ja, nur dass Carina nicht die Möglichkeit hat, einfach weg zu gehen, so wie du“, lächelte Joel, „sie ist wirklich ganz darauf angewiesen zu vertrauen, dass ihr Meister nichts mit ihr macht, was ihr widerstrebt.“

„Und ich glaube, das wird er auch nicht tun. Er war ja auch jetzt bei dieser neuen Herausforderung sehr achtsam und hat auf ihr Signal sofort reagiert“, antwortete Mari.

„Und…  was meinst du, Mari, wenn ich dich einmal in dieser Weise berühre wie es Ramon heute bei Carina tat, was meinst du… wie würdest du reagieren?“

Mari rückte ein kleines Stückchen ab von Joel.

„Keine Sorge, ich rede nicht von heute, und auch nicht von diesem Jahr“, beruhigte er sie.

„Na ja…“ Mari entspannte sich wieder, „Ich glaube, ich hätte nicht diese Panik, dass du über mich herfallen würdest und dir gewaltsam etwas nehmen würdest, was ich nicht wöllte, aber…“

Joel zog sie wieder in seine Arme. „Das ist doch schon mal wunderbar,“ flüsterte er ihr ins Ohr. „Aber…?“

„Es gibt da eine Blockade in mir, ganz nackt zu sein, und mich wirklich an allen Stellen berühren zu lassen“, erklärte Mari verlegen, „ich weiß nicht, wie…“

„Das musst du jetzt auch gar nicht wissen, Mari“, unterbrach er sie, „lass uns einfach in der Adventszeit ganz gemütlich und ohne weitere Herausforderungen für dich im Zauber der Geschichte bleiben. Was dann irgendwann kommt, das sehen wir, wenn es soweit ist, okay?“

Mari nickte. „Danke, Joel! Irgendwie… ist das ist eine ganz besondere Adventszeit in diesem Jahr…“

Morgen wird die Geschichte fortgesetzt und läuft voraussichtlich bis Weihnachten

Hier geht es zu allen bisher erschienenen Kapitel zu dieser Geschichte, die Joel Mari in der Advents- und Weihnachtszeit erzählt –> Eine utopische Heilungsreise (Märchen) 

32. Eine heilende Übung (2) – Verletzung und Größe

Bei Joel: Mari spricht mit ihrer Sportlehrerin in ihrer inneren Welt

Maris Körper saß mit geschlossenen Augen entspannt, sicher und gemütlich in einem bequemen Sessel, während ihr Geist sich mit Joel, der wieder die Rolle des Meisters einnahm,  auf einer inneren Reise befand…
Nachdem sie sich mit der Kraft der Natur-Elemente gestärkt hatte und dadurch immens gewachsen war, begleitete ihr Meister sie durch eine Tür, die in eine Sporthalle hinein führte.
„Ich bleibe die ganze Zeit dicht an deiner Seite, versicherte er ihr. Du bist nicht allein bei allem, was du jetzt erlebst!“ Sanft legte er eine Hand auf ihre Hände, die beim Anblick der Turnhalle zu zittern begannen, damit sie seine Präsenz auch körperlich deutlich spüren konnte.

„Mari, du bist immer noch sehr groß – gestärkt durch die Natur-Elemente so groß, dass du fast an die Turnhallendecke stößt. Alles unter dir ist ganz klein, so wie aus Lego-Steinen erbaut.“

Marie roch diesen typischen Turnhallen Geruch, der sie sofort an all die schwierigen Situationen in der Turnhalle ihrer Vergangenheit erinnerte.

„Atme tief Mari. Atme die Kraft  der Sonne, des Waldes, des Windes und des Wassers“, flüsterte Joel ihr zu.

Mari versuchte den Turnhallen-Geruch durch den Duft des Waldes zu ersetzen und spürte ein Gefühl der Stärke aufgrund ihrer magischen Größe. Ihr Kopf befand sich unterhalb der Turnhallen-Decke. Sie schaute von dort oben hinab und alles sah wie eine Spielzeug-Landschaft aus – weit weniger bedrohlich als früher…

Plötzlich sah sie sich selbst , die Sportlehrerin und die Klasse von oben, wie sie da unten herumliefen:
„Heute hier in dieser Größe bist du ganz sicher“, erklärte ihr Joel. „Alles in dieser Halle sieht wie Spielzeug aus, weil du längst darüber hinausgewachsen bist. Ich stehe direkt neben dir, damit du noch mehr Kraft hast, und gebe dir Schutz und Sicherheit.“
Ihr Meister war in ihrer Vorstellung noch größer als sie selbst und sie nahm in Gedanken seine Hand, die er sofort sowohl im Geist als auch real fest umschloss.

