61. Immer einen Schritt nach dem nächsten – und die Gedanken werden leiser…

Bei Joel: Eine wettere Vertrauensübung

Als Mari heute das Wohnzimmer von Joel betrat, bemerkte sie das es ungewöhnlich warm war.
Auf dem Tisch lag der Seidenschal, den sie nun schon mehrmals vor ihren Augen hatte.
Joel ging noch einmal in die Küche, um etwas zu trinken zu holen, schenkte Mari ein Glas Wasser ein und sagte: „Ich denke, wir machen heute beim Thema Vertrauen weiter. Bist du bereit, Mari?“
Sie schluckte und antwortete: „Ja, ich bin bereit.“ Welche Übung würde wohl heute auf sie zu kommen? Sie spielte sie mit ihm ja diese Rollenspiele, um ihr Vertrauen zu stärken, dennoch hatte sie immer wieder etwas Angst vorher und oft auch innerhalb der Spiele.

„Das freut mich sehr“, lächelte Joel, „das Spiel beginnt.“ Mit diesen Worten nahm er den Schal in die Hand, stellte sich hinter sie, legte ihn ihr ganz sanft über die Augen und verknotete ihn schließlich.


Mari stand still und versuchte mit ihrer Aufregung klar zu kommen. Was würde nun wohl geschehen?

„Alles gut, Mari?“ fragte er leise.

„Ja, alles okay, ich bin nur ein bisschen aufgeregt“, antwortete sie ehrlich.

„Du weißt, ich passe auf dich auf, nicht wahr?“

Sie nickte.

„Es ist recht warum, magst du deine Strickjacke ausziehen?“ bot er ihr an.

Das tat sie gern, denn ihr war in der Aufregung ziemlich heiß geworden. Er half ihr dabei, und als die Jacke fast ausgezogen war, verdrehte er sie plötzlich so, dass ihre Arme in der Jacke gefangen waren.
Sie versuchte, sich da irgendwie heraus zu winden, doch er zog ein paar mal an der Jacke, so dass die Arme plötzlich darin eingebunden waren.

„Halt still Mari“, wies er sie an.

Mari erschrak. „Ach, das machst du mit Absicht…“

„Ganz ruhig Mari“, flüsterte er leise an ihrem Ohr. Ich bin und bleibe die ganze Zeit in deiner Nähe. Dir kann nichts geschehen.“

Nun konnte sie nichts sehen und ihre Arme kaum bewegen. Sie versuchte, ihre Aufregung durch ruhigeres Atmen in den Griff zu bekommen, aber das funktionierte kaum. Sie fühlte sich äußerst nervös.

„Setz dich“, sagte er und führte sie, so dass sie sicher zu dem Stuhl gelangte.
Sie nahm ihn von hinten an ihren Knien wahr und fühlt sich ziemlich hilflos.
Joel half ihr mit einem festen Griff an den Schultern, dass sie sich ganz vorsichtig und sicher setzen konnte. Sie spürte deutlich, wie ihr Herz schlug.

Als sie sicher saß, ließ er sie los, und es wurde still im Raum.
Dass sie nicht wusste, wo genau er war, konnte sie nur schwer aushalten.
Es gab keine Geräusche, die ihn verrieten. Sie lauschte angestrengt, spürte den Pulsschlag in den Ohren rauschen. Endlich durchbrach er die Stille: „Gut, Mari, jetzt steh auf. Sie konnte nicht genau zuordnen, wo er sich im Raum befand.
Langsam erhob sie sich und fühlte sich dabei sehr unsicher, da sie sich ja mit den Händen nicht abstützen konnte.

„Sehr gut Mari“, lobte er sie, „und jetzt geh drei Schritte vor.“

Langsam setzt sie drei Schritte nach vorn.

„Ja, prima, nun dreh dich nach links und geh zwei Schritte vor. „
Sie folgte seiner Anweisung und fühlte sie sich langsam etwas sicherer.

