Bei Mari – Ein Märchen beginnt: der Meister erzählt Mari innerhalb ihres Rollenspiels eine Fortsetzungsgeschichte zum Thema „Macht – Angst – Vertrauen – Hingabe“

In ihrem letzten Spiel hatte Joel in seiner Rolle als Meister Mari für die bald beginnende Vorweihnachtszeit eine Märchengeschichte angekündigt und ihr erzählt, dass es in einer fiktiven Zukunft angesiedelt ist und um eine Heilungsreise in einem Raumschiff mit außerirdischen Meistern gehen würde. Gespannt hatte sie gelauscht, was er ihr bereits über die Rahmenhandlung des Märchens erzählt hatte. Nachdem Mari sich auf ihrer behaglichen Couch in seinen einladend geöffneten Arm gelehnt hatte, begann er heute in den Beginn des Märchens einzusteigen:

„Wir sind im Jahre Später-ist-heute-jetzt-und-eins:  Völlig verwirrt und erschöpft liegt die junge Frau Carina in dem behaglichen Gästezimmer im Hause ihres von ihr bislang so gefürchteten Ausbilders, der sich als „Meister Ramon“ vorgestellt hatte.

Sie kann noch nicht fassen, was ihr in den letzten Tagen und Stunden passiert ist. Die Bilder ziehen unruhig vor ihrem inneren Auge vorbei:

Nach einer abenteuerlichen Flucht, für die sie sich Hals über Kopf entschieden hatte aufgrund ihrer Angst vor der umstrittenen „Ausbildungsreise“ im Raumschiff von außerirdischen Meistern, war sie gefasst worden und genau an den Ort gebracht worden, den sie so fürchtete: ins Raumschiff dieser Außerirdischen, die zwar von sich sagten, dass sie den Menschen helfen wollten, mehr Bewusstheit, Liebe und Frieden zu entwickeln, was aber Gerüchten zu Folge nicht so war. 

Nach dieser Flucht, die einer Odyssee glich, und all dem, was geschehen war, hatte sie mit Verurteilung und harten Sanktionen gerechnet, als sie in deren Raumschiff angekommen war, und sie hatte heftige Panik vor dem, was nun kommen würde. Und was dann kam, war völlig seltsam…

Sie dachte noch weiter zurück: Als sie sich noch am Morgen dieses Tages an Bord eines Flugzeuges befunden hatte, das von radikalen Gegnern der Außerirdischen geführt wurde, hätte sie sich nicht träumen lassen, dass sie so schnell gefasst werden und in jenes gefürchtete Raumschiff gebracht werden würde und dann… nachdem sie bereits dort war, abends mit ihrem Ausbilder wieder auf die Erde zurück käme, um mit ihm dort erstmal einige Tage Zeit haben sollte, um mit ihm etwas vertraut zu werden. Und sie musste zugeben… er hatte sie bis jetzt gar nicht mal unfreundlich, ja eigentlich durchaus freundlich behandelt.

Sie dachte nach: So sehr hatte sie sich vor der bevorstehenden Ausbildungsreise an Bord der außerirdischen Meister gefürchtet, dass sie – ohne klar denken und das alles auch nur in etwa überschauen zu können – bereit war, sich von ihrer Heimat wegbringen zu lassen an einen entfernten Ort in der Wüste, an dem angeblich aufgrund eines bestimmten Magnetfeldes keiner der flüchtigen Menschen gefunden werden könne. Sie war dort mit anderen Flüchtlingen in einer völlig ungeklärten Situation, hatte Hunger und wusste nicht, wie es dort werden würde und wie es mit der Versorgung der notwendigsten Bedürfnisse funktionieren würde. ‘Aber’, so hatte sie gedacht, ‘das ist immerhin besser, als einem oder mehreren – sogar außerirdischen (!), völlig unberechenbaren Männern – für unbestimmte Zeit ausgeliefert zu sein.’ 

Carina hatte Angst vor Männern. In ihrer Gegenwart fühlte sie sich stets unwohl, beklommen, und unsicher. Deshalb hatte sie bisher stets deren Kontakt gemieden. Körpernähe und Erotik erschienen ihr wie ein Alptraum. Und sie hatte gehört, dass diese seltsamen Ausbildungen, die die Meister nach ihrer Machtübernahme auf der Erde für die Menschen obligatorisch veranstalteten, alle Ebenen des Menschseins beinhalten würden: Geist, Seele und eben auch den Körper. Das war der ausschlaggebende Faktor gewesen, der sie zur Flucht bewogen hatte.

Dass die Meister sie so bald finden würden, dass deren Raumschiff an ihrem Versteck in der Wüste landen würde, dass die Fluchthelfer, die sich nur zu bald als wenig vertrauenswürdig erwiesen hatten, es sogar zu Gewalthandlungen kommen lassen würden, und dass sie schließlich von den Meistern ruckzuck an Bord genommen werden würde, damit hatte Carina nicht gerechnet.

Und nun liegt sie hier im Gästezimmer ihres Ausbilders Ramon, der wie einige andere seiner Art  auch, schon seit einiger Zeit zwischen den Menschen lebte und ihnen mit Rat und Tat zur Seite stand,  ohne dass er sich als Außerirdischer zu erkennen gegeben hatte.“

Morgen wird die Geschichte fortgesetzt und läuft voraussichtlich bis Weihnachten

Hier geht es zu allen bisher erschienenen Kapitel zu dieser Geschichte, die Joel Mari in der Advents- und Weihnachtszeit erzählt –> Eine utopische Heilungsreise (Märchen) 

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