Es fiel Mari nicht leicht, bei dieser Vorstellung ihrer Größe zu bleiben – ihre Gefühle sprangen hin und her.

„Atme in deinen Bauch hinein – tief und tiefer. Hier kann dir nichts und niemand mehr etwas tun. Ich stehe direkt neben dir, damit du noch mehr Kraft hast. Schau, wie klein sie sind… Die Lehrerin scheint irgend etwas zu rufen, doch du kannst nichts hören, sie ist einfach zu klein.“ Ganz sanft, aber deutlich fühlbar drückte der Meister Maris Hand.

Die Sportlehrerin saß mit ihrer Trillerpfeife auf der Bank in ihrem blauen Trainingsanzug und pfiff. Das konnte Marie allerdings nur sehen und nicht hören.

„Ganz ruhig und tief atmen, Mari. Schau dir deine Lehrerin an, wie klein sie ist, wie winzig…“

„Wie sie da auf der Bank sitzt, wirkt sie richtig ein bisschen in sich zusammengesunken“, stellte Marie erstaunt fest.

Jetzt stand Frau Schmidt (Name wurde geändert aus Datenschutzgründen) von der Bank auf und reckte sich… Marie erschrak und drückte fest die Hand des Meisters.

Er drückte sie auch etwas stärker als davor, um ihr Halt und Kraft zu geben. „Komm, wir beugen uns ein bisschen zu ihr herunter“, schlug er vor. „Schau sie dir genau an. Sie kann dir nichts mehr tun, gar nichts!“

Der Schreck, den sie eben bekam, als Frau Schmidt aufstand, legte sich wieder etwas.

„Siehst du wie harmlos sie ist, du könntest sie geradezu aus der Halle pusten. Aber vorher… möchtest du ihr etwas sagen?“

„Ja, ich habe ihr etwas zu sagen,“ antwortete Mari. „Hallo Frau Schmidt, hier bin ich, Mari, und hier können Sie mir nichts tun! Und hier bin ich nicht allein, mein Meister ist bei mir… Ich habe ihnen viel zu sagen. Jetzt setzen Sie sich mal auf die Bank und hören mir zu!“

„Du siehst, wie sie erschrickt. Sie zuckt zusammen, und setzt sich zögerlich auf die Bank.“ Joel drückte wieder Maris Hand, und Mari ließ nun ihren Gefühlen freien Lauf:

„Es war so schlimm, es war so schlimm, es war so schlimm – der Sportunterricht bei ihnen in all den Jahren! Er hat mir die Freude am Sport genommen. Nein, Quatsch, er hat erst gar keine Freude aufkommen lassen! Sie haben mir jegliche Lust an Bewegung, an Neugier, an Spiel und sportlicher Gemeinschaft genommen. Sie haben mir mit ihren Beschimpfungen und mit ihrer lauten Trillerpfeife so oft furchtbar viel Schrecken verursacht! Sie haben mich beschämt und vor allen anderen lächerlich gemacht – nicht nur mich auch andere, aber mich ganz besonders, weil ich so zart und klein war… Ich habe ihre Verachtung gespürt mit ihren furchtbaren Bemerkungen. Und sie haben mir nicht nur die Lust am Sport unmöglich gemacht, sondern haben mit ihren Beschämungen meinen Körper und meine Gefühle übelst verletzt!“

„Das machst du gut Mari, lass es raus, lass raus, was du schon immer sagen wolltest“, ermutigte sie Joel.

