95. Wochenend und Sonnenschein (1) – eine spannnende Auszeit

Joel und Mari verbringen ein Wochenende im zauberhaften Ambiente eines schönen Hotels

An diesem Tag begann die Wochenendreise, die Joel Mari als Anerkennung geschenkt hatte für ihr in letzter Zeit deutlich gestiegenes Vertrauen. Die Reise sollte sowohl eine Auszeit voll Freude und Genuss werden, als auch einen anderen besonderen Rahmen darstellen für ihre Vertrauensspiele und Rituale, in denen er für sie die Meisterrolle einnahm.

Er hatte Mari abgeholt und fuhr mit ihr in ein nicht allzu weit gelegenes Hotel. Als sie vor dem großen weißen Gebäude vor fuhren, kam sofort ein Page und übernahm ihr Gepäck.
Das Hotel lag inmitten einer wunderschönen Parkanlage, und Mari genoss den zauberhaften Anblick. Freude und Aufregung mischten sich in ihr. Was würde diese Reise wohl bringen?

Joel hatte ihr die Eingangstür zur Hotelhalle geöffnet.
„Mensch, Joel, ich kann es noch gar nicht fassen, dass wir nun wirklich hier sind“, sprudelte Mari mit strahlenden Augen heraus
Sie betraten die riesige Halle des Hotels. Es sah alles sehr edel aus, gestaltet mit vielen Pflanzen. Die hellen Farben und die leise, sanfte Musik vermittelten Leichtigkeit und Urlaubsstimmung und doch wirkte die Einrichtung auch etwas traditionell.
Das Ambiente…  faszinierend und beeindruckend… eine richtige Auszeit aus dem Alltag, dachte Mari entzückt, während Joel zur Rezeption ging um einzuchecken.
„Ah, sie hatten die Suite bestellt – herzlich willkommen“, sagte die Dame dort.
Das Gepäck war mittlerweile schon nach oben gebracht worden.  Joel nahm den Schlüssel und ging mit Mari in dem bespiegelten Fahrstuhl. Während sie nach oben fuhren stieg in Mari die Aufregung…  Jetzt gleich würde sie das Zimmer betreten, in dem sie mit Joel das Wochenende verbringen wird, 2 Tage und 2 Nächte…

Joel ging voran und öffnete eine große Doppeltür. „Darf ich bitten?“ fragte er lächelnd.
Mari trat ein und blieb zunächst an der Tür stehen…. Alles wirkte schön und hell – beeindruckend…
Ein großes Zimmer wartete auf sie mit einem riesigen Sofa und einer großen Fensterfront.
Auf der rechten Seite gab es eine weitere Tür.
Langsam ging Mari weiter in den Raum hinein und sah dann durch die geöffnete Tür in das Schlafzimmer, dass sie nun für zwei Nächte gemeinsam mit Joel beherbergen würde.
Ihr Gepäck hatte der Page schon dort abgestellt.
Das große Bett – weiß mit hellblauen Akzenten – darin nahm ihren Blick gefangen.
Wenigstens wird in dem Bett genügend Platz sein für uns beide, dachte sie etwas beklommen…
Joel stellt sich hinter sie – ganz dicht – und flüsterte in ihr Ohr: „Na, das sieht doch sehr gemütlich aus, oder?“
„Hmm ja…“ murmelt sie leise. Worauf hatte sie sich nur eingelassenWürde das gut gehen?
„Da werde ich ja gleich müde…“ sagte er und schmunzelte dabei.
Wollte er sich jetzt etwa schon ins Bett legen? Mari drehte sich um, schaute ihn unschlüssig an, und nahm dann sein deutliches Schmunzeln war. Nun lachte er richtig, und das war so ansteckend, dass sie mit lachen musste.
„Was hältst du von einem Spaziergang durch den Park, bevor wir uns zum Essen fertig machen?“
„Das ist eine tolle Idee,“ antwortete Mari, „ich würde nur gern etwas Leichteres anziehen.“
Sie öffnete ihre Reisetasche und nahm ein Sommerkleid heraus, mit dem sie im Bad verschwand, sich kurz frisch machte, und es anzog.  Joel ging zum Fenster und genoss den Blick auf den zauberhaften Park hinter dem Hotel.

Als Mari aus dem Bad kam und sah wie er am Fenster stehend auf sie wartete, meinte sie fröhlich: „So, von mir aus kann es losgehen!“ Er drehte sich um und schaute sie an. „Du siehst ja umwerfend aus!“ sagte er,“ und ging auf sie zu. „Da werden die Blumen im Garten ja neidisch.“
Mari kicherte: „Oh danke schön, Gott sei Dank sind die Blumen über solche Gefühle von Neid erhaben.“
Er lächelte, bot ihr seinen Arm an und führte sie in den Garten hinaus.

Parkweg-Es war ein herrlicher Anblick und das Wetter spielte gut mit: wunderschöner Sonnenschein empfing die beiden, als sie gut gelaunt die ersten Schritte miteinander nach draußen traten und einen schmalen Weg entlang liefen.

„Das Spiel beginnt.“ sagte Joel plötzlich.
Ups… Mari zuckte etwas zusammen, das hatte sie in diesem Moment nun überhaupt nicht erwartet, gerade fühlte sich alles so leicht und schön an…
„Bereit für eine Herausforderung?“ fragte er lächelnd…

Worin diese Herausforderung besteht, erscheint im nächsten Kapitel

Dies Kapitel wurde gestaltet von Raffael und Miriam

Zu allen Kapiteln der –> Geschichte von Mari und ihrem Meister in chronologischer Reihenfolge

93. Sechs Runden

Bei Joel: Stück für Stück

Heute begann Joel, der für Mari wieder die Meisterrolle eingenommen hatte, ihr gemeinsames Rollenspiel bereits im Flur, nachdem sie ihren Mantel aufgehängt hatte. Er sah ihr in die Augen und sagte: „Das Spiel beginnt.“
Ups, das ging ja schnell heute, dachte Mari, während er in Richtung Schlafzimmer voran ging und beiläufig zu ihr sagte: „Folge mir.“
Etwas beklommen ging sie hinter ihm her.
„Heute kommt eine Übung zum Thema „Auflösen von Verboten und Scham, wir hatten ja letztens darüber geredet, dass es vieler neuer Gelegenheiten bedarf. Bist du bereit, Mari?“
„Ja, das ist jedoch ein schweres Thema“, meinte Mari.
Joel schaute sie verständnisvoll an und sagte sanft: „Ich werde versuchen, es so leicht wie möglich zu machen.“
„Gut, ich bin bereit“, antwortete sie und atmete tief ein, als er ihr den Arm um die Schulter legte und sie ins Schlafzimmer führte. Die Vorhänge waren zugezogen und er schaltete das Licht an.

