6. Eine utopische Heilungsreise: ERSTAUNEN    und    FREUDE


Joel hatte sich für die Weihnachtszeit eine Fortsetzungsgeschichte von wohlwollenden außerirdischen Meistern zum Thema „Macht – Angst – Vertrauen – Hingabe“ für Mari ausgedacht, das er ihr in Form eines Adventskalenders geschenkt hatte.

Heute am Nikolaustag besuchte Mari Joel. Beide hatten eine kleine süße Nikolaus-Überraschung füreinander. Auf dem Tisch strahlte eine Kerzen zwischen Tannenzweigen. Mari freute sich über diesen schönen Anblick und war neugierig, wie die Geschichte von Carina, deren Ängste ihr ja recht bekannt vorkamen, weiter ging. Beide setzten sich auf die Couch. Joel goss ihnen Tee ein, steckte Mari lächelnd ein Marzipanherz in den Mund und schlug ihr dann vor, sich mit dem Kopf auf einem Kissen dicht neeben ihn zu legen und es sich dabei ganz gemütlich zu machen auf der breiten Couch. Etwas zögernd folgte sie seinem Impuls und empfand es bald als sehr schön. Eine innige, geborgene Stimmung entstand. Er legte seine Hand auf ihr Haar, streichelte sie sanft und begann dann, ihr das sechste Kapitel von Carinas Heilungsreise im Raumschiff der außerirdischer Meister vorzulesen…

ATT2

„Als Carina am Morgen des sechsten Tages an Bord des Raumschiffes erwacht, fällt ihr Blick auf eine brennende Kerze, die vor ihren mit Tanne und Süßigkeiten gefüllten Hausschuhen steht. Daneben sitzt eine wunderschöne, lieb und fröhlich dreinschauende Clownspuppe mit einem Stern, auf dem sie liest:

Geliebte Carina,
vielleicht kannst du bald alles mehr als ein großes Spiel betrachten.
Bis dahin schau ihn dir an, den kleinen Kerl, 
und lass seine Fröhlichkeit in dein Herz hinein.
In Liebe Ramon

War das eine liebevolle Geste! Wie ein zartes Streicheln für ihr inneres Kind wirkt diese unerwartete Nikolaus-Gabe für sie.  In dem Moment klopft es an der Tür. Auf Carinas “Ja, bitte!” schaut Ramon herein und meint, “Na, ist mir meine Nikolausüberraschung geglückt?” Carina sieht ihn dankbar an. “Ja, sehr. Danke! Vielen Dank! Aber ich hätte gar nicht gedacht, dass hier an Bord auch heute der Nikolaus kommen würde. Das ist echt schön!“

Beim Frühstück erwartet sie eine zweite Überraschung. Auf dem Platz jeder Schülerin steht eine kunstvoll verzierte Kerze, ein paar kleine Leckereien und wundervoll duftende exotische Früchte neben den bekannten Apfelsinen und Nüssen, die wegen der Tradition nicht fehlen dürfen. Und jede Frau hat ein kleines Bildchen geschenkt bekommen. Carina findet auf ihrem Bild ein Reh unter einer verschneiten Tanne mit einem wirklich funkelnden Sternenhimmel darüber. Dazu ein Kärtchen mit den Worten:

Für das scheue Reh, Carina.
Möge es mehr und mehr vertrauen und den Mut haben,
seinen ureigenen Stern zu finden und ihm zu folgen.

Als sich Carina bei Ramon bedanken will, sagt er: “Nein, Carina, das alles hier ist nicht von mir. Das ist ein Geschenk von René an jede Schülerin.”

René? Carina ist verwirrt und erstaunt. Das hätte sie nun wirklich nicht gedacht! Es passt so gar nicht zu den schrecklichen Gerüchten, die über ihn kursieren. Gedankenvoll schaut sie René an. Er fängt ihren Blick auf und erwidert ihn augenzwinkernd. Carinas Lippen formen sich zu einem leisen “Danke schön…”, fast unhörbar. Aber René muss es vernommen haben, denn er nickt ihr zu und lacht.

Als sie später dann wieder in ihrem Zimmer ist, öffnet sie das heutige Röllchen ihres Adventskalenders und liest:

Liebe Carina,
hier ein paar Worte über die Wahrheit und Kraft deines Herzens:
Du wirst niemals etwas erleben, was dir nicht entspricht –
wozu dein Herz nicht    „JA“    sagt.
Frage dein innerstes Herzgefühl,
was für dich stimmt und was nicht.
Dem, was es dir sagt, und nur dem (!) ,
mögest du folgen.
In Liebe Ramon

Kurze Zeit später klopft Jennifer an der Tür und richtet ihr aus, sie möge bitte in Ramons Zimmer kommen. Wieder überkommt Carina die ihr so bekannte angstvolle Aufregung. Was hat er wohl heute mit ihr vor? Wird er wirklich Wort halten und nichts mit ihr tun, was ihr nicht entspricht? Seine Worte von gestern fallen ihr ein: “Nur die Erfahrung, die immer wieder gemachte Erfahrung, dass dir mit mir nichts Schlimmes passiert, lässt dein Vertrauen wachsen.” So gibt sich Carina schließlich einen Ruck und macht sich auf den Weg zu ihrem Meister.

Als sie das Zimmer betritt, sieht sie als erstes eine Kerze und leckere Adventsplätzchen auf dem Tisch. Ramon kommt lächelnd auf sie zu und meint: “Schön, dass du gekommen bist, Carina. Heute ist Nikolaustag, da dachte ich, es würde dir vielleicht Freude machen, wenn wir hier zusammen einige adventliche Transparentbilder gestalten. Was meinst du?”

Carina schaut ihn dankbar und erleichtert an. Ja, dazu hat sie richtig Lust! Ramon macht ein interessantes Spiel daraus: Carina soll sich ein Motiv vorstellen, und er zeichnet die Konturen, die er in ihrem Geist findet, auf die Folie. Je intensiver ihr Gefühl bei der Vorstellung des inneren Bildes ist, um so klarer und schöner wird das gemalte Motiv. Carina malt es dann schließlich mit Farben aus. Wunderschöne Bilder entstehen. Carina darf sie alle mitnehmen, und Ramon meint: “Immer wenn du sie dir anschaust, erinnere dich daran, dass du in meinem Zimmer, entgegen deiner noch vorhandenen Befürchtung, etwas Angenehmes erlebt hast, und erkenne die Schönheit deiner inneren Bilderwelt. Und wer weiß, vielleicht möchtest du ja der einen oder dem anderen auch etwas von den tollen Bildern schenken… Ich habe gehört, dass diese Sitte bei den Menschen gerade in der Adventszeit viel Freude hervorruft. Wir werden noch oft und viel zusammen malen, so dass der Vorrat an deinen wunderschönen inneren Bildern, die sich dann in Form und Farben ausdrücken unerschöpflich sein wird. Du sollst hier als erstes die Erfahrung machen, dass die Lust am Erschaffen ein kraftvoller und kraftspendender Ausdruck deines Menschseins ist. Lust und Freude ist die Quelle deiner Lebenskraft. Und davon werden wir gemeinsam noch ganz viel erleben.”

Am Abend schreibt Carina in ihr Tagebuch über diesen ganz besonderen Nikolaustag, an dem sie sich froh und erfüllt fühlt – der erste Tag im Raumschiff, an dem sie fast ohne Schmerz und Angst ist.“

Morgen wird die Geschichte fortgesetzt und läuft voraussichtlich bis Weihnachten

Hier geht es zu allen bisher erschienenen Kapitel zu dieser Geschichte, die Joel Mari in der Advents- und Weihnachtszeit erzählt –> Eine utopische Heilungsreise (Märchen) 

5. Eine utopische Heilungsreise: Schuldgefühle und Bedingungslosigkeit


Joel hatte sich für die Weihnachtszeit eine Fortsetzungsgeschichte von wohlwollenden außerirdischen Meistern zum Thema „Macht – Angst – Vertrauen – Hingabe“ für Mari ausgedacht, das er ihr in Form eines Adventskalenders geschenkt hatte.

Mari freute sich, dass die Adventszeit dadurch einen so märchenhaften Zauber erhielt.
Heute am Morgen des 5.Dezembers, öffnete sie nun den vierten Umschlag und ist gespannt auf das nächste Kapitel von Carinas Heilungsreise im Raumschiff der außerirdischer Meister…

Am Morgen nach Carinas kopfloser Flucht vor Ramon erwacht sie durch ein Klopfen an der Tür von Jennifers Zimmer, in dem sie in dieser Nacht geschlafen hat. René steht vor der Tür. Carina erschrickt. Jetzt wird er in seiner Funktion als Kommandant einschreiten und Carina erklären, dass er ihr Verhalten ihrem Meister gegenüber so nicht länger dulden kann. Aber seltsamerweise lächelt er freundlich und schaut sie mitfühlend an…

“Carina, ich komme als Postbote zu dir. Ramon hat mich gebeten, dir etwas aus deinem Adventskalender zu bringen. Übrigens, einen wunderschönen Adventskalenderengel hat er dir da gezaubert.” Mit diesen Worten überreicht er Carina das für den heutigen Tag vorgesehene Papierröllchen, nickt beiden Frauen noch einmal freundlich zu und verlässt Jennifers Zimmer wieder. Carina liest:

Geliebte Carina,
du kannst dir sicher denken,
dass du dich nicht dauerhaft vor mir verstecken kannst.
Liebes, ich verstehe dich in deiner Angst!
Könntest du mir nur ein Fünkchen mehr vertrauen,
würdest du mir jetzt glauben,
dass ich dir den Weg zurück zu mir leicht machen will.
In Liebe Ramon

Nach dem Frühstück, das Jennifer Carina ins Zimmer bringt, hat Jennifer die Idee, mit ihrer verängstigten Freundin auf das Parkdeck zu gehen. “Das Wasser und die Pflanzen dort tun uns sicher gut nach all der Aufregung.” Carina stimmt zu – sie kann sich ja schließlich nicht für alle Zeiten im Zimmer einschließen.

Nach einem wohltuenden Bad dösen beide auf einer Decke und ruhen sich aus. Als Carina sich wieder aufsetzt, schaut sie geradewegs in die Augen Ramons, der sich inzwischen neben sie gesetzt hatte. Verlegen schaut Carina auf ihre Füße. Ramon bestellt Jennifer einen Gruß von René, und dass sie doch bitte zu ihm kommen möge. Scheinbar ohne den flehenden Blick von Carina zu bemerken, springt Jennifer auf und läuft mit einem fröhlichen “Bis nachher, dann!” davon.

Ramon wendet sich nun Carina zu. “Das war eine gute Idee, hierher zu gehen. Die Pflanzen und das Wasser hier haben eine heilsame Wirkung. Hast du das bemerkt?”

Carina starrt ihn an. Was hatte er gesagt? Sie war total verwirrt. Das ist Jennifer?! Und nun sie hier mit ihm? Was soll sie nur sagen? Wie alles erklären?

Da hört sie ihn sagen: “Meinst du nicht Carina, es ist Zeit, dass wir über all die Wirrnisse, die in dir entstanden sind, einmal reden? Wie wär`s, wenn wir heute nachholen, was ich schon gestern vorhatte?”  Heftig schüttelt Carina den Kopf.

“Ich möchte dir mein Zimmer zeigen, Carina. Was ist daran so schlimm?” Da weiß Carina sich keinen anderen Rat mehr, als ihm von dem zu erzählen, was sie von ihrer Zimmernachbarin erfahren hatte. Verständnisvoll hört er ihr zu und rät ihr schließlich, sich einmal umzudrehen. Wie groß ist da Carinas Erstaunen, als hinter ihr die gleiche Frau, die ihr gestern die furchtbaren Horrorgeschichten erzählt hat, neben ihrem Meister auf einer Decke liegt und fröhlich mit ihm lacht.