„So sehr verletzt, so sehr gedemütigt haben sie mich immer, immer wieder… so sehr beschämt und immer wieder rauf auf´s Schlimme! Ich habe mich gefühlt wie ein Wurm, den sie zertreten wollten!“

„Frau Schmitt sieht dich zitternd und beschämt an, siehst du das Mari? Sag ihr alles, was du sagen möchtest.“

 

Mit Tränen in den Augen sprach Mari weiter: „Und was das Schlimmste ist, ich habe mir immer wieder Mühe gegeben. Ich habe mein Bestes getan, was ich tun konnte. Ich habe auch in meiner Freizeit geübt, aber es hatte gar keinen Sinn! Es war vergeblich! Sie haben mich immer wieder niedergemacht, und daraus entstand das Gefühl, ich kann mich anstrengen, soviel ich will, ich bin einfach nicht veränderungsfähig – ein Gefühl, was sich auch auf anderes übertragen hat und mich auch in anderen Zusammenhängen gebremst hatte.“

Marie sah auf die Sportlehrerin herab. Inzwischen tat sie ihr ein bisschen leid, aber es war noch nicht alles, was sie zu sagen hatte.

Ihr Meister ermunterte sie, weiter zu sprechen: „Mari, es ist wichtig, dass du alles ausdrückst, was dich belastet! Sag ihr alles, was noch in dir ist.“

„Vermutlich haben sie nicht gewusst, wie schlimm das alles ist, wie schlimm es war, und wie schlimm es immer noch ist, über so viele Jahre bis jetzt! Ich hatte dadurch so viel Scham und habe sie immer noch! Alles, was meinen Körper anbelangt, hat immer mit Peinlichkeit zu tun. Die natürlichsten Sachen fallen mir schwer, weil von ihnen so oft, wenn sie mich angesehen haben, ironische oder laute Beschimpfungen gekommen sind… Ich habe fast immer peinliche Gefühle, wenn mich jemand bei was auch immer beobachtet, weil… wenn wir Sport gemacht haben, haben wir ja nicht immer gesehen, wen sie wann beobachtet haben, und ganz plötzlich und oft unerwartet kamen dann die Verunglimpfungen. Da ist eine so riesige Angst und Scham in mir über all die Jahre in meinem Körper und in meinen Gefühlen gespeichert, dass ich mich so vieles nicht traue, es gar nicht erst wage, etwas auszuprobieren.

Und als sie mit mir Ball werfen trainiert haben, und immer wieder gebrüllt haben, dass ich so kraftlos werfe wie ihre sechsjährige Tochter, obwohl ich ja schon 13 Jahre alt war, habe ich mich so geschämt. Vor der ganzen Klasse haben sie mich da bloßgestellt!“

„Sehr gut Mari, lass es raus, lass deine Scham aus dir heraus, gib sie ihr zurück, gib ihr die Pein zurück!“ ermutigte sie Joel wieder.

„Ich sollte es schaffen, bis über die Linie zu werfen, und ich habe es nicht geschafft. Ich habe es immer wieder nicht geschafft! Und dann habe ich mir vorgestellt, hinter der Linie stehen sie, und ich könnte es mit meinem Ball erreichen, dass sie still sind, dass sie mal umkippen und endlich still sind und Ruhe geben!  Mit dieser Vorstellung ist es mir einmal gelungen, den Ball über die Linie zu befördern, aber ich will mir eigentlich gar nicht schlimme Sachen vorstellen, damit ich ein Ziel erreichen kann. Damit habe ich Gedanken gehabt, die gegen meine Werte waren – schon damals. Sie waren für mich die Schreckensperson der ganzen Schule, immer wenn ich in die Sporthalle hinein gegangen bin, stieg schon das Angstgefühl in mir auf!“ 
Erschöpft hielt sie inne.

„Aber nun hast du keine Angst mehr vor ihr, Mari! Sag es ihr.

„Heute habe ich keine Angst mehr vor ihnen, heute weiß ich, dass sie aus irgendeinem inneren Grund auch nicht anders konnten, als sie es konnten… Und ich wünsche mir, dass sie Frieden finden, denn sie müssen voller Aggressionen gewesen sein, oder vielleicht voller Schmerz. Ich weiß es nicht, es hat sicher einen Grund gegeben, und dieser Grund war nicht wirklich ich, aber ich habe es abbekommen! Und all der Not, die ich damals gespürt habe, habe ich etwas gemacht! Ich habe viel Einfühlungsvermögen für Kinder, besonders für die, die gemobbt werden, denen es schlecht geht, die Angst haben… und ich habe es mir zum Beruf gemacht, ihnen zu helfen und bin Lehrerin geworden.“

