106. Ja – ich will! Gespräch mit IAM

Nachts: Mari schreibt in ihrem Tagebuch mit IAM, ihrem inneren Meister

Nachdem Joel sich vor einigen Tagen plötzlich und unerwartet von Mari verabschiedet hatte, weil er beruflich dringend für längere Zeit weg musste, konnte sie abends schwer einschlafen. Es fiel ihr schwer, diese unvorhergesehene Wendung in ihrem Leben zu verarbeiten. Szenen von vergangene Erlebnissen mit Joel und Gesprächsfetzen tanzten ungerufen immer mal wieder durch ihren Kopf. Die Frage, warum das mit so einem totalen Kontaktabbruch einher ging, schmerzte sie.
Sie wollte loslassen, aber die sehr persönlichen und besonderen Erfahrungen des vergangenen Jahres bewegten sie ungerufen immer wieder. Sie verstand nicht, warum dieser Abschied so plötzlich gekommen war, und in solch einer umfassenden Weise ohne jegliche Kontaktmöglichkeit…
Ja, auf der äußeren Ebene hatte es wie er erklärt hatte, unvorhersehbar schnell eine Notwendigkeit gegeben, dass er weg musste – aber was ihr Lebensdrehbuch, ihr Schicksal anbelangte… musste dieses schnelle plötzliche Ende ja einen Sinn haben. Vielleicht würde sie   wieder mehr Ruhe finden, wenn sie darüber etwas erfahren könnte.

Aufzeichungen-So nahm sie ihr Tagebuch hervor, schloss für einen Moment die Augen und wandte sich nach innen, ihrem inneren Licht zu…
Schließlich begann sie zu schreiben:

Hallo, DU – mein innerer Meister – mein inneres Licht – mein tiefstes ICH BIN… 

Yeah , yes – I AM ! Hallo, meine liebe Mari! Wie schön, dass du dich an mich wendest! 

Du weißt ja, dass Joel plötzlich abgesaust ist… Warum so plötzlich? Was hat das für einen Sinn?

Es ist an der Zeit ein neues Kapitel in deinem Lebensbuch zu beginnen. Aber bevor wir darüber weiter reden… komm, mein Schatz, setz dich erst einmal in meinen Lichtschoß und tanke auf. Schließ mal deine Augen und fühle meine Liebe, spüre das Licht, das du bist, das dich niemals verlässt und dich mit allem und allen verbindet – letztendlich auch mit Joel. Aber das ist jetzt zweitrangig. Jetzt geht´s erstmal einfach ums Wohlfühlen, darum dich und dein wahres SEIN wieder zu spüren.

Mari schloss ihre Augen wieder und ließ sich in ihrer Vorstellung hinunter sinken… ganz tief in sich hinein… dorthin, wo es warm und hell war.  Sie sank tiefer und tiefer und fand sich schließlich in einer Badewanne aus flüssigem warmen Licht wieder. Die Grenzen ihres Körpers verschwammen und sie war eins mit dem Licht um sie herum. Wärme. Geborgenheit. Frieden. Liebe… Wow ! War DAS schön!

Und das ist immer in dir, hier kannst du jederzeit eintauchen, hörte sie IAM lächelnd in sich reden. Und ICH BIN auch hier in dieser Badewanne. Wenn du magst, liegst du auf mir und ich halte dich mit meinen Lichtarmen liebevoll umarmt hier in diesem herrlichen Lichtbadewasser. 

Mari nickte und ließ sich ganz auf diese wunderschöne Vorstellung ein. Gehalten sein… baden in Wärme und Wohlgefühl… einfach sein… über nichts mehr nachdenken… 

Und das kannst du immer wieder tun, So oft und so lange wie du magst. Ich halte dich hier in einer absolut bedingungslosen, liebevollen Umarmung mitten im Licht.

Und wenn wir dann irgendwann noch einen Schritt weiter gehen wollen, bin ich auch gern bereit, dich zu führen und zu leiten in jeder Stunde deines Tages.
So bist du nie allein – bestenfalls ALL-EIN mit MIr, deinem ICH BIN , also I AM in dir.

