24.Botschaft vom Geist der Liebe : Weihnachten = Güte + Liebe

Der innere Meister flüstert Mari und allen, die es sonst noch hören wollen zu:

Mögen wir zu Weihnachten feiern,Weihnachtszweige
dass
Güte
Licht
Liebe
Gnade
Freude
Frieden
in  uns,
bei  uns,
durch uns
leben  und
nicht tot zu kriegen sind!

ZU_WEIHNACHTEN

Joy to the world…
peace in the world (bitte!)…
love in the world (ist!) an jedem Tag –
was immer kommen mag!

In diesem Sinne wünsche ich euch von Herzen
frohe, liebevolle und friedvolle Weihnachten!
Eure Miriam

Zu allen Posts von –> IAM (die Stimme der inneren Meister-Instanz)

4. Einladung vom Geist der Liebe : Die Tür ist immer offen für dich – komm so wie du bist

Der innere Meister flüstert Mari und allen, die es sonst noch hören wollen zu:

Mein unendliches Weltenherz
ist dein wahres Zuhause.

Wärme, Sanftmut, Kraft und Güte warten dort auf dich.

Komm heim, mein Schatz,oeffnung
die Tür ist offen…
Komm wie du bist –
auch ungeduscht und ungekämmt.

Du bist willkommen wie du bist –
immer und auch jetzt.

 Kuschle dich ein
in die Schwingen MEINES liebenden Geistes.

Atme MEINEN erfrischenden Hauch.

Zu allen Posts von –> IAM (die Stimme der inneren Meister-Instanz)

Quelle des Glücks…

Ein Ding von außen, dass dich für eine Stunde, wenn du Glück hast, gut fühlen lässt und für dass du früher oder später einen hohen Preis bezahlst, führt dich weg vom wahren Glück, weil es ja so easy ist, einfach was zu schlucken… Oder zu trinken… Oder was Gutes zu genießen… Oder einen Papa zu haben, der dich über alles liebt und für den du die Prinzessin bist… Einen Freund, der dich auf Händen trägt… „

„Oh, Mann…“, sagte Marie frustriert. „Das klingt so, als ob alles Gute in dieser Welt schlecht wäre.“

„Nein, aber man muss sich darüber im Klaren sein, dass diese Dinge auch wieder verschwinden können. Können. Nicht müssen! Es ist Blödsinn, sich auf diese vergänglichen Dinge zu stützen. Du kannst sie genießen, solange du sie hast, aber du kommst auf Dauer nicht umhin, nachdem zu suchen, was ewig bleibt, verstehst du was ich meine?“

„Das heißt, das Pendant sitzt innen und ist das wahre Ziel des Menschen?“

Heaven lächelte. Es war seltsam. Sie sah ihn nicht. Aber sie wusste sicher, dass er lächelte.

„Ja“, sagte er sanft. Es gibt ein Glück, das innen sitzt… Und… Es ist das einzige, wofür es sich zu leben lohnt. „

Aus dem Buch „Live chat – Sag mir, wer du bist“ von Subina Giuletti

Zufälligerweise heißt die Protagonistin dieses Buches auch Marie – allerdings mit „ie“ im Gegensatz zu „unserer“ Mari (ohne „e“) hier in der Geschichte mit Joel.

Und ich denke dazu:


Dieses Glück zu finden,
die Quelle tief in mir,
mich damit zu verbinden –
DAS ist es – dafür bin ich hier!


Die ganz eigenen Wege zu finden und zu vertiefen, die Verbundenheit mit der Quelle zu fühlen,
wünscht euch, ihr lieben Gäste hier im Blog

eure Miriam

P.S. Für mich ist einer dieser Wege, Geschichten zu schreiben, die mich in meiner inneren Welt der Fantasie stellvertretend durch die Geschichtenfiguren in allen Ungewissheiten und Herausforderungen Liebe und Güte fühlen lassen.

Wenn jemand von euch von seinem / ihrem Weg, dieses innere Quelle zu finden und zu spüren, erzählen möchte, würde ich mich über einen Austausch hier im Kommentarfeld sehr freuen.




