56. Ein Ritual zum Jahreswechsel mit den vier Elementen

Mit Joel unterwegs zu einem Jahreswechsel-Vertrauensritual

Mari saß mit Joel, im Auto – unterwegs zu einem ihr unbekannten Ziel. Sie wusste nur, dass sie zum Haus eines Freundes fahren würden und er sie dort durch ein Ritual führen wollte, in dem sie 4 Wünsche stärken und 4 Ängste mit heilenden Kräften verbinden lassen konnte, um damit gut ausgerüstet auf diese besondere Weise gestärkt ins neue Jahr zu gehen. Ihr größter Wunsch und die Kraft, die alles miteinander verband – ja eigentlich das Thema ihres gemeinsamen Weges: VERTRAUEN sollte hierbei eine wesentliche Rolle spielen. Deshalb sollte sie sich auf dieser Fahrt ganz auf ihn verlassen und bekam eine Augenbinde, um das noch tiefer fühlen zu können.

Nachdem sie sich etwas an die Tatsache gewöhnt hatte, nichts sehen zu können, war sie im Auto eingeschlafen. Es war gegen Mittag, als sie am Zielort ankamen. Just als das Auto zum Stehen kam, erwachte sie, bewegte ihre etwas steif gewordenen Arme und Beine und fragte: „Sind wir angekommen?“
„Ja“, bestätigte Joel und half ihr mit den noch immer verbundenen Augen auszusteigen.
Er stellte sich hinter sie, nahm ihr vorsichtig die Maske ab und sagte fürsorglich zu ihr: „So, vielleicht lässt du die Augen erst noch zu, und öffnest sie ganz langsam, damit es dich nicht blendet.“
Sie standen vor einem schönen Landhäuschen inmitten eines großen Gartens.
Und obwohl sie die Augen langsam öffnete, spürte sie das gar nicht mal so helle Licht als starken Reiz.
„Ganz in Ruhe“, empfahl Joel, „und viel blinzeln, damit sich die Augen langsam an das Licht gewöhnen.“
„Ja, es blendet tatsächlich etwas, aber wird schon besser“, stellte sie fest.

Joel nahm das Gepäck, und sie gingen hinein. Während er sie im Haus herum führte, fragte er: „Gefällt es dir?“
„Ja, es ist schön hier“, antwortet sie beeindruckt von dem ansprechenden Stil der Einrichtung.

Ihr Magen knurrte unüberhörbar. Joel lachte und meinte: „Das war eine deutliche Botschaft! Ich gehe jetzt in die Küche und zaubere uns etwas zu essen, und du kannst dir in der Zeit den Garten anschauen.“
„Ich kann dir auch gerne in der Küche zur Hand gehen“, bot Mari an.
„Nein“, lehnte er ab, „entspann dich etwas… und während du durch den Garten gehst, möchte dir noch eine Aufgabe geben. Hast du wie besprochen vier Zettel beschrieben mit je einem Wunsch und einer Angst?“
„Ja, ich habe meine Hausaufgaben gemacht“, antwortete sie lächelnd, schon gespannt, was damit geschehen sollte.
„Du wird nachher jeden Zettel einem Element übergeben“ erklärte er ihr, „und ich möchte, dass du dich jetzt schon im Garten entscheidest, welchem Element du welchen Wunsch zuordnen magst.“

Mit dieser Aufgabe zog Mari in den Garten und sah sich dort um, während Joel zu kochen begann. Er hatte schon viel vorbereitet, so dass es nicht lange dauerte. Als alles bereit war und er auch den Tisch schön gedeckt hatte, war er zufrieden und setzte sich ruhig hin, um auf Mari zu warten und sich auch etwas zu entspannen.