Damit beginnen sich an diesem Tag Carinas größte Sorgen zu klären. Nach vielem guten Zureden und dem Versprechen, ihr nicht zu nahe zu treten, begleitet Carina Ramon in sein Zimmer, wo sie ein liebevoll gedeckter Tisch mit Tee, Plätzchen und einer Schale voller duftender Früchte erwartet. In einem Sessel schräg gegenüber ihrem nimmt Ramon Platz und ermutigt sie geduldig, endlich mit ihm über all das zu reden, was ihr so große Sorgen bereitet.

Nach und nach rückt Carina mit all ihren Kümmernissen heraus. Als sie spürt, dass kein Spott, kein Ärger, nicht eine Spur von Groll von ihm ausgeht, wird sie nach und nach mutiger. Sie erzählt von ihrer Angst, ihn zu beleidigen, worauf er ihr sagt: “Carina, du kannst mich nicht verletzen! Du hast immer Sorge, meine Gunst zu verlieren, das wird aber niemals geschehen. Du musst nichts tun, um mich freundlich zu stimmen. Du könntest mir diese Plätzchen hier vor die Füße werfen, du kannst tun, was immer du willst, es wird an meiner Haltung zu dir nichts ändern.

Als sie sich bedanken will für seine Bemühungen, zu ihr so freundlich und nett zu sein, erklärt er ihr: “Ich bemühe mich nicht, ein liebevolles Verhalten zu dir an den Tag zu legen. Das alles kostet mich absolut keine Mühe und Anstrengung. Es ist leicht, denn es ist echt. Ich bin liebevoll. Alles, was Mühe kostet, ist unecht und damit nicht wirklich Liebe.”

Immer mutiger geworden erklärt Carina ihm schließlich gerade heraus: “Ich kann diese Liebe aber nicht annehmen, denn ich will kein sexuelles Beisammensein, und das gehört ja wohl bei Männern immer zur Liebe dazu!”

Lange reden sie über dieses Thema… Manches versteht Carina, manches noch nicht, aber sie fühlt immer deutlicher: All das, was er sagt, hat wirklich mit Liebe zu tun, mit einer viel tieferen, umfassenderen, größeren Liebe, als sie sich zur Zeit noch vorstellen kann.

Und schließlich gibt er ihr ein entlastendes Versprechen: “Ich werde dich niemals zum sexuellen Miteinander zwingen, Carina. Auch, wenn du diese Ausdrucksform der Liebe nicht zulässt, was ich übrigens nicht glaube, wirst du nach den 24 Wochen deiner Ausbildung nach Hause zur Erde zurückkehren. Carina, du bist frei zu tun und zu lassen, was du willst. Nichts, was geschieht, bedingungsloskann an meiner Liebe zu dir etwas ändern. Nichts und niemand kann dich von meiner Liebe trennen, nicht einmal du selbst. Egal, was du denkst, sagst oder tust, meine Haltung zu dir bleibt immer gleich. Aber das kannst du erst glauben, bzw. wissen, wenn du es oft und lange genug erfahren hast. Du hast es in den letzten Tagen bereits erlebt, und du wirst es weiterhin so erleben! Ich bin niemals wütend auf dich, böse, beleidigt oder was immer du befürchten magst. Und ich erwarte auch keinen Dank von dir, denn meine Haltung der Liebe tut mir selbst genauso gut, wie dir. Ich tue alles, was ich tue, aus Freude und Liebe, deshalb ist es leicht und mühelos. Indem ich liebevoll zu dir bin, erfreue ich mich selbst. Also, lass frohen Herzens alle Gedanken von Schuld und Undankbarkeit los. Du schuldest mir nichts, hast nichts versäumt, und ich werde von dir niemals etwas zurückfordern, denn alles, was unfreiwillig gegeben wird, täte weder dir noch mir gut. Liebe und Verpflichtung haben nichts miteinander zu tun.”

Dann nimmt er ihren Kopf sanft zwischen seine Hände und haucht einen Kuss so zart auf ihre Stirn, dass er sie kaum berührt.

Nach diesem Gespräch, das Carina entlastet und verwirrt zugleich, geht sie in ihr Zimmer und schreibt alles in ein Tagebuch, das sie heute beginnt. Auf die erste Seite schreibt sie:

Vielleicht ist ja alles ganz anders…

Lange sitzt sie da und schreibt sich alles von der Seele, was sie in den letzten Tagen erlebt hat: ihre großen Ängste, ihre Verwirrung, die vielen Missverständnisse, und schließlich ein leise aufflammendes Fünkchen von Hoffnung, Vertrauen und… ein ganz neues liebevolle Gefühl. Ja, kann das Liebe sein? Kann es wirklich Liebe sein, was sie da alles um sich herum erlebt? Und was ist dieses frohe, leichte Gefühl in ihr?

Als Carina abends im Bett liegt, erlebt sie zum ersten Mal ein ruhiges, fast friedvolles Gefühl und ertappt sich bei der Frage, ob Ramon wohl wieder käme, um ihr eine gute Nacht zu wünschen.

Kurz nachdem sie das gedacht hat, kommt er wirklich zu ihr, setzt sich an ihr Bett und sagt: “Ich freue mich, Carina, dass du mich zum ersten Mal mit einem Lächeln begrüßt, wenn ich in dein Zimmer komme. Es ist gut, wenn vor dem Einschlafen die Gemüter friedvoll und ruhig sind. Wenn du es möchtest, komme ich jeden Abend noch einmal zu dir, um dir eine gute Nacht zu wünschen. Und falls es noch etwas gibt, was dich beunruhigt, können wir das vor der Nachtruhe dann zumindest noch soweit klären, dass du beruhigt schlafen kannst. Was hältst du davon?” Carina nickt zustimmend.

Ganz kurz bevor ihr endgültig die Augen zufallen und sie einschläft, denkt sie noch: ‘Auf der Erde wäre morgen Nikolaustag, aber hier ist ja alles ganz anders. Schade…’

Morgen wird die Geschichte fortgesetzt und läuft voraussichtlich bis Weihnachten

Hier geht es zu allen bisher erschienenen Kapitel zu dieser Geschichte, die Joel Mari in der Advents- und Weihnachtszeit erzählt –> Eine utopische Heilungsreise (Märchen) 

4. Eine utopische Heilungsreise: Panik und Hilfe


Joel hatte sich für die Weihnachtszeit eine Fortsetzungsgeschichte von wohlwollenden außerirdischen Meistern zum Thema „Macht – Angst – Vertrauen – Hingabe“ für Mari ausgedacht, das er ihr in Form eines Adventskalenders geschenkt hatte.

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Mari freute sich, dass die Adventszeit dadurch einen so märchenhaften Zauber erhielt.
Morgens öffnete sie nun den vierten Umschlag, gespannt darauf, wie es mit Carinas Heilungsreise im Raumschiff der außerirdischer Meister weiter gehen wird. Sie liest…

Als Ramon am Nachmittag nach dem Gespräch, für das sie sich inzwischen schämt, noch einmal bei Carina hereinschaut, stellt sie sich schlafend – sie fühlt sich nicht in der Lage, ihm zu begegnen. Leise verlässt er den Raum wieder. Genauso verhält sie sich am Abend, als er ihr eine gute Nacht wünschen will. Sie versucht weiterhin den Kontakt mit ihm zu vermeiden, weil sie keine Möglichkeit sieht ihren Konflikt, den sie mit ihm hat, zu lösen.
Irgendwie spürt sie schon, dass alle es auf diesem Ausbildungsschiff mit ihr gut meinen, ganz besonders Ramon, und sie weiß auch, dass es so nicht weiter gehen kann. Aber sie fühlt sich wie in einem inneren Käfig und weiß nicht, wie sie ihn verlassen kann.

Obwohl sie sich schlafend stellt, setzt sich Ramon zu ihr ans Bett, streichelt ihr lange Zeit sanft über`s Haar, summt dabei eine angenehme ruhige Melodie vor sich hin und vermittelt ihr damit einen Hauch von Erleichterung und Geborgenheit, was ihr schließlich hilft, tatsächlich einzuschlafen.

Sie schläft tief die ganze Nacht hindurch. Am nächsten Morgen geht es ihr jedoch nur geringfügig besser. Sie liest heute folgende Worte von ihm:

Liebe Carina,
verstecke dich nicht vor mir,
wenn du verzweifelt oder traurig bist.
Lass dich von mir halten und trösten in deinem Kummer.
Deine Tränen wollen gesehen und getrocknet werden.
 In Liebe Ramon

Langsam wird ihr dieser Adventskalender unheimlich. Die Botschaften stecken für sie sichtbar schon seit einer Woche darin und passen immer haargenau zu ihrer Situation. Woher konnte er vorher schon gewusst haben, an welchem Tag welche Worte für sie wichtig sind?

Plötzlich wird ihr bewusst, dass er also gemerkt hatte, dass sie nicht wirklich geschlafen hatte, als er bei ihr war. Wieder verstärkt sich ihr Peinlichkeitsgefühl und damit ihre Übelkeit.

So kann das nicht weitergehen’, denkt Carina. ‘Ich verstehe das alles hier nicht so recht, aber ich spüre sein Wohlwollen. Ich will es schaffen, wieder mit ihm zu sprechen.’

Nach dem Mittagessen kommt sie in Kontakt mit der jungen Frau, die das Zimmer neben ihr bewohnt. Und – war in ihr nun schon eine leise Bereitschaft gewachsen – Ramon zu vertrauen, so wird diese sofort wieder restlos zerstört. Denn auch diese Frau ist in großer Verzweiflung. Sie kann über das, was sie bedrückt, nicht konkret sprechen, erklärt Carina aber, dass sich ihr Meister in den ersten Tagen auch sehr sanft und rücksichtsvoll ihr gegenüber gezeigt habe, aber daß er gestern diese “Maske” fallen ließ und sie nun glaube zu wissen, dass all die Freundlichkeit nur am Anfang gewesen sei, um die Frauen zu täuschen. Und so denke nicht nur sie. Auch von einer anderen Frau habe sie bereits das Gleiche gehört. Als Carina vorsichtig erklärt, dass sie ihren Meister bisher als verständnisvoll erlebt habe, lacht ihre Gesprächspartnerin spöttisch und hart und meint: “Du hast dich also genauso hereinlegen lassen wie ich. Warte nur, bis er dich das erste Mal in sein Zimmer bestellt und die Maske fallen lässt!”

Carina wird ganz unruhig, als sie diese Worte hört. “Ich weiß ja nicht, was er dir angetan hat, aber kannst du dich denn nicht an den Kommandanten wenden und ihn um Hilfe bitten? Er scheint mir bisher sehr fair und uns wohlgesonnen zu sein. Er hat zu mir gesagt, wenn es Probleme gibt, können wir uns auch an ihn wenden”, versucht Carina zu helfen. Fassungslos schaut die junge Frau Carina an. “Ja, weißt du denn nicht…? Das ist doch der Schlimmste von allen. Der ist doch ein Sadist! Ich habe von einer Frau gehört, die von einer anderen Frau gehört hat, dass er Jennifer geschlagen hat. Nein! Der hilft uns bestimmt nicht. Ich bin froh, solange ich mit dem nichts zu tun habe. Nein, nein, wir müssen uns damit abfinden, dass wir hier restlos verloren sind!”