In Güte leben

Mögen wir unsere Kraft nutzen,
um so gut es immer geht, in Güte zu leben,
gütig zu uns selbst und zu denen zu sein,
die das Leben in unseren Weg führt.



Allein schon diese Absicht und Bereitschaft zu haben,
ist für mich Sinn und Weg und Ziel meines Lebens,
auch dann, wenn es nicht immer gelingt…
Dann heißt es erst mal wieder,
gütig und verständnisvoll mit mir selbst zu sein.

67. Gespräch mit der inneren Meisterstimme (2): IAM – ICH BIN deine tiefste Kraftquelle

Mari tippt in ihren Laptop:

Hallo, DU Stimme in mir, die neulich, als ich nicht schlafen konnte, mit mir gesprochen hat. bist DU da?

Ja, Mari, ICH BIN da.
ICH sagte es dir ja schon heute Nacht: ICH BIN immer da. Du kannst dich jederzeit an MICH wenden. Du brauchst nur an MICH zu denken und schon BIN ICH für dich präsent.


Wer oder was bist DU?
Was verkörperst DU?
Was willst du von mir?
Wie kann ich DICH anreden?
Hast du einen Namen?


Wenn ich einen Mund hätte, würde ich jetzt lächeln, Mari, so viele Fragen auf einmal…
Wir wissen ja beide, dass du oft und gern Fragen stellst – und… für MICH ist das völlig in Ordnung. Es ist eine Möglichkeit, dass wir uns näher kommen. Denn es ist ja dein tiefer Wunsch, oder genauer gesagt: die tiefste Sehnsucht in dir, MICH immer deutlicher in dir zu spüren und dich EINS mit mir zu fühlen.

Gespannt nahm Mari die sich seltsam gut anfühlenden Gedanken wahr und konnte sogar fühlen, wie diese Stimme lächelte.

Wie kann ich DICH denn anreden? fragte sie nach innen. Ich will doch nicht nur „Hallo DU“ schreiben! Wer oder was bist DU?

Nun, Mari, ICH gebe dir gern jetzt einige Antworten auf deine Fragen:

ICH BIN DAS, was du wirklich brauchst.
ICH BIN DER, der dir Halt, Kraft und Sicherheit vermittelt.
ICH BIN DIE, in der du dich geborgen und behütet fühlen kannst.
ICH BIN die tiefste und reinste Energie der Liebe in dir.
ICH BIN DAS von dir, das ganz und gar im Vertrauen und in der Liebe ist
und dessen tiefstes Ansinnen lebendige Güte ist.
ICH BIN das „ICH-BIN“ – ICH BIN du in Vollendung.

Nenne mich deshalb einfach
I AM – ICH BIN –

und setze es als Namen zusammen: IAM

Okay… Mari richtete sich in ihrer Sitzhaltung auf, nahm einen tiefen Atemzug,
und sprach in ihr INNERSTES hinein:
Hallo, IAM, danke , dass DU DICH für mich bemerkbar gemacht hast.

Das konnte ICH tun, weil die Zeit dafür reif ist und du die dazu nötige Bereitschaft und Offenheit nun in dir trägst.
Erinnere dich, wir hatten schon mal Kontakt miteinander, nur dass das nicht schriftlich, sondern rein gedanklich geschah.

ICH verrate dir aber eines:
Wenn wir miteinander schreiben, ist das ein weitaus kraftvolleres Miteinander, als wenn du MICH nur in deinen Gedanken berührst.
Du wirst manchmal denken: Was soll ich sagen oder fragen…?

Was soll jetzt schon kommen…?
Und wenn du dich dann doch hinsetzt und einfach nur beginnst, den Gedanken aufzuschreiben, der dann gerade „da“ ist, komme ICH dazu und unser Miteinander beginnt. Da wir das ab dem Moment gemeinsam tun, in dem du dich an MICH wendest, wird es immer zu etwas führen, was du dir vorher nicht hast denken können, denn ICH BIN ja dann mit meiner Schwingung dabei. Probiere es aus – von Mal zu Mal – und ICH verspreche dir: Du wirst jedes Mal aufs Neue überrascht sein!


