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in diesem Kapitel erscheint die Fortsetzung des Abends, an dem Mari und Joel ihr einjähriges Miteinander feiern. Viele Schritte sind sie inzwischen miteinander gegangen, seit sie vor einem Jahr ganz vorsichtig und behutsam „Erste Schritte miteinander“ getan haben.  

Jetzt begleiten wir Mari und Joel weiter durch den letzten Abend ihrer Wochenendreise im Hotel…

Nach einem ganz besonderen, vorzüglichen Abendessen, das diesmal Mari und Joel in ihrer Suite genossen haben, sagte Joel zu Mari: „So, Mari, der Meister möchte heute auch bei diesem besonderen Tag in Erscheinung treten… Das Spiel beginnt!“
834878gifmmueuatMit diesen Worten nahm er die Rolle des Meisters ein, reichte ihr galant den Arm mit den Worten: „Jetzt schließe bitte deine Augen so lange, bis ich dir sage, dass du sie wieder öffnen kannst, und achte mal auf dein hübsches und, wie ich weiß, sehr feines Näschen. Was nimmst du wahr?“
Mari schärfte ihre Sinne – und sie roch einen Hauch von Rosenduft.
„Genau“, bestätigte er, das hast du richtig wahrgenommen, Wir werden jetzt diesem Duft folgen – und du lässt die Augen noch geschlossen. Langsam und bewusst auf jeden Schritt achtend ging sie an seinem Arm weiter bis sie bei der geöffneten Badezimmertür angelangt waren, die sie ja nicht sehen konnte. Sie nahm lediglich die Zunahme der Temperatur und der Duftintensität wahr. „Drei Schritte noch…“ hörte sie ihn sagen, „und nun darfst du die Augen wieder auf machen.“
Mari tat das gerne, öffnete ihre Augen und nahm wahr, dass sie im Badezimmer gelandet waren und dass einige Kerzen und viele Rosen im Raum verteilt waren. Wo es nur möglich war, standen Rosen – und in der Badewanne war ein Schaumbad eingelassen, in dem viele Rosenköpfe schwammen. Fasziniert nahm sie die schönen Eindrücke in sich auf…
Joel lies ihr Zeit…

Dann wurde ihr klar, dass es sicher nicht nur darum gehen würde, das schöne Badezimmerambiente optisch zu bestaunen. Fragend schaute sie ihn an…

Er nickte ihr ermutigend zu. „Ja, nachdem du heute morgen mit Joel das so herrliche Beisammensein im Bett ohne Kleidung genossen hast, werden nun wir beide die Ehre haben, uns ganz unverhüllt nahe zu sein. Auch wenn ich jetzt die Meisterrolle innerhalb unseres Spiels inne habe, und du zu mir in dieser Rolle ja meist etwas andere Gefühle hast, als außerhalb des Spiels, glaube ich, dass du es schaffen wirst, heute ganz nackt auch mit mir als Meister zusammen zu sein.“

Er schloss die Tür, so dass kein Licht mehr von außen ins Bad fiel und dadurch, dass hier nur einige Kerzen ihr sanftes Licht verbreiteten, es deutlich dunkler wurde. Mari schluckte… Warum nur fühlte es sich jetzt so viel schwieriger an als heute morgen…

„Wir drehen uns jetzt beide um 180 Grad herum, so dass wir mit dem Rücken zueinander stehen und ziehen uns aus“, fuhr er ruhig fort, ohne eine Antwort von ihr zu erwarten. „Dann setzt du dich zuerst in die Wanne. Wenn nötig, kannst du die Wassertemperatur gern noch regulieren, damit sie dir absolut angenehm ist. Ich werde so lange mit dem Blick wie jetzt zur Wand hier so stehen bleiben bis du ganz in Ruhe in den herrlichen Schaum eingetaucht bist. Wenn du dann in der Wanne sitzt, lasse bitte hinter dir etwas Platz und gib mir Bescheid. Ich werde mich dann hinter dich setzen. Okay?“

Uff! „Ja“, antwortete Mari leise und begann sich mit dem Blick zu der wunderschön gestalteten Wanne auszuziehen. Und tatsächlich… noch ganz im Eindruck dieser magischen Situation folgte sie seinen Anweisungen ohne allzu lange zu zögern, und schlüpfte, als sie ganz ausgezogen war, in die Wanne.
Hmm war das ein wundervoller Duft.
„Ich bin im Wasser“, erklärte sie ihm, worauf er sich umdrehte und auch in die Wanne stieg. Sie hielt die Luft an… Langsam ließ er sich hinter sie ins Wasser gleiten und legte seine Beine um sie herum nach vorn.
„Einfach weiter atmen…“ flüsterte er ihr ins Ohr und legte sanft seine Hände auf ihre Schultern. „Meine Hände auf deinen Schultern kennst du ja inzwischen schon ein ganzes Jahr lang.“ Langsam begann er, etwas von dem feinporigen Schaum auf ihren Schultern zu verteilen und sie sanft zu massieren. Und wie schon so oft konnte sich Mari durch die Wirkung seiner Schultermassage leichter entspannen. Tief atmete sie den wundervollen Duft ein und nahm die Massage dankbar an.

„Nun lehne dich einfach zurück, Mari, mein Oberkörper freut sich darauf, gleich die Bekanntschaft mit deinem Rücken zu machen.“
Langsam ließ sich Mari zurück sinken. Er hatte seine Hände inzwischen bequem auf den Rändern der Wanne abgelegt. Und als sie an ihrem Rücken den Kontakt zu seinem Oberkörper bemerkte und etwas zusammenzuckte, legte er wieder seine Hände auf ihre Schultern und zog sie ganz sanft noch etwas dichter an sich heran. „Lehn dich einfach an, Mari, du bist angekommen. Das, was du dir schon so lange gewünscht hast, ist nun eingetreten – du kannst dich einfach anlehnen und in Wärme und Geborgenheit baden.“
Diese herzlich gesprochenen Worte verfehlten ihre Wirkung nicht, und Mari gab den letzten Rest an Widerstand auf und legte sich ganz zurück. Sanft umschloss er ihren Oberkörper mit seinen Armen und hielt sie für eine lange Zeit einfach nur fest… bis die restliche Anspannung von ihr wich und sie das Gefühl, sich ganz bei ihm anzulehnen und von hinten von ihm gehalten zu werden genießen konnte… Beide atmeten im selben Rhythmus und eine Welle von Geborgenheit strömte durch Mari.
„Danke, Meister!“ sagte sie leise.
„Ich danke dir für dein Vertrauen, Mari – jetzt hier und das ganze Jahr über! Und wenn du dich ganz satt gefühlt hast an dieser Erfahrung, kannst du darauf vertrauen, dass ich, falls du das möchtest, die Augen geschlossen halten werde, bis du ganz in Ruhe die Wanne wieder verlassen hast. Dann kannst du es dir im Bett gemütlich machen und dort auf Joel warten. Denn außerhalb des Badezimmers ist das heutige Spiel dann vorbei.“

Mari verweilte noch ein Weilchen nahezu bewegungslos in diesem herrlichen Gefühl des Gehalten-seins, was tiefe Geborgenheit in ihr auslöste. Sie fühlte, wie sie die Grenzen, wo ihr Körper aufhörte und wo das Wasser und Joels Körper begann, nicht mehr wahrnahm, wie alles sich auflöste in einem Gefühl seligen Eins-seins…
Und als sie sich dann schließlich bewegte, um die Wanne zu verlassen, war in ihr ein solcher Frieden, dass sie leise zu ihm sagte: „Du musst die Augen nicht geschlossen halten…“
Lächelnd stieg sie aus der Wanne, hüllte sich in ein flauschiges Badelaken, verließ das Badezimmer und kuschelte sich mit einem tiefen Glücksgefühl ins Bett, um dort auf Joel zu warten, der ihr in diesem Jahr so innig vertraut geworden war…

Zu allen Kapiteln der –> Geschichte von Mari und ihrem Meister in chronologischer Reihenfolge

4 Kommentare zu „100. Wochenend und Sternenschein (6): Ein Jahr lang gewachsenes Vertrauen

  1. Geliebte Miriam,
    es ist dir wunderbar gelungen, das Lächeln und tief entspannende Glücksgefühl Maris auf den Lesenden zu übertragen. Dankeschön und herzlichen Glückwunsch zur Folge 100. 🙂 Deine Art zu schreiben, hat sich derart sanftmütig entfaltet, dass man sich dem Zauber des Geschehens staunend und zugleich mit wachen Sinnen hingibt.
    Freudvolle Grüße * Luxus

    Gefällt 2 Personen

    1. Oh, du liebe Luxus,
      das freut mich so sehr zu lesen! 🙂
      Dass du ein entspannendes Glücksgefühl aus Maris Erlebnis mitempfinden konntest, finde ich so was von schön… So was ist für mich als Autorin und Gestalterfinderin von Mari und Joel natürlich das schönste Geschenk!!!
      Ein leises Lächeln in die Welt bringen können…. was kann es Schöneres geben ❤ !
      Und wenn es gelingt, dass auf sanftmütige Weise eine nach und nach stattfindende Entwicklung zu mehr Vertrauen und Mut, sowie zu Lust und Liebe geschieht, dann ist das genau das, wovon ich für Mari oft träume…
      Vielen Dank für dein wunderbares Feedback !
      Von Herzen alles Liebe und Gute wünscht dir
      Miriam

      Gefällt 1 Person

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