Mit diesen Worten lässt sie die fassungslose Carina stehen. Am ganzen Körper zitternd geht Carina in ihr Zimmer. Kurze Zeit später erscheint Ramon bei ihr. “Nun bist du schon zwei Tage an Bord und kennst meinen Raum noch gar nicht. Komm, Carina, ich möchte dir mein Reich zeigen.” Carina erstarrt. In ihr klingen noch die Worte der jungen Frau “Warte nur, bis er dich das erste Mal in sein Zimmer bestellt”.  Eine Welle von Panik jagt durch ihren Körper. Ramon geht einen Schritt auf sie zu, um ihr seine Hand auf ihre Schulter zu legen. Diese Geste aber erscheint Carina wie eine Bedrohung. ‘Nur weg’, denkt sie, und wie von Furien gehetzt stürzt sie an ihm vorbei, rennt, so schnell sie kann, die Gänge hinunter, ohne nach links und rechts zu sehen – nur weg! Völlig außer Atem bleibt sie irgendwann stehen, blickt sich hastig um, kann aber niemanden hinter sich sehen. ‘Er ist nicht da’, denkt sie erleichtert. Dann schaut sich um. ‘Wo bin ich hier eigentlich? Ich bin einfach nur gerannt und habe dabei ganz die Orientierung verloren. Egal – ich bin hier erst einmal in Sicherheit. Nein, niemals werde ich seinen Raum betreten!’

Nachdem sie sich eine Weile ausgeruht hat und wieder zu Atem gekommen ist, beginnt sie nachzudenken. ‘Was soll ich nun tun? Ich kann ja nicht ewig hier im Gang hocken…’, als sie plötzlich Schritte hört. Erneut schießt die Panik durch ihren Körper, doch dann sieht sie, dass es nur eine Schülerin ist. Carina fragt die Vorbeikommende, wo sie sich hier eigentlich befände?

Die beiden Schülerinnen kommen ins Gespräch. Carina erzählt kurz, wie sie hier her gekommen ist. Voll Mitgefühl und Anteilnahme bietet die andere Carina an, erst einmal mit zu ihr zu kommen und sagt hilfsbereit: “Hier im Gang wirst du eher gefunden, als in meinem Zimmer.” Carina ist etwas erleichtert, erst einmal zu wissen, wohin sie jetzt gehen kann, und einen Menschen gefunden zu haben, in dessen Nähe sie keine Angst hat.

Erst viel später wird Carina erfahren, dass Ramon es war, der diese Schülerin zu Carina geschickt hatte, mit der Bitte sich um sie zu kümmern. Auch, dass es sich hierbei um die    angeblich so gepeinigte Jennifer handelt, weiß sie noch nicht.

Jennifer bietet der völlig verstörten Carina an, sich in ihrem Bett erst einmal auszuruhen. Später könnten sie dann gemeinsam versuchen, eine Lösung zu finden. Aber erst einmal musste Carina  zur Ruhe kommen und neue Kräfte sammeln.

Zum Abendessen geht Carina nicht mit. Jennifer bringt ihr einen liebevoll zusammengestllten Teller mit leichten leckeren Speisen mit und erzählt: „Bitte, sag Carina einen lieben Gruß von mir. Es ist in Ordnung, wenn sie erst einmal bei dir bleibt. Ich werde euch nicht stören. Carina soll sich bei dir von mir ungestört wissen – auf jeden Fall erst einmal für den heutigen Tag. Sag ihr, sie soll nicht verzweifeln, das alles ist kein Drama.”

Angstvoll hört Carina den Gruß ihres Meisters. Jennifer betrachtet nachdenklich und voll Mitgefühl ihre vor Angst bebende neue Freundin und bietet ihr schließlich an, bei ihr auf der Couch schlafen zu können, bis sie eine Lösung gefunden haben werden. Liebevoll nimmt sie Carina in die Arme und sagt leise in ihr Ohr: “Dann bist du in deiner Angst nicht so allein.” Carina nimmt das liebe Angebot dankbar an. Fast fühlt sie sich ein bisschen geborgen, als sie am Abend auf Jennifers Couch liegt. Endlich hat sie hier einen Menschen gefunden, zu dem sie ein Gefühl von Vertrauen hat. So schläft sie schließlich nach diesem anstrengenden Tag ein wenig erleichtert ein.

Morgen wird die Geschichte fortgesetzt und läuft voraussichtlich bis Weihnachten

Hier geht es zu allen bisher erschienenen Kapitel zu dieser Geschichte, die Joel Mari in der Advents- und Weihnachtszeit erzählt –> Eine utopische Heilungsreise (Märchen) 

3. Eine utopische Heilungsreise: Schmerz und Mitgefühl


Joel hatte sich für die Weihnachtszeit eine Fortsetzungsgeschichte von wohlwollenden außerirdischen Meistern zum Thema „Macht – Angst – Vertrauen – Hingabe“ für Mari ausgedacht, das er ihr in Form eines Adventskalenders geschenkt hatte.

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Mari freute sich, dass die Adventszeit dadurch einen so märchenhaften Zauber erhielt.
Heute am Morgen des 3.Dezembers, öffnete sie nun gespannt den nächsten bunten Umschlag und ist neugierig auf das dritte Kapitel von Carinas Heilungsreise im Raumschiff der außerirdischer Meister. Sie liest:

Grübelnd liegt Carina in ihrem Bett: ‘Nun sitze ich noch tiefer in der Tinte. Er erfährt von diesem Gespräch, weil er telepathisch mit Acquila verbunden ist. Hätte ich ihr doch nicht erzählt, dass ich lieber eine Frau als Ausbilderin hätte! Jetzt ist es sicher vorbei mit seiner Freundlichkeit.’

Als ihr Meister in ihr Zimmer kommt, um ihr eine gute Nacht zu wünschen, stellt sie sich schlafend. Carina fühlt sich nicht in der Lage, ihm in die Augen zu sehen und mit ihm zu reden. Immerhin war er ja stets freundlich und rücksichtsvoll zu ihr gewesen. Für wie undankbar muss er sie nun halten? Wie sollte sie ihm am nächsten Morgen nur begegnen?

Meister Ramon tritt ans Bett seiner sich schlafend stellenden Schülerin, streichelt ihr sanft wie immer übers Haar und sagt leise: “Schlaf gut, Carina. Du bräuchtest gar keine Angst zu haben.  Alles wird gut, du wirst sehen, es ist alles nicht so schlimm, wie du denkst.” Und wieder schläft Carina durch das wiederholte sanfte Streicheln schließlich ein.

Am nächsten Morgen liest sie folgende Botschaft von ihm in ihrem Adventskalender:

Geliebte Carina,
ich weiß, du wünschst lieber bei einer Frau deine Ausbildung zu machen.
Doch wir wissen doch beide, Carina, warum dir das so wichtig ist.
Auch, wenn du es jetzt mit einem Mann zu tun hast,
bedeutet das nicht, dass damit eine Gefahr für dich verbunden ist.
Das kannst du dir zwar noch nicht vorstellen,
aber genau diese Erfahrung willst du machen.
Ich helfe dir dabei.
 In Liebe Ramon

Er weiß also wirklich schon von dem Gespräch, das ich mit der Meisterin hatte’, denkt Carina, und ihr Magen rebelliert. Gefühle von Scham und Peinlichkeit verursachen in ihr ein solches Übelkeitsgefühl, dass sie sich nicht in der Lage fühlt aufzustehen. Ihr ungelöster Konflikt, über den sie sich permanent den Kopf zerbricht, hatte schon gestern Kopfschmerzen ausgelöst. Heute kommt zu diesen quälenden Schmerzen auch noch Übelkeit. Sie schließt die Augen, mag nichts mehr hören, nichts mehr sehen und schläft wieder ein.

Als sie erwacht, kommt kurze Zeit später ihr Meister zu ihr. Sie sagt ihm, dass es ihr schlecht gehe, und bittet ihn, heute im Bett bleiben zu dürfen.

Mitfühlend legt er seine Hand auf ihre heiße Stirn und bietet ihr eine Behandlung gegen ihre Schmerzen an.

Carina kann sich nicht vorstellen, dass ihr in diesem Zustand irgend etwas helfen könnte. Außerdem möchte sie den Kontakt zu Meister Ramon aufgrund ihrer schwierigen Gefühle auf ein Minimum beschränken. So bittet sie ihn nur um Ruhe und lehnt alles andere ab. Er respektiert ihren Wunsch und verlässt ihr Zimmer.

 

Carina dämmert vor sich hin. Immer wieder kommen ihr vor Verzweiflung die Tränen, dann schläft sie wieder erschöpft ein.

Kaffeetasse1Meisterin Acquila bringt ihr zwischendurch Tee, einen wohltuenden heilsamen Saft und etwas Leichtes zu essen, das Carina jedoch nicht anrührt.

Auch dieser Frau, der sie sich gestern anvertraut hat, fühlt sie sich beklommen gegenüber.

Die leise Stimme in ihrem Inneren, die ihr zuflüstert: „Du bist nicht so allein wie du dich fühlst…“ kann sie nur im Halbschlaf bruchstückhaft wahrnehmen. Ale sie wieder aufwacht bleiben die Worte haften „…nicht allein… “ 

Ach würde sie sich doch nicht so allein fühlen zwischen all den Fremden hier…

Hier geht es zu allen bisher erschienenen Kapitel zu dieser Geschichte, die Joel Mari in der Advents- und Weihnachtszeit erzählt –> Eine utopische Heilungsreise (Märchen) 

 

Morgen wird die Geschichte fortgesetzt und läuft voraussichtlich bis Weihnachten

2. Eine utopische Heilungsreise: Enttäuschung und Verständnis

Joel hatte sich für die Weihnachtszeit eine Fortsetzungsgeschichte von wohlwollenden außerirdischen Meistern zum Thema „Macht – Angst – Vertrauen – Hingabe“ für Mari ausgedacht, das er ihr in Form eines Adventskalenders geschenkt hatte.

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Mari freute sich, dass die Adventszeit dadurch einen so märchenhaften Zauber erhielt.
Heute am Morgen des 2.Dezembers, öffnete sie nun gespannt den zweiten Umschlag und freute sich auf das zweite Kapitel von Carinas Heilungsreise im Raumschiff der außerirdischer Meister…

„Als sie am Morgen nach der Ankunft im Raumschiff nach einem langen, tiefen Schlaf erwacht, fühlt sich Carina, ziemlich erholt – jedenfalls körperlich. Schlagartig ist da jedoch auch wieder diese Zwickmühle in ihrem Kopf. Welche Botschaft hat Ramon wohl heute für mich?’ fragt sie sich und nimmt das zweite Röllchen vom Adventskalender. Gespannt öffnet sie es und liest:

Geliebte Carina,
ich weiß um deine große Angst vor dem,
was dich hier wohl alles erwarten wird.
Doch glaube mir:
Es wird hier nichts geschehen,
was so sein wird,
wie du es dir jetzt noch in deiner Vorstellung erschaffst.
Es ist alles gut!
In Liebe Ramon

Sehr gemischte Gefühle rufen diese Worte in ihr hervor. Einerseits spürt sie seine liebevolle Absicht, sie in ihrer Angst zu beruhigen. ‘Andererseits’, denkt Carina, ‘kennt er meine Zwickmühle nicht, und ich wage es mich nicht mal, ihm zu sagen, dass ich seine Liebe zurückweisen will, damit das Ganze nicht zum Sex führt. Was soll ich nur tun?

Beim Frühstück sieht sie eine ihr noch nicht bekannte Frau neben dem Kommandanten sitzen. Diese Frau sieht faszinierend schön aus, und es geht von ihr eine sehr helle, freundliche Ausstrahlung aus. Carina kann keinerlei Anzeichen von Angst oder Befangenheit bei ihr erkennen. ‘Das ist sicher keine Schülerin’, denkt Carina gerade, als René das Wort ergreift:
”Guten Morgen miteinander, ich möchte euch eine liebe Sternengefährtin vorstellen, Meisterin Acquila Née. Sie wird uns auch begleiten. Sie ist die persönliche Ausbilderin von Jennifer, die, wie viele von euch bereits wissen, auch meine Schülerin ist. Ich werde als Kommandant und Gruppenleiter nicht immer für Jennifer da sein können, so wie die anderen Meister, die ja ausschließlich für die persönliche Ausbildung ihrer Schützlinge da sind. Deshalb unterstützt sie uns.