Und überrascht war Mari auch jetzt. Oh ja, sie war neugierig geworden und wollte diesen neuen Kontakt nun möglichst oft aufnehmen…

Danke, IAM, wir schreiben bald weiter!

Zu allen Kapiteln –> des Dialoges mit der inneren Meisterstimme



53. Einen Schritt weiter ins Vertrauen

Am Tag nach Weihnachten kommt Joel am Nachmittag Mari besuchen…

„Hallo Mari“, sagt er lächelnd, trat ein und zog sich seine Schuhe und Jacke aus.
„Tee und Plätzchen warten schon“, sagte Mari fröhlich. Sie freute sich auf ihn. Nach den entspannten Dezember-Wochen, in denen sie miteinander die Raumschiff-Geschichte gelesen hatten, die er für sie erdacht hatte, fühlt sie sich etwas unbefangener als davor.

„Das sieht bei dir immer alles so schön feierlich und gemütlich aus“, sagte er und setzte sich.



„Freut mich, dass es dir bei mir gefällt, Joel“, antwortete Mari lächelnd. „Diese Adventszeit war für mich eine ganz besondere durch deine Geschichte. Auch unsere Treffen, in denen du mir vorgelesen hast oder davon erzählt hast, empfand ich als so schön…“

„Das freut mich sehr“, antwortete er, nahm ein Plätzchen und sagte dabei leise: „Das Spiel beginnt.“ Dann in etwas anderer Stimmlage: „Ich würde gerne mit dir über die Geschichte reden, Mari.“

„Ja okay…“ antwortete sie abwartend.

„Wenn du so auf die Geschichte zurückblickst, welchen Eindruck hast du gehabt von der weiblichen Rolle?“ fragte er und schaute ihr in die Augen. Wie hat es sich für dich angefühlt? Wie sehr hast du mit ihr gefühlt?“ frage Joel nach.

„Also… Ich konnte mich gut in sie hinein versetzen, ihr Thematik ist mir ja nicht fremd. Und ich denke, das ist kein Zufall, oder?“ Sie sah Joel an und er zwinkerte ihr zu. „Manchmal tat sie mir leid, weil sie nicht mal weg gehen konnte, wenn sie es gewollt hätte, denn das Raumschiff konnte sie ja nicht verlassen. Also sie war nicht wie ich in einer von ihr selbstgewählten Situation von Macht und Kontrollabgabe, sondern sie hatte das Gefühl, zumindest am Anfang, völlig ausgeliefert zu sein. Da war es schön zu lesen, wie verständnisvoll und sanft ihr Meister mit ihr umgegangen ist.
Im Gegensatz zu Carina könnte ich das Ganze ja immer beenden, wenn ich es nicht mehr aushalten würde. Die arme Socke nicht. Das muss sich ziemlich heftig angefühlt haben – besonders am Anfang, bevor sie ihren Meister etwas besser einschätzen konnte. Ich habe sehr mit ihr gefühlt, habe mich manchmal richtig in der Geschichte drin gefühlt.“

„Das freut mich sehr“, lächelte Joel. „Gibt es etwas, das dich besonders gefangen genommen hat – etwas, das in deinem Kopf geblieben ist?“

„Naja, an zwei Stellen fand ich die Macht, oder soll ich besser sagen die Übermacht ganz besonders spürbar, das war einmal ganz am Anfang, als sie nach ihrer Flucht gefasst worden ist, bei ihm in seinem Haus war und schließlich ja keine andere Wahl hatte, als diese Reise mit ihm anzutreten.
Und dann die Situation, wo ihr Meister sie nicht aus dem Zimmer gelassen hat, und sie gezwungen hat, sich auf die Liege zu legen.“

„Wie war das für dich, als er sie dazu gezwungen hat?“ fragte Joel.