So ging das noch ein ganzes Weilchen, mal nach links, mal nach rechts, mal mehr mal weniger Schritte, bis sie völlig die Orientierung im Raum verloren hatte.
Mit der Zeit wurde sie sicherer dabei, und fühlte sich irgendwie ganz seltsam ruhig in dieser Orientierungslosigkeit. Immer ruhiger wurde ihr Denken… Mit der Zeit war nichts mehr wichtig, nur immer der nächste Schritt. Seine Anweisungen gaben ihr irgendwie eine Struktur vor, an der sie sich innerlich festhalten konnte. Sie brauchte nur zu folgen, nichts selbst zu entscheiden. Das tat richtig gut.
Nach der gefühlten hundertsten Anweisung sagte Joel zu ihr: „Du machst das sehr, sehr gut Mari. Bleib einen Moment so stehen. “ Seine Stimme schien fast um sie herum zu klingen…
Sie freut sich über das Lob , stand still und erwartete, dass er ihr nun die Augenbinde abnehmen würde und die Übung beendet sei, aber nein…
Es kam eine weitere Anweisung: „Jetzt, lass dich nach hinten fallen, Mari.“

Boah… Das kostet Überwindung. Sie konnte nicht einschätzen, in welchem Abstand er sich von ihr befand. Gern würde sie seiner Anweisung folgen, aber noch gelang es ihr nicht.

Er nahm ihren inneren Kampf wahr und ermutigte sie: „Du warst beim Gehen so mutig und sicher, Mari, das hast du so phantastisch gemacht, nun lass dich noch rückwärts fallen.“

So gern würde sie wissen, wo er stand, wusste aber, dass es keinen Sinn hatte, ihn zu fragen. Sie erinnerte sich an die vielen Male, in denen er eine Übung für sie leichter gestaltet hatte, als sie zuvor dachte. Auch daran, dass er sie schon einmal von hinten aufgefangen hatte, dachte sie. Das war nun schon viele Wochen her. Ganz nah hatte er hinter ihr gestanden… Sicher würde er darauf achten, sie auch dieses Mal nicht fallen zu lassen. Warum war es dennoch so schwer, los zu lassen und sich nach hinten fallen zu lassen.
Sie atmete tief ein und dachte: „Jetzt!“ Aber es gelang nicht, ihr Körper folgte einfach nicht ihrer gedanklichen Anweisung.“

„Komm Mari,“ lockte er sie freundlich, „du weißt, dir wird nichts passieren.“

Immer noch zögerte sie…

Und bei seinen Worten: „Ich weiß, du schaffst das Mari!“, holte sie tief Luft, dachte noch einmal „Jetzt!!!“ und…. ließ sich schließlich fallen.

Anders als bei dem Spiel, das sie vor einiger Zeit schon mal hatten, waren seine Hände allerdings nicht sofort da, und sie begann tatsächlich deutlich zu kippen. Doch nach einem kurzen Schreckmoment waren seine Hände da, fingen sie kräftig und fest auf, und ließen sie ganz sanft auf einen Stuhl sinken.
Ihr war heiß, in ihrem Kopf kribbelte es und sie atmete aufgeregt.

„Sehr gut Mari“, lobte er sie.
Froh, seine Stimme nun ganz in der Nähe zu hören, wünschte sie sich, jetzt eine Berührung von ihm zu spüren.
„Würdest du mich bitte einen Moment umarmen?“ fragte sie leise.

„Aber sehr gerne“, lächelte er und nahm sie fest in die Arme.

In diesem Moment spürte sie erst, wie ihr Körper zitterte, und war dankbar für die Umarmung.
Er hält sie ganz fest. „Ruhig und tief atmen, Mari, das hast du sehr, sehr gut gemacht! Du hast großen Mut bewiesen und großes Vertrauen. Es war heute ja auch deutlich schwieriger, dich fallen zu lassen, aber du hast es gemacht, Mari!“ Daraufhin zog er ihr die Strickjacke nun mit nur einem kleine Zug an der richtigen Stelle aus. Auch die Augenbinde nahm er ihr nun ab und lächelte sie an…

„Danke für deine Anerkennung, das tut gut dass die Strickjacke jetzt ab kommt!“

Sie genoss es, wieder sehen und sich frei bewegen zu können.