Meisterin Acquila möchte auch für jede Frau da sein, die noch nicht mit ihrem Meister über alles reden kann. Es gibt gerade jetzt zu Beginn unserer Reise gewisse Themen, von denen einige von euch meinen, nur mit einer Frau darüber reden zu können.

Lächelnd schaut Acquila in die Runde und bestätigt noch einmal das eben Gesagte: “Ihr könnt mich jederzeit gern ansprechen.”

Carina überlegt: ‘Sollte ich mit dieser Frau einmal über meinen inneren Konflikt reden? Es gibt    also auch Meisterinnen… Vielleicht besteht ja die Möglichkeit – wenn ich diese Ausbildung schon machen muss – eine Frau als Ausbilderin zu bekommen.’

Das scheint Carina die einzige Möglichkeit, diese ganze Reise unbeschadet zu überstehen. ‘Vielleicht hat ja eine Frau Verständnis für meine Lage, und da Acquila ja auch zu den Meistern gehört, liegt es vielleicht in ihrer Macht, mir zu einer Frau als Ausbilderin zu verhelfen. Aber kann ich wirklich einfach so mit ihr über meine innersten Dinge sprechen? Ich kenne sie ja gar nicht… Aber sie ist eine Frau – und wer weiß, ob mir die nicht der Himmel geschickt hat?’

Carina beobachtet die Meisterin den ganzen Tag und erlebt sie in den unterschiedlichsten Situationen immer freundlich, gelassen und fröhlich. Sie ist mit einer Aura von Liebe und Herzlichkeit umgeben.

Nach dem Abendessen wagt Carina, die Meisterin anzusprechen. Acquila nimmt sie mit in ihr Zimmer – und dort angekommen löst sich der gefühlsmäßige Stau in Carina zunächst in heftigem Weinen. Dann endlich sprudelt sie ihre angestaute Verzweiflung und angstvolle Spannung heraus. Sie redet sich ihr ganzes inneres Dilemma von der Seele. Acquila ist eine gute Zuhörerin. Sie strahlt so viel Wärme, Annahme, Verständnis und Mitgefühl aus, dass Carina tatsächlich viel mehr ausspricht, als sie zuvor wollte. Das Ganze endet mit der bangen Frage: “Können Sie bewirken, dass ich eine Frau als Ausbilderin bekomme?”

Acquila nimmt Carinas Hände sanft in ihre und hält sie ganz fest. “Liebe Carina, glaube mir, nach dem, was ich alles von den Erdenmenschen weiß, kann ich deine Angst nur zu gut verstehen.

Wir Meister sind auf Wunsch eurer Herzen auf die Erde gekommen, um euch zu einem neuen Verständnis des Lebens, eurer Selbst und auch der Geschlechter untereinander zu verhelfen. Dazu dienen diese Ausbildungsreisen. Liebevolle freie Sexualität ist auch ein Aspekt des wachsenden Friedens zwischen den Geschlechtern. Die vielen Ängste und peinlichen Gefühle, die damit verbunden sind, werden aufgelöst werden, damit ihr zu der Quelle eurer Lebenskraft zurückfinden könnt. Da sich deine Ängste vielfach auf das männliche Geschlecht beziehen, Carina, kannst du sie nur zusammen mit einem Mann auflösen. Ich rate dir, sprich mit deinem Meister, so wie es dir ums Herz ist. Er wird dich verstehen. Meister Ramon hat ein so sanftes und behutsames Wesen, dass er niemals etwas tun würde, was dich verletzt. Über deine Angst, seine Liebe anzunehmen, weil das Ganze dann vielleicht zu einem von dir ungewollten Sex führen könnte, solltest du unbedingt reden. Ich weiß, er wird dir ganz sicher nicht böse sein, wie du es jetzt noch befürchtest. Wenn du diesen Gedanke weiterhin unausgesprochen in dir trägst, wirst du es sehr schwer haben, denn Vertrauen ist die Grundlage der Ausbildung.”

Carina zuckt zusammen bei diesen Worten. “Würden Sie ihm bitte von diesem Gespräch nichts erzählen?” fragt sie mit zuckender Oberlippe. Acquila, die immer noch Carinas Hände in ihren hält, schaut sie liebevoll und mitfühlend an. “Carina, ich brauche ihm gar nichts davon zu erzählen. Er weiß es. Wir Meister stehen immer gedanklich miteinander in Verbindung. Wir wollen und können gar nichts voreinander verbergen. Du denkst jetzt wohl, dass das ganz schrecklich sei und dass er nun beleidigt sein könnte, aber glaube mir, er wird dich nicht verurteilen, weil du versucht hast, ihn gegen eine Frau auszutauschen. Rede über deinen Konflikt mit ihm. Nur dann, wenn du es ihm sagst, kann er dir helfen. Und ich bin sicher, er wird dir eine für dich gangbare Brücke bauen, Carina.”

Traurig und enttäuscht verlässt Carina das Zimmer Acquilas. Auch wenn sie freundlich war – geholfen hatte sie ihr nicht…
Oder… doch?“

Morgen wird die Geschichte fortgesetzt und läuft voraussichtlich bis Weihnachten

Hier geht es zu allen bisher erschienenen Kapitel zu dieser Geschichte, die Joel Mari in der Advents- und Weihnachtszeit erzählt –> Eine utopische Heilungsreise (Märchen) 

1. Eine utopische Heilungsreise: SORGE und    FÜRSORGLICHKEIT

Joel hatte sich für die Weihnachtszeit eine Fortsetzungsgeschichte von wohlwollenden außerirdischen Meistern zum Thema „Macht – Angst – Vertrauen – Hingabe“ für Mari ausgedacht, das er ihr in Form eines Adventskalenders geschenkt hatte.
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Er hatte sich eine Märchengeschichte ausgedacht, die in einer fiktiven Zukunft angesiedelt war und in der es um eine Heilungsreise in einem Raumschiff mit außerirdischen Meistern ging. Den Vorspann, wie es zu dieser Reise kam, hatte er ihr bereits in den vergangenen Treffen erzählt.  Da sich die beiden allerdings nicht täglich begegneten, hatte er ihr gestern einen  BunteUmschlaegeAdventskalender geschenkt, der aus 24 bunten Briefumschlägen bestand, die mit jeweils einem Kapitel dieser Geschichte und einer kleinen Süßigkeit gefüllt waren.

„…Und an den Tagen, an denen wir uns treffen, bringst du den jeweiligen Umschlag mit, und dann lese ich dir das Kapitel vor, während wir uns gemütlich zusammen auf die Couch kuscheln“, hatte er ihr vorgeschlagen – und Mari hatte begeistert genickt. Dass die Adventszeit einen so märchenhaften Zauber erhalten sollte, freute sie sehr.

kerze24Heute am Morgen des 1.Dezembers, öffnete sie nun gespannt den ersten Umschlag, fand ein kleines Täfelchen Schokolade mit einer zart gezeichneten Kerze darauf und das erste Kapitel, in dem nun die Heilungsreise der ängstlichen Frau Carina im Raumschiff außerirdischer Meister begann. Sie genoss das Schokoladentäfelchen, versank in die Geschichte von Carina und las…

„Als Carina nach einer drei-tätigen Vorbereitungszeit an der Seite ihres Ausbilders, Meister Ramon, das Raumschiff betritt, in dem ihre Ausbildungsreise stattfindet, wird sie vom Kommandanten herzlich begrüßt. Meister René nimmt Carinas Hand in beide Hände und sagt mit einem strahlenden Lächeln: “Wie schön, dass du so schnell Kontakt zu deinem Meister gefunden hast. Ich begrüße dich an Bord meines Schiffes und versichere dir, dass auch wir zwei gut miteinander auskommen werden. Du wirst bald sehen, dass es dir hier an nichts fehlen wird. Wir alle wollen, dass es dir und den anderen Frauen hier gut geht. Solltest du Unterstützung brauchen, kannst du dich gern jederzeit an mich wenden. Auch ich bin hier für dich da, Carina. Übrigens, es ist hier an Bord so üblich, dass wir alle “du” zueinander sagen. Du weißt ja, ich heiße René. Die anderen Frauen und Meister hier wirst du später beim Abendessen kennenlernen.”

 Er tritt einen Schritt zurück, schaut Carina lächelnd an und meint: “ Na, heute siehst du schon ganz anders aus als vor ein paar Tagen, als wir dich von deiner kleinen Extratour abholten. Bald wirst du merken, dass dir hier nichts Schlimmes geschieht, und du wirst darüber lächeln können, dass du so voller Angst flüchten wolltest. Ramon zeigt dir jetzt erst einmal dein Zimmer, das du während der Zeit deines Aufenthaltes hier an Bord bewohnen wirst, und ich werde dich später durchs Raumschiff führen. Das tue ich besonders gern. Weißt du Carina, das, was für dich noch ein fliegender Metallkäfig ist und dir wie die Höhle des Löwen erscheint, ist für mich ein Ort, den ich mit sehr viel Liebe und Freude gestaltet habe, weil ich mir wünsche, dass sich jeder hier wohl fühlt. Vielleicht wirst auch du das bald erkennen können.”

Ramon bringt Carina in ihr Zimmer. Sie staunt: So viel Behaglichkeit, Wärme und persönliche Atmosphäre hätte sie sich nie und nimmer in einem Raumschiff vorgestellt. So liebevoll ist ihr  Raum gestaltet, dass sie schlucken muss… Da sind wunderschöne Bilder an den Wänden. Die Möbel, Decken und Kissen sind in zarten Farben gehalten, ein Regal mit Schreib- und Malutensilien ist in der Wand eingebaut, und da sind auch Bücher, deren Titel nach kurzem Überfliegen Carinas Leselust ansprechen. Sogar ein kleiner Kühlschrank ist da mit Leckereien für den kleinen Appetit zwischendurch.

Völlig überwältigt    von all dem Schönen bedankt sich Carina bei ihrem Meister, der sie lächelnd ansieht und meint: “Ich hoffe, René und ich haben deinen Geschmack getroffen? Ich hatte ihm in den drei Tagen, in denen ich dich schon etwas kennen lernen konnte, schon einiges von deinen Vorlieben mitgeteilt. Wir wollen  doch, dass du dich hier für die Zeit der Reise wohl und geborgen fühlst. Jetzt nimm erst einmal dein neues Zimmer in Besitz. Ruh dich ein bisschen aus, und wenn du noch Lust hast, bringst du vielleicht noch das Gesteck, deinen Adventskalender und die Fensterbilder unter. Ich hole dich später hier ab und zeige dir dann mein Reich hier an Bord.”