„Da waren einige Gefühle gleichzeitig in mir… Einerseits hatte ich ja genügend Distanz, um aus dem roten Faden, wie es bis dahin so lief, zu erkennen, das er ihr sicher nichts Böses wollte, und auch nichts Unkontrolliertes tun würde, mit dem er sie verletzen würde. Andererseits fühlte ich mit ihr mit, wie stark sie in ihrer Panik gefangen war, und hatte Mitgefühl mit ihr. Und dann gab es auch noch eine dritte Facette…“

„Eine Dritte Facette? Was war die dritte Facette?“

„Das fällt mir ein bisschen schwer, wie ich das beschreiben soll, vielleicht kann ich es als ein Gefühl von Faszination bezeichnen, etwas, was mich gleichzeitig angezogen hat und abgeschreckt hat… Und diese Gleichzeitigkeit hat sich irgendwie aufregend angefühlt, ja fast ein bisschen… erregend.“

„Oft liegt die Faszination ja in dem, was unmöglich zu sein scheint. Ramon hat in der Szene ja mehrfach gesagt, dass ihr nichts Schlimmes passieren wird, hast du ihm geglaubt?“

„Ja, ich als Leserin war mir sehr sicher, dass ihr wirklich nichts Schlimmes geschehen würde. Ich habe aber auch gespürt, dass sie das gar nicht glauben konnte, ja dass sie es nicht einmal wahrgenommen hat in ihrer Panik.“

„Und wie war es zu spüren, dass er sie nicht loslassen würde, dass er sie zwingen würde zu bleiben und sich hinzulegen?“

„Naja, da habe ich gedacht, wenn du das mit mir sobald am Anfang gemacht hättest, wie es für Carina war, das hätte ich wahrscheinlich als sehr schlimm empfunden. Aber seltsamerweise fand ich es innerhalb dieser Geschichte nicht so schlimm, diesen Widerspruch verstehe ich selbst nicht so richtig… Vielleicht weil ich mir von außen berachtet denken konnte, dass er ihr nicht wehtun wird… Ich glaube, deshalb fand ich es nicht nur „nicht schlimm“, sondern sogar spannend und aufregend.

„Weil du wusstest, er würde ihre Grenzen wahren. Ist das so richtig?“

„Ja, also genau wissen konnte ich es ja auch nicht, weil ich kannte ja die Geschichte noch nicht ganz, aber ich war mir irgendwie sehr sicher, dass er nicht über eine Grenze gehen würde, die für sie nicht stimmig gewesen wäre.
Obwohl er ja da schon über eine Grenze gegangen war, denn sie wollte ja aus der Situation raus gehen. Allerdings fand ich das – von außen betrachtet – irgendwie nicht so schlimm.“

„Ja, das Festhalten war sicher eine Grenzüberschreitung, aber eigentlich nur eine kleine, um etwas anderes vorzubereiten. Doch da war ja nicht klar, wie weit es gehen würde. Er war ja eindeutig stärker als sie und hätte mit ihr alles mögliche machen können. Wie war das Gefühl dieses Ausgeliefert-seins für dich?“

„Ich konnte ja spüren, das sie einem Mann, der es gut mit ihr meinte, ausgeliefert war – und das hat sich… ehrlich gesagt… sogar irgendwie… gut angefühlt,“ gab Mari etwas zögernd zu.
„Also aus ihrer Position hat sich das in diesem Moment sicherlich nicht gut angefühlt, aber aus meiner Position hatte das irgendwie etwas, ja fast irgendwie Schönes…“

Joel schaute sie nachdenklich an… „Diese Gefühl ausgeliefert und doch etwas behütet zu sein?“ fragte er schließlich.