Weißt du, IAM, ich wünsche mir schon so lange so sehr das Gefühl, in all den Höhen und Tiefen meines Lebens geführt zu sein, mit nichts wirklich allein da zu stehen 

Ja, Mari, mein lieber Schatz, das weiß Ich.  Deshalb hat dich deine innere Schöpferkraft ja auch für ein ganz besonderes Jahr deines Lebens diese Erfahrung immer mal in kleinen Portionen verkörpert in einem menschlichen Gegenüber – du weißt schon: ich meine Joel – real erleben lassen. 
Nun aber willst du das in einer Weise entwickeln, die dir niemand mehr nehmen kann, weil sie unabhängig ist von einem anderen Menschen. Es ist jetzt an der Zeit, dass du diese Erfahrung ausdehnen kannst auf das große Ganze, aufs Leben an sich in seiner gesamten Totalität. Und dabei werde Ich dir gerne helfen…sofern du das willst, Mari.
Willst du?

Ja, IAM, ich will!Ja_ich_will

Willst du Mich als deinen Meister anerkennen und mit Mir jeden Tag an meiner meist unsichtbaren, ab und zu aber auch in verschiedenen Menschen symbolisch verkörperten Hand, die dir gereicht wird, durch den Tag gehen?

Ja, ich will!

Willst du unter meiner Führung eine Denkweise entwickeln, die dich alles aus einer Perspektive sehen lässt, die Frieden, Liebe und Hingabe ans Leben über alles andere setzt?

Ja, ich will, so gut ich es immer kann…

Mari, deine Bereitschaft und dein Wille dazu ist völlig ausreichend.

Ja! Ja ich will das!

Okay, du bist also bereit, den inneren Frieden, der unabhängig ist von dem, was im Außen geschieht, über alles zu setzen und mit meiner Hilfe eine Art von Hingabe zu entwickeln, die dir ermöglicht, in diesem Frieden mehr und mehr verankert zu sein – und damit in eine Liebe hinein zu wachsen, die alles aus einer erweiterten Perspektiver sieht?

Ja, dazu bin ich bereit, IAM, mit deiner Hilfe…

Ja, Mari – mit Meiner Hilfe! DIE ist dir immer gewiss!

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Zu allen Kapiteln von  –> Mari und ihr innerer Meister ://marismeisterdersanftendominanz.wordpress.com/category/mari-ihr-innerer-meister-dialoge-mit-iam/

Zu allen Kapiteln der –> Geschichte von Mari und ihrem Meister in chronologischer Reihenfolge

5. Eine utopische Heilungsreise: Schuldgefühle und Bedingungslosigkeit


Joel hatte sich für die Weihnachtszeit eine Fortsetzungsgeschichte von wohlwollenden außerirdischen Meistern zum Thema „Macht – Angst – Vertrauen – Hingabe“ für Mari ausgedacht, das er ihr in Form eines Adventskalenders geschenkt hatte.

Mari freute sich, dass die Adventszeit dadurch einen so märchenhaften Zauber erhielt.
Heute am Morgen des 5.Dezembers, öffnete sie nun den vierten Umschlag und ist gespannt auf das nächste Kapitel von Carinas Heilungsreise im Raumschiff der außerirdischer Meister…

Am Morgen nach Carinas kopfloser Flucht vor Ramon erwacht sie durch ein Klopfen an der Tür von Jennifers Zimmer, in dem sie in dieser Nacht geschlafen hat. René steht vor der Tür. Carina erschrickt. Jetzt wird er in seiner Funktion als Kommandant einschreiten und Carina erklären, dass er ihr Verhalten ihrem Meister gegenüber so nicht länger dulden kann. Aber seltsamerweise lächelt er freundlich und schaut sie mitfühlend an…

“Carina, ich komme als Postbote zu dir. Ramon hat mich gebeten, dir etwas aus deinem Adventskalender zu bringen. Übrigens, einen wunderschönen Adventskalenderengel hat er dir da gezaubert.” Mit diesen Worten überreicht er Carina das für den heutigen Tag vorgesehene Papierröllchen, nickt beiden Frauen noch einmal freundlich zu und verlässt Jennifers Zimmer wieder. Carina liest:

Geliebte Carina,
du kannst dir sicher denken,
dass du dich nicht dauerhaft vor mir verstecken kannst.
Liebes, ich verstehe dich in deiner Angst!
Könntest du mir nur ein Fünkchen mehr vertrauen,
würdest du mir jetzt glauben,
dass ich dir den Weg zurück zu mir leicht machen will.
In Liebe Ramon

Nach dem Frühstück, das Jennifer Carina ins Zimmer bringt, hat Jennifer die Idee, mit ihrer verängstigten Freundin auf das Parkdeck zu gehen. “Das Wasser und die Pflanzen dort tun uns sicher gut nach all der Aufregung.” Carina stimmt zu – sie kann sich ja schließlich nicht für alle Zeiten im Zimmer einschließen.