„Ich möchte heute sehen, wie weit du dich traust, dich auszuziehen“, erklärte er, „und damit es einfacher wird, lösche ich gleich das Licht. So werden wir fast nichts sehen, und du wirst mir deshalb jedes Kleidungsstück geben, damit ich merke, was du ausgezogen hast.“
Mari stieg das Blut in den Kopf. „Und wie genau soll das ablaufen? Ich alleine? Oder wirst du dich auch ausziehen?“
Joel lächelte sie freundlich an: „Wenn du das möchtest, würde ich mich gleichen Maße ausziehen.“
Mari war einen Moment zögerlich, aber die Vorstellung dass sie nackt wäre und er angezogen, fühlt sich gar nicht gut an. Also sagt sie: „Ja, das würde ich, glaube ich, schon wollen.“
Er nickte: „Okay, das ist fair. Also? Bist bereit?“
In Mari fühlte es sich ziemlich schwierig an. „Du hast gesagt, so weit, wie ich mich traue? Also nicht ganz und gar?“
„Du bestimmst, wie weit es geht“, bestätigte er. „Bitte zähle doch mal, wie viele Kleidungsstücke du trägst, und verrat mir das.“
Mari dachte einen Moment nach…“Sechs.“


„Okay, danke, Mari.“ Er nickte, schaltete das Licht aus und stellte sich dann vorsichtig wieder vor sie. Es war so dunkel, dass man nur leichte Umrisse im Raum erkennen konnte.
„Beginnen wir. Runde eins, Mari!“
„Okay“, nickte sie, zog ihr T-Shirt aus und gab es ihm.
Mit einem freundlichen „Dankeschön“ legte er es auf das Bett, zog sein Hemd aus und reichte es ihr.
In der zweiten Runde folgte ein Strumpf und in der dritten Runde der zweite. Worauf auch er ihr jeweils einen seiner Socken reichte.
„Na, da haben wir ja schon drei Runden geschafft. Halbzeit!“ meinte er. „Dann auf zu Runde vier.“
Mari nahm einen tiefen Atemzug. Jetzt beginnt es, schwieriger zu werden“, sagte sie leise
„Nimm dir ruhig Zeit“, antwortete er ruhig ins Dunkle hinein.
Jetzt hatte sie nur noch ihren Rock, einen Slip und ein dünnes Top an.
„So, jetzt. Entschlossen zog sie ihren Rock aus und gab ihn Joel.
„Sehr gut!“ sagt er und gab ihr seine Hose.
„Auf zu Runde fünf. Bist du bereit?“
Mari stand wie eine Salzsäule auf der Stelle und kämpfte mit sich, was wäre jetzt leichter? Slip oder Top? Oder soll sie unterbrechen und aufhören? Es ging hin und her in ihrem Kopf.
„Nimm dir so viel Zeit, wie du brauchst“, sagt er.
„Danke“, flüsterte sie, aber leichter wird es dadurch auch nicht, dachte sie dabei … ich muss jetzt eine Entscheidung treffen...
Und schließlich entschied sie sich, ihr Oberteil auszuziehen. Das fühlte sich ziemlich schwierig an. Aber es ist ja dunkel, redete sie sich gut zu und gab ihm ihr Top schließlich.
„Sehr gut, Mari!“ sagte er, legte es behutsam auf das Bett und reichte ihr seine Unterhose mit den Worten: „Da ich kein Unterhemd drunter hatte, ist es bei mir ein Kleidungsstück weniger und ich bin jetzt fertig mit dem Ausziehen.“
Sie versuchte ruhig und tief zu atmen, aber es war ein ziemlich heftiger Aufruhr in ihr.
„Wie geht es dir, Mari?“ fragte er leise.
„Ich fühle mich ziemlich durcheinander, es fühlt sich fast wie Angst an: Herzklopfen, Vibrieren in Armen und Beinen, wackelige Knie – und gleichzeitig ist es mir peinlich, dass ich mich so anstelle.“
„Sag das nicht so abwertend, Liebes. Du gehst mutig ran an deine Schamgrenzen, das verdient unsere Anerkennung“, kommentierte er freundlich mahnend. Was genau bringt dich denn durcheinander?“
„Ich kann das gar nicht so genau orten, das ist so ein Gefühlswirrwarr und Knoten in mir, und irgendwie… ach ich weiß auch nicht… Es ist eigentlich Quatsch, nicht notwendig, nicht hilfreich und nicht angemessen, aber dennoch… eben da…“
„Und wie fühlt es sich an, wenn du an Runde 6 denkst?“
„Ziemlich schwer.“
„Kann ich etwas tun, damit es leichter wird?“
Mari kämpfte mit sich, normalerweise, wenn sie sich so zerrissen und aufgeregt fühlte wie jetzt, würde sie sich eine Umarmung wünschen, aber das auszusprechen traut sie sich jetzt in dieser Situation, wo er nackt war auch nicht.
Er stand ruhig nackt im Dunkeln vor ihr.
„Wir stehen vor Runde sechs“, sagte er leise, „bist du bereit dazu? Lass dir Zeit und spüre nach… Wenn es nicht geht, ist es auch okay, aber triff die Entscheidung ganz in Ruhe.“
Sie zögerte: „Darf ich dich was fragen?“
„Aber ja!“ antwortete er sofort.
„Wie geht es danach weiter? Wirst du dann das Licht anmachen?“
„Nein. Wir werden noch eine Weile so stehen, ganz nackt voreinander, ohne uns wirklich erkennen zu können im Schutz der Dunkelheit. Dann würde ich aus dem Raum gehen, und du kannst dich in Ruhe anziehen. Fürs erste ist das genug, denke ich.“
„Okay“, Mari nickte. „Danke dass du mir das gesagt hast.“
Und kurz danach: „Ich bin bereit für Runde 6.“
„Prima, Mari!“ Seine warme, ruhige Stimme tat ihr gut.
Schnell zog sie sich ihren Slip aus. Es fühlt es sich komisch an, auch diesen an ihn weiter zu geben, aber sie tat es.
„Vielen Dank für deinen Mut und dein Vertrauen, Mari“, sagte er und legte ihn aufs Bett.