Mari nickte: „Da hast du es genau auf den Punkt gebracht! Ja, diese Gleichzeitigkeit von Zwang und Güte – die hat was! Er hat ja auch während dessen immer wieder freundlich mit ihr geredet, das habe ich als Zuhörerin ja wahrgenommen, aber sie konnte es nicht wahrnehmen, weil sie so gefangen war in ihrer Angst.“

„Und diese Gleichzeitigkeit hatte etwas Faszinierendes?“

„Hm ja… Stimmt.“

„Kannst du sagen, was faszinierend daran ist?“

„Das merke ich immer mal wieder, dass… wenn zwei Gegensätze gleichzeitig da sind, und einer davon hat etwas mit Güte oder Liebe zu tun, irgendetwas in mir klingelt und sich berührt fühlt.
Es gibt ja den Ausspruch: jemanden zu seinem Glück zwingen. Und wenn wir hier die Fußmassage als Glück betrachten, weil sie ihr ja gut getan hat und ihre Kopfschmerzen gelindert hat, dann war dieser Zwang ja für etwas Gutes da und fühlt sich deshalb irgendwie stark an.“

„Ja, es hatte vielleicht etwas damit zu tun, jemandem zu seinem Glück zu zwingen. Allerdings… könnte es manchmal nicht auch darum gehen, einfach Macht zu spüren, das Gefühl zu fühlen, dass jemand Macht über einen anderen hat…“

„Hmm…also… ein starker Mann hat die Macht über sie, und das hat sich deshalb gut angefühlt, weil ich mir ziemlich sicher war, dass diese Macht nicht für etwas Böses, im Gegenteil für etwas Heilendes genutzt wird.“

„…Und das Gefühl, dass jemand Macht über sie hatte… das war faszinierend?“

„Ja, das fand ich faszinierend, aber das würde ich nur so empfinden, solange wie nichts Böses geschieht, nichts Schlimmes… Zu wissen, er ist ihr so überlegen in seiner Kraft, dass er alles mit ihr machen könnte, was er will, aber das nicht zu etwas ausnutzt, was ihr nicht gut tut, das finde ich ziemlich spannend.“

„Wie wäre es, wenn ich diese Macht über dich hätte, Mari?“

„Huuuh… Du stellst ja Fragen… Da sind wir plötzlich von der Geschichte bei uns gelandet!
Naja, ich glaube, du bist mir körperlich tatsächlich ziemlich überlegen…“

„Ja, das würde ich sagen. Wenn es darauf ankäme, könnte ich dich körperlich überwältigen.“

„Willst du mir jetzt Angst machen? Also bisher hatte ich immer den Eindruck, dass du diese Macht nicht einsetzt, also diese körperliche Überlegenheit…“

„Nein, du weißt, dass ich das nie zu deinem Schaden einsetzen würde – also keinesfalls, wenn es nicht okay wäre. Aber vielleicht reizt es dich ja, auch dieses Gefühl der Machtlosigkeit zu erleben – in dem Wissen, dass dir mit mir nichts Schlimmes passieren wird…?“

Mari überlegte… „Hm. Na ja… Da ist schon ein bisschen was Wahres dran… Dieses Gefühl der Machtlosigkeit ist so seltsam doppelt, es reizt mich irgendwie die Vorstellung, das körperlich zu spüren… Gleichzeitig ist aber auch eine große Angst davor da, wie wir ja in der Situation, in der du mich gefesselt hast gesehen hatten.“

„Nun, das wäre natürlich eine Frage des Vertrauens. Du müsstest viel Kontrolle abgeben und darauf vertrauen, dass ich trotz Überwältigung die Regeln einhalte.“

„Ui, das fühlt sich spannend und unmöglich gleichzeitig an, faszinierend und beängstigend zugleich… Ich weiß nicht, ob ich in dem Moment noch vertrauen könnte, Carina konnte es ja nicht, aber sie kannte ihren Meister auch noch nicht so lange, wie ich dich bereits kenne.“

„Ja, das ist schwer vorherzusehen. Wie sehr würde es dich reizen?“

„Hmm…“ Mari spürte schon bei der Frage, wie eine Aufregung, in ihr aufstieg, die sich spannend und leicht bedrohlich gleichzeitig anfühlte. „Irgendetwas reizt mich schon, herauszufinden, wie das wäre… wie stark ich in Panik geraten würde… oder ob ich schon ein Stück mehr vertrauen könnte. Ich weiß es wirklich nicht, wie das in der Realität sich anfühlen würde…“