Nach einem wohltuenden Bad dösen beide auf einer Decke und ruhen sich aus. Als Carina sich wieder aufsetzt, schaut sie geradewegs in die Augen Ramons, der sich inzwischen neben sie gesetzt hatte. Verlegen schaut Carina auf ihre Füße. Ramon bestellt Jennifer einen Gruß von René, und dass sie doch bitte zu ihm kommen möge. Scheinbar ohne den flehenden Blick von Carina zu bemerken, springt Jennifer auf und läuft mit einem fröhlichen “Bis nachher, dann!” davon.

Ramon wendet sich nun Carina zu. “Das war eine gute Idee, hierher zu gehen. Die Pflanzen und das Wasser hier haben eine heilsame Wirkung. Hast du das bemerkt?”

Carina starrt ihn an. Was hatte er gesagt? Sie war total verwirrt. Das ist Jennifer?! Und nun sie hier mit ihm? Was soll sie nur sagen? Wie alles erklären?

Da hört sie ihn sagen: “Meinst du nicht Carina, es ist Zeit, dass wir über all die Wirrnisse, die in dir entstanden sind, einmal reden? Wie wär`s, wenn wir heute nachholen, was ich schon gestern vorhatte?”  Heftig schüttelt Carina den Kopf.

“Ich möchte dir mein Zimmer zeigen, Carina. Was ist daran so schlimm?” Da weiß Carina sich keinen anderen Rat mehr, als ihm von dem zu erzählen, was sie von ihrer Zimmernachbarin erfahren hatte. Verständnisvoll hört er ihr zu und rät ihr schließlich, sich einmal umzudrehen. Wie groß ist da Carinas Erstaunen, als hinter ihr die gleiche Frau, die ihr gestern die furchtbaren Horrorgeschichten erzählt hat, neben ihrem Meister auf einer Decke liegt und fröhlich mit ihm lacht.

Damit beginnen sich an diesem Tag Carinas größte Sorgen zu klären. Nach vielem guten Zureden und dem Versprechen, ihr nicht zu nahe zu treten, begleitet Carina Ramon in sein Zimmer, wo sie ein liebevoll gedeckter Tisch mit Tee, Plätzchen und einer Schale voller duftender Früchte erwartet. In einem Sessel schräg gegenüber ihrem nimmt Ramon Platz und ermutigt sie geduldig, endlich mit ihm über all das zu reden, was ihr so große Sorgen bereitet.

Nach und nach rückt Carina mit all ihren Kümmernissen heraus. Als sie spürt, dass kein Spott, kein Ärger, nicht eine Spur von Groll von ihm ausgeht, wird sie nach und nach mutiger. Sie erzählt von ihrer Angst, ihn zu beleidigen, worauf er ihr sagt: “Carina, du kannst mich nicht verletzen! Du hast immer Sorge, meine Gunst zu verlieren, das wird aber niemals geschehen. Du musst nichts tun, um mich freundlich zu stimmen. Du könntest mir diese Plätzchen hier vor die Füße werfen, du kannst tun, was immer du willst, es wird an meiner Haltung zu dir nichts ändern.

Als sie sich bedanken will für seine Bemühungen, zu ihr so freundlich und nett zu sein, erklärt er ihr: “Ich bemühe mich nicht, ein liebevolles Verhalten zu dir an den Tag zu legen. Das alles kostet mich absolut keine Mühe und Anstrengung. Es ist leicht, denn es ist echt. Ich bin liebevoll. Alles, was Mühe kostet, ist unecht und damit nicht wirklich Liebe.”

Immer mutiger geworden erklärt Carina ihm schließlich gerade heraus: “Ich kann diese Liebe aber nicht annehmen, denn ich will kein sexuelles Beisammensein, und das gehört ja wohl bei Männern immer zur Liebe dazu!”