„Das war wirklich sehr, sehr gut Mari“, sagte er noch einmal, und dann: „Das Spiel ist vorbei!“

Mari schaute Joel an und ging einen Schritt auf ihn zu, und… er nahm sie in seine Arme.

„Da hat es mir der Meister heute aber ziemlich schwer gemacht“, erklärte sie leise, und genoß seine Umarmung.

„Ja“ gab er zurück, „das war wirklich eine starke Herausforderung an dein Vertrauen, aber du hast sie super gemeistert, hast großen Mut bewiesen und ihm vertraut.“

„Du glaubst gar nicht, wie schwer mir das gefallen ist, Joel!“

„Oh doch, das glaube ich“, sagte er und drückte sie enger an sich, „aber du konntest es, weil dein Vertrauen wächst.“

„Es war heute so unheimlich, schon am Anfang, als er so lange geschwiegen hat, als ich auf dem Stuhl saß… Dann das Laufen ging ganz okay mit der Zeit, aber das Fallen lassen – das war echt heftig! Puh…“

„Ja, zumal er vorher dafür gesorgt hast, dass du die Orientierung verlierst beim Gehen , aber du hast dich nicht irritieren lassen und hast ihm vertraut! Ich bin beeindruckt, Mari!“

„Na doch habe ich mich irritieren lassen, ich habe völlig die Orientierung verloren hier im Raum, ich habe nicht mal mehr die Richtung seiner Stimme zuordnen können, da war ich schon sehr irritiert. Und ich glaube das war Absicht, stimmt’s?!“

„Ja sicher, es sollte ja schon etwas herausfordernder sein, als beim letzte Mal, schließlich willst du ja in deinem Vertrauen wachsen – und du hast tatsächlich noch mehr Vertrauen gezeigt! Prima, Mari!“

„Hm… der Meister ist schon ziemlich kreativ in seinen Übungen, da bekomme ich jetzt schon Bammel vor dem nächsten Mal…“

„Aber du weißt doch, dass es gut ausgehen wird!“ lächelte Joel.

„Warum habe ich dann trotzdem immer wieder so dolle Angst? Ich weiß gar nicht, welche Angst heute größer war: die Angst vor dem Fallen lassen oder die Angst davor, es nicht zu schaffen.“

Joel überlegte: „Tja, warum ist das so mit der Angst… Ich denke, weil es etwas Neues, etwas Ungewohntes ist, und weil du immer noch die unangenehmen Erinnerungen in dir trägst, die in ungewissen Situationen immer wieder aktiviert werden.“

„Ja, so wird es sein. Die kommen wohl immer wieder, wenn es eine neue Steigerung der Herausforderung gibt.“

„Ja, aber mit jedem Schritt, gewinnst du mehr Vertrauen, Mari, sonst wäre es dir heute blind und mit gefesselten Händen nicht möglich gewesen, so sicher durch die Wohnung zu gehen.“

Mari schaute Joel dankbar an. „Es ist echt toll von dir, Joel, dass du mich immer wieder auf die Dinge aufmerksam machst, die mir gelingen. Hab vielen Dank dafür!“

„Ich danke dir, Mari, dass ich ein Teil davon sein kann“, sagte er und drückt sie noch einmal fest an sich.

„Was hätte der Meister eigentlich gemacht, wenn ich mir die Jacke nicht hätte ausziehen wollen?“

Dann hätte er einen anderen Weg gefunden“, sagt Joel wissend, aber rätselhaft.

„Hm okay…“, ich frage wohl besser nicht weiter nach, meinte Mari nachdenklich.