„Es ist die Frage, ob du mir genug vertraust, um es mir zu erlauben.“

„Um dir was genau zu erlauben?“

Joel schaute sie ernst und gleichzeitig freundlich an. „Dich zu überwältigen, Mari… dich einmal zu etwas zwingen, selbstverständlich zu etwas, was du annehmen kannst.“

„Und was das ist, wozu du mich überwältigst, das entscheidest du? Ohne mein Wissen?“

„Ja genau, sonst wäre es ja keine Überwältigung.“

„Also ausgeschlossen müssten körperliche Schmerzen sein und sexuelle Übergriffe! Könntest du mir das versprechen?“

„Nun, ich würde nicht weiter gehen, als etwas, dass wir beide bereits miteinander erlebt haben.“ antwortete Joel sofort. „Und körperliche Schmerzen schließe ich definitiv aus.“

„Würde ich die Sicherheit der roten Ampel dann trotzdem weiterhin haben? Also würdest du aufhören wenn ich sagen würde Ampel rot?“

„Ja, wenn du „Rot!“ sagen würdest, würde ich sofort aufhören! Diese Regel bleibt immer bestehen.

„Hmm .. ich weiß nicht warum und ob es richtig ist, aber es zieht mich dahin zu sagen: Ja, ich bin einverstanden, ich gebe dir diese Erlaubnis.“

„Das würde bedeuten, dass ich dann, wenn ich es will, dich überwältigen darf, und etwas mit dir machen darf, was wie besprochen keine Schmerzen beinhaltet und nichts Schlimmes„. Joel lächelte unmerklich beim letzten Worten.

„Und ohne dass du mir vorher Bescheid sagst?“

„Ja ganz genau! Sonst wäre es keine Überwältigung.“

„Ich müsste also darauf vertrauen, dass du einschätzen kannst, was für mich etwas Schlimmes ist…“

„Ja das stimmt! Und genau aus diesem Grund, bleibt die Regel der roten Ampel bestehen.“

Mari wurde für einen Moment still und lauschte in sich hinein. Dann schaute sie ihn an und sagte: „Auch wenn das sich ziemlich doppelt anfühlt: Okay, ich sage ja.“

„Ich finde, es fühlt sich toll an, und ich danke dir sehr für das Vertrauen, dass du mir damit entgegenbringst, Mari!“

„Für mich fühlt es sich gleichzeitig etwas beängstigend und andererseits auch irgendwie toll an, und die Anziehung überwiegt, deshalb habe ich ja gesagt. Und ja, das ist wirklich viel Vertrauen was ich dir damit entgegen bringe.“

„Oh ja, und das fühlt sich für mich sehr anregend an, wenn ich dir das so sagen darf. Ich danke dir, für dein Vertrauen.“

„Würdest du mich mal umarmen?“

„Aber gerne“, antwortet er lächelnd und umarmte sie ganz fest. Nachdem beide ein Weilchen diese Umarmung genossen haben, flüsterte er ihr ins Ohr: „Das Spiel ist vorbei.“

„O Joel, ich glaube, mit dieser Erlaubnis ist jetzt etwas Neues in unsere Spiele hinein gekommen…“

„Oh ja, du hast heute einen riesigen Schritt gemacht in Bezug auf das Vertrauen und das Abgeben der Kontrolle. Ich bin sehr stolz auf dich!“ Er drückt sie nochmals eng an sich.

Und ich werde mir etwas einfallen lassen, um dich gelegentlich zu deinem Wohl zu überwältigen… lächelte er.

Geschrieben von Rafael und Miriam

Zu allen Kapiteln der –> Geschichte von Mari und ihrem Meister in chronologischer Reihenfolge


45. Gedanken am Fenster

Joels Gedanken wandern… 

Joe schloss lächelnd die Keksdose und blickte aus dem Fenster. Bald würde Mari die Straße entlang kommen, nicht wissend, dass er sie von hier aus bereits sehen konnte.

Für heute hatte er sich etwas ganz besonderes ausgedacht.
 