Mari war erstaunt über die Größe des Gartens, den sie erkundete, während sie über die Fragestellung nachdachte, welchen Zettel sie welchem Element zuordnen wollte. Als sie ihre Entscheidungen getroffen hatte, kam sie zurück in die Küche. Er lächelte sie an und führt sie direkt an den Tisch. „Na, bereit zum Essen?“
„Ja, gerne“, freute sie sich.
Und dann tischte er auf: Es gab gebackenen Kürbis, mit Aubergine und frischen gemischten Salat.
„Guten Appetit, Mari“, wünschte er, „lass es dir schmecken!“
Anschließend räumt er ab. Sie wollte dabei helfen, doch er winkte ab und sagte: „Während ich abräume , lass du dir jetzt bitte ein Symbol einfallen, das für dich alle vier Wünsche miteinander verbindet und zeichne es auf diese weiße Blatt hier.“
Das fiel Mari nicht schwer, und eifrig machte sie sich ans Werk.
Als sie fertig war, meinte er: „So, dann wäre jetzt die Zeit für das Ritual, bist du bereit?
„Ja, okay,“ erwiderte sie aufgeregt, „ich bin bereit.“

Das Ritual besteht aus fünf Schritten, erklärte er ihr. „Schritt Eins: Du wirst jetzt einen deiner Zettel einem Natur-Element übergeben. Mit welchem Element möchtest du anfangen?“
„Mit der Erde“, antworte sie.
„Okay, gib mir deine Hand“, sagte er und stand auf. Sie legte ihre Hand in seine, und er nahm sie mit hinaus in den Garten. An einer Stelle war ein Loch gegraben, und daneben stand ein kleiner, noch nicht gepflanzter Baum. Gespannt ging sie neben ihm her.
„Ich möchte, dass du deinen ersten Wunsch hier der Erde übergibst und den kleinen Baum darauf pflanzt. Genauso wie dieser Baum wachsen und stärker werden wird und so wird es auch dein Wunsch. “
Sie nahm den roten Zettel und fragte: „Soll ich das Blatt als ganzes jetzt in dieses Loch legen oder soll ich ihn vorher ein Schnipsel zerreißen?“
Er lächelte: „Mach es so wie du es möchtest. Die Erde wird ihn sich so oder so nehmen.“
Sie ging zu dem Loch, riss den Zettel langsam in kleine Schnipsel, dachte dabei noch einmal an ihren Wunsch, für den sie sich mehr Kraft erbat und an die Angst, die sie lösen wollte. Dabei streute sie die Schnipsel in das Loch. Dann gab er ihr den Baum in die Hände. Sie stellte ihn in das Loch auf die roten Schnipsel und schob mit ihren Händen andächtig die darum liegende Erde in das Loch und klopfte sie fest. Ganz berührt war sie von dieser Tätigkeit. Noch nie in ihrem Leben hat sie selbst einen Baum gepflanzt. Joel half noch etwas mit, warf noch mehr Erde an den Rand und drückte alles noch einmal fest.
„So hat dein erster Wunsch doch eine gute Ausgangsposition“, sagte er.
„Oh danke!“ rief Mari ganz bewegt. „Das ist etwas ganz besonderes für mich!“
„Das freut mich“, lächelte Joel. „Vertraue darauf, Mari, dass die Kräfte der Erde deine Angst zu sich nehmen und sie im Schoß von Mutter Erde Trost und Mut erhält, und dein  Wunsch wird dort Energie bekommen!“ bekräftigte Joel.

„Nun, welches Element, magst du als nächstes auswählen?“
„Die Luft.“
„Okay!“ Er nahm ihre Hand und führte sie zu einem kleinen Schuppen, der etwas weiter hinten im Garten stand. Sie wartete draußen, während er hinein ging, wohl um etwas zu holen… Gespannt sah sie ihm entgegen, als er mit einer kleinen Gasflasche und einer Schnur wieder hinaus kam.
„Falte bitte deinen Wunsch und befestige das Band daran“, wies er sie an. Mari tat das,
wickelte die Schnur fest herum und verknotete sie.
Joel zog einen Luftballon heraus und füllt diesen mit Helium aus der kleinen Gasflasche.
Erstaunt und erfreut über diese wunderbare Idee, lächelte Mari. Der Luftballon erinnert sie an ihre Kindheit, und diese hatte durchaus mit der Angst und dem Wunsch zu tun, den sie für das Element Luft ausgewählt hatte.
„So, Mari, und jetzt befestigst du die Schnur mit dem Wunsch an dem Ballon.“ Er hielt den Ballon so lange sicher fest, bis ihr Wunsch daran baumelte und gab ihn ihr dann in die Hand.
„Gut, und nun kannst du deinen Wunsch und die Angst, die damit zusammenhängt, der Luft überlassen.“
Sie hielt den Luftballon mit dem Zettel noch einen Moment in ihrer Hand, ließ ihn dann fliegen und schaute ihm hinterher, wie er in den Himmel aufsteigt. „Himmlische Kräfte werden sich darum kümmern“, flüsterte sie leise.
„Wunsch Nummer zwei“, sagte Joel und schaute mit ihr noch ein Weilchen dem Ballon nach.
Es war ein schönes Gefühl für Mari, mit Joel gemeinsam dem immer höher steigenden Ballon zuzusehen.
„Vertraue darauf, Mari, dass die Kräfte der Luft deine Angst mit sich in den Himmel tragen und dass sie deinen Wunsch der Erfüllung zu tragen werden!“ sagte Joel.