Mari fühlte ihre Nacktheit jetzt sehr deutlich und war froh, dass es so dunkel war.
Als wenn er ihre Empfindungen spüren konnte, fragte er: „Wie fühlt es sich an, nackt zu sein?“
Sie suchte nach Worten… „Ich fühle mich sehr unsicher, habe das Bedürfnis irgendetwas Schützendes um mich herum zu haben…“
„Halt es noch etwas aus, es sieht ja keiner.“
Leider… dachte er dabei.
Sie standen noch ca. eine Minute so voreinander – es war die längste Minute, die sie bisher erlebt hatte.
„Wie ist es jetzt, Mari?“
Wie aus einem Nebel hörte sie seine Stimme und rang mit sich, ob sie das, was sie gerade fühlte aussprechen wollte oder lieber doch nicht. Schließlich entschloss sie sich dazu, es zu tun: „Es gibt neben den ganzen schwierigen Gefühlen auch noch etwas anderes in mir“, sagte sie leise.
„Ja? Nur raus damit! Was ist es denn?“
Sie nahm allen Mut zusammen. Ich würde dich gerne fühlen, also so ein bisschen umarmen…“
„Gern, sagte er. Ich stehe direkt vor dir, ganz nackt…“
Sie nickte und nahm einen tiefen Atemzug. „Kannst du mich ein bisschen vorsichtig in den Arm nehmen?“ fragte sie leise.
Er kam näher, und sie spürte ihn ganz nah. Seine Arne legen sich sanft um sie. Sie fühlte seine Haut, die Wärme, spürte die Nähe und sagte: „Joel, es ist… Es ist wie immer… Von dir umarmt zu werden, und dich zu umarmen, tut gut! Sogar auch nackt!“
Er hielt sie vorsichtig und sanft in seinen Armen. Sie hielt ganz still und spürt diesen Kontakt zum ersten Mal Haut an Haut. Es ist abenteuerlich, aber irgendwie schön, verwunderlich schön, dachte sie. Er drückte sie ganz behutsam an sich und erfreute sich auch an diesem für ihn unerwarteten Hautkontakt.
„Wie ist das für dich, Mari? Wie geht es dir in meinen Armen, so nackt?“ wollte er vorsichtig wissen.
„Auf jeden Fall ist es viel schöner, als nackt in Abstand vor dir zu stehen“ antwortete sie. „Es ist, als würde ich mich irgendwie beschützt fühlen.“
„Wie schön zu erfahren, dass du dich in meiner Körpernähe beschützt fühlst! Du weißt ja, ich würde dir nie etwas tun, was du nicht willst. Aber dich beschützt zu fühlen ist noch mehr als dieses Wissen. Darüber freue ich mich sehr! Du warst sehr mutig heute!“
Mari nickte: „Ja, das stimmt. Das hat mich ganz viel Kraft und Mut gekostet! Wie gut, dass du es mir durch die Dunkelheit leichter gemacht hast.“ Langsam löste sie sich aus seinen Armen.
„Das war auch meine Absicht. Ich weiß ja, wie sehr dir Scham noch zu schaffen macht“, erklärte er verständnisvoll.
„Ich bin fast selber erstaunt, dass ich die Runde 6 auch noch geschafft habe, gab sie zu. Und dich zu fragen ob du mich umarmst, war auch nicht leicht, aber ich wollte dann wissen wie es sich anfühlt, und hatte auch das Bedürfnis danach, nicht so allein dort nackt zu stehen.“
„Das verstehe ich gut“, nickte Joel, „aber diese Frage nach Körpernähe in dieser Situation musste von dir kommen, ganz frei und ohne Impuls von mir. So, und jetzt werde ich den Raum verlassen, so dass du dich ganz in Ruhe anziehen – und auch das Licht dabei anmachen kannst.“
Und als er an der Tür war, sagte er: „Ach ja, das Spiel ist vorbei.“

Und als Mari sich in aller Ruhe wieder angezogen hatte, schaute sie in den Spiegel, lächelte sich an und flüsterte sich selbst zu: „Wow, das habe ich geschafft heute!“

Dies Kapitel wurde gestaltet von Raffael und Miriam

Zu allen Kapiteln der –> Geschichte von Mari und ihrem Meister in chronologischer Reihenfolge

61. Immer einen Schritt nach dem nächsten – und die Gedanken werden leiser…

Bei Joel: Eine wettere Vertrauensübung

Als Mari heute das Wohnzimmer von Joel betrat, bemerkte sie das es ungewöhnlich warm war.
Auf dem Tisch lag der Seidenschal, den sie nun schon mehrmals vor ihren Augen hatte.
Joel ging noch einmal in die Küche, um etwas zu trinken zu holen, schenkte Mari ein Glas Wasser ein und sagte: „Ich denke, wir machen heute beim Thema Vertrauen weiter. Bist du bereit, Mari?“
Sie schluckte und antwortete: „Ja, ich bin bereit.“ Welche Übung würde wohl heute auf sie zu kommen? Sie spielte sie mit ihm ja diese Rollenspiele, um ihr Vertrauen zu stärken, dennoch hatte sie immer wieder etwas Angst vorher und oft auch innerhalb der Spiele.

„Das freut mich sehr“, lächelte Joel, „das Spiel beginnt.“ Mit diesen Worten nahm er den Schal in die Hand, stellte sich hinter sie, legte ihn ihr ganz sanft über die Augen und verknotete ihn schließlich.


Mari stand still und versuchte mit ihrer Aufregung klar zu kommen. Was würde nun wohl geschehen?

„Alles gut, Mari?“ fragte er leise.

„Ja, alles okay, ich bin nur ein bisschen aufgeregt“, antwortete sie ehrlich.

„Du weißt, ich passe auf dich auf, nicht wahr?“

Sie nickte.

„Es ist recht warum, magst du deine Strickjacke ausziehen?“ bot er ihr an.

Das tat sie gern, denn ihr war in der Aufregung ziemlich heiß geworden. Er half ihr dabei, und als die Jacke fast ausgezogen war, verdrehte er sie plötzlich so, dass ihre Arme in der Jacke gefangen waren.
Sie versuchte, sich da irgendwie heraus zu winden, doch er zog ein paar mal an der Jacke, so dass die Arme plötzlich darin eingebunden waren.

„Halt still Mari“, wies er sie an.

Mari erschrak. „Ach, das machst du mit Absicht…“

„Ganz ruhig Mari“, flüsterte er leise an ihrem Ohr. Ich bin und bleibe die ganze Zeit in deiner Nähe. Dir kann nichts geschehen.“

Nun konnte sie nichts sehen und ihre Arme kaum bewegen. Sie versuchte, ihre Aufregung durch ruhigeres Atmen in den Griff zu bekommen, aber das funktionierte kaum. Sie fühlte sich äußerst nervös.

„Setz dich“, sagte er und führte sie, so dass sie sicher zu dem Stuhl gelangte.
Sie nahm ihn von hinten an ihren Knien wahr und fühlt sich ziemlich hilflos.
Joel half ihr mit einem festen Griff an den Schultern, dass sie sich ganz vorsichtig und sicher setzen konnte. Sie spürte deutlich, wie ihr Herz schlug.

Als sie sicher saß, ließ er sie los, und es wurde still im Raum.
Dass sie nicht wusste, wo genau er war, konnte sie nur schwer aushalten.
Es gab keine Geräusche, die ihn verrieten. Sie lauschte angestrengt, spürte den Pulsschlag in den Ohren rauschen. Endlich durchbrach er die Stille: „Gut, Mari, jetzt steh auf. Sie konnte nicht genau zuordnen, wo er sich im Raum befand.
Langsam erhob sie sich und fühlte sich dabei sehr unsicher, da sie sich ja mit den Händen nicht abstützen konnte.

„Sehr gut Mari“, lobte er sie, „und jetzt geh drei Schritte vor.“

Langsam setzt sie drei Schritte nach vorn.

„Ja, prima, nun dreh dich nach links und geh zwei Schritte vor. „
Sie folgte seiner Anweisung und fühlte sie sich langsam etwas sicherer.

So ging das noch ein ganzes Weilchen, mal nach links, mal nach rechts, mal mehr mal weniger Schritte, bis sie völlig die Orientierung im Raum verloren hatte.
Mit der Zeit wurde sie sicherer dabei, und fühlte sich irgendwie ganz seltsam ruhig in dieser Orientierungslosigkeit. Immer ruhiger wurde ihr Denken… Mit der Zeit war nichts mehr wichtig, nur immer der nächste Schritt. Seine Anweisungen gaben ihr irgendwie eine Struktur vor, an der sie sich innerlich festhalten konnte. Sie brauchte nur zu folgen, nichts selbst zu entscheiden. Das tat richtig gut.
Nach der gefühlten hundertsten Anweisung sagte Joel zu ihr: „Du machst das sehr, sehr gut Mari. Bleib einen Moment so stehen. “ Seine Stimme schien fast um sie herum zu klingen…
Sie freut sich über das Lob , stand still und erwartete, dass er ihr nun die Augenbinde abnehmen würde und die Übung beendet sei, aber nein…
Es kam eine weitere Anweisung: „Jetzt, lass dich nach hinten fallen, Mari.“

Boah… Das kostet Überwindung. Sie konnte nicht einschätzen, in welchem Abstand er sich von ihr befand. Gern würde sie seiner Anweisung folgen, aber noch gelang es ihr nicht.