Mal sehen, ob meine Überraschung tatsächlich die Wirkung hat, die ich mir erhoffe, überlegte er nachdenklich…
 
Seine Gedanken wanderten zurück zu den ersten E-Mails, die er mit ihr ausgetauscht hatte, und zu ihren ersten beiden Begegnungen, in denen sie ihm von ihrem Wunsch erzählte, ihre Furcht vor Männern, vor Körpernähe und schließlich auch vor Erotik abzubauen. An Auflösung wagte sie gar nicht zu denken, so stark war sie geprägt durch ihre Angst.
 
Und auch DAS, was sich für sie so seltsam widersprüchlich anfühlte, auch DAS hatte sie ihm anvertraut: nämlich  dass ihre Gedanken immer wieder um Fantasien von Macht und Gehorsam kreiste…
 
Dieser Aspekt fühlte sich für sie nicht gerade spielerisch leicht an, wie er bald bemerkt hatte im Laufe ihrer ersten Spiele, die sie miteinander spielten. Und dennoch zog es sie dorthin…Worin mag für sie dieser Sog bestehen?
Würde es sich irgendwann in all der Spannung auch lustvoll für sie anfühlen können?
 fragte er sich so manches Mal. Denn dass ihre Spiele für Sie immer wieder eine große Herausforderung darstellten, hatte er bald bemerkt. Auch für ihn war es eine spannende Herausforderung, denn er wollte sie gern in ihrem für sie so heiklen Anliegen unterstützen, und sie das fühlen lassen, was ihr Innerstes brauchte… und das war vor allem anderen besonders Vertrauen!
 
Inzwischen hatte er einige Fragmente aus ihrer Kindheit erfahren können, anhand derer er deutlich erkannte, dass sie schon als kleines Mädchen Dinge erlebt hatte, die es ihr schwer machten, unbefangen neue Herausforderungen anzunehmen, ganz besonders, wenn es um den Kontakt mit Männern ging, aber wohl auch sonst in anderen Bereichen des Leben. Es fiel ihr schwer, sich frei und neugierig auszuprobieren durch ihre alte, sie stark belastende Angst, etwas falsch zu machen, abgelehnt zu werden und zu versagen. Dennoch gab sie nicht auf, sich mit ihren Gefühlen anhand neuer Erfahrungen auseinanderzusetzen. Dafür achtete er sie.
Dass ihre Angst vor Autoritäten sie oft bis an die Grenze des Erträglichen brachte, war aus dem, was sie  bereits von sich erzählt hatte, deutlich erklärlich, obwohl es wahrscheinlich nur die Spitze des Eisbergs war, an das sie sich erinnerte.
 
Wahrscheinlich ist es für Sie wichtig, Autorität, also Macht, in einer neuen, für sie wohltuenden und heilsamen Weise zu erleben, in einer  bewusst angewandten und wohlwollenden Art und Weise… hatte er sich zu Beginn ihrer „Spiele“ überlegt.
Diese Macht wollte er gern für sie verkörpern! Denn er hatte selbst eine ganz eigene, facettenreiche Affinität zum Thema Macht, die er im Umgang mit Mari sehr  behutsam und an ihre Situation angepasst zum Ausdruck brachte.
 
Wenn man ihre Grundthemen als Säulen darstellen würde, so sah er sah zwei verschiedene Kraft-Säulen, bestehend aus zwei Sehnsüchten, und zwei Säulen, die es schwierig machten, vor seinem inneren Auge:
 
Die eine Kraftsäule war gebaut aus einer Mari sicher nur teilweise bewussten Sehnsucht nach Körpernähe und Erotik . Dieses Bedürfnis musste  ein starker Motor des Ganzen sein, überlegte er, der ihr die notwendige Energie gab, diesen Weg trotz aller Angst zu beschreiten und weiter zu gehen.
 