Schließlich ging es weiter. „Was ist das nächste Element?“ fragte er.
„Wasser.“
„Okay!“ Wieder nahm er ihre Hand und sie gingen an den Rand des Gartens, wo ein kleiner Bach floss.
„Weißt du, wie man ein Boot aus dem Blatt faltet?“ fragte Joel.
„Oh ja“, antwortete sie, „das weiß ich! Soll ich das gleich tun?“
„Ja, bitte“, nickte er.
Geschickt faltete sie aus dem grünen Zettel ein Boot.
„Das ist dir gut gelungen, ein schönes Boot…“, meinte er, „und jetzt setze es auf das Wasser und lass es fahren. Ich halte dich an der Hand fest dabei.“
Da der Boden ziemlich uneben und ein wenig abschüssig war, fühlte es sich gut an, dass er ihr auf diese Weise Halt gab. Mit der anderen Hand setze sie ihr Boot ganz andächtig ins Wasser. Der Bach plätscherte sanft und nahm das Boot, das den Wunsch und die ihn bremsende Angst trug, ruhig mit sich.
Mari kamen ein wenig die Tränen, als sie das kleine Bötchen davon gleiten sah. Es war so ein sanftes Wegtreiben des kleinen Bootes mit dem Wunsch und der Angst an Bord… „Das ist wunderschön, sie so sacht wegfließen zu sehen“, sagte sie leise.
„Ja, vertraue darauf, dass die Kräfte des Wassers deine Angst weg schwemmen und deinem Wunsch Energie zufließen lassen, Mari!“ bekräftigte Joel.

„Fehlt noch das Feuer“, meinte er schließlich und führte sie zurück ins Haus an den brennenden Kamin im Wohnzimmer.
„Du kannst nun den vierten Zettel zusammen knüllen und ihn den Flammen übergeben.“
Mari dachte an den auf dem Blatt notierten Wunsch und die Angst, die seine Erfüllung noch ein Stück weit blockierte, und warf den Zettel schließlich ins Feuer.
Dort schien er sich fast zu entfalten, bevor er sich in den Flammen auflöste.

Gebannt beobachtete Mari dieses Schauspiel. „Es sieht so aus, als hätte das Blatt Papier ein Eigenleben und will sich noch einmal aufbäumen ehe es verbrennt“, meinte sie nachdenklich. Auf diesem Papier steht eine sehr alte Angst, die sich immer mal wieder aufbäumte und heftig bemerkbar machte bisher“, erzählte sie Joel.
Und er sagte dazu: „Vertraue darauf, Mari, dass die Kräfte des Feuers deine Angst in Licht verwandeln und deinen Wunsch stärken werden!

Die Kräfte von Feuer, Erde, Luft und Wasser sind nun deine Helfer und Verbündeten auf dem Weg zur Erfüllung

…Tja – und ein Schritt kommt noch.“Elemente

Mari schaute ihn fragend an.

„Wir werden jetzt erst einmal eine Pause machen und uns Tee und Kuchen gönnen, bevor ich dich durch den letzten Schritt dieses Rituals führe“, lächelte er, legte Mari den Arm um die Schulter und ging mit ihr in die Küche.

Der letzte Schritt des Rituals folgt 

Geschrieben von Rafael und Miriam

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16. Eine utopische Heilungsreise: RAUS AUS DEM RÜCKZUG und EINFACH-SEIN

Joel hatte sich für die Weihnachtszeit eine Fortsetzungsgeschichte von wohlwollenden außerirdischen Meistern zum Thema „Macht – Angst – Vertrauen – Hingabe“ für Mari ausgedacht, das er ihr in Form eines Adventskalenders geschenkt hatte.