Er nahm ihren inneren Kampf wahr und ermutigte sie: „Du warst beim Gehen so mutig und sicher, Mari, das hast du so phantastisch gemacht, nun lass dich noch rückwärts fallen.“

So gern würde sie wissen, wo er stand, wusste aber, dass es keinen Sinn hatte, ihn zu fragen. Sie erinnerte sich an die vielen Male, in denen er eine Übung für sie leichter gestaltet hatte, als sie zuvor dachte. Auch daran, dass er sie schon einmal von hinten aufgefangen hatte, dachte sie. Das war nun schon viele Wochen her. Ganz nah hatte er hinter ihr gestanden… Sicher würde er darauf achten, sie auch dieses Mal nicht fallen zu lassen. Warum war es dennoch so schwer, los zu lassen und sich nach hinten fallen zu lassen.
Sie atmete tief ein und dachte: „Jetzt!“ Aber es gelang nicht, ihr Körper folgte einfach nicht ihrer gedanklichen Anweisung.“

„Komm Mari,“ lockte er sie freundlich, „du weißt, dir wird nichts passieren.“

Immer noch zögerte sie…

Und bei seinen Worten: „Ich weiß, du schaffst das Mari!“, holte sie tief Luft, dachte noch einmal „Jetzt!!!“ und…. ließ sich schließlich fallen.

Anders als bei dem Spiel, das sie vor einiger Zeit schon mal hatten, waren seine Hände allerdings nicht sofort da, und sie begann tatsächlich deutlich zu kippen. Doch nach einem kurzen Schreckmoment waren seine Hände da, fingen sie kräftig und fest auf, und ließen sie ganz sanft auf einen Stuhl sinken.
Ihr war heiß, in ihrem Kopf kribbelte es und sie atmete aufgeregt.

„Sehr gut Mari“, lobte er sie.
Froh, seine Stimme nun ganz in der Nähe zu hören, wünschte sie sich, jetzt eine Berührung von ihm zu spüren.
„Würdest du mich bitte einen Moment umarmen?“ fragte sie leise.

„Aber sehr gerne“, lächelte er und nahm sie fest in die Arme.

In diesem Moment spürte sie erst, wie ihr Körper zitterte, und war dankbar für die Umarmung.
Er hält sie ganz fest. „Ruhig und tief atmen, Mari, das hast du sehr, sehr gut gemacht! Du hast großen Mut bewiesen und großes Vertrauen. Es war heute ja auch deutlich schwieriger, dich fallen zu lassen, aber du hast es gemacht, Mari!“ Daraufhin zog er ihr die Strickjacke nun mit nur einem kleine Zug an der richtigen Stelle aus. Auch die Augenbinde nahm er ihr nun ab und lächelte sie an…

„Danke für deine Anerkennung, das tut gut dass die Strickjacke jetzt ab kommt!“

Sie genoss es, wieder sehen und sich frei bewegen zu können.

„Das war wirklich sehr, sehr gut Mari“, sagte er noch einmal, und dann: „Das Spiel ist vorbei!“

Mari schaute Joel an und ging einen Schritt auf ihn zu, und… er nahm sie in seine Arme.

„Da hat es mir der Meister heute aber ziemlich schwer gemacht“, erklärte sie leise, und genoß seine Umarmung.

„Ja“ gab er zurück, „das war wirklich eine starke Herausforderung an dein Vertrauen, aber du hast sie super gemeistert, hast großen Mut bewiesen und ihm vertraut.“

„Du glaubst gar nicht, wie schwer mir das gefallen ist, Joel!“

„Oh doch, das glaube ich“, sagte er und drückte sie enger an sich, „aber du konntest es, weil dein Vertrauen wächst.“

„Es war heute so unheimlich, schon am Anfang, als er so lange geschwiegen hat, als ich auf dem Stuhl saß… Dann das Laufen ging ganz okay mit der Zeit, aber das Fallen lassen – das war echt heftig! Puh…“

„Ja, zumal er vorher dafür gesorgt hast, dass du die Orientierung verlierst beim Gehen , aber du hast dich nicht irritieren lassen und hast ihm vertraut! Ich bin beeindruckt, Mari!“

„Na doch habe ich mich irritieren lassen, ich habe völlig die Orientierung verloren hier im Raum, ich habe nicht mal mehr die Richtung seiner Stimme zuordnen können, da war ich schon sehr irritiert. Und ich glaube das war Absicht, stimmt’s?!“

„Ja sicher, es sollte ja schon etwas herausfordernder sein, als beim letzte Mal, schließlich willst du ja in deinem Vertrauen wachsen – und du hast tatsächlich noch mehr Vertrauen gezeigt! Prima, Mari!“

„Hm… der Meister ist schon ziemlich kreativ in seinen Übungen, da bekomme ich jetzt schon Bammel vor dem nächsten Mal…“

„Aber du weißt doch, dass es gut ausgehen wird!“ lächelte Joel.

„Warum habe ich dann trotzdem immer wieder so dolle Angst? Ich weiß gar nicht, welche Angst heute größer war: die Angst vor dem Fallen lassen oder die Angst davor, es nicht zu schaffen.“

Joel überlegte: „Tja, warum ist das so mit der Angst… Ich denke, weil es etwas Neues, etwas Ungewohntes ist, und weil du immer noch die unangenehmen Erinnerungen in dir trägst, die in ungewissen Situationen immer wieder aktiviert werden.“

„Ja, so wird es sein. Die kommen wohl immer wieder, wenn es eine neue Steigerung der Herausforderung gibt.“

„Ja, aber mit jedem Schritt, gewinnst du mehr Vertrauen, Mari, sonst wäre es dir heute blind und mit gefesselten Händen nicht möglich gewesen, so sicher durch die Wohnung zu gehen.“

Mari schaute Joel dankbar an. „Es ist echt toll von dir, Joel, dass du mich immer wieder auf die Dinge aufmerksam machst, die mir gelingen. Hab vielen Dank dafür!“

„Ich danke dir, Mari, dass ich ein Teil davon sein kann“, sagte er und drückt sie noch einmal fest an sich.

„Was hätte der Meister eigentlich gemacht, wenn ich mir die Jacke nicht hätte ausziehen wollen?“

Dann hätte er einen anderen Weg gefunden“, sagt Joel wissend, aber rätselhaft.

„Hm okay…“, ich frage wohl besser nicht weiter nach, meinte Mari nachdenklich.