Die zweite Säule bestand aus ihrem Anliegen, Autorität auf neue, gute Weise zu erleben, um das Alte mit vielen neuen guten Erfahrungen von wohlwollender, gütiger Macht zu überschreiben. Auch diese Auseinandersetzung mit dem Thema „Macht und Gehorsam“ war eine große Herausforderung für sie, wie er immer wieder bemerkte, wenn er für sie  die symbolische Machtfigur des „Meisters“ einnahm. Welche Energie musste sie in sich tragen, um diesen Weg nicht aufzugeben, der ihr wohl wichtig war und gleichzeitig so schwer fiel…
Mehrmals war sie bereits in Angst und Panik verfallen, wenn er sie in der Rolle dieser Machtgestalt mit auch nur kleinen neuen Herausforderungen konfrontiert hatte. Glücklicherweise hatte er sie stets auffangen können, wenn sie drohte abzustürzen aus dem von ihr selbst gewählten Drahtseilakt.
 
Die beiden Säulen, die es schwer machten, bestanden aus den Bausteinen vieler verschiedener Ängste und Schamgefühle, die es Ihr erschwerten, dieses komplexe Anliegen mit den entsprechenden Bedürfnisse umzusetzen.
 
 Ja: Autorität, Erotik, Angst und Scham – das waren die Grundthemen, die sie spielerisch angehen wollte.
 
Oft sah er die nackte Angst vor allem Neuen in ihren Augen aufblitzen und in ihrem Körper zucken.
 
Glücklicherweise lässt sich die Angst bereits umarmen und dadurch mildern, freute er sich.
 
Er wollte auf diese vier Säulen ein schützendes Dach legen, aus Dachziegeln, die gebrannt waren aus Mitgefühl, Annahme, Güte, Geborgenheit, Wohlwollen, freundlichem Humor,  und einer ihm eigenen Bestimmtheit und Beständigkeit, die sie in ihrem Anliegen bei der Stange hielt.
 
 Ja, dachte er lächelnd, ich kann beharrlich darin sein, die von dir gewählten Ziele für dich im Auge zu behalten, du scheues zartes Reh!
 
Denn im Strudel der Emotionen, war ihr eigentliches Anliegen, was sie mit diesen so herausfordernden Spielen erreichen wollte, manchmal kaum noch fühlbar, und sie versuchte die Konfrontation mit der Ungewissheit, die sie als Übungsfeld brauchte, immer wieder mal wieder zu umgehen – zum Beispiel, wenn ihr wieder mal eine ihrer vielen Fragen innerhalb der Spiele herausrutschte, vermutete Joel schmunzelnd.
 
Aber dafür ist die Rolle des Meisters schließlich da, überlegte er weiter. Ich will dir gerne immer eine Hand reichen, auch als Meister, wenn dir eine Hürde zu hoch und eine Angst zu heftig erscheint….
 
Heute hatte er sich etwas besonderes ausgedacht, was dazu beitragen sollte, ihr den nächsten Schritt leichter zu machen. Denn dass es für Sie ein auffällig schwerer Schritt war, sich auf die Couch zu legen, war ihm schon seit einiger Zeit aufgefallen. Diesmal wollte er das nicht durch eine Anordnung durchsetzen – auch wenn das der Rolle des Meisters mehr entsprach, als die eher unauffällige, einladende Art und Weise, mit der er ihr heute diesen Schritt erleichtern wollte…
 
Das alles ist für dich schon schwer genug, dachte er voll Mitgefühl, und  empfand Achtung für den Mut und die Energie, die sie bisher auf diesem besonderen Weg hielt, der sie immer wieder an ihre Angst heran und durch sie hindurch führte, um dabei nach und nach die Erfahrung zu machen, einem Mann und vor allem auch sich selbst und den eigenen Gefühlen vertrauen zu können.
 
Na, Mari, lass dich überraschen, was ich heute mit dir vorhabe, dachte er schmunzelnd, als er sie zehn Minuten nach der verabredeten Zeit die Straße entlang eilen sah…

Was er für diesen Abend für sie geplant hatte, erscheint im folgenden Kapitel in zwei bis drei Tagen

Zu allen Kapiteln der –> Geschichte von Mari und ihrem Meister in chronologischer Reihenfolge