„Du würdest auch keine Antwort bekommen“, schmunzelte Joel, „ich freue mich schon auf das nächste Spiel mit dir!“

Geschrieben von Raffael und Miriam

Zu allen Kapiteln der –> Geschichte von Mari und ihrem Meister in chronologischer Reihenfolge

60. Die Bühne des Miteinanders erweitert sich

Bei Joel – Mari bekommt den Auftrag, ein „Nest“ zu bauen

Nach einer freundlichen Begrüßung begann Joel, der für Mari die Rolle des Meisters einnahm, das heutige Spiel – unerwartet wie meist – mit dem Satz: „Das Spiel beginnt“ – und gleich danach kam die Aufforderung: „Mari, ich möchte jetzt, dass du dir heute hier auf der ausgezogenen Couch ein richtig kuschliges Nest baust.“

Mari schaute auf die ausgezogene Couch mit der breiten Liegefläche. Sie hatte ja nun schon einige Male darauf gelegen, aber jetzt… Die Anweisung, ein „kuschliges Nest“ zu bauen, weckte nebulöse Vorstellungen in ihr von dem, was sie wohl heute hier erleben würde. War sie dazu bereit?

Nervös schaute sie Joel an, der ihr freundlich, aber bestimmt, zunickte. Er öffnete eine Schranktür, hinter der Decken, Laken, Kissen, und ähnliches Material zu finden war. „Bediene dich, und gestalte daraus ein Lager, auf dem du dich so richtig wohl fühlen könntest. Lass dir ruhig Zeit dabei.“

Was sollte in diesem „Nest“ wohl geschehen? fragte wieder ihre Angst-Stimme.
„Ja, mach ich,“ antwortete sie, sprach aber die Frage nicht aus, wozu dieses Nest wohl dienen sollte – und machte sich an ihre Aufgabe. Er hätte ihr ohnehin keine Antwort gegeben – das wusste sie inzwischen und war froh, dass sie daran gedacht hatte, dem Impuls nicht gefolgt war und ihre Frage für sich behielt.

Auch Joel hatte das bemerkt und lächelte verhalten. Seine Schülerin kam weiter auf ihrem Weg… Dass sich in ihr Fragen bewegten, war ihm klar. Doch sie folgte seiner Anweisung ohne zu fragen, was ja eine ihrer Regeln innerhalb der Spiele war, in der sie die Rolle der Schülerin und er die des Meisters inne hatte. Der Inhalt dessen, was sie lernen wollte, war vor allem eins: Vertrauen.

Erst einmal holte Mari hervor, was sie in dem Schrank fand.

Dann wählte sie aus, was ihr gefiel und räumte den Rest wieder ein.
Joel lobte sie. „Das hast du sehr schön und kuschlig gemacht! Ich muss doch gleich einmal ausprobieren, wie es sich darin liegt.“

Mari schaute zu, wie er sein Hemd auszog, sich hinlegte und sich wohlig dehnte und streckte. Schließlich öffnete er seine Arme und lud sie ein, sich bei ihm nieder zu lassen.

Etwas zögernd stand sie im Raum. Immerhin, er hatte nicht verlangt, dass sie sich ausziehen sollte… Dennoch gab es eine Schranke in ihr, sich mit ihm sozusagen in ein gemachtes Bett zu legen, denn nichts anderes war ja dieses „Nest“, das sie gebaut hatte, nun eigentlich geworden…

„Mari, zieh bitte deine Bluse aus, die wirst du hier nicht brauchen. Wir haben ja eine Decke.“

Okay! Wenigstens hatte sie ein buntes Top unter der Bluse… Sie überlegte… wie weiter?
Sie fühlte sich so unbehaglich wie lange nicht mehr, doch konnte sie ja nicht die ganze Zeit hier stehen bleibe. Für solche schwierigen Momente gab es die Möglichkeit, dass sie um eine Umarmung bitten durfte… Er hatte ihr am Anfang ihres gemeinsamen Weges gesagt, dies sei immer möglich, um nicht in ein Gefühl der Starre hinein zu fallen, was ihr anfangs öfter passiert war.