„Du würdest auch keine Antwort bekommen“, schmunzelte Joel, „ich freue mich schon auf das nächste Spiel mit dir!“

Geschrieben von Raffael und Miriam

Zu allen Kapiteln der –> Geschichte von Mari und ihrem Meister in chronologischer Reihenfolge

57. Die Kraft fürs neue Jahr: Der Beschluss zu vertrauen siegt über die Angst

In einem Ferienhaus für ein Vertrauensritual zum Jahreswechsel

Nach einem Ritual mit den vier Naturelementen, denen Mari jeweils einen Wunsch und eine Angst übergeben hatte, erklärte ihr Joel, der hier im Haus, in dem sie kurzzeitig wohnten, für sie in diesem Rollenspiel die Meisterrolle übernommen hatte: „Ein Schritt fehlt noch.“
Mari schaute ihn fragend an.

„Bist du bereit für die letzte Sequenz dieses Rituals?“
„Ja“, antwortete Mari etwas zögernd. Was sollte jetzt noch kommen?

Joel nahm sie bei der Hand und führte sie zum Sofa.
„So, Mari, leg dich jetzt bitte auf den Rücken, schließe deine Augen, und nimm die Arme hinter deinen Kopf.“
Mari schaute ihn nervös an.
Er wusste, dass es ihr nicht leicht fallen würde, seiner Anweisung zu folgen. Deshalb fügte er hinzu: „Du brauchst keine Angst zu haben, dass ich etwas tue, was für dich irgendwie schlimm oder grenzüberschreitend wäre. Auch wenn du dich in einer für dich nicht so behaglichen Weise hin legst, bist du ganz sicher, Mari, darauf kannst du vertrauen.“

Seine Aufforderung erinnerte sie an ein für sie sehr herausforderndes Spiel, das noch gar nicht so lange war. Darin hatte sie sich bereit erklärt sich von ihm an den Händen fesseln zu lassen. Es war ihr nach einigen Hürden gelungen, das zuzulassen, und er war mit ihren Ängsten und Widerständen sehr geduldig und ermutigend umgegangen. Sie wollte so gern dieses Mal wenigstens etwas besser vertrauen können… So fasste sie sich ein Herz und legte sich hin. Würde er sie heute hier an diesem unbekannten Ort etwa auch fesseln wollen? Doch wahrscheinlich würde er ihr keine Antwort geben, wenn sie ihn danach fragen würde…

Joel nahm ihr inneres Ringen wahr, hockte sich vor die Couch, um ihr durch seine Nähe Halt zu geben, und wartete ab.
Sie lag auf dem Rücken und hatte inzwischen die Augen geschlossen. Ihre Arme lagen allerdings noch immer seitlich neben ihr…
Er ließ ihr Zeit und wartete weiter, ohne etwas zu sagen.
Sie hatte so stark den Wunsch, es heute anders zu machen als beim letzten Mal, aber es fiel ihr sehr schwer, die Arme nach hinten zu legen… Und schließlich gelang es ihr, sich dazu überwinden.

„Sehr gut Mari, das hast du toll gemacht!“ lobte er sie. Er wusste, dass es eine Herausforderung wahr und schenkte ihr Anerkennung, dass sie die Hürde diesmal aus eigener Kraft genommen hatte. „Und nun entspann dich, es wird dir nichts geschehen.“

Mari blieb zwar liegen, aber von Entspannung konnte keine Rede sein.
Er legte ganz sanft eine Hand auf ihren Bauch. Als sie das wahrnahm, stieg ihr Aufregung.
Noch heftiger wurde sie, als er ihr T-Shirt etwas nach oben schob, so dass ein Teil ihres Bauches frei wurde.

Es kostet sie starke Überwindung, aus der Position nicht auszusteigen und aufzuspringen von der Couch. Angstvoll hielt sie die Luft an. „Ganz ruhig, Mari“, redete er ihr zu. „Alles ist gut. Du kannst zwar nicht sehen, was ich tue, aber du kannst fühlen, dass ich dir nicht weh tue und auch nichts Übergriffiges tue, oder?“
„Ja“, flüsterte sie und dachte …noch! Wer weiß, was noch kommt…
„Und so wird es auch bleiben, selbst, wenn ich deinen Bauch berühre.“

Er legte tatsächlich wirklich nur ihren Bauch frei, alles andere blieb gut bedeckt.
Sie fragte sich: Was wird jetzt kommen? Was wird er hier mit mir machen,? Und hier sind wir ganz allein, ich kann ja nicht weg, habe kein Geld, kein Handy…
Sie griff mit ihrer Hand nach seiner Hand. Er nahm sie und drückte sie beruhigend. „Alles ist gut, Mari! Jetzt nicht erschrecken… Was ich jetzt tue, könnte sich gleich etwas feucht an fühlen, aber es ist ganz harmlos“, versicherte er ihr.
Ihre Atmung beschleunigte sich…
Etwas Kühles berührte nun ihren Bauch. Es fühlte sich tatsächlich ganz weich und soft an und glitt mehrmals in Kurven über ihre Haut.
Mari spannte ihren Bauch an und setzte ihre ganze Willenskraft ein, liegen zu bleiben und nicht auf zu springen und ihrem Fluchtimpuls zu folgen. Was mochte das sein auf ihrem Bauch?
Es fuhr in sanften Kurven mehrmals über ihren Bauch. Manchmal nahm er es kurz weg und setzte wieder neu an. Mari richtete ihre ganze Aufmerksamkeit auf ihren Bauch. Gerade als sie dachte: Lange kann ich das nicht mehr aushalten, gleich sage ich Ampel ROT!  hörte sie, wie er sagte: „So, fertig! Nun darfst du deine Augen wieder öffnen.“

Erleichtert nahm sie einen tiefen Atemzug und öffnete die Augen. Da sie ja auf dem Rücken lag, konnte sie nicht sehen, was da auf ihrem Bauch vor sich ging.
„Jetzt kannst du dich aufsetzen und darfst dich frei bewegen“, sagte Joel und gab ihr seine Hand zum leichteren Aufrichten.“
Sofort setzt sie sich, schaute auf ihren Bauch und war erstaunt und berührt von dem Anblick:
Er hatte ihr das von ihr gezeichnete Symbol, das alle vier Wünsche, die sie den Elementen übergeben hatte, in sich vereinte, auf den Bauch gemalt. Jetzt erklärte er ihr: „Keine Angst, es sind Lebensmittelfarben. Die sind nach zwei bis dreimal duschen wieder verschwunden.“

Bewegt strich sie sanft über ihren Bauch und meinte: „O Joel, dass du mir mein Wunscherfüllungssymbol auf den Bauch gemalt hast… das ist eine wunderbare Überraschung! Und  ich war so angespannt… Da hätte ich ja wirklich keine Angst haben müssen! Du hast mir mein  Symbol auf dem Bauch gemacht… Wow!“
„Ja“, lächelte er. Jetzt trägst du es ins neue Jahr hinein, eine Kraft, die dich vom Alten ins Neue begleitet.“
Plötzlich durch strömte sie ein tiefes Glücksgefühl, und sie umarmt ihn
„Das ist so wunderbar, Joel! Ich bin so froh, dass ich liegen geblieben bin, obwohl es meine ganze Überwindung gekostet hatte.“
„Ja, das war ein großer Schritt, und du warst sehr mutig, wenn wir betrachten, wie groß deine Angst in dieser Berührungsthematik ist. Das finde ich großartig!“ meinte er. „Und so wie heute wird es immer sein innerhalb dessen, was wir miteinander erleben. Es mag sich vieles erst verunsichernd, seltsam und so manches Mal auch herausfordernd anfühlen, aber es wird immer wieder mit dem Ergebnis enden, dass du, so wie eben gerade, feststellen wirst ´…eigentlich hätte ich gar keine Angst haben müssen´. Dadurch wird dann die Angst nach und nach immer weniger werden. Und vielleicht kannst du das irgendwann auf´s ganze Leben übertragen. Dafür haben wir ja mit dem Ritual auch viele gute Kräfte mobilisiert.“

