Bei Joel – Erfahrungen auf der Spielwiese

Als Mari aus dem Bad ins Wohnzimmer kam, sah sie Joel auf der ausgeklappten Couch gemütlich an der Wand angelehnt sitzen.
„Das Spiel beginnt.“
Er öffnete einladend seine Arme mit den Worten: „Komm her zu mir, Mari.“

Langsam ging Mari auf Joel zu, der nun wieder seine Meisterrolle innerhalb dieses Rollenspiels eingenommen hatte, setzte sich auf die Couch, und… noch bevor sie lange nachdenken konnte, griff er um ihre Taille und zog sie neben sich in eine halb liegende, halb sitzende Position… Überrascht hielt sie kurz die Luft an.
Als sie sich neben ihm in seinem Arm wieder fand, schmunzelte er: „Du kannst in Ruhe weiter atmen, Mari, die kleine Schrecksekunde ist bereits vorbei. Und wie fühlst du dich hier?“
Er zog sie noch ein bisschen näher an sich.

Mari spürte nach und stellte erstaunt fest, dass es sich gut anfühlte, ihm so nah zu sein, so festgehalten zu werden, sich an ihn anlehnen zu können – und das obwohl sie noch nicht wusste, was sie heute hier erwartete… Es ist dieses Fest-gehalten-werden, das mir irgendwie Halt und Sicherheit gibt, nahm sie erstaunt wahr.

„Hast du meine Frage gehört?“

Ach ja, er wollte ja wissen, wie sie sich fühlte… „Es geht mir ganz gut, danke.“

„Wie fühlt sich dein Ganz-gut-gehen an, Mari? Was genau ist es, was dieses Gefühl hervor ruft?“

Warum muss er nur immer so genau nachfragen
, dachte sie. Was sag ich dazu?
„Ich glaube, es geht mir deshalb gut, weil ich mich in deinem Arm gerade so gut aufgehoben fühle“, gestand sie ihm leise.

„Das freut mich außerordentlich, Mari“, lächelte Joel. Dann wollen wir diesen Zustand so bald heute nicht verändern…“ Mit diesen Worten umschlang er sie mit beiden Armen und zog sie noch ein Stückchen tiefer auf die Couch, so dass sie nun ganz in seinen Armen lag. Wieder hielt sie vor Schreck die Luft an ob dieser plötzlichen Lageveränderung.
„Atmen, Mari, einfach weiter atmen“, flüsterte er ihr ins Ohr. „Alles ist gut, wir umarmen uns heute eben mal liegend und nicht wie sonst im Stehen oder Sitzen…“ Und es wird länger dauern als sonst, dachte er, aber sprach es nicht aus.
„Wie fühlst du dich hier in meiner Umarmung? Was sagt dein Körper?“

Mari spürte wieder in sich hinein… Und wieder nahm sie wahr, dass es sich gut anfühlte, von ihm so fest in den Armen gehalten zu werden. Seine gerade so intensive Körpernähe tut mir gut… nahm sie zu ihrem Erstaunen wahr.
„Es tut mir gut, dass du mich so festhältst“, bekannte sie.

„Wie schön… Körper lügen nicht! In deinem Körper kannst du deutlich spüren, was gut für dich ist und was nicht, natürlich nur, wenn er nicht gerade im Alarm-Modus ist“, erklärte ihr Joej. „Und es freut mich sehr, dass dein Körper mir zunehmend mehr vertraut.“


Joel streichelte Maris Wangen, strich ihr sanft übers Haar und freute sich zu spüren, wie sie sich langsam ein wenig entspannte in dem Arm, in dem er sie hielt. Er ließ seine Hand weiter wandern über die Schulter und den Arm… bis zur Hand, mit der er etwas spielte, um dann wieder hinauf zur Schulter zu streichen.
In absoluter Aufmerksamkeit beobachtete Mari jede Bewegung seiner Hand…
Bisher fühlt es sich weiter gut an.
Von dort aus fuhr er mit sanftem Druck über ihren Rücken.
Ein genussvoller Laut kam über ihre Lippen.
Das tut so gut, dachte sie… so unerwartet gut…

Als er dann seinen Druck veränderte und nur federleicht über ihre untere Rückenpartie strich, zuckte ihr Körper mehrmals leicht zusammen. Dabei hielt Joel sie weiterhin fest, noch etwas fester als davor, und gab ihr Halt, während sie spürte, dass ihr Körper begann, ein Eigenleben zu führen in Joels Armen.
Was war das denn? Irgendwie peinlich, dass sie es nicht kontrollieren konnte, was sein besonders sanftes Streicheln da in ihr auslöste.
Dieser Gedanke löste eine kleine Fluchtreaktion in ihr aus, sie wollte sich aus seinem Arm etwas heraus winden, er hielt sie allerdings nach wie vor fest und ließ das nicht zu. „Alles gut, Mari, lass deinen Körper machen, was er will, du bist hier ganz sicher in meinen Armen. Und solltest du etwas nicht wollen, dann sag einfach „Ampel rot!“ und ich werde sofort aufhören, das verspreche ich dir“, flüsterte Joel ihr zu.

Mari holte tief Luft, spürte, wie Joel den Druck seiner Hand wieder etwas verstärkte und konnte sich wieder entspannen. Die Hand verschwand nach einem Weilchen langsam unter dem Bündchen ihres Rockes, wanderte tiefer… Ach, würde doch nicht dieses „verbotene“ Gefühl dabei sein… Weiter bewegte sich seine Hand. Sie hielt die Luft an…
„Welche Farbe hat unsere Ampel, Mari?“ fragte Joel leise. „rötliches Orange“, antwortete sie. „Okay“, flüsterte er, veränderte seine Position etwas, nahm seine Hand dort wieder weg und strich Mari beruhigend über den Rücken. Langsam entspannte sie sich wieder. Ihre kurzärmelige Bluse war inzwischen so verrutscht, dass er sie ihr leicht abstreifen konnte. Anschließend zog er sich sein T-Shirt aus. Nur noch mit einem dünnen Top bekleidet, fühlte sie seinen warmen kräftigen Oberkörper, an dem sie eng umschlungen von seinen Armen lag, sehr deutlich.

Gut, dass er mir wenigstens mein Top noch lässt, dachte sie aufgeregt. Er spürte ihre zunehmende Anspannung, strich ihr – sie weiterhin fest im Arm haltend – behutsam einige Haarsträhnen aus dem Gesicht. „Schau mich an, Mari“, hörte sie seine Stimme wie von weit her. Sie öffnete die Augen, sah sein Gesicht über ihr und versuchte, sich etwas zur Seite zu bewegen. Er ließ das jedoch nicht zu. Seltsamerweise fühlte sich das irgendwie einerseits schwer auszuhalten und gleichzeitig gut an. Sie konnte nicht weg! Und eigentlich wollte sie auch gar nicht wirklich weg, erkannte sie blitzartig. Es war nur ein Teil von ihr, der sich aus der Situation lösen wollte, in der er sie jedoch festhielt.

Und sie, die ganze Mari, wollte so gehalten werden… Doch… wollte sie festgehalten werden ?
Sie spürte, sie wollte von seinen starken Armen umfangen sein… Doch wollte sie gefangen sein???
Gefangen(?) und festgehalten (?) in einer Kraft, die es gut mit ihr meinte… die sie verstand, wie sie sich selbst noch nicht verstanden hatte… die ihr das gab, von dem sie noch nicht wusste, dass sie es brauchte…

„Entspann dich, Mari, das Spiel ist beendet.“ hörte sie Joel wie aus weiter Ferne und doch so nah an ihrem Ohr…
Und zum ersten Mal reagierte sie auf diese Worte nicht erleichtert, sondern hörte sich denken: „Schade…“

Zu allen Kapiteln der –> Geschichte von Mari und ihrem Meister in chronologischer Reihenfolge


2 Kommentare zu „64. Körper lügen nicht

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