„Ähm, es fühlt sich gerade ziemlich schwierig an in mir… Darf ich… um eine Umarmung bitten?“

„Gut, dass dir diese Möglichkeit eingefallen ist,“ bestätigte sie Joel. „Ja, das darfst du immer, Mari, und auch jetzt! Komm her zu mir, ich umarme dich gern.“

Damit hatte sie sich ein Eigentor geschossen… Genau das war ja ihr Problem gerade, dass sie sich nicht rühren konnte… dass sie Schwierigkeiten hatte, sich zu ihm in das von ihr eben bereitete Bett zu legen… mit wenig Kleidung…

Joel schaute sie aufmerksam an. Er ahnte, was sie bewegte und sagte sanft: „Meine Umarmung wird dir im Liegen genauso Halt geben wie im Sitzen oder Stehen. Probiere es einfach aus. Es ist nur ein kleiner Schritt, der geringfügig anders ist als sonst. Meine Umarmung wird genauso achtsam und liebevoll sein, wie du es schon oft erlebt hast.“
Geduldig und einladend lag sein geöffneter Arm auf der Matratze… Es lag nun an ihr, diesen Schritt zu tun und sich in seinen Arm hinein zu begeben.

Ich kenne und ich mag seine Umarmungen, sie tun mir gut… so redete sie sich in Gedanken gut zu, warum soll das im Liegen anders sein als im Sitzen oder im Stehen… auch wenn das jetzt ein Miteinander-im-Bett-sein ist… Und der Schritt gelang! Sie ließ sich nieder und kuschelte sich in seinen Arm, atmete tief und schloss die Augen. Ich liege mit ihm im Bett – uff!

Er zog die Decke über beide. „Wie schön, Mari, dass du diesen Schritt zu mir getan hast. Ich weiß wohl, dass dir das gerade nicht leicht fiel. Aber spür mal hin, ist es außer der Tatsache, dass wir uns liegend noch besser entspannen können, irgendwie schlimm?“

Etwas verlegen schüttelte sie den Kopf, der an seiner Schulter lag. „Nein, eigentlich nicht.“

„Und un-eigentlich?“

Sie öffnete die Augen. „Na ja, wir liegen mit nur wenig Klamotten miteinander im Bett! Die Couch ist nun zum Bett geworden… Und genau davor hatte ich ja so große Angst, mit einem Mann ins Bett zu gehen…“

„Keine Sorge, Mari, auch wenn wir hier mehr Fläche zur Verfügung haben und die „Bühne unseres Miteinanders“ sich erweitert hat und kuschliger wird, werde ich niemals etwas tun, was dir unangenehm oder für dich nicht möglich ist. Darauf kannst du dich immer verlassen!“

Er stützte sich leicht auf den Unterarm, so dass sie ihm in die Augen schauen konnte. „Willst du mir das glauben?“

„Ja, das möchte ich dir glauben.“

Sanft strich er ihr übers Haar. „Ich danke dir für dein Vertrauen – und dafür, dass du dir ein Herz gefasst hast.“

Ein vorsichtiges Lächeln stahl sich über ihr Gesicht.

„So, meine Liebe, und jetzt gibt es nur eine Aufgabe – und die heißt: Schließ deine Augen und fühle!“

Sie atmete tief ein, machte gehorsam die Augen zu und wartete mit Herzklopfen auf das, was nun geschah.

Joel hielt sie zunächst einfach nur weiterhin in seinem Arm und begann leise zu summen. Inzwischen wusste er um die beruhigende Wirkung auf sie, wenn er mit leisen Tönen ihre Seele streichelte. Nach einem Weilchen bemerkte er erfreut, wie sie etwas näher an ihn heran rückte und sich anschmiegte. Mit der anderen Hand strich er ihr übers Haar. Wohlig seufzte sie und begann sich zu entspannen. Das tat so gut…

Ihre Gedanken kamen zur Ruhe. Er strich wieder und wieder mit gleichmäßigem sanftem Druck über ihr Haar, lockerte von der Seite vorsichtig knetend ihre verkrampfte Schulter, und berührte dann behutsam ihr Gesicht, strich ganz sacht über ihre Wange. Sie merkte zu ihrem eigenen Erstaunen, dass sie sich tatsächlich wohlfühlte so nah neben ihm – und das im Bett…

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