Lange reden sie über dieses Thema… Manches versteht Carina, manches noch nicht, aber sie fühlt immer deutlicher: All das, was er sagt, hat wirklich mit Liebe zu tun, mit einer viel tieferen, umfassenderen, größeren Liebe, als sie sich zur Zeit noch vorstellen kann.

Und schließlich gibt er ihr ein entlastendes Versprechen: “Ich werde dich niemals zum sexuellen Miteinander zwingen, Carina. Auch, wenn du diese Ausdrucksform der Liebe nicht zulässt, was ich übrigens nicht glaube, wirst du nach den 24 Wochen deiner Ausbildung nach Hause zur Erde zurückkehren. Carina, du bist frei zu tun und zu lassen, was du willst. Nichts, was geschieht, bedingungsloskann an meiner Liebe zu dir etwas ändern. Nichts und niemand kann dich von meiner Liebe trennen, nicht einmal du selbst. Egal, was du denkst, sagst oder tust, meine Haltung zu dir bleibt immer gleich. Aber das kannst du erst glauben, bzw. wissen, wenn du es oft und lange genug erfahren hast. Du hast es in den letzten Tagen bereits erlebt, und du wirst es weiterhin so erleben! Ich bin niemals wütend auf dich, böse, beleidigt oder was immer du befürchten magst. Und ich erwarte auch keinen Dank von dir, denn meine Haltung der Liebe tut mir selbst genauso gut, wie dir. Ich tue alles, was ich tue, aus Freude und Liebe, deshalb ist es leicht und mühelos. Indem ich liebevoll zu dir bin, erfreue ich mich selbst. Also, lass frohen Herzens alle Gedanken von Schuld und Undankbarkeit los. Du schuldest mir nichts, hast nichts versäumt, und ich werde von dir niemals etwas zurückfordern, denn alles, was unfreiwillig gegeben wird, täte weder dir noch mir gut. Liebe und Verpflichtung haben nichts miteinander zu tun.”

Dann nimmt er ihren Kopf sanft zwischen seine Hände und haucht einen Kuss so zart auf ihre Stirn, dass er sie kaum berührt.

Nach diesem Gespräch, das Carina entlastet und verwirrt zugleich, geht sie in ihr Zimmer und schreibt alles in ein Tagebuch, das sie heute beginnt. Auf die erste Seite schreibt sie:

Vielleicht ist ja alles ganz anders…

Lange sitzt sie da und schreibt sich alles von der Seele, was sie in den letzten Tagen erlebt hat: ihre großen Ängste, ihre Verwirrung, die vielen Missverständnisse, und schließlich ein leise aufflammendes Fünkchen von Hoffnung, Vertrauen und… ein ganz neues liebevolle Gefühl. Ja, kann das Liebe sein? Kann es wirklich Liebe sein, was sie da alles um sich herum erlebt? Und was ist dieses frohe, leichte Gefühl in ihr?

Als Carina abends im Bett liegt, erlebt sie zum ersten Mal ein ruhiges, fast friedvolles Gefühl und ertappt sich bei der Frage, ob Ramon wohl wieder käme, um ihr eine gute Nacht zu wünschen.

Kurz nachdem sie das gedacht hat, kommt er wirklich zu ihr, setzt sich an ihr Bett und sagt: “Ich freue mich, Carina, dass du mich zum ersten Mal mit einem Lächeln begrüßt, wenn ich in dein Zimmer komme. Es ist gut, wenn vor dem Einschlafen die Gemüter friedvoll und ruhig sind. Wenn du es möchtest, komme ich jeden Abend noch einmal zu dir, um dir eine gute Nacht zu wünschen. Und falls es noch etwas gibt, was dich beunruhigt, können wir das vor der Nachtruhe dann zumindest noch soweit klären, dass du beruhigt schlafen kannst. Was hältst du davon?” Carina nickt zustimmend.

Ganz kurz bevor ihr endgültig die Augen zufallen und sie einschläft, denkt sie noch: ‘Auf der Erde wäre morgen Nikolaustag, aber hier ist ja alles ganz anders. Schade…’

Morgen wird die Geschichte fortgesetzt und läuft voraussichtlich bis Weihnachten

Hier geht es zu allen bisher erschienenen Kapitel zu dieser Geschichte, die Joel Mari in der Advents- und Weihnachtszeit erzählt –> Eine utopische Heilungsreise (Märchen)