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Auch heute wieder freute sich Mari darauf, den Umschlag aus ihrem Adventskalender zu öffnen. Sie nahm einen Schluck Kaffee, steckte sich ein Mandarinenscheibchen in den Mund und las gespannt wie es Carinas weiter erging im Raumschiff mit ihrem Meister…

Zerschlagen und mit Kopfschmerzen wacht Carina am nächsten Morgen auf. Sie hat das Gefühl, gar nichts mehr zu wollen. Sie will von Ramon in Ruhe gelassen werden und sich nicht mehr all diesen verwirrenden, schwierigen Gefühlen aussetzen. Alles ist ihr zu viel, und sie bleibt einfach im Bett. Aber sie findet keinen Schlaf mehr.

In der Zeit, in der sie normalerweise bei ihrem Meister wäre, ist sie allein in ihrem Zimmer und fühlt sich  fast so verwirrt und verloren wie am Anfang ihrer Ausbildungszeit hier im Raumschiff.

Heute Nachmittag fängt diese Gruppe an’, denkt sie, ‘ich gehe da nicht hin! Keiner kann mich zwingen, einen Seelen-Striptease abzuziehen!’

Aber wie soll das alles nur weitergehen? Und was würde René dazu sagen, wenn sie einfach nicht erschiene? Würde er es akzeptieren? Und wenn nicht, was würde er tun? Ein bisschen unheimlich ist er Carina immer noch.

Wieder einmal fühlt sie sich in einer Sackgasse. Sie hat sich in ein Gefängnis hinein manövriert, aus dem sie schwer allein den Weg heraus findet. Ein Gefühlsgemisch aus Trotz, Angst, Scham und Verlorenheit macht es ihr unmöglich, einfach ihr Zimmer zu verlassen und mit Ramon oder René über ihre Gefühle zu sprechen.

Der Druck im Kopf verstärkt sich, und auch ihr Magen macht sich unangenehm bemerkbar. Sie hat heute noch gar nichts gegessen. Da nimmt sie wahr, dass plötzlich ein Röllchen aufleuchtet. Sie wundert sich, es ist doch noch gar nicht an der Zeit… Aber vielleicht sind es gar keine regelmäßigen Zeitabstände, vielleicht hat das Aufleuchten mit ihren aktuellen Gefühlszuständen zu tun? Dieser Kalender ist ohnehin in seinem System für sie ein Mysterium – irgendwie magisch und unverständlich in der Art und Weise wie er immer zu ihrer aktuellen Gefühlslage passt.

So öffnet sie das leuchtende Röllchen und liest folgende Worte ihres Meisters:

Liebe Carina,
auch wenn du dich immer wieder versuchst
mir zu entziehen, bleiben meine Arme und mein Herz offen für dich.
Deine Angst, die hinter all dem steht, was du fühlst und tust,
will gesehen und angenommen werden.
Komm zu mir, ich werde dich halten und trösten
und dich ganz sicher zu nichts drängen.
In Liebe Ramon

Und Carina begreift: Wieder einmal weiß ihr Meister genau, wie sie sich fühlt, und will sie auf diese Weise unterstützen, diesmal selbst den Weg heraus aus dem selbst gebauten Gefängnis zu finden.

Es kostet sie zwar große Überwindung, aber sie schafft den Schritt hinaus aus ihrem Zimmer bis hin zu Ramons Tür. Dann zögert sie. Was soll sie sagen? Wie soll sie beginnen? Fast will sie wieder umkehren, als er von innen die Tür öffnet und zu ihr sagt: “Na, Carina, nun hast du den Weg bis hier her gefunden, da wirst du doch nicht wieder den Rückzug antreten? Komm `rein, Liebes, ich habe auf dich gewartet.”