Lächelnd öffnete er seine Arme und Mari folgte dieser einladenden Geste. Sie drückte ihn ganz fest an sich, und fühlt eine  tiefe Dankbarkeit für dieses tiefe Erlebnis. „Jetzt habe ich das Kraftsymbol für die Erfüllung aller meiner vier Wünsche vereint auf meinem Bauch… Und selbst wenn es irgendwann abgewaschen ist, diese Erinnerung daran wird bleiben – gerade weil sie mit so intensiven Gefühlen verbunden ist!“

„Ja, so kann das neue Jahr kommen“, sagte er mit einem Blick auf die Uhr, denn in ein paar Minuten wurde es Mitternacht…
Langsam lösten sie sich aus der Umarmung. Und während Mari ihr T-Shirt wieder in die Hose steckte, ging er in die Küche, um kurze Zeit später, gerade rechtzeitig bevor die Uhr Mitternacht schlug, mit zwei Sektgläsern wieder zu kommen.

„Auf ein liebevolles Jahr 2021!“

2021

Geschrieben von Rafael und Miriam

Zu allen Kapiteln der –> Geschichte von Mari und ihrem Meister in chronologischer Reihenfolge

50. Wenn… – …dann (2)


Bei Mari – Eine Übung in Selbstwahrnehmung und Selbstakzeptanz (2)

Mari saß mit Joel auf der Couch und hatte die Aufgabe, mit geschlossenen Augen die von ihm gegebenen Satzanfänge spontan zu vollenden. Sie taten dies schon ein Weilchen und nach einer kleinen Pause ging es nun weiter. Maris Hände lagen auf seinen nach oben geöffneten Handflächen zum Zeichen dafür, dass er alles annahm, was sie ihm anvertraute.

„Wir machen es genau so wie vorhin, Mari. Das hast du bisher sehr gut gemacht. Bist du bereit? Es gibt weitere Satzanfänge.“

Sie nickte und Joel sagte: „Wenn ich mich verstanden und angenommen fühle, dann…“
Und Mari vollendete den Satz: „…brauche ich nicht so viel Angst zu haben.“
Einen weiteren Satz begann Joel: „Ich habe Angst vor…“ – Und Mari antwortete: „…Kritik und Strafe.“
„Kritik und Strafen sind deshalb so schlimm, weil…“ – „ich mich dann so unzulänglich und beschämt fühle.“
„Strafen hier in diesen Meisterspielen sind deshalb so schlimm, weil…“ – „…ich mir soviel Mühe gebe und dennoch manchmal Regeln übertrete.“
„Das Übertreten von Regeln ist für mich so schlimm, weil…“ – „…ich alles richtig machen will.“
„Wenn es mir nicht gelingt, alles richtig zu machen, dann…“ – „…schäme ich mich so sehr.“

Mari stieg die Schamesröte in den Kopf. Am liebsten würde sie die Übung jetzt unterbrechen, aber sie hielt tapfer ihre Augen geschlossen und wartete auf den nächsten Satzanfang.

„Wenn ich mich schäme, wünsche ich mir…“ – „…dass das nicht geschehen wäre, wofür ich mich schäme.“
„Wenn ich mich schäme, wünsche ich mir von meinem Meister…“ – „…dass er mich umarmt und mir sagt, dass alles gut wird.“

Joel beugte sich vor und flüsterte Mari zu: „Mari, alles ist gut. Die Umarmung bekommst du nachher – versprochen! Jetzt machen wir aber hiermit erst noch ein bisschen weiter.“

Dann gab er ihr wieder etwas lauter den nächsten Satzanfang:
„Wenn ich mich schäme, wünsche ich mir von mir selbst…“ – „…dass ich fühlen kann, dass es keinen Grund gibt, mich zu schämen! Dass ich fühlen kann, dass ich in Ordnung bin mit allem was in mir ist! Dass ich eine Stimme in mir habe, die ich deutlich wahrnehmen kann und der ich glauben kann, dass ich in Ordnung bin! Dass ich so stark bin, dass ich auch vor Fehlern und Strafen keine Angst mehr habe und…“

„Stopp, Mari,“ sagte ihr Meister an dieser Stelle nicht sehr laut, aber deutlich und bestimmt.
„Wiederhole bitte die letzten Worte, die du eben sagtest.“

„Dass ich so stark bin, dass ich auch vor Fehlern und Strafen keine Angst mehr habe?“

„Ja, genau das. Und nun nimm das Wort „dass“ am Anfang des Satzes weg und fang an mit Ich bin…“

„Ich bin so stark, dass ich auch vor Fehlern und Strafen keine Angst mehr habe.“

„Wie ist das, wenn du vor Fehlern und Strafen keine Angst mehr hast?“

„Ich bin dann so stark, dass ich Fehler und Strafen leicht annehmen kann.“

„Wunderbar! Sag das noch einmal und stell dir vor, all deine inneren Anteile sitzen vor dir wie in der Schule, und du erklärst es ihnen!“

„Ich bin so stark, dass ich Fehler und Strafen leicht annehmen kann.“

Und sag es so laut und deutlich, dass sie alle es gut hören und glauben können.

„Ihr alle in mir! Hört mir jetzt gut zu:
Ich bin so stark, dass ich Fehler und Strafen leicht annehmen kann.“



„Nun kannst du die Augen öffnen. Mari, die Übung hast du prima gemacht!“

Mari atmete tief, öffnete ihre Augen und sah direkt in Joels lächelndes Gesicht.

„Toll, dass du das durchgehalten hast bis hierher!“

Sie freute sich über seine Anerkennung und bekannte: „Es gab einen Punkt, da hätte ich fast abgebrochen, weil ich es nur noch schwer aushalten konnte…“

„Und dennoch hast du weiter gemacht, Mari! Wunderbar! Deine Stärke wächst!“
Joel legte seinen Arm über die Rückenlehne der Couch und schaute Mari einladend an.
Sie lehnte sich in seinen Arm, und er strich sanft über ihre Wange. „Mari, ich weiß, dass du dir immer sehr viel Mühe gibst und alles so gut machst, wie du es kannst – und dass das nicht leicht ist bei all den vielfältigen und oft auch widersprüchlichen Gefühlen, die du in dir trägst. Du wirst dich daran gewöhnen, dass du nicht alles richtig machen kannst – hier nicht und im ganzen Leben nicht. Und auch daran, dass das Folgen hat. Das ist für jeden Menschen so. Deshalb wird es hier auch immer wieder einmal Gelegenheiten geben, zu üben, dass du nicht perfekt sein kannst und dass es dafür Ausgleich gibt. Und auch in den Situationen, in denen du nicht eindeutig eine Regel verletzt hast, sondern dich für irgendetwas schämst und schuldig fühlst, werde ich dir eine Ausgleichsmöglichkeit geben, damit du das dann leichter wieder loslassen kannst. Hast du das verstanden, Mari? Die kleinen Strafen, die ich dir gebe, sollen dir helfen, deine Scham loszulassen. Sie sollen dich nicht noch mehr beschämen!“

Mari nickte. „Ich hoffe, es gelingt mir, in den Momenten daran zu denken, Meister.“

„Ich werde dich, wann immer es nötig ist, daran erinnern und auch daran, dass du so stark bist, Fehler und Strafen gut annehmen zu können.“

Dann umarmte er sie und flüsterte ihr ins Ohr: „Das Spiel ist vorbei.“

Zu allen Kapiteln der –> Geschichte von Mari und ihrem Meister in chronologischer Reihenfolge








24. Ambivalenz gehört zum Menschsein

Bei Joel – Achterbahn-Gefühle

An diesem Abend war Mari besonders aufgeregt. Was würde heute geschehen? Sie war bei dem voran gegangenen Treffen gefragt worden, ob ihr vor etlichen Wochen geäußerter Wunsch, ihre Angst  und vor Männern und vor erotischer Nähe abzubauen immer noch gültig sei. Sie hatte in sich hinein gespürt und wahrgenommen, dass sie diesen Weg sogar mit all der Angst, die damit verbunden war, weitergehen wollte – diesen Weg, der mit Spielen von liebevoll ausgeüber Macht gepflastert war – in denen Joel eine charismatische Meistergestalt einnahm.

Heute fand sie beim Eintreten ins Wohnzimmer zwei sich gegenüber stehende Stühle vor, und Joel erklärte ihr: „Ich dachte mir, heute redest du einmal nur mit dem Meister – ganz ohne irgendeine Aktion oder Aufgabe“ , sagte er und legt die Hände auf die Lehne des einen Stuhls. Mari war erleichtert. Also heute würde die Herausforderung noch nicht allzu groß werden… Sie war Joel dankbar, dass er ihr das schon vor dem Spiel sagte, so konnte sie jetzt etwas entspannter an dieses Gespräch mit dem Meister heran gehen.

Joel lächelte Mari an: „Setz dich auf einen der beiden Stühle, Mari, das Spiel beginnt.“

Mari nahm ihrem Meister gegenüber Platz. Dieser lehnte sich entspannt zurück, schlug die Beine übereinander und schaute Mari freundlich an. 

Wie meistens fiel es Mari schwer, das Schweigen auszuhalten. Würde er doch zu reden anfangen, das Schweigen ist so unbehaglich, dachte sie…

Sie musste nicht lange warten. Er eröffnete das Gespräch rückblickend auf das letzte Treffen mit den Worten: „Ich habe mich sehr über dein Ja in unserer letzten Sitzung gefreut!“

„Danke, dass du das sagst, allerdings ist es mir nicht ganz leicht gefallen“, bekannte sie leise.

Das glaube ich! Deshalb hat es mich um so mehr gefreut, weil ich weiß, dass es ein großer Schritt war.“

Mari freute sich über sein Verständnis und die Anerkennung. „Danke für dein Verständnis, Meister!“

Mit welchem Gedanken, bist du heute gekommen?“ fragte er sie, beugte sich etwas vor und lächelte sie ermutigend an.

Sie erzählte ihm von ihrer Angst, dass die Herausforderungen nach dem letzten Gespräch nun intensiver werden würden und sie die vor ihr liegenden Schritte, die sie näher an den Bereich der Erotik führen würden, fürchtete, obwohl sie sich das ja auch wünschte…

„Bisher sind wir doch mit kleinen, behutsamen Schritten vorwärts gegangen, oder?“

Mari nickte, ja das stimmte, und dennoch waren ihr selbst diese manchmal schwer gefallen.

„Warum sollte sich das künftig ändern?“ fragte er freundlich.

„Na, ich dachte, wenn jetzt diese Frage ausgesprochen wird , dann ist das wie…wie… als wenn jetzt die Hürden größer werden sollen, als würden ab jetzt Anforderungen kommen, die dadurch dass sie noch viel stärker in diese erotische Richtung gehen, für mich noch schwieriger werden, und es war bisher schon nicht leicht!“

„Nein, ich weiß, dass es nicht leicht war für dich, und ich möchte dir sagen, dass ich beeindruckt bin, wie du bisher deine Schritte gegangen bist! Ich werde darauf achten, dass – gerade auch wenn es in Richtung Erotik geht – die Schrittchen schön klein bleiben und möglichst immer machbar sind. Und wenn etwas nicht so geht, dann sagst du es mir und ich finde eine Alternative – so lange bis es geht. Na, wie klingt das?“

„Ich danke dir, für deine Zusage, und dass du das gemerkt hast, dass vieles nicht leicht war… Ich komme mir immer so dämlich dabei vor, wenn ich wieder Angst bekomme, obwohl ich es besser wissen müsste, aber das verselbstständigt sich dann immer irgendwie, da habe ich kaum Einfluss drauf“, erklärte Mari
 
„Du solltest nicht so streng mit dir sein Mari, ich finde es völlig ausreichend, wenn ich „streng“ mit dir bin“, sagt er mit einem lächelnden Augenzwinkern und malte zwei Gänsefüßchen in die Luft.
 
„Ich wollte dir ja nur erklären, was in mir vorgeht, eigentlich bin ich nicht streng zu mir, sondern eher manchmal verzweifelt“, erklärte sie traurig.
 
„Du hast dich gerade dämlich genannt“, machte er ihr bewusst, „das ist kein liebevoller Umgang mit dir selbst. Das wichtigste ist, dass du einen liebevollen Umgang mit dir findest, nur dann kannst du auch gut den liebevollen Umgang anderer annehmen.“
 
Betroffen schaute Marie auf den Teppich. Ja, damit hatte der Meister recht. Das war ihr gar nicht aufgefallen, und sie sagte: „Danke, dass du mich darauf aufmerksam machst.“
 
„Ich finde, du solltest dich bei dir selbst entschuldigen, Mari. Sei sanft mit dir und nimm dich mit allem, was du fühlst, liebevoll an.“

Obwohl sich das seltsam anfühlte, sprach Mari mit sich selbst: „Entschuldige Mari, es tut mir leid, dass ich dich gerade dämlich genannt habe. Ich meinte das eigentlich gar nicht so und will künftig besser darauf aufpassen, wie ich mit spreche.“

Bestätigend nickte Joel ihr zu. „Das war gut und wichtig!  Du hast dich gerade selbst verletzt, und auch wenn es sich etwas seltsam anfühlt, sich bei sich selbst zu entschuldigen, hilft dann. Denn so kannst du es gleich wieder ausgleichen. 
Du solltest stolz auf dich sein, Mari, auf deinen Mut, und deine Entschlossenheit! Kannst du mir sagen, dass du mutig bist?“

Obwohl es ihr etwas schwer fiel, sprach sie es aus: „Ja, Meister ich bin mutig“

„Das ist viel hilfreicher, als wenn du dich herab würdigst. Da ist doch Energie drin!“ lobte er sie.

„Danke, Meister, ich weiß, Mut ist nötig, wenn man eine Angst auflösen will, und da ich jedoch nicht fühlen kann, dass ich mutig bin, muss ich es mir eben immer wieder einmal sagen.
 
Fühlst du es nicht? Fühlst du nicht die Kraft in dir? Die Kraft die dich neulich hat Ja sagen lassen, die Kraft die dich heute hier her geführt hat?“
 
Mari überlegte und suchte nach Kraftmomenten… Schließlich meinte sie: „Neulich konnte ich die Kraft für einen Moment spüren, kurz bevor ich ja gesagt habe, heute habe ich wieder mehr die Angst gespürt auf dem Weg hierher…“
 
„Aber du bist den Weg gegangen!“ Also war die Kraft größer als die Angst! Und auch der Mut war größer als die Angst! Das verdient Anerkennung – auch von dir!“
 
Mari überlegte… „Das ist seltsam, klingt logisch, und dennoch fühle ich diese Kraft eigentlich gar nicht so bewusst. Aber sie mussja da sein, sonst wäre ich nicht hergekommen… Da hast du recht!  Was könnte ich nur tun um sie stärker spüren zu können?“
 
„Nun, zunächst solltest du dir bewusst machen, wie viele Entscheidungen du triffst und bereits getroffen hast, zu denen Mut gebraucht wird, und sie auf diese Weise aufmerksam wahrnehmen.
In dir steckt ein großer Wunsch, eine tiefe Sehnsucht, ein zentrales Bedürfnis, und das verleiht eine sehr große Kraft. Daran solltest du denken, wenn du dich schwach fühlst… und an all die Dinge, die du schon getan hast, von denen du gedacht hast, du könntest es nicht. Auch hier steckt so viel Kraft drin, so viel Entschlossenheit!“
 
„Okay, ich werde versuchen daran zu denken, wenn ich wieder Angst bekomme.“
 
Also, mutige Mari, was ist eine positive Erinnerung, wenn du an Erotik denkst?“

Uff! Mari überlegte… das war ja gerade das Problem, dass sie bisher kaum positiven Erfahrungen damit gemacht hatte… aber… 
„Hmm, ich kann es als schön empfinden wenn ich mich selbst berühre“, bekannte sie. „Ich glaube das ist auch was, was zum Thema Erotik dazu gehört, obwohl es mir sehr peinlich ist, das auszusprechen.“
Oh ja, das gehört dazu,“ bestätige ihr Meister, „und das ist nichts Peinliches! Du sagtest, du kannst es als schön empfinden, Was meinst du damit genau, Mari“

Na, das sind angenehme Gefühle – Gefühle, die sich lebendig anfühlen – und ich bin dabei frei , und keinem Mann ausgeliefert!“ Marie rutschte auf ihrem Stuhl hin und her und fühlte sich  unbehaglich.

„Und doch möchtest du diese Gefühle auch mit einem Mann erleben, einem Mann, der dominant ist“, stellte ihr Meister lächelnd in den Raum.
 
„Ich weiß, das ist ein Widerspruch, und dennoch ist es so. Das ist ja das Verrückte, das ich selbst nicht verstehe: Vielleicht möchte ich das auch nicht, vielleicht möchte ich diese Führung nur in anderen Themen erleben – so wie bisher. Manchmal ist ja in der Fantasie etwas ganz anders als in Wirklichkeit…
 
Wenn du diesen Widerspruch benennst – wie fühlt sich das für dich an?“
 
„Als sei etwas mit mir nicht in Ordnung. Wie kann ich etwas wollen und gleichzeitig nicht wollen?!“
 
„Nun, wann immer du feststellst, dass du es nicht möchtest, bitte ich dich, es mir zu sagen.“
 
Da bin ich erstaunt, das sagst du mir??? Das darf ich? Innerhalb dieser Spiele?“
 
Ja, Mari., das darfst du! Ich möchte dich führen und dich nicht zu etwas zwingen. Und was deinen inneren Widerspruch anbelangt…“
 
Marie kamen die Tränen vor Erleichterung. Diese Worte berührten sie tief.
 
Ich erwarte von dir zwar eine Form von Unterwerfung, sonst hätte unser Miteinander hier im Aspekt der von dir gewünschten Machtspiele ja keinen Sinn, aber nur bis dorthin, wie weit du gehen willst und kannst.“ 
 
„Danke Meister, ich werde mein Bestes tun!“
 
„Das weiß ich, und das spüre ich, Mari.“ Joel lächelte, „Und was nun diesen von dir angesprochenen Widerspruch anbelangt – ach weißt du, Mari… schon der alte Goethe wusste um die zwei Herzen in der Brust. Ambivalenz ist etwas ganz Menschliches. Hilfreich ist es, wenn man sich der verschiedenen Stimmen in sich selbst bewusst ist und beide Seiten annimmt, sie im besten Fall als die gegensätzlichen Pole eines gemeinsamen Themas ansieht.“
 
Maris Augen wurden heller. „Das tut ja vielleicht gerade gut!!! Wenn es mir so geht wie Goethe kann ich ja gar nicht so verkehrt sein. Dieser Widerspruch in mir zwischen Angst vor Autorität und gleichzeitiger Affinität dorthin begleitet mich tatsächlich schon seit meiner Kindheit, und ich habe oft gedacht mit mir stimmt irgendetwas nicht… Dieses Macht-Thema hat mich nie losgelassen.“
 
„Viele sehen in der Macht auch eine besondere Form von Erotik. Es ist folglich verständlich, dass auch für dich hier eine Verbindung besteht. Wie die aussieht, das werden wir gemeinsam herausfinden.“
 
Bei diesen Worten spürte Mari wieder deutlich, wie sich die Seite der angstvollen Aufregung meldete und ihr fiel nichts ein, was sie darauf sagen konnte.
 
„Ich freue mich drauf! Und das Spiel ist jetzt beendet“, sagte Joel lächelnd.

Mari atmete auf. „Ich fühle mich wie in der Achterbahn, Joel!“

Wie viel leichter es sich doch für sie anfühlte, mit Joel außerhalb der Meisterrolle zu sprechen. Und dennoch… sie hätte es vermisst, dem Meister, der er für sie verkörperte, nicht mehr zu begegnen.

„Und fühlt sich das eher angenehm oder eher unangenehm für dich an?“
 
„Weder noch, irgendwo dazwischen… ziemlich lebendig einerseits und beängstigend andererseits“, antwortete sie. „Ach, Joel, könntest du mich vielleicht, wenn du das auch magst, mal in den Arm nehmen?“
 
Joel lächelte: „Das mache ich liebend gern!“ Er stand auf und umarmte sie.
„Hmm, Mari, gönne dir ruhig das Lebendig-sein. Das ist doch etwas sehr Wertvolles!“
 
Marie hielt sich einen Moment ganz fest an Joel, so als wenn sie gerade in dieser Achterbahn saß, und etwas zum festhalten brauchte. Und er hielt sie ganz fest, um ihr den Halt zu geben, den sie jetzt brauchte…
 
Geschrieben von Rafael und Miriam – vielen Dank für die gute Zusammenarbeit! 

–>  Zum nächsten Kapitel:   25. Bei Angst um eine Umarmung bitten

 
 

 Zu allen Kapiteln der –> Geschichte von Mari und ihrem Meister in chronologischer Reihenfolge