Mit diesen Worten lässt er die überraschte Carina erst einmal allein mit sich.  Neugierig inspiziert sie den Kühlschrank, der ein paar richtig gute Leckereien enthält, sowie den Schrank, in dem sie Kleidung entdeckt, die ebenfalls ihrem Geschmack und ihrer Größe entsprechen. Nachdem sie soweit alles geordnet und begutachtet hat,  steht sie vor ihrem Adventskalender, den sie dekorativ an der Wand über ihrem Bett platziert hat, und denkt: ‘Heute ist ja der 1. Dezember, und ich kann das erste Röllchen öffnen. Zögernd, doch gleichzeitig neugierig liest sie:

Geliebte    Carina,
heute ist nun dein erster Tag hier im Raumschiff, und deine Ausbildung hat begonnen.
In den nächsten 24 Wochen werden wir beide viel miteinander erleben.
Wenn du zur Erde zurückkehrst, werden dort 24 Tage vergangen sein.
Ich habe für dich bewusst diese Zeit gewählt, die ihr Menschen Advent nennt.
Du, Carina, hast immer ein ganz helles, strahlendes Gefühl in dieser Zeit,
und dieses tiefe,
besondere Gefühl wird es sein, das dir helfen wird,
dein inneres Licht immer bewusster wahrzunehmen
.
Denn deshalb bist du hier mit mir auf dieser Reise.
Ich, dein Meister und Freund, freue mich sehr,
dich dabei unterstützen
 zu dürfen,
dich zu halten, zu führen und zu begleiten
und wenn nötig auch zu trösten.
Du darfst mir alles sagen.
Ich verspreche dir, dich damit anzunehmen.
In Liebe  Dein Meister Ramon

Carina liest diese Botschaft mit sehr gemischten Gefühlen. Die Worte “In Liebe” von einem Mann machen ihr Angst. “Wenn ein Mann von Liebe spricht, ist immer Sex gemeint”, so wurde es ihr beigebracht. Nein – sie will von ihm nicht geliebt werden. “Männer tun Frauen nur weh – besonders wenn es um Liebe geht”, hört sie ihre Mutter und Großmutter in sich sagen.

Aber habe ich    eine Wahl? Ich muss mich ihm hier fügen, was auch immer er von mir will oder mit mir anstellen mag, denn sowohl körperlich als auch geistig ist er mir überlegen.’ Panik erfasst sie, um so mehr sie über ihre ihr so aussichtslos erscheinende  Lage hier im Raumschiff, von dem sie nicht weg kann, nachdenkt.

Wenn ich aber seine Liebe abweise’, überlegt sie weiter, ‘wird es sicher noch schlimmer für mich – bisher war er mir wenigstens wohlgesonnen. Wenn ich mir sein Wohlwollen durch abweisendes Verhalten verscherze, dann gibt es für mich hier nichts zum Lachen. Reagiere ich aber freundlich, könnte er mein Verhalten als Zustimmung zu seinen Absichten auslegen. Oh, Gott, was soll ich nur tun?’

Qualvoll grübelnd erlebt sie den Rest des Tages wie hinter einer dicken Mauer. Sicher, das ganze Raumschiff sieht viel schöner und großzügiger aus, als sie es sich vorstellen konnte. Aber ist sie hier nicht in einen goldenen Riesen-Käfig gefangen?

Während René mit ihr und einigen anderen Frauen einen Rundgang durch das Raumschiff macht, kann sie kaum etwas wahrnehmen, und Kontakt zu den anderen findet sie auch nicht. Diese Gedanken-Zwickmühle geht ihr einfach nicht aus dem Kopf. Selbst das gute, vielfältige Abendessen kann sie nicht genießen, obwohl Carina sonst sehr gerne und gut isst. Nach dem Essen bittet sie darum, sich in ihr Zimmer zurückziehen zu dürfen, da sie sich erschöpft fühlt.

Einige Zeit später, als sie bereits im Bett liegt, klopft es an ihre Tür. Ramon fragt: “Carina, ist es dir recht, wenn ich mich noch ein paar Minuten an dein Bett setze und dir eine gute Nacht wünsche?

‘Was soll ich bloß sagen…’ überlegt Carina, ‘ich will mir doch seine Gunst nicht schon gleich am ersten Abend verscherzen.’ Sie zieht ihre Bettdecke bis hinauf ans Kinn und ruft: “Herein!”

Ramon setzt sich zu der verängstigten Frau ans Bett, streicht sacht mit seinem Handrücken über ihr heißes Gesicht und sagt schließlich: “Carina, du kannst mit mir über alles reden, was dich bedrückt. Möchtest du mir etwas sagen?” Carina fühlt sich nicht in der Lage zu antworten. Ramon wartet einen Moment und nickt dann beruhigend: “Ist in Ordnung! Wir haben noch viel Zeit, über alles zu reden. Jetzt schlaf erst einmal, es war ein aufregender Tag für dich. Gute Nacht, du zartes, scheues Reh. Bald sieht alles schon viel heller und klarer für dich aus, das verspreche ich dir.”

Er streicht sanft über ihr Haar, wieder und wieder in gleichmäßigem Rhythmus, bis sich ihre Anspannung löst und sie sich ihrer Müdigkeit hingibt und schließlich einschläft. Er weiß, sie hätte sich sonst in den Schlaf geweint. Doch gerade heute, an ihrem ersten Abend im Raumschiff, möchte er, dass sie in Ruhe einschläft.“

Morgen wird die Geschichte fortgesetzt und läuft voraussichtlich bis Weihnachten

Hier geht es zu allen bisher erschienenen Kapitel zu dieser Geschichte, die Joel Mari in der Advents- und Weihnachtszeit erzählt –> Eine utopische Heilungsreise (Märchen)

01g Eine utopische Heilungsreise: NEUES UND UNGEWISSES

Bei Mari – der Meister erzählt Mari innerhalb ihres Rollenspiels ein utopisches Märchen, eine Fortsetzungsgeschichte von wohlwollenden außerirdischen Meistern zum Thema „Macht – Angst – Vertrauen – Hingabe“

Joel (der die Meisterrolle inne hatte innerhalb des gemeinsamen Rollenspiels mit Mari) hatte sich für die Vorweihnachtszeit eine Märchengeschichte ausgedacht, die in einer fiktiven Zukunft angesiedelt war und um eine Heilungsreise in einem Raumschiff mit außerirdischen Meistern geht. Nachdem Mari sich auf ihrer behaglichen Couch in seinen einladend geöffneten Arm gelehnt hatte, erzählte er das in den letzten Tagen bereits begonnene Märchen weiter:

„Als Carina am dritten Tag im Hause ihres Ausbilders Ramon morgens erwacht, entdeckt sie ein weiteres Briefchen vor ihrer Zimmertür. Gespannt liest sie die Botschaft ihres Meisters:

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Liebe Carina,

auch wenn morgen deine Ausbildungsreise beginnt, vor der du dich noch so fürchtest, brauchst du nicht zu verzweifeln. Ich gehe mit dir an Bord des Raumschiffes und auch durch alle deine Ängste. die jetzt noch zu dir gehören.

Dein Meister Ramon

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Jetzt ist es also soweit’, denkt Carina, und sie fühlt , wie ihr die Tränen in die Augen steigen. Es ist noch früh am Morgen, und sie beschließt, einen kurzen Spaziergang zu machen, um in der kalten Morgenluft ihren heißen Kopf abzukühlen. In der Haustür stehend hört sie hinter sich Ramons Stimme: ”Guten Morgen, Carina, na, schon so früh auf?”

Carina zuckt zusammen. Sie hat nicht erwartet, ihm jetzt schon zu begegnen. “Entschuldigung, ich wollte sie nicht aufwecken”, stammelt sie aufgeregt.

“Du hast mich nicht aufgeweckt“, sagt er freundlich zu ihr. „Ich möchte dir einfach nur sagen, dass du nicht allein bist, und wenn du willst, gehe ich gern mit dir.”

“Ich will Abschied nehmen…” Mit diesen Worten ist es um Carinas Fassung geschehen. Ein hemmungsloses Weinen bricht aus ihr heraus. Ramon legt seinen Arm um ihre Schultern.

Ich weiß, Carina, Abschied nehmen tut oftmals sehr weh”, tröstet er sie mitfühlend. Behutsam führt er sie ins Zimmer, setzt sich mit ihr auf die Couch. 

  “Ja, Carina, lass deinen Tränen freien Lauf, sie lösen den Schmerz und befreien dich von dem Druck der letzten Tage und dem bevorstehenden Abschied.

Carina schluchzt: “Bitte, bitte, lassen sie mich gehen, oder lassen sie uns wenigstens hier bleiben! Ich will nicht fort! Ich mag diese Reise nicht machen! Ich will nicht ins Raumschiff! Ich will das alles nicht. Ich kann nicht…” Ihre Augen flehen ihn an.

“Carina, ich verstehe deine Gefühle, deine große Angst. Doch ich täte dir nicht wirklich einen Gefallen, ließe ich dich gehen, denn hier geht es um mehr, als dir jetzt bewusst ist. Dein Herz, deine Seele, dein göttlicher, wissender Teil von dir wünscht, diese Reise zu machen. Er ist es, der mich gerufen hat, dir dabei zu helfen, dich zu erinnern, wer du wirklich bist. Ich bin hier, um dich zu dir selbst – in dein wahres Zuhause zu bringen.”

Während Ramon in dieser Weise mit Carina spricht, bricht die Mauer, die sie um sich herum gebaut hat, zusammen, und sie beginnt, über ihre Angst-Geschichten zu sprechen. Ramon hört ihr aufmerksam zu und führt sie immer wieder in die Gegenwart zurück: “Schau einmal Carina, was jetzt ist: Heute ist der dritte Tag, an dem du mit mir, einem großen, starken Mann, allein bist in einem abgelegenen Haus, oben in den verschneiten Bergen. Ist dir irgend etwas geschehen, was dir geschadet hat? Ich sage dir immer wieder, sooft du es hören willst: Ich tue dir kein Leid an, weder jetzt, noch später, niemals!” Vorsichtig nimmt er ihre kalte bebende Hand in seine warmen Hände und lässt ihr Kraft, Trost, Geborgenheit, Stärke und Wärme zufließen. Schließlich beruhigt sie sich etwas. 

Beide decken zusammen den Frühstückstisch, stärken sich mit gutem leckeren Essen, und anschließend machen sie einen gemeinsamen  Spaziergang, der sie zur Mittagszeit in ein gemütliches Restaurant führt. Carinas Gedanken sind immer wieder mit dem Geschehenen und mit dem, was noch kommen wird, beschäftigt. Plötzlich fällt ihr ein: “Aber wir sind doch erst drei Tage hier, warum geht es denn jetzt schon ins Raumschiff?” Carina spürt einen leisen Hauch von Hoffnung, vielleicht muss sie morgen doch noch nicht fort? “Carina, du hast schneller einen Kontakt zugelassen, als ich dachte, dass es dir möglich ist“, erklärte Ramon lächelnd. „Es täte dir nur unnötig weh, wenn wir jetzt den Abschied noch hinaus schieben würden. So habe ich im Kontakt mit deiner Seele diese Entscheidung getroffen.”  Seine Stimme klang warm und freundlich wie immer, aber gleichzeitig auch so bestimmt und klar, dass sie spürte, dass alles Diskutieren zwecklos wäre.

Später am Nachmittag überrascht Ramon Carina mit einem Köfferchen voll Fensterfarben, um mit ihr zusammen herrlich leuchtende Folien mit Ornamenten, Symbolen und all den Bildern herzustellen, die Carina gern malen wollte. Die Farben waren zauberhaft und Carina malte eifrig und mit Freude verschiedenste Ornamente und auch Gegenständliches. Carina liebt alles, was mit malen und Farben zu tun hat. “Du kannst die    Farben und Folien mitnehmen, wenn wir morgen ins Raumschiff gehen, sowie auch deinen Adventskalender und das Gesteck, das ich dir geschenkt habe. Alles andere, was du sonst noch brauchst, wirst du an Bord vorfinden”, erklärt Ramon.

‘Na ja’ , denkt Carina, ´woher will er wissen, was ich brauche… Ich kann nur hoffen, dass ich dort einigermaßen versorgt werde!’ Sie malen gemeinsam mit angenehmer Musik im Hintergrund  bis in den späten Abend    hinein, und Carina ertappt sich dabei, dass ihre ganze Konzentration auf die Freude am Tun gerichtet ist, so dass dabei zeitweise ihr Abschiedsschmerz in den Hintergrund rückt. Ramon beobachtet Carina unauffällig – schmunzelnd, ihr eine Beschäftigung    gegeben zu haben, die ihre Aufmerksamkeit total beansprucht.