Als sie sein Zimmer betritt, bemerkt sie René, der sich gerade aus seinem Sessel erhebt. Hätte sie gewusst, dass er hier ist, wäre sie sicher nicht gekommen! Während er auf Carina zu kommt, sagt er zu ihr: “Ich werde dich jetzt mit deinem Meister allein lassen. Nachher, wenn es dir wieder besser geht, reden wir zwei miteinander über deine Angst vor der neuen Gruppe. Nur schon mal vorab, Carina, mach dir keine Sorgen, ich werde dich zu nichts zwingen – und es wird auch keine schlimmen Folgen haben, dass du heute morgen nicht gekommen bist!”

Lächelnd verlässt René den Raum. Carina steht verlegen und unschlüssig da. Ramon zieht sie neben sich auf die Couch und streicht mit der ihm so eigenen typischen Geste über ihr Haar. “Es ist gut, Carina, dass du her gekommen bist. Du hast dir eine Falle gestellt, und du hast zum ersten Mal selbst den ersten Schritt heraus aus deiner Enge getan…“

Mitfühlend schaut er sie an. „Der Kopf tut dir weh, nicht wahr?“ Er nimmt ein Kissen und sagt:  „Komm, leg ihn auf das kühlende Kissen hier und dann sagst du mir alles, was dich bedrückt, ja?”

Carina zögert, aber als er ihr ermutigend zunickt, folgt sie seiner Einladung und legt sich auf die Couch dicht neben ihn. Er streicht ihr beruhigend übers Haar. Inzwischen weiß er ja, wie gut ihr das tut. Als sie seine sanften Berührungen spürt, ist es mit ihrer Fassung geschehen. Sie weint und redet sich ihren Kummer von der Seele: Ihr selbstgemachter Druck, ihre Versagensangst, ihr Minderwertigkeitsgefühl als Frau, ihre Scheu vor der Gruppe, speziell vor den anderen Meistern, ihre Schwächen offenbaren zu müssen, und schließlich die Abwehr, die sich auf das Thema Erotik bezieht… alles sprudelt heraus. Dann sieht sie ihn unsicher an. Hat sie zu viel gesagt? Ist er nun endlich in seiner Geduld erschöpft und ist nun doch beleidigt?

Er erwidert ihren Blick offen und mit freundlichem Lächeln und antwortet ihr auf ihre unausgesprochenen Gedanken: “Es ist gut, Carina, dass du das alles aussprichst. So ist es schon etwas leichter, nicht wahr? Da hast du dir ja mit deinem Anspruch an dich selbst, was das Thema Erotik anbelangt, einen richtigen Teufelskreis gebaut. Mit diesen Gedanken kann ja keine Freude oder Lust entstehen. Weißt du was, Carina, ich habe eine Idee: Wir beide machen ein paar Tage Urlaub! Wir sind in der Nähe eines wunderschönen Planeten namens Lux Natura, dorthin werden wir uns beide einige Tage absetzen und es uns gutgehen lassen, was hältst du davon?”

Carina ist erstaunt. Alle möglichen Hinweise, Erklärungen und Vorschläge hatte sie erwartet, aber nicht das. “Und was ist mit der Gruppe?” fragt sie vorsichtig.

“Die läuft uns nicht davon,” erwidert Ramon lächelnd. “Ich werde mit René darüber reden.”

Und tatsächlich besuchen sie noch am gleichen Tag diesen herrlich idyllischen Ort, an dem sie es  sich sieben Tage gut gehen lassen. Viele schöne Erlebnisse hat Carina dort mit ihrem Meister, und das Thema Erotik wird nicht berührt.

Die Nähe zu ihm wächst allerdings spürbar und auch ihr Vertrauen. Manchmal wird ihr bewusst, wie sehr sie sich zu ihm hingezogen fühlt. Sie teilen Erfahrungen, die auf dem Raumschiff nicht möglich wären. Zusammen wandern sie, schwimmen sie, ruhen sie, reden sie und schweigen sie. Auch schlafen, essen und meditieren können sie herrlich in der wunderschönen Natur dieses Planeten. Carina beginnt nach und nach diese Zeit der Erholung und des einfach Miteinander-Seins zu genießen…

Morgen wird die Geschichte fortgesetzt und läuft voraussichtlich bis Weihnachten

Hier geht es zu allen bisher erschienenen Kapitel zu dieser Geschichte, die Joel Mari in der Advents- und Weihnachtszeit erzählt –> Eine utopische Heilungsreise (Märchen)