„Du bist sehr stark Mari, du willst ja keine Rache, du willst nur einen Ausgleich, indem du ihr nun all das sagst, was du nie hast sagen können – und sie muss es sich anhören.“

„Ich habe diesen Beruf gewählt und liebe ihn, weil ich auch dieses Vergeblichkeitsgefühl kenne, das manche Kinder haben:  dieses Gefühl: man kann sich noch so viel Mühe geben, und es scheint nicht zu klappen, dass man besser wird in den Leistungen, in denen man so gerne besser werden würde. Ich will besonders Kindern helfen und sie ermutigen, dieses Vergeblichkeitsgefühl aufzulösen. 
Und ich habe daraus gelernt, dass ich nicht im Sport besser werden muss, sondern dass es andere Dinge gibt, in denen ich gut sein kann!“

„Ja, Mari, du bist gut, du bist groß, du bist stark! Fühlst du es? Sag es ihr.“

„Es ist wichtig, dass sie wissen, wie schlimm das für mich und wahrscheinlich auch viele andere Schülerinnen und Schüler gewesen ist, damit diese Kette nicht fortgesetzt wird. Aber ich möchte, dass sie sich selbst auch verzeihen, und die Ursache finden, weshalb das so gekommen ist bei Ihnen. Ich bin nicht gut im Sport, aber ich habe andere Dinge, in denen ich gut bin! Eins davon ist: Ich kann vergeben. Frau Schmidt, ich vergebe ihnen, und ich bitte sie, vergeben auch sie sich selbst.“

„Deine Barmherzigkeit ihr gegenüber ist wahre Größe, Mari. Spüre die Kraft in dir!“

„Ja, diese Kraft spüre ich, Und die ist mir wertvoller als jede Sportübung!“

„Das ist eine gute Kraft Mari, eine edle Kraft! Du hast andere Übungen gemacht, und sie haben dir eine andere wertvollere Größe und Stärke verliehen.“

Geschrieben von Rafael und Miriam 

Weiter geht´s im nächsten Kapitel: –> 33. Eine heilende Übung (3) – Vergebung und Ausgleich

 Zu allen Kapiteln der –> Geschichte von Mari und ihrem Meister in chronologischer Reihenfolge

 

18. Bereitschaft… reicht aus

Bei Mari – 2.Teil der Übung Vertrauen ins Leben wächst in vorsichtigen kleinen Schritten

Mari bewegte sich vorsichtig Schrittchen für Schrittchen mit verbundenen Augen durch ihr Wohnzimmer, wobei Joel in der Rolle des Meisters nur noch ein kleines Stückchen entfernt von ihr stand.

Wieder einmal machte sie eine Vertrauensübung mit verbundenen Augen. Es war nicht mehr so leicht wie beim ersten Mal, in denen es nur darum gegangen war, sich überhaupt erst einmal sitzend an den schwarzen Seidenschal vor ihren Augen zu gewöhnen. Sie erinnerte sich, wie schwer ihr das gefallen war. Und heute bewegte sie sich schon langsam durch den Raum damit nach den Weisungen ihres Meisters, der wieder einmal symbolisch die Rolle des Lebens für sie eingenommen hatte.

Ach, wenn sie doch jemals dieses Vertrauen fühlen könnte, das sie sich so sehr wünschte.

„Jetzt knie vor dem Leben nieder.“

Unsicher ging sie in die Knie – und in dem Moment, in dem sie fast umgefallen wäre, weil nichts zum Festhalten da zu sein schien, ergriff er ihren Arm und half ihr dabei nieder zu knien.

„Ich werde dir immer helfen, spätestens dann, wenn du spürst, es allein nicht zu schaffen. Und du darfst mich jederzeit um Hilfe bitten. Meine Hilfe wird zwar nicht immer genauso aussehen, wie du sie dir vorstellst, aber sie wird dir gewährt. Darauf kannst du vertrauen!“

„Danke, Meister!“

Sie spürte, dass etwas Weiches an der Stelle lag, an der sie sich nun nieder kniete, eine Decke… ein Kissen… Genau wusste sie es nicht, aber sie nahm wahr, dass er dafür gesorgt hatte, dass es nicht zu hart für sie wurde auf dem Boden. War das ein Symbol dafür, dass auch das Leben für sie sorgte, und alles so gestaltete, dass es nie zu hart sein würde, wenn sie ihm nur vertraute?

„So, und nun sprich mir nach – Satz für Satz, langsam und deutlich:

  • Leben, du bist unendlich groß – und ich bin klein.“
    „Leben, du bist unendlich groß – und ich bin klein.“
    Dabei fühle Mari sich klein – und das war in diesem Zusammenhang ein  erstaunlich angenehmes Gefühl. Sie brauchte sich nicht zu sorgen, das Leben sorgte für sie.

  • „Du führst, ich folge.“
    „Du führst, ich folge.“
    Auch das fühlte sich seltsam gut an – geborgen in einer größeren Macht…

  • „Du hilfst, ich nehme deine Hilfe an.“
    „Du hilfst, ich nehme deine Hilfe an.“
    Tief atmete Mari ein – ach wenn sie doch sicher sein könnte,
    immer und überall Hilfe zu bekommen!

  • „Du, Leben, bist mein Meister, dir will ich mich blind ergeben.“
    „Du, Leben, bist mein Meister, dir will ich mich blind ergeben.“
    Na ja, das ist eine ziemliche Herausforderung… dachte sie –
    aber es genügt, wenn ich es will, auch wenn ich es noch nicht ganz fühlen kann.

  • „Unberechenbar, unkontrollierbar und ungewiss ist jeder Schritt, und in allem ist Liebe – auch in dem, was sich manchmal schwer anfühlt.“
    „Unberechenbar, unkontrollierbar und ungewiss ist jeder Schritt, und in allem ist Liebe – auch in dem, was sich manchmal schwer anfühlt.“
    Ach könnte ich die Liebe doch immer fühlen oder wenigstens darauf vertrauen,
    dass sie da ist, auch wenn ich sie gerade nicht wahrnehme…

  • „Ich bin bereit, deine Liebe in allem zu finden – und meine Bereitschaft wird mit Unterstützung belohnt.“
    „Ich bin bereit, deine Liebe in allem zu finden – und meine Bereitschaft wird mit Unterstützung belohnt.“
    Das fühlt sich gut an… mit Unterstützung belohnt…
    Aber ob ich das immer kann? überlegte Mari

  • „Ich muss es nicht können – es genügt, dass ich bereit bin.“
    „Ich muss es nicht können – es genügt, dass ich bereit bin.“
    Sie sprach es nach und dachte: Als ob er weiß, was ich eben gedacht habe…
    Es ist so erlösend und nimmt Druck, wenn die Bereitschaft ausreicht!

  • „Ich bin bereit, in allem die Liebe zu finden.“
    „Ich bin bereit, in allem die Liebe zu finden.“
    Das gibt Frieden und Kraft!
    „Ja, ich bin bereit dazu…“ flüsterte sie noch einmal


    In diesem Moment fühlte sie, wie das Leben ihre Hände in seine großen warmen Hände nahm und wie es ihr half, sich zu erheben. Dann wurde sie in die Arme genommen und gehalten. Fest und innig umarmt stand sie nun aufrecht, sicher gehalten in den Armen des Lebens und nahm diese so deutlich spürbare Liebe wahr.

    „Atme die Liebe ein, Mari“, hörte sie die Stimme ihres Meister leise an ihrem Ohr, der als „das Leben“ zu ihr sprach. „Ja, so ist es gut. Gaaanz tief… Mit jedem Atemzug atmest du Liebe ein – jetzt hier in meinen Armen und auch sonst kannst du das tun – wo immer du bist.
    Du brauchst nur daran zu denken, bewusst Liebe einzuatmen, und schon ist es so.“

Zum nächsten Kapitel: –> 19. Bewegt und gehalten von den Händen des Lebens

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17. Vertrauen ins Leben wächst in vorsichtigen kleinen Schritten

Bei Mari – Hilfe kommt dann, wenn sie gebraucht wird

„So Mari, das Spiel beginnt. Setze dich jetzt auf den kleinen Schemel, den du bereits kennst.“

Überraschend wie meistens begann Joel das Rollenspiel, als er aus dem Badezimmer kam und das schwarz-bunte „Gewand des Lebens“ trug.

„Ich komme heute wieder als „das Leben“ zu dir und werde dir gleich die Augen verbinden. Das kennst du ja schon vom letzten Mal. Du hast zunächst nichts weiter zu tun, als einfach nur sitzen zu bleiben und das geschehen zu lassen. Dann wirst du weitere Anweisungen bekommen.“

Sie hörte wie er wieder hinter sie trat und leise zu summen begann – keine bestimmte Melodie, einfach nur Töne. Konnte das sein?! Ein Mann, der so zart summen konnte und das für sie tat…
Ihr Meister fand mit den Tönen einen Zugang zu ihrem gerade wieder so verletzlichen Gemüt… Im ersten Moment, als er ihr das schwarze Seidentuch umgebunden hatte, war sie verängstigt, wie letztes Mal auch. Doch dieser Schreck begann sich nun langsam sich zu lösen. Sie spürte seine warmen Hände auf ihren Schultern Mit sicheren, wohltuenden Bewegungen lockerte er ihre angespannte Körperhaltung. Ach, tat das gut! Wohlig seufzte sie leise auf. In diesem Moment hörte er auf zu summen und sprach zu ihr:

„Du wirst heute das Leben als deinen persönlichen Meister fühlbar mit deinen Sinnen erleben, Mari. Du hast dir ja neulich gewünscht, dem Leben öfter zu begegnen und zu lernen, ihm tiefer vertrauen zu können. Dein Wunsch ist wahr geworden! Steh auf und verneige dich vor deinem Meister, dem Leben.“

Gehorsam erhob sie sich und drehte sich um, da sie ihn noch hinter sich vermutete. Doch seine Stimme kam nun von woanders.

„Nein, da wo du dich hinwendest, bin ich nicht mehr. Ich bin stets unberechenbar. Dreh dich um in die Richtung, aus der du meine Stimme vernimmst.“

Langsam drehte sie sich soweit wie sie meinte, dass nun die Richtung stimmte.

„Ja,“ hörte sie ihn, „das ist fast richtig, ein kleines Stück noch nach rechts!

Sie folgte seiner Anweisung.

„Gut machst du das, Mari.“

Wie wohl ihr dieses kleine Lob tat! Daran merkte sie, wie unsicher sie sich fühlte, und wie hilfreich für sie die kleinste Bestätigung war.

„Weißt du noch, was du tun solltest?“

„Ja, Meister, ich soll mich vor dem Leben verneigen.“

„Sehr gut!“

Wieder spürte sie diese seltsame Freude über das Lob.

„Also nun – ich warte.“

Mari erschrak! Ach ja, sie sollte sich ja verneigen. Langsam beugte sie sich vor.

„Tiefer.“

„Ja, Meister!“

„Sehr gut! Nun richte dich wieder auf und komm näher.“

„Ja, Meister!“ Langsam ging sie vorwärts in die Richtung, in der sie ihn vermutete. Wie weit sollte sie gehen? Vorsichtig tastete sie um sich, damit sie nirgendwo anstieß.

„Deine Arme lässt du bitte unten. Du wirst dich nirgendwo stoßen! Sollte ein Hindernis im Weg sein, werde ich dich warnen.“

„Ja, Meister.“ Noch unsicherer als zuvor setzte sie langsam ihre Schritte vorwärts und blieb schließlich stehen.

„Komm weiter – noch näher – du bist noch nicht dort angekommen, wo ich es will.“

„Ja, Meister,“ flüsterte sie und ging weiter. Wie schwer fiel es ihr doch, die Arme nicht tastend um sich zu bewegen.

„Es fällt dir nicht leicht, mir zu vertrauen, nicht wahr?“

Sie schwieg, ganz mit der Bewältigung ihres Weges beschäftigt. Wackelig ging sie Schrittchen für Schrittchen vorwärts. So lang war ihr Wohnzimmer doch nie gewesen…“

„Du wirst es lernen! Das wird immer wieder einmal eine unserer Übungen sein – blindes Vertrauen.“ Seine Stimme klang ruhig und sicher.
Und irgendwie übertrug sich diese Sicherheit für einen kostbaren Moment auf Mari und und ein leises Lächeln flog über ihr Gesicht…

Zum nächsten Kapitel: –> 18. Bereitschaft… reicht aus

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