Müde und erschöpft sinkt sie an diesem letzten Abend sofort in einen tiefen Schlaf, aus dem sie erst spät am nächsten Morgen erwacht. Ramon hat sie ausschlafen lassen. Dann jedoch geht alles ganz schnell. Er lässt ihr wenig Zeit zum Denken. Nach einem kurzen Frühstück hilft Carina ihm, alle Sachen im Auto zu verstauen, und los geht die Fahrt Richtung Raumschiff.

NeuesNach einer längeren Autofahrt endlich angekommen, staunt Carina doch. Vor ihr in geringer Entfernung steht ein gigantisch strahlendes Raumschiff. So leuchtend und schön hatte Carina sich das nicht vorgestellt, sie dachte eher an einen hässlichen “Metallkäfig”. Wieder entdeckte sie die Unwahrheit eine ihrer unangenehmen Vorstellungen…“

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Morgen wird die Geschichte fortgesetzt und läuft voraussichtlich bis Weihnachten Hier geht es zu allen bisher erschienenen Kapitel zu dieser Geschichte, die Joel Mari in der Advents- und Weihnachtszeit erzählt –> Eine utopische Heilungsreise (Märchen)

01f Eine utopische Heilungsreise: Wärme und Geborgenheit

Bei Mari – der Meister erzählt Mari innerhalb ihres Rollenspiels ein utopisches Märchen, eine Fortsetzungsgeschichte von wohlwollenden außerirdischen Meistern zum Thema „Macht – Angst – Vertrauen – Hingabe“

Joel (der die Meisterrolle inne hatte innerhalb des gemeinsamen Rollenspiels mit Mari) hatte sich für die bald beginnende Vorweihnachtszeit eine Märchengeschichte ausgedacht, die in einer fiktiven Zukunft angesiedelt war und eine Heilungsreise in einem Raumschiff mit außerirdischen Meistern beinhaltete. Nachdem die beiden es sich auf der Couch gemütlich gemacht hatten, erzählte er das in den letzten Tagen bereits begonnene Märchen weiter:

„Als sich Carina am zweiten Tag in ihrem Gästezimmer im Hause ihres Ausbilders für eine kleine Mittagsruhe auf ihrem Bett nieder lässt, findet sie auf ihrem Kopfkissen wieder ein kleines Briefchen von ihrem Meister vor. Mit gemischten Gefühlen beginnt sie zu lesen:

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Liebe Carina,


nun verlebst Du einige Tage allein mit einem Mann,
fühlst dich unsicher und voller “Geschichten” im Kopf.


Wenn du magst, sprich über deine “Geschichten” mit mir.
Ich höre dir gern zu.


Dein Meister Ramon

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Schwer kann Carina sich vorstellen, mit Ramon über ihre “Angst-Geschichten” in ihrem Kopf zu reden, da ihre Ängste ihr selbst peinlich und unangenehm sind. Er könnte entweder beleidigt sein, dass sie nach all der Freundlichkeit so negative Gedanken äußert, oder aber er könnte sie auch einfach auslachen und verspotten.
Tief in ihrem Innern vernimmt sie eine leise Stimme: ‘Vielleicht tut er keines von beiden und akzeptiert dich so wie du bist…`
Ich werde es nur herausfinden, ob ich ihm vertrauen kann, wenn ich es versuche, denkt Carina. Aber wie soll ich da nur einen Anfang finden?`

Abends sitzen sie gemütlich zusammen am Kaminfeuer bei Gebäck und Glühwein.

In dieser behaglichen Atmosphäre versucht Ramon, Carina eine Brücke zu bauen: “Na, Carina, hast du meine Nachricht an dich gefunden?”

Beklommen nickt Carina. “Möchtest du mit mir über deine Angst-Geschichten sprechen?” fragt Ramon sie ruhig und freundlich.

Carina weiß nicht, was sie antworten könnte, wie und womit sie beginnen soll. Fieberhaft arbeitet es in ihrem Kopf, und je krampfhafter sie einen möglichen Anfang sucht, um so unmöglicher erscheint es ihr, überhaupt etwas zu sagen. Gleichzeitig fürchtet Carina, dass Ramon ihr Schweigen als Ablehnung deuten könnte und in gleicher Weise reagieren könnte. Sie fühlt sich ausweglos überfordert. Tränen treten ihr in die Augen.

Da nimmt Ramon ihre Hand ganz sacht in seine Hände. “Carina, quäle dich nicht! Wenn du jetzt nicht über deine Gedanken und Gefühle reden kannst, ist das völlig okay. Wir haben viel Zeit. Irgendwann wird der richtige Zeitpunkt kommen, und dann kannst du auch mit mir über das reden, was dich bedrückt. Ich will nicht in dich dringen, jetzt nicht und später ebenso nicht! Ich werde dir immer wieder Gelegenheiten anbieten, dich mir mitzuteilen. Mit der Zeit wirst du die Erfahrung machen, dass es dich erleichtert, wenn du deine Gedanken und Gefühle zum Ausdruck bringst. Aber den Zeitpunkt und den Inhalt bestimmst du selbst. Bitte, Carina, schließe jetzt einmal deine Augen.”

Zögernd folgt sie seiner Bitte. Was hat er jetzt mit ihr vor? Ihre Gedanken wirbeln herum. Sie hört seine ruhige, freundliche Stimme: ”Spüre jetzt einfach mal nur deine Hand, Carina. Sei ganz sicher, es geschieht dir nichts. Deine Hand liegt zwischen meinen Händen, sicher, geborgen und warm. Ich halte sie ganz behutsam, ohne Druck. Ich manipuliere nicht an ihr herum, ich quetsche sie nicht, ich biege sie nicht. Ganz behutsam halte ich sie in meinen warmen Händen. Du kannst deine Hand jederzeit bewegen, sie auch heraus ziehen aus meinen Händen. Mache dir das einfach nur bewusst. Ich lade dich morgen wieder ein, deine Hand in meine Hände zu legen, ohne jeden Zwang.”

Carina spürt tief in sich die Botschaft seiner Worte: So behutsam wie er ihre Hand hält, so sicher und sanft hält er zur Zeit die ganze ängstliche Frau in seiner Obhut. Sie versteht diese Geste als eine Ermutigung, ihm zu vertrauen. Schließlich öffnet sie ihre Augen und begegnet seinem verständnisvollen Blick. “Danke”, flüstert sie, “es tut mir leid…”

“Nichts muss dir leid tun, Carina”, antwortet Ramon. “Alles ist in Ordnung, so wie es ist. Deine Zartheit, deine Angst, der scheue Blick deiner Augen – all das bist auch du – ein liebenswertes Wesen in einer herausfordernden Welt, das nach und nach die Erfahrung machen will, dass man auch Männern vertrauen kann. Ich werde dabei dein Lehrer sein, Carina.
Vertrauen… das wird eins deiner Hauptthemen sein in unserem Miteinander in der Ausbildung. Du wirst viel Zeit dafür haben. Aber jetzt ist erst einmal genug geredet! Was hältst du davon, wenn wir etwas zusammen singen?”

Mit diesen Worten setzt er sich ans Klavier und spielt das Lied    “Es ist für uns eine Zeit angekommen, die bringt uns eine große Freud”. Gemeinsam singen sie noch einige Advents- und Weihnachtslieder, die Carina so mag, dass sie  sich nach und nach etwas entspannen kann.

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Morgen wird die Geschichte fortgesetzt und läuft voraussichtlich bis Weihnachten

Hier geht es zu allen bisher erschienenen Kapitel zu dieser Geschichte, die Joel Mari in der Advents- und Weihnachtszeit erzählt –> Eine utopische Heilungsreise (Märchen)

Einen frohen und schönen ersten Advent wünscht euch, liebe Gäste,
eure Miriam

01e Eine utopische Heilungsreise: Bange Fragen und eine leise Stimme tief innen

Bei Mari – der Meister erzählt Mari innerhalb ihres Rollenspiels ein utopisches Märchen, eine Fortsetzungsgeschichte von wohlwollenden außerirdischen Meistern zum Thema „Macht – Angst – Vertrauen – Hingabe

Joel (der die Meisterrolle inne hatte innerhalb des gemeinsamen Rollenspiels mit Mari) hatte sich für die bald beginnende Vorweihnachtszeit eine Märchengeschichte ausgedacht, die in einer fiktiven Zukunft angesiedelt war und um eine Heilungsreise in einem Raumschiff mit außerirdischen Meistern gehen würde. Auch heute erzählte er das bereits begonnene Märchen ein Stück weiter: „Am Morgen des zweiten Tages, den Carina noch im Haus ihres Ausbilders, Meister Ramon, verbringt, bekommt sie von ihm beim Frühstück ein kleines schönes Adventsgesteck und einen zauberhaften Adventskalender. Überrascht bedankt sie sich für diese besondere freundliche Geste, die tief in ihrem Innern etwas zum Klingen bringt, und trägt es nachdenklich in das behagliche Gästezimmer, das sie in dieser Zeit beherbergt. Nach dem Frühstück machen beide einen Spaziergang durch die phantastisch schöne Schneelandschaft. Als Carina schließlich am Mittagstisch sitzt und einen leckeren Auflauf von ihrem Meister serviert bekommt, fühlt sie sich wieder wie in einem Traum. Wann wird sie wohl erwachen? Und wie wird dieses Erwachen aussehen? Oder wird sich doch noch alles in einen gefürchteten Alptraum verwandeln? Was wird wohl der Preis für all diese Freundlichkeit sein? Wann und wie wird sie bezahlen müssen? All diese Gedanken schießen ihr durch den Kopf.

Nach dem Mittagessen zieht sie sich zum Ausruhen in ihr Zimmer zurück. Gedankenverloren schaut sie auf ihren Adventskalender. Ein wunderschöner Engel hängt an der Wand über ihrem Bett. An diesem Engel befinden sich 24 bunte Papierröllchen. Carina denkt:

‘Noch zwei Tage und dann beginnt die Vorweihnachtszeit. Sonst freue ich mich immer so darauf: Weihnachtslieder… Kerzenlicht… Tannengrün… Plätzchenduft…und die kleinen Überraschungen im Freundeskreis…

Wie wird diese Zeit wohl diesmal sein? Lange werden wir wahrscheinlich nicht mehr hier in seinem Haus sein, dann beginnt diese Ausbildungsreise in dem Raumschiff. O je, zwischen lauter fremden Menschen, in einem kalten Raumschiff, weit weg von der Erde, fremden Mächten ausgeliefert… Wie kann ich nur mit diesen heftigen Ängste umgehen, damit sie mich nicht so fertig machen…?’

Und in ihr flüsterte eine Stimme, ganz sanft und leise:

„Sprich mit ihm – am besten noch vor der Reise –

und immer wieder, wenn du bangst,

und es schwer aushalten kannst mit deiner Angst.`

Morgen wird die Geschichte fortgesetzt und läuft voraussichtlich bis Weihnachten Hier geht es zu allen bisher erschienenen Kapitel zu dieser Geschichte, die Joel Mari in der Advents- und Weihnachtszeit erzählt –> Eine utopische Heilungsreise (Märchen)

01d Eine utopische Heilungsreise: Angst und kleine Überraschungen

Bei Mari – der Meister erzählt Mari innerhalb ihres Rollenspiels ein utopisches Märchen, eine Fortsetzungsgeschichte von wohlwollenden außerirdischen Meistern zum Thema „Macht – Angst – Vertrauen – Hingabe“

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Joel (der die Meisterrolle inne hatte innerhalb des gemeinsamen Rollenspiels mit Mari) hatte sich für die bald beginnende Vorweihnachtszeit eine Märchengeschichte ausgedacht, die in einer fiktiven Zukunft angesiedelt war und um eine Heilungsreise in einem Raumschiff mit außerirdischen Meistern gehen würde. Gespannt schaute Mari ihn an, nachdem sie es sich beide miteinander gemütlich gemacht hatten, und er erzählte das bereits in den letzten Tagen begonnene Märchen weiter:

„Vor ein paar Stunden war Carina, zusammen mit ihrem Ausbilder (Meister Ramon) in seinem Haus, das er auf der Erde bewohnte, angekommen. Bevor sie ihre Ausbildungsreise innerhalb eines Raumschiffes beginnen würde, durfte sie sich nun hier mit ihm, zunächst auf heimischem Boden, etwas vertraut machen.

Es erscheint ihr alles völlig irreal:

Sie ist in einem schönen Holzhaus, mitten in einer herrlichen Landschaft in den Bergen, in behaglicher Atmosphäre, zusammen mit einem außerirdischen Mann, den sie zutiefst fürchtet, der ihr aber bisher mit Freundlichkeit und Wärme entgegengekommen ist.

Nach ihrer Ankunft hatte er eine leichte, leckere Mahlzeit für beide gebrutzelt, und Carina, die geglaubt hatte, gar nichts essen zu können, hatte schließlich bei dem leckeren Geruch und Anblick doch Appetit bekommen. Danach hatte sie ein entspannendes Bad genommen, das er fürsorglich für sie eingelassen hatte. Und jetzt findet sie in dem gemütlichen kleinen Gästezimmer eine Schachtel Pralinen, eine Flasche Wasser und eine Karaffe Saft vor – und ein Briefchen, das auf der Pralinenschachtel   befestigt ist. Sie liest

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Liebe Carina,
jetzt bist du erst einmal angekommen.
Du bist jetzt in meinem Haus und kannst nun den kennenlernen,
vor dem du so große Angst hast.
Ich gebe dir mein Wort, dass dir nichts Schlimmes geschehen wird.
Ganz sicher!!!
Dein Meister Ramon


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Carinas Gefühle sind total durcheinander. Gern würde sie dieser Zusage glauben. Aber er ist ein Mann und hat sicher ganz andere Maßstäbe als sie. Wahrscheinlich wird er Verhaltensweisen, die für sie angstbesetzt sind, gar nicht als „schlimm“ empfinden. Und die Grenze, wo er etwas als bedrohlich definieren würde, liegt bei ihm sicher ganz woanders als bei ihr. Immerhin scheint sein Bestreben zu sein, sie nicht zu verletzen. Sie hat das Gefühl, sich nun dankbar und kooperativ zeigen zu müssen, um dieses wohlwollende Verhalten nicht nach allem, was sie sich mit der Flucht geleistet hatte, noch zu zerstören. Es ist ihr peinlich, ständig mit jemanden zu tun zu haben, der genau weiß, dass sie sich vor ihm fürchtet. Normalerweise verbarg sie ihre Angst vor dem männlichen Geschlecht hinter einer Maske von höflicher Distanz. Hier nun sind alle Fassaden zusammengebrochen.

Nachdem sie sich etwas ausgeruht hat, geht sie zu ihm hinunter ins Wohnzimmer. Er hat inzwischen das Feuer im Kamin angezündet und zwei Sessel davor gestellt.

“Wie geht es dir, Carina?” fragt er sie und schaut sie an mit einem Blick, der tief in ihr Inneres sieht.

“Nicht so sehr gut”, antwortet Carina zu ihrem eigenen Erstaunen recht ehrlich. Wird ihm diese Antwort missfallen? Wirkt es undankbar, dass sie nach all der Freundlichkeit, dem guten Essen, dem Bad, dem lieben Briefchen und der Pralinenschachtel nicht sagte, es ginge ihr gut? Aber in seinen Gesichtszügen ist kein Anzeichen von Missstimmung abzulesen. Im Gegenteil, er schaut sie mitfühlend an und meint: “Das kann ich gut verstehen. Du fühlst dich hier so ganz allein mit mir nicht so recht sicher, vielleicht sogar mir ausgeliefert. Etlichen Frauen würde es Angst bereiten, mit einem fremden Mann über mehrere Tage und Nächte allein in einem abgelegenen Haus zu verbringen. Doch du wirst mit der Zeit die Erfahrung machen, dass ich diese Situation nicht benutze, um dir zu schaden. Ganz im Gegenteil! Wir sind hier, um zumindest ein geringes Maß an Vertrauen zu schaffen, damit dir der Eintritt ins Raumschiff dann etwas leichter fällt.” Beklommen schaut Carina Ramon an.

“Mir ist bewusst, dass gerade jetzt, wo in ein paar Tagen der Weihnachtsmonat beginnt, es besonders schwer für dich ist, deine gewohnte Umgebung zu verlassen. Aber du sollst wissen, Carina, dass ich auf all das Rücksicht nehme. Du wirst auf die Weihnachtszeit nicht verzichten müssen. Vielleicht sieht sie diesmal etwas anders aus als sonst, aber wir Meister achten eure Sitten und Gebräuche und feiern mit euch dieses Fest des Lichts und der Liebe.”

Nach diesen Worten legt er ihr eine CD mit Gospel-Weihnachtsliedern in den Schoß und sagt: ”Ich hoffe, ich habe deinen Geschmack getroffen. Wollen wir einmal rein hören?“ Und so saßen Carina und ihr Meister vor dem Kamin, lauschten den Gospel-Songs, die ihr über den ersten Abend im Haus ihres Meisters mit harmonischen Klängen dieser starken Stimmen hinweg halfen.

Morgen wird die Geschichte fortgesetzt und läuft voraussichtlich bis Weihnachten

Hier geht es zu allen bisher erschienenen Kapitel zu dieser Geschichte, die Joel Mari in der Advents- und Weihnachtszeit erzählt –> Eine utopische Heilungsreise (Märchen) 

01c Eine utopische Heilungsreise: Unerwartetes Verständnis

Bei Mari – der Meister erzählt Mari innerhalb ihres Rollenspiels ein utopisches Märchen, eine Fortsetzungsgeschichte von wohlwollenden außerirdischen Meistern zum Thema „Macht – Angst – Vertrauen – Hingabe“

Joel (der die Meisterrolle inne hatte innerhalb des gemeinsamen Rollenspiels mit Mari) hatte sich für die bald beginnende Vorweihnachtszeit eine Märchengeschichte ausgedacht, die in einer fiktiven Zukunft angesiedelt war und von einer Heilungsreise in einem Raumschiff mit außerirdischen Meistern handelte. Nachdem Mari sich auf ihrer behaglichen Couch in seinen einladend geöffneten Arm gelehnt hatte, erzählte er das bereits in den letzten Tagen begonnene Märchen weiter:

„Nach Carinas missglückter Flucht vor den außerirdischen Meistern, bei denen sie – wie alle Menschen in dieser Phase der Machtübernahme – eine Ausbildungsreise antreten sollte, wurde sie an Bord des für sie zuständigen Raumschiffes gebracht, auf dem ihre Ausbildungsreise stattfinden sollte. Als sie an Bord des Meisterschiffes war, zitterte sie am ganzen Körper und die Gedanken an die Gerüchte über die Außerirdischen, die zwar Menschengestalt angenommen hatten, aber ungeahnte Fähigkeiten und dadurch große Macht über die Menschen hatten, schnürten ihr die Kehle zu. In ihrer Panik konnte sie kein Wort herausbringen. Immerhin hatte sie ihre Lage durch diese ganze Fluchtaktion verschlimmert und rechnete nun mit harter Strafe und gnadenlosem Vorgehen dieser Meister.

Sie ließ in angstvoller Starre den Dingen ihren Lauf. Was würden diese Männer nun mit ihr machen?

Bald kam ihr Ausbilder, der sich als „Meister Ramon“ vorstellte, in Begleitung des Kommandanten ihres zuständigen Ausbildungsraumschiffes, „Meister René“, zu ihr. Die beiden spürten schnell, dass Carina zu diesem Zeitpunkt unfähig war zu einem Gespräch. Verständnisvoll und mitfühlend schauten sie Carina an, die die Wärme ihrer Augen jedoch – gefangen in ihrer Angst – nicht wahrnehmen konnte. Im Gegenteil, in ihr zog sich alles noch mehr zusammen in diesen bangen Schweigeminuten, die ihr wie eine Ewigkeit erschienen.
Endlich brach Meister René das Schweigen: ”Du hast große Angst, nicht wahr, Carina?”
Sie konnte nichts sagen.
“Du musst jetzt nichts antworten. Ich glaube…”, und damit wandte er sich seinem Kollegen zu, “deine Schülerin braucht noch eine Zeit der Vorbereitung, Ramon, was meinst du?”
Ramon nickte zustimmend. Wieder zu Carina gewandt sagte René: “Du wirst jetzt einige Tage Vorbereitungszeit noch auf der Erde haben, zusammen mit deinem Meister. Und dann sehen wir uns wieder hier in meinem Raumschiff. Nur Mut, Carina! Bis bald.”

Ohne zu verstehen, was nun geschehen sollte, stand Carina wie ein kleines Häufchen Unglück ihrem Ausbilder gegenüber und wagte nicht, ihn anzuschauen. Der kam langsam näher, legte ihr sehr sanft eine Hand auf die Schultern und erklärte ihr: “Wir werden jetzt zur Erde zurückkehren und dort ein paar Tage in meinem Haus zusammen verbringen. Da haben wir Zeit, uns in Ruhe kennenzulernen, und du kannst dich ein bisschen an mich gewöhnen. Ich nehme an, auf deinem Heimatplaneten wirst du dich zunächst etwas sicherer mit mir fühlen, als auf unserem Raumschiff, vor dem du ja anscheinend große Angst hast.”

Völlig verwirrt und überrascht von dem unerwarteten Verständnis schaute Carina ihren Ausbilder kurz an. Der fing ihren Blick auf und nickte ihr lächelnd zu. “Pass auf, Carina, es wird alles ganz anders, als du jetzt noch glaubst.”

Morgen wird die Geschichte fortgesetzt und läuft voraussichtlich bis Weihnachten

Hier geht es zu allen bisher erschienenen Kapitel zu dieser Geschichte, die Joel Mari in der Advents- und Weihnachtszeit erzählt –> Eine utopische Heilungsreise (Märchen) 

01b Eine utopische Heilungsreise: Flucht und Entdeckung – Katastrophe oder Rettung?

Bei Mari – Ein Märchen beginnt: der Meister erzählt Mari innerhalb ihres Rollenspiels eine Fortsetzungsgeschichte zum Thema „Macht – Angst – Vertrauen – Hingabe“

In ihrem letzten Spiel hatte Joel in seiner Rolle als Meister Mari für die bald beginnende Vorweihnachtszeit eine Märchengeschichte angekündigt und ihr erzählt, dass es in einer fiktiven Zukunft angesiedelt ist und um eine Heilungsreise in einem Raumschiff mit außerirdischen Meistern gehen würde. Gespannt hatte sie gelauscht, was er ihr bereits über die Rahmenhandlung des Märchens erzählt hatte. Nachdem Mari sich auf ihrer behaglichen Couch in seinen einladend geöffneten Arm gelehnt hatte, begann er heute in den Beginn des Märchens einzusteigen:

„Wir sind im Jahre Später-ist-heute-jetzt-und-eins:  Völlig verwirrt und erschöpft liegt die junge Frau Carina in dem behaglichen Gästezimmer im Hause ihres von ihr bislang so gefürchteten Ausbilders, der sich als „Meister Ramon“ vorgestellt hatte.

Sie kann noch nicht fassen, was ihr in den letzten Tagen und Stunden passiert ist. Die Bilder ziehen unruhig vor ihrem inneren Auge vorbei:

Nach einer abenteuerlichen Flucht, für die sie sich Hals über Kopf entschieden hatte aufgrund ihrer Angst vor der umstrittenen „Ausbildungsreise“ im Raumschiff von außerirdischen Meistern, war sie gefasst worden und genau an den Ort gebracht worden, den sie so fürchtete: ins Raumschiff dieser Außerirdischen, die zwar von sich sagten, dass sie den Menschen helfen wollten, mehr Bewusstheit, Liebe und Frieden zu entwickeln, was aber Gerüchten zu Folge nicht so war. 

Nach dieser Flucht, die einer Odyssee glich, und all dem, was geschehen war, hatte sie mit Verurteilung und harten Sanktionen gerechnet, als sie in deren Raumschiff angekommen war, und sie hatte heftige Panik vor dem, was nun kommen würde. Und was dann kam, war völlig seltsam…

Sie dachte noch weiter zurück: Als sie sich noch am Morgen dieses Tages an Bord eines Flugzeuges befunden hatte, das von radikalen Gegnern der Außerirdischen geführt wurde, hätte sie sich nicht träumen lassen, dass sie so schnell gefasst werden und in jenes gefürchtete Raumschiff gebracht werden würde und dann… nachdem sie bereits dort war, abends mit ihrem Ausbilder wieder auf die Erde zurück käme, um mit ihm dort erstmal einige Tage Zeit haben sollte, um mit ihm etwas vertraut zu werden. Und sie musste zugeben… er hatte sie bis jetzt gar nicht mal unfreundlich, ja eigentlich durchaus freundlich behandelt.

Sie dachte nach: So sehr hatte sie sich vor der bevorstehenden Ausbildungsreise an Bord der außerirdischen Meister gefürchtet, dass sie – ohne klar denken und das alles auch nur in etwa überschauen zu können – bereit war, sich von ihrer Heimat wegbringen zu lassen an einen entfernten Ort in der Wüste, an dem angeblich aufgrund eines bestimmten Magnetfeldes keiner der flüchtigen Menschen gefunden werden könne. Sie war dort mit anderen Flüchtlingen in einer völlig ungeklärten Situation, hatte Hunger und wusste nicht, wie es dort werden würde und wie es mit der Versorgung der notwendigsten Bedürfnisse funktionieren würde. ‘Aber’, so hatte sie gedacht, ‘das ist immerhin besser, als einem oder mehreren – sogar außerirdischen (!), völlig unberechenbaren Männern – für unbestimmte Zeit ausgeliefert zu sein.’ 

Carina hatte Angst vor Männern. In ihrer Gegenwart fühlte sie sich stets unwohl, beklommen, und unsicher. Deshalb hatte sie bisher stets deren Kontakt gemieden. Körpernähe und Erotik erschienen ihr wie ein Alptraum. Und sie hatte gehört, dass diese seltsamen Ausbildungen, die die Meister nach ihrer Machtübernahme auf der Erde für die Menschen obligatorisch veranstalteten, alle Ebenen des Menschseins beinhalten würden: Geist, Seele und eben auch den Körper. Das war der ausschlaggebende Faktor gewesen, der sie zur Flucht bewogen hatte.

Dass die Meister sie so bald finden würden, dass deren Raumschiff an ihrem Versteck in der Wüste landen würde, dass die Fluchthelfer, die sich nur zu bald als wenig vertrauenswürdig erwiesen hatten, es sogar zu Gewalthandlungen kommen lassen würden, und dass sie schließlich von den Meistern ruckzuck an Bord genommen werden würde, damit hatte Carina nicht gerechnet.

Und nun liegt sie hier im Gästezimmer ihres Ausbilders Ramon, der wie einige andere seiner Art  auch, schon seit einiger Zeit zwischen den Menschen lebte und ihnen mit Rat und Tat zur Seite stand,  ohne dass er sich als Außerirdischer zu erkennen gegeben hatte.“

Morgen wird die Geschichte fortgesetzt und läuft voraussichtlich bis Weihnachten

Hier geht es zu allen bisher erschienenen Kapitel zu dieser Geschichte, die Joel Mari in der Advents- und Weihnachtszeit erzählt –> Eine utopische Heilungsreise (Märchen) 

01a Eine utopische Heilungsreise: ein Märchen wird angekündigt

Bei Mari – Ein Märchen kommt ins Spiel

Joel, der bereits in ihrem heutigen Rollenspiel seine Meisterrolle inne hatte, saß auf einem Sessel, als Mari mit zwei Wassergläsern ihr Wohnzimmer betrat. 
„Mari, in der kommenden Zeit möchte ich, dass die Couch immer ausgezogen ist, dass wir Platz haben, es uns bequem zu machen.“ 

„Ja, okay…“antwortete Mari und begann, das Sofa auszuziehen.

„Prima, das hast du gut gemacht. Komm, lass es uns gleich darauf gemütlich machen.“
Unerwartet griff er um ihre Taille und zog sie auf die Couch , so dass sie halb liegend halb sitzend in seinem Arm landete. „So und jetzt kuschel dich einfach an mich an, und genieße es.“
Mit der anderen Hand strich er ihr sanft über die Wange.
Nach der ersten Schrecksekunde konnte sich Mari tatsächlich einigermaßen in seinem Arm entspannen.

2Kerzen mit Geigenspielerin_Engel„In einer Woche ist erster Advent“, begann er das Gespräch, „und ich habe mir etwas für uns einfallen lassen.“

Neugierig schaute Mari ihn an. „Die Weihnachtszeit ist für mich in jedem Jahr eine besondere Zeit“, bekannte sie.

„Das dachte ich mir fast“, lächelte Joel, „und deshalb denke ich, wir sollten diese Zeit nutzen, um es uns gemeinsam gut gehen zu lassen und all das, was du in den letzten Wochen erlebt hast, ein wenig zu festigen. Ich möchte im Dezember nicht viel Neues an dich heran tragen, denn du hast viel erlebt, und es sollte auch Zeit geben dafür, dass es sich setzen kann und wir mit all dem und miteinander noch vertrauter werden. Deshalb habe ich mir für diese Zeit etwas ganz besonderes ausgedacht. Wir werden uns gemütlich aneinander kuscheln, und ich werde dir eine Fortsetzungs-Geschichte erzählen, die ich mir in letzter Zeit für dich ausgedacht habe.“

„Ohh, das ist ja eine tolle Überraschung!“ freute sich Mari.

„Und  bevor du mir die Frage stellst, worum es in der Geschichte geht“, Joel zwinkerte, „erzähle ich dir schon mal etwas davon: 

„Au ja, danke!“ Mari kuschelte sich tiefer in seinen Arm hinein…

01a

„Es handelt sich um eine utopische Geschichte, die in einer vielleicht gar nicht soooo fernen Zukunft spielt. Und es geht – wie könnte es anders sein – um Themen wie „Macht, Angst, Vertrauen, Hingabe…“ Er drückte Maris Hand. „Die Hauptperson in der Geschichte ist eine ängstliche Frau, nennen wir sie Carina. Und was meinst du, wovor sie sich besonders fürchtet?“ fragte er Augen zwinkernd.

„Hm… vielleicht vor der Nähe mit Männern… vor Autoritäten… vor neuen Erfahrungen… davor Fehler zu machen…?“ Mari sah ihn etwas verlegen, und gleichzeitig interessiert an.

„Ja, das war wohl nicht so ganz schwer zu erraten“, lächelte Joel. „Und sie wird in eine Situation hinein geraten, in der sie sowohl mit einem Mann als auch mit viel Neuem konfrontiert werden wird, und in der sie anfangs einen deutlichen Fehler gemacht hat.“

„Oh, das wird spannend“, meinte Mari und spürte, wie sich ihr Herzschlag beschleunigte. „Erzähl doch noch etwas mehr darüber.“

„Überhaupt wird die ganze Menschheit mit viel Neuem konfrontiert werden, denn so, wie es bisher war, konnte es nicht mehr weiter gehen. Die Probleme auf der Erde werden so groß, dass es in meiner Vorstellung in diesem Märchen eine ganz besondere Art von Hilfe geben wird: Hilfe aus dem All von außerirdischen Wesen, die in ihrer geistigen, gefühlsmäßigen und technischen Entwicklung den Menschen weit überlegen sind. Etliche Menschen hatten Gedanken abgesendet, mit denen sie um Unterstützung gebeten haben, weil sie nicht mehr wussten, wie sie das drohende Unheil, das auf Erden sich schon lange anbahnte, abwenden konnten. Und dieser Hilferuf wird von diesen wohlwollenden, intelligenten Wesen, die ich mal “Meister des Lichts” nennen will, empfangen. Sie folgen ihm, verkörpern sich in menschlicher Gestalt, um für die Menschen auch physisch erfahrbar zu werden, und landen mit Raumschiffen auf allen Kontinenten, überall auf Erden.

Mantra Erde

Es ist für sie ein Leichtes, kraft ihrer sehr hohen mentalen, technischen, und spirituellen Entwicklung die Weltregierung zu übernehmen. Ihr Ziel ist es, eine emotionale, körperliche und spirituelle Heilung für die gesamte Menschheit einzuleiten.
Für diesen ganzheitlichen Entwicklungsprozess haben sie für jeden Menschen eine Art Ausbildungs- und Heilungsreise vorgesehen – mit einem jeweils eigenen persönlichen Ausbilder, der gleichzeitig Lehrer, Seelsorger, Heiler und Freund sein wird. Das können natürlich auch Ausbilderinnen sein.

Für viele Menschen wird diese Machtübernahme durch die Außerirdischen natürlich sehr angstbesetzt sein. Die meisten können erstmal nicht glauben, was die Meister und Meisterinnen ihnen persönlich und auch durch die Medien immer wieder erklären: nämlich, dass sie mit hilfreichen Absichten den gebeten vieler Menschen gefolgt sind, und dass sie ihre Macht in Liebe gebrauchen würden.

Diese Meister wissen, dass es einige Zeit dauern wird, bis die Menschen gelernt haben werden, ihnen zu vertrauen. Manche von ihnen lebten übrigens schon lange Zeit unerkannt auf der Erde, meist als Lehrer, Ärzte, Therapeuten, Seelsorger und Berater, um von innen heraus heilsame Impulse zwischen die Menschen zu bringen. Sie werden sich dann auch zu erkennen geben und helfen beim Aufbau von Vertrauensbeziehungen. Das wird ein großes Erstaunen, als bekannt wird, wie viele von ihnen schon lange Zeit auf der Erde in menschlichen Körpern mit großer Bewusstheit, tiefer Liebe und immensen Einsatz heilend auf die Menschen ihres Umfelds gewirkt haben und weiter wirken werden. Dazu gehören viele bekannte Lehrer und Heiler…“

Joel beugte sich etwas vor, sah Mari an und fragte: „Na, wie findest du die Rahmenhandlung? Hättest du Lust, in diese Geschichte einzusteigen und zu erfahren, wie es Carina mit all dem Neuen geht?!“

„Oh ja! Das ist ja spannend!“ antwortete Mari aufgeregt und fügte etwas nachdenklich hinzu: „Obwohl ich nicht glaube, dass die Lösung unserer Probleme von außen kommen kann und wird.“ 

„Das glaube ich so auch nicht wirklich,“ antwortete er, „aber der Gedanke gefiel mir und eignet sich gut zu unserem gemeinsamen Thema „wohlwollende Macht“. Es ist einfach nur ein Märchen – so wie eins aus tausend und einer Nacht, nur dass es eben in der Zukunft spielt…“

„Ich bin gespannt, wie das Märchen weiter geht…“ Mit diesen Worten umarmte sie spontan ihren Meister und flüsterte ein leises „Danke für diese tolle Idee!“ in sein Ohr. 

Morgen wird die Geschichte fortgesetzt und läuft voraussichtlich bis Weihnachten