Joel hatte sich für die Weihnachtszeit eine Fortsetzungsgeschichte von wohlwollenden außerirdischen Meistern zum Thema „Macht – Angst – Vertrauen – Hingabe“ für Mari ausgedacht, das er ihr in Form eines Adventskalenders geschenkt hatte.

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Mari freute sich morgens schon immer darauf, ihren nächsten Umschlag zu öffnen. Sie nahm einen Schluck aus ihrer Teetasse, wickelte das kleine Schokostückchen aus dem Umschlag ihres Adventskalenders aus und las gespannt wie es Carinas weiter erging im Raumschiff mit ihrem Meister…

Nach ihrem gemeinsamen Urlaubs-Aufenthalt auf dem Planeten Lux Natura, hat Carina zu ihrem Meister eine viel vertrautere Ebene gefunden, die es ihr erlaubt, mehr Nähe zuzulassen als vorher. Es ist für sie natürlich geworden, von ihm gesehen und berührt zu werden. Auch in der Wahrung ihrer körperlichen Grenzen ist sie etwas freizügiger geworden.

Eines Morgens blinkt wieder einmal ein Röllchen auf. Sie liest:

Liebe Carina,
bisher hast du dein Leben in einem Raum verbracht,
dessen Grenzen noch erweitert werden könnten.
Es gibt Türen, die hast du dir noch nicht erlaubt zu öffnen.
Du wirst staunen über die Größe deines wahren Reiches,
wenn wir erst alle Pforten durchschritten haben.
Ich gehe mit dir und helfe dir,
dich vertraut zu machen mit dem,
was du bisher noch vermieden hast. 
In Liebe Ramon

An diesem Morgen spricht René Carina nach all der Zeit, die inzwischen vergangen ist, auf das Thema “Gruppe” an: “Carina, heute möchte ich dich nun einladen, an meiner Gruppe teilzunehmen. Wie sieht es aus? Meinst du, du könntest es dir vorstellen, dabei zu sein?” Prüfend schaut er sie an. Carina senkt etwas verlegen ihren Blick.

Weißt du was, sag mir doch deine Bedenken, und lass uns ganz offen darüber reden. Komm mal mit in mein Zimmer – am besten sofort,  bevor es wieder zu Angst und Schmerz in dir kommt.”

Carina schaut René unsicher an. War das eine Kritik? Aber sein Blick ist freundlich und zugewandt. Mit klopfendem Herzen begleitet sie ihn in sein Zimmer. Er bietet ihr etwas zu trinken an, und sie nimmt es dankbar an. So hat sie etwas in der Hand, woran sie sich festhalten kann. ´Nun muss ich mich vor dem Kommandanten verantworten`, denkt sie beklommen und spürt wieder ihre alten Autoritätsängste.

So, Carina, frei von der Leber weg, was macht dir deinen Einstieg in die Gruppe so schwer?” Carina druckst herum – René wartet… Schließlich redet sie und erklärt ihre Angst und ihren Widerstand, sich vor mehreren Menschen, besonders Männern offenbaren zu müssen in ihren Gefühlen von Peinlichkeit, Scham und Selbstzweifel. Sie könne das einfach nicht. Sie hatte schon immer in Gruppen Schwierigkeiten.

René nickt verstehend. “Gerade deshalb ist eine neue, völlig anders geartete Gruppenerfahrung für dich wichtig und heilsam. Du bekommst dort einfach nur die Möglichkeit – nicht mehr und nicht weniger – über das, was dich bewegt, zu reden, aber du wirst ganz sicher nicht dazu gezwungen. Außerdem hast du Gelegenheit zu hören, wie es anderen geht, um vielleicht festzustellen, dass du gar nicht so allein bist in deinen Gefühlen von Scham und Selbstzweifel, wie du bisher glaubtest. Übrigens erhalten die Frauen auch Gelegenheit, sich ohne die Anwesenheit der Meister untereinander auszutauschen, alle zusammen oder auch in kleinen Gruppen. Wie wäre es, wenn du einfach dazu kommst und dir das Ganze einmal anschaust? Sei einfach nur dabei… Du hast mein Versprechen, dass du nichts sagen oder tun musst, wozu du keine Bereitschaft in dir fühlst.”

Carina hört sich sagen: “Okay, ich komme!” Freundlich lächelt ihr René zu: “Das freut mich, Carina, bis heute Nachmittag also!”

Carina wird ganz entgegen ihrer Erwartung von allen sehr freundlich angenommen, und ihr anfängliches Schweigen wird total respektiert. Da sie etwas später dazu kommt, weiß sie nicht, dass es anderen Frauen anfänglich ähnlich ging, aber das wird ihr dann bald erzählt. 

Zunehmend fühlt sie sich in dieser Gruppe wohl, hat manchmal sogar Freude an den Spielen und Übungen und beginnt, sich nach und nach mehr zu öffnen. Wieder hat sie sich einen neuen Raum eröffnet.

Morgen wird die Geschichte fortgesetzt und läuft voraussichtlich bis Weihnachten

Hier geht es zu allen bisher erschienenen Kapitel zu dieser Geschichte, die Joel Mari in der Advents- und Weihnachtszeit erzählt –> Eine utopische Heilungsreise